Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon salisbury » Samstag 17. Januar 2015, 11:33

Nun gugge mer mol, was der Scheuklappi da zu bieten hat. Wieder unter der Prämisse, dass schnelle Reinlauscher niemals abschliessende Urteile erlauben können. Eine gute Frage aber ist: Würde ich das gerne besprechen wollen?

13 SPARTA

Hmm, ja das ist sehr viel Rock ’n’ Roll drin. Hörbar. Gesang ist aber sehr unspektakulär. Easy Listening old-school rock, etwas besser als NIGHT DEMON, werd ich aber sehr schnell wieder vergessen.

14 DROWNED (Antiprism)

Eine Minute vergeht, nicht viel passiert. Ah, okay, so Funeral Doom-Zeug. Dieser Gesang ist überhaupt nicht meins. Okay, dann wird es schneller. Nee, das klingt sehr nach durchschnittlichem Anti-Blautier-DM, muss ich nicht noch mehr hören. Ich höre hier tatsächlich ad hoc mal wieder Klassenunterschiede zu meinen aktuellen DM-Faves CHAPEL OF DISEASE.

15 PHILM

Hab ich selber drin, dann dazu mehr.

16 THANATOS (Murder Of Innocence)

Hmm, vielleicht ist das gerade wieder ein unguter Zeitpunkt für diese Liste und mein Ohr. Sehr viel extremes Zeug drin. Das nervt anfangs etwas, aber krasse Geschichte, hier wird ja auch gut gegniedelt! Ab 1:30 erst meldodisch, dann sehr technisch und dann jaulend metallisch. Sehr gut! Danach wieder Uptempo. Mag ich aber viel lieber als Röchelschlürf. Verdient also einen zweiten Song. ‘Demonized Minority’ mit coolem Harmonizer/Oktav-Effekt am Anfang, ich mag den Klampfensound. Was ich aber wieder nicht so sehr mag, ist das hektische Gebolze auf das einfach nur atonale Worte geshoutet werden. Magst Du den Drumsound, Siebi? Der schnelle Doublebass kommt mir irgendwie sehr unnatürlich vor. Solo war diesmal weniger spektakulär.

Okay, interessant aber ich bin da jetzt unentschlossen.

17 MIASMAL (Whisky Train)

Da gefällt mir erstmal schon das Artwork. Dann höre ich eine ordentlich Produktion. Hach, naja, dann wieder dieser Kack-Gesang. Viel zu laut auch noch. Sorry, das kann ich nichtmal ganz zu Ende hören. Auch der Klang wird mir viel zu voll und dicht, wenn alle Instrumente spielen. Irgendwie Kopfwehmucke…

18-20 hab ich schon gehört, aber

21 UNSILENCE (On Wild Fields)

noch nicht. Das hatte hier bislang ja die wohlwollendste Response. Ich denke mal/hoffe, von CD runter klingt das besser als bei diesem Link (wo allem die Becken irgendwie kaputt klingen).
Okay, für Doom passiert hier ziemlich viel. Der Gesang ist sehr eigen, ich muss jetzt erstmal an PAGAN ALTAR denken, so ein wenig. Also charmant falsch. Ich glaub, da könnt ich mich auch dran gewöhnen. Ob’s richtig gefällt, kann ich noch nicht so sagen. Bislang die eigenständigste Band in der Liste. Würde ich mich auf jeden Fall drauf bewerben.

Ich mach mir am Schluss dann auch eine eigene Siebi-Liste. Momantan sind die Top5

PHILM
WOLF
FREEDOM CALL
UNSILENCE
KUOLEMANLAASKO

Das sind jetzt schon zwei Überschneidungen mehr mit Siebi als mit Peter. Zeiten ändern sich…
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 17. Januar 2015, 11:41

Tja, ich hab noch keine Überschneidung mit Siebi, wobei da schon ein, zwei Sachen dabei sind, die ich erst hier entdeckt habe, die also nicht in meiner Liste gelandet sind. Die KUOLEMANLAAKSO hat es nur knapp nicht reingeschafft, ist aber prima. Hätt ich also eine 25er-Liste gemacht, wär sie vielleicht drin und ich hätt doch eine Überschneidung. :grins:
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Permafrost » Samstag 17. Januar 2015, 12:54

Bei mir zirkelt nur die UNSILENCE bis jetzt. KUOLEfinnischdingens kommt danach, wobei es eigentlich nur der erste Song ist, der mir wirklich gut gefällt.
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Siebi » Sonntag 18. Januar 2015, 16:27

Wir legen nahe Mansfield ab und schippern Richtung Norddeutschland, wo eine gemischte All Star-Truppe mit ihrem zweiten Album mein Melogen zu Tage fördert. Hier also angekommen begeben wir uns auf eine Melodic-Abfahrt, die einen alten Kiske-Chameleon-Fan laut mit der Zunge schnalzen lässt. Kommt mit, denn ...

