Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

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Re: Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 26. September 2023, 10:31

Nils Macher hat geschrieben:Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, wenn substantielle Beiträge vom Band laufen. Genau so wenig habe ich aber auch Verständnis für Bands, die live einfach nicht liefern können. Ja, mich stören verstimmte Gitarren und schiefe Sänger (wenn die Melodien nicht schief sein sollten). Ich habe mir da vor Jahren mal wenig Freunde mit einer Konzertbesprechung vom KIT-Gig des Kodex gemacht. Fand ich einfach zu rumpelig. Genau so hat mich aber eben auch POWERWOLF in Wacken gestört, wo kein Bassist auf der Bühne war, sondern das nur vom Band lief.

Gegen Clicktracks habe ich nichts, das hatte unser Drummer in der Big Band auch schon. Hat viele Vorteile und nichts damit zu tun, dass jemand ein schlechter Musiker ist.


Wenn ich oben von musikalischer Menschlichkeit schrieb, meinte ich natürlich nicht, dass es unschön klingen sollte, wenn es schön klingen sollte. Eine gut eingespielte Band kann mit Patzern gut umgehen und aus solchen eventuell sogar etwas musikalisch unterhaltsames basteln. Spontannität ist wichtig. Ich bin ja schon latent genervt, wenn alles aussieht wie beim ZDF Ferhnsehballett oder wenn Sänger immer die gleichen Ansagen machen (Hallo, Mille).
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 26. September 2023, 11:25

Wenn mir ein Chris Bowes mit seinem Umschnallkeyboard weismachen will, er würde dort irgendwelche Töne fabrizieren, während hinter ihm noch ein Keyboarder auf der Bühne steht, dann ist das völliges Posertum (ja!), was mich extrem nervt. Das hat dann eher was von MODERN TALKING und dafür muss ich wirklich keine Konzerte besuchen. Bei POWERWOLF störe ich mich ähnlich wie Nils, wobei die ja noch nie einen Bassisten hatten. Muss ich alles live aber auch nicht mehr sehen, spricht mich auch von der CD nur noch selten an. Bedenken bezüglich STRATOVARIUS und SONATA ARCTICA habe ich überhaupt nicht, weiß auch nicht, warum die hier zur Sprache kommen. Da konnte ich bisher nicht feststellen, dass da viel mehr als ein paar Intros vom Band liefen. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Ich habe eher eine Abneigung dagegen, wenn die "Musiker" nur so tun, als ob sie spielen oder singen würden.
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Re: Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

Beitragvon Jhonny » Dienstag 26. September 2023, 14:01

Chavo89 hat geschrieben:Bedenken bezüglich STRATOVARIUS und SONATA ARCTICA habe ich überhaupt nicht, weiß auch nicht, warum die hier zur Sprache kommen. Da konnte ich bisher nicht feststellen, dass da viel mehr als ein paar Intros vom Band liefen. Das finde ich auch völlig in Ordnung.


Ich habe bisher nur STRATOVARIUS gesehen.
Bei beiden Bands gäbe es viel, was vom Band laufen könnte - und wäre auch ein Stück nachvollziehbar.
Sorgen habe ich da aber tatsächlich auch keine.
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Re: Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 26. September 2023, 17:29

In dem Moment, in dem tatsächlich ein Keyboard nebst zugehörigem Musiker auf der Bühne steht, legitimiert sich ja sehr vieles automatisch, weil ein Keyboard halt schon sehr viele Sounds live in actu erzeugen kann, und das ist ja bei Stratovarius und Sonata Arctica absolut der Fall.
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Re: Nur noch Karaoke-Metal auf den Bühnen?

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 26. September 2023, 18:32

Ja. Noch dazu sind das beides ja Keyboarder, die auch gerne ihr Können zeigen. Das ist beim ALESTORM-Fritzen oder auch KNORKATORS Alf Autor, bei dem es zum Gag gehört, teilweise eben nicht zu spielen, ja anders.
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