Schwarze Federn 2021

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 7. Februar 2022, 16:36

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wenn man achtmal acht Punkte kriegt, gewinnt man den Soundcheck, ist aber vielleicht bei keinem Kollegen am Jahresende in den Top-20. '


Ja, so ungefähr ist es hier ja gewesen. 1x 9.5 (von dir), 1x8.5, sonst nur noch eine 8, ein paar Mal 7.5 und eine 6.5 - das sind also maximal drei, eher zwei potentielle Top20-Kandidaten. Ich glaube, genannt wurde das Album insgesamt auch nur drei Mal, immer eher unten. Das ist natürlich nicht genug.
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Pillamyd » Montag 7. Februar 2022, 21:14

Gerade mit "The King Lost His Crown" habe ich mich ja echt schwer getan. Das klingt für mich stark nach Stangen und Ware und irgendwie auch dumpf. Aber wohl auch für mich etwas unglücklich. Finde ich nämlich immer noch nicht gut.

Die anderen zwei Songs finde ich dafür um einiges stärker als eben den Verlust der königlichen Krone....
Ob das zu einem Kauf aber reicht. Wohl eher nicht....
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 7. Februar 2022, 23:42

Jo. Der König ist für mich auch klar der schwächste von den dreien, aber ich poste - soweit vorhanden - immer gerne die Songs, zu denen es Videoclips gibt, weil ich ein alter Videoclip-Junkie bin.

:grins:
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 8. Februar 2022, 01:11

Nee, passt ja auch. Kontrast ist immer gut :grins:
Ich hab mich nur direkt dran erinnert, dass das der erste Song war den ich gehört habe und das mich nicht unbedingt begeistert hat. Ich kümmere mich lieber mal um die alten Alben.
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Februar 2022, 01:28

Drei Kandidaten haben wir hinter uns, und nun hat erstmals Norwegen Aufschlag:

# 17 - ORDER - "The Gospel"

Bild

Eine Band, die leider nicht nur bei uns im Magazin und Forum ziemlich untergegangen ist, sondern, wie mir scheint, ganz generell. Das ist sehr schade, denn immerhin ist hier mit den Mayhem Urzeit-Mitgliedern Messiah (Gesang) und Manheim (Drums) knapp die Hälfte des "Deathcrush"-Line-ups an Bord, verstärkt um Anders 'Neddo' Odden (Cadaver, ex-Satyricon, ex-alles) und Stu Manx (ex-Gluecifer). Dass das Ding mithin an der schwarzen Räude leidet, sollte nicht überraschen. Geifernder, bissiger, stark punkig angehauchter Black Metal, der aber dennoch Struktur und Melodie hat. Billy Messiah alias Eirik Skyseth Norheim hat noch immer eine sehr charismatische Stimme, und was Kjetil Esten Haraldsson Manheim hier am Drumset wegholzt, nachdem er fast 30 Jahre weg aus der aktiven Metal-Szene war, und sich vornehmlich mit elektronischer Musik befasst hat, ist ebenfalls mehr als bemerkenswert. Stilistisch streift Order natürlich Mayhem, agiert aber punkiger, straighter und songorientierter als die ex-Kollegen es heute tun, ebenso haben wir einen Hauch Mysticum, aber (natürlich) längst nicht so kalt, maschinell und technoid. Neben Mayhem- und Punk-Einflüssen finden sich auch etwas schwarzer Doom der Frost-Schule und ein Hauch Death Metal der Sorte Autopsy im Oeuvre. Doch der Mix ist eigenwillig, charismatisch und sehr, sehr feinschmeckend.

Hörproben:

https://www.youtube.com/watch?v=EfVm32jeksQ - 'It Burns'
https://www.youtube.com/watch?v=LUYmvMPgs4I - 'Descend'
https://www.youtube.com/watch?v=cOFhS2peyWw - 'Torquemada' (ist vom letzten Album, da keinen weiteren Clip gefunden)
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 8. Februar 2022, 01:50

Mal ehrlich? War das Album hier in irgendeiner Form Thema?
Was habe ich denn da bitteschön verpasst? Kommt direkt auf die oberen Plätze der Einkaufsliste.

Oh, das ärgert mich ja sogar schon fast ein bisschen. Sowas darf hier nicht unter gehen!!!! oO

3 Punkte sind ja mal ausschlaggebend, dass das was für mich ist:
Manheim
Messiah
punkiger Black Metal

Also ich fühl mich mal um ein paar Jahrzehnte zurückversetzt. Auch wenn es etwas fetter klingt. Aber da wurde nicht zu viel versprochen.
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Februar 2022, 02:03

Also, ich denke, dass