12. Unisonic – Light Of Dawn (ear MUSIC)

Bild

It's happy happy Kisketime! Dreck- und specklos, aber doch ganz angenehm spritzig für dieses Genre, tönt der Sound der Platte. Keineswegs überladen, sehr facettenreich und druckvoll. Kitschig flöterisch wie bei so manch anderer Tritratrullalla-Kapelle klingt es nie. Böllergitarren sind Fehlanzeige, auch Bontempikeys sucht man mit der Lupe, dafür offenbaren sich mit jedem Durchgang viele Sound- wie Saitendetails. Das saitenspannende Griffbretttandem Hansen und Meyer spielt lickreich songorientiert. Die Snare hat den richtigen Anfettdruck ohne aufdringlich in den Ohren zu protzen. Der eidgenössische Kosta haut generell einen feinen Beat in die Felle.

Saccharinanflüge sind natürlich auf der Scheibe, teilweise freedomcallesk wie in "Not Gonna Take Anymore" oder chameleonartig halbballadesk wie in "When The Deed Is Done", was meine liebreizend süße Schlagerseite gerne mag. Durchaus Antenne Bayern-Radiofutter, bei dem Frau Siebi mit Kochlöffel und Schneebesen bewaffnet gerne durch die Küche rockt. Alles überragend ist Herr Kiske, das Sahnehäubchen auf den zugänglichen Kompositionen. Unglaublich, einfach nur unglaublich. Der Mann hat scheinbar rein gar nichts von seinem jugendlichen Stimmvolumenumfang verloren. Sehr stark, mein lieber Herr Gesangsverein. Nach unzähligen Umläufen kann ich attestieren: Hier also ist es, das beste Toupierte-Sekretärinnen-rocken ab-und-dem Siebi-gefällt's-Album 2014!

Your Time Has Come
Night Of The Long Knives
When The Deed Is Done
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Schaf » Sonntag 18. Januar 2015, 16:45

Aaaaaargh, warum habe ich nur auf diesen Thread geklickt?
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. Januar 2015, 20:56

Patsch! Ganz knapp an einer Überschneidung vorbei! Find das Album auch total super, allein schon wegen der dezenten BURZUM-Einflüsse ( :grins: :grins: :grins: ).

Aber bei den Top20-Songs isser drin, der Michi. 'Find Shelter'.

Und ich bin auch ein großer "Chameleon"-Fan!
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Siebi » Sonntag 18. Januar 2015, 21:06

Sally, erschreckend nah wir uns musikalisch werden. :)
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. Januar 2015, 21:13

Siebi hat geschrieben:Sally, erschreckend nah wir uns musikalisch werden. :)


Vielleicht schon immer waren. Wir haben relativ viele CDs gemeinsam. Und immer wenn es melodisch wird, scheinen wir mit ähnlichen Sensoren wahrzunehmen. Find ich gut! :D
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 18. Januar 2015, 23:18

Die fehlt mir immer noch. Wollte sie dereinst eigentlich vorbestellen und hab es dann irgendwie vergessen. Out of Soundcheck, out of Mind sozusagen und seither denk ich so einmal im Monat "Mensch Raf, die Unisonic fehlt dir auch noch, das solltest du mal ändern." Dann passiert das, was mir bei Vorsätzen viel zu oft passiert - nichts.
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Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien

Beitragvon Siebi » Montag 19. Januar 2015, 16:08

Sally schwelgt mit, das Schaf schaudert sich wollüstig, Raf wird wiederholt erinnert, es tut sich was, wir sind nahezu unisonic auf Linie. Witer im Text der Lieblingspladd'n. Zum zweiten Mal setzen wir nach Amerika über, ins schöne Colorado führt uns das heutige Ziel. Eine Platte zum Genießen weniger zum Bangen steht auf dem lauschigen Hörplan.

11. Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then (Stonefellowship)

Bild

Leviathans luftig leichtmetallische Prog-Perle ist neben meinem Top 3-Stockerl die wohl meistgehörte Scheibe des Jahres 2014 und ich bin nach wie vor begeistert. Hat mich der comebackende Vorgänger nur teilweise gepackt, so bin ich hier über die komplette Spielzeit gefangen. Auch der in den Höhen etwas anstrengende Gesang tut der Hörfreude keinen Abbruch. Dass er zu weit vorne wäre, wie oft zu lesen ist, kann ich nicht bestätigen. Queensryches "The Warning" wäre mein Paradebeispiel für im Gesamtbild zu laut abgemischten Gesang. Egal, hier kann man sich in den ausgeklügelten Kompositionen verlieren, sich gespannt auf eine gut 70-minütige Reise ins Lutzowsche Universum begeben. Der Mann fordert seine Hörer. Vielschichtige Melodieführungen, beschwingt tolle Soli Lutzows und Keens, leichtfüßige Laut-Leise-Dynamik, hier werden kleine Epen erzählt und dynamisch stimmig vorgetragen. Leider erfuhr die kompositorische Reife, auch bei powermetal.de, keine große Anerkennung. Das Warum und Wieso kann ich bis heute nicht nachvollziehen. So sei hier nochmals jedem Musikliebhaber progmetallischer Klänge empfohlen, diesem fantastischen Schachtelungs-Kleinod eine neue Chance zu geben.

A Shepherds Work
Creatures Of Habit
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