Guitar Heroes

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Guitar Heroes

Beitragvon Havoc » Samstag 3. August 2013, 15:00

Nils Macher hat geschrieben:Meine Güte, wird mal wieder Zeit für Petrucci in dem Thread :D


Ja. Unterbewertetster Gitarrist aller Zeiten. ;-)
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Samstag 3. August 2013, 20:43

Stimmt, Maxine Petrucci darf man hier auch ruhig mal erwähnen.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 4. August 2013, 01:15

Mir ist aufgefallen, dass es mir viel schwerer als früher fällt, überhaupt irgendwelche Top-10-Listen in Musikersparten zu erstellen als früher. Mag an der Masse der Musiker liegen oder eben daran, dass weniger Musiker wirklich heraus ragen und auch daran, dass ehemalig favorisierte Musiker eben nicht mehr favorisiert werden. Geht Euch das auch so?

Bei Gitarristen sind es bei mir immer die eher gefühlvoll spielenden Melodiehelden und nicht die Flitzefinger und Neoklassiker. Und beim Anhören der Deuce LP heute Morgen ist mir aufgefallen, wie toll ich Marty Friedman finde.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Nils Macher » Sonntag 4. August 2013, 15:28

Ich kann das nachvollziehen, es gibt einfach viel mehr von allem. Was früher nur ein paar Gitarristen gemacht haben, spielt heute jeder Nachwuchs-Rocker auf seinen Youtube-Covervideos technisch genau so gut. Außerdem hat man mit einer Gitarre so ziemlich alles angestellt, was möglich ist. Zudem es heute kaum noch junge Musiker gibt, die von anderen als Vorbilder empfunden werden.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Sonntag 4. August 2013, 16:02

Es gab auch "früher" schon jede Menge vollkommen unbekannte Gitarristen, die technisch unglaublich gut waren, die haben sich nur nicht alle auf YT produziert (produzieren können). Ich hatte z.B. eine Kumpel, der in einer vollkommen unbedeutenden Dorf-Combo gespielt hat, aber mal eben, ohne Anstrengung Steve Vai oder Eddie van Halen zitieren konnte.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 4. August 2013, 20:55

In jedem Fall finde ich es wichtig, zu betonen, dass die neuen Generationen Bands und Musiker, in diesem Fall eben Gitarristen, nicht wesentlich schlechter sind, als die Old-Schooligen Urväter, sondern es einfach "mehr von allem gibt", um Nils zu zitieren: Mehr gute Bands, mehr schlechte Bands, mehr Bandbreite an Spielarten im allgemeinen, stärker ausgeprägte Genre-Merkmale im Speziellen. Das, was es weniger gibt, ist Übersicht.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Jesus » Sonntag 4. August 2013, 21:04

Und das, was anno dazumal bei den Urvätern der elektrischen Gitarre noch als innovativ und unnachahmlich galt, ist heute Standard in den Musikschulen. Berry, Hendrix oder Townshend waren seinerzeit Helden, heutzutage lernt jeder ihre Songs nach wenigen Unterrichtsstunden. Demnach ist jede neue Generation Saitenhexer im Schnitt besser als die vorherige.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 4. August 2013, 21:52

In der Theorie mag das stimmen. Wobei ich mich in diesem Fall mit dem Begriff "besser" etwas schwer tue. Da ich einen guten Gitarristen eben meist über sein Gefühl im SPiel und seine Melodieführung definiere, kann ich aus rein subjektiver Sicht nicht von "besser" reden, nur weil die neue Generation noch mehr kann. Wobei man sich auch fragen muss, was dieses _Mehr_ denn sein soll? Andere Skalen? Stilistische Mixturen, die man früher nicht gewagt oder gekannt hat? Besseres technisches Equipment? Ist ein Musiker automatisch besser, weil er mehr unterschiedliche Techniken beherrscht?
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Drumtier » Sonntag 4. August 2013, 22:37

Holger Andrae hat geschrieben:Ist ein Musiker automatisch besser, weil er mehr unterschiedliche Techniken beherrscht?

Zumindest diese Frage sollte beantwortbar sein, ja, natürlich. Alles andere geht dann in Richtung des Gefallens, also hinsichtlich Melodieführung/-verständnis/-gefühl, usw usf. und da wirds dann schwammig/persönlich.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Jesus » Montag 5. August 2013, 08:13

Holger Andrae hat geschrieben:In der Theorie mag das stimmen. Wobei ich mich in diesem Fall mit dem Begriff "besser" etwas schwer tue.


Natürlich meinte ich besser im Sinne von technisch versierter. Dass selbst die geschickteste Saitenmasturbation nichts nützt, wenn man keine Riffs oder Songs schreiben kann, beweisen ja genug Prog-Metal-Bands.

Holger Andrae hat geschrieben:Da ich einen guten Gitarristen eben meist über sein Gefühl im SPiel und seine Melodieführung definiere, kann ich aus rein subjektiver Sicht nicht von "besser" reden, nur weil die neue Generation noch mehr kann.


Es muss nicht einmal "Melodieführung" sein, da die Definition von Melodie vielleicht etwas zu einengend ist. Ein Gitarrist muss "passen". Muss tun, was der Komposition am besten steht. Muss "malen" mit seinem Instrument. Ganz egal, ob er das Griffbrett hoch und runter tremoliert oder einfach nur völlig primitiv ein paar dissonante Rückkopplungen verwendet. Mir sind solche Gitarristen lieber, die markant klingen und keinerlei angeberische Fingerspielchen nötig haben. Mir ist das "simple", aber dafür mit einem hohen Wiedererkennungswert versehene Spiel von Leuten wie Dik Evans, Robert Smith, Stephen O'Malley, Norman Westberg oder Justin Broadrick wesentlich lieber als der versierteste Saitenhexer, der nur mit seinem Penis auf einer dreihalsigen Gitarre gleichzeitig Beethoven, Malmsteen und Petrucci spielen kann.
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