Hui Jens,
eine Überschneidung, die allerdings bei dir außerhalb der Top 10 gelandet ist. Wirklich vieles ist mir gänzlich unbekannt. Aber ich bin gespannt und hoffe auch einen gebündelten Eindruck davon zu bekommen, was dich musikalisch bewegt. Ich hoffe immer noch auf ein musik-sammler Eintrag von dir
Aber nunmal von vorn. Ich werde mich jetzt einmal durch deine Top 10 "arbeiten" und dann außgewählt Sachen aus den weiteren 10 Plätze rauspicken.
Dein Platz Nr. 1 - Ist der perfekte Beweis dafür, dass man sich von Artworks der Alben nicht hinters Licht führen sollte. Ich dachte tatsächlich, dass es sich hier um waschechten Melo Death halten könnte. Doof bin ich halt schon ab und an.
Dann picke ich mir mal ein bis zwei Songs raus. Denn was du zu deinem Platz 1 zu sagen hast, erweckt in mir dann doch eine gewisse Neugierde und damit schließe ich das großartige Review mit ein. Melodic Rock kann ja durchaus was für mich sein. Also ab dafür.
Gehört habe ich die Empfehlungen aus dem Review und dem Perlen-Artikel. "Everydying Nights" besticht durch wirklich tolle Gesangslinien. Dazu finde ich den Gesang, trotz des hellen Klangs sehr kräfitg. Teilweise schon sehr hart. Aber macht spaß. Es gibt da eine Stelle, die ich ziemlich cool finde. Und zwar dann, wenn sich der Sänger dem Schlagzeug bei der Double Bass rhytmisch anpasst. Ich glaube der Anfang zum Refrain ist das. Erinnert mich im Großen und Ganzen etwas an "W.E.T.". Die ich ziemlich gern habe. Trotzdem scheint hier aber mehr "experimentiert" zu werden.
Sind das Refrainkönige, oder was ist da im Titelsong los? Saucooler Song, der eine tolle Gitarre, etwas cleaner, etwas im Hintergrund hat. "A Way Back" hat in meinen Ohren nicht so ganz die Durchschlagskraft der vorherigen Songs. Aber auch hier sind es die Gesangslinien die spaß machen.
Das ist aus meiner Sicht ein gut nachvollziehbarer erster Platz. Mich würde jetzt echt interessieren, wie die ganzen Scheibe klingt. Dazu müsste ich sie mir aber zulegen. Sie ist vorgemerkt!
Dein Platz Nr. 2 - Entweder ist mir die Band völlig unbekannt oder ich hab sie mir einfach nicht behalten können. Ich habe dein Review dazu gelesen und spätestens ab den Punkt "Thin Lizzy" hast du mich gekriegt. Ich bin mir zwar noch nicht sicher ob mir das völlig überzeugt was ich da höre ("Sands Of Time"). Aber ich höre das auch raus. "Your Heritage". Alter Falter!!! Ist das gut! Hier gefällt mir dann auch der Gesang hunderprozentig. Tolle Folk Note, die da auch etwas mitschwingt.
Wenn das so weiter geht, habe ich ein Problem.
Dein Platz Nr. 3 - Das wurde im Forum kurz mal angeschnitten. Habe ich ebenfalls reingehört und mein Problem mit modernen Prog flammte wieder auf. Leider bestätigt sich das mit dem wiederholten Versuch wieder. Ich kann mit dem Gesang nichts anfangen. Das klingt für mich nicht flüssig, kaum schlüssig. Malen nach Zahlen, wenn man es böse ausdrücken möchte. Auch finde ich hier den Gesang viel zu übertünchend.
Dein Platz Nr. 4 - Oha, das wird schwierig.
Die düstere Grundstimmung, die dann doch gar nicht so düster ist, kann ich etwas abgewinnen. Das klingt auch gar nicht so verkrampft nach alt angestaubt wie ich es vermutet hätte. Trotzdem greife ich, wenn es mich dann mal packt, zu Scheiben die auch aus dem Jahrzehnt stammen. Die Musik und wie es gespielt wird, lässt dann doch schlussendlich die krasse Assoziation zu. Das passiert ganz selten, dass mir in dieser Richtung etwas gefällt. Da setzt bei mir ein Blockade ein, die sich nur schwer zu lösen scheint. Das es ausgerechnet den Prog so massiv trifft wundert mich, gehe ich in anderen Genres zugegebenermaßen, viel lockerer damit um.
Dein Platz Nr .5 - Ich lese ja, wenn ich hier schreibe, parallel deinen Artikel und die Reviews dazu. Und wie du das gleich hier zu Anfang beschreibst, passt wie Arsch auf Eimer. Deine Empfehlung "Comet Of Gold" lässt sogar ein paar Flower Power Gefühle zu. Ich frage mich gerade, ob ich schon einmal etwas lässigeres gehört habe in der letzten Zeit. Das ist schon an der Grenze zu fast zu entspannt. "Mystic Mountain" geht da schon etwas frontaler auf einen zu. Warum ich hier keinerlei Kritik bringe, wie beim vierten Platz? Einfach, weil ich dieses Gefühl von "ich muss unbedingt etwas reproduzieren" nicht habe. Das klingt für mich um einiges ungezwungener. Mit reichlichen natürlich wirkenderen Ideen. Ich muss dabei nicht ständig an Band XY denken. So geht es mir aber auch mit diesem modernen Progsound. Aber das führt zu weit und ich würde mich nur wiederholen.
Jens, das ist ein wirklich cooler fünfter Platz!
Hier mache ich mal einen Cut. Das hat mich hier jetzt zwei Stunden lang (wenn nicht länger) wunderbar unterhalten. In den nächsten Tagen, werde ich mir die andere Hälfte reinpfeifen und berichten. Ich freue mich drauf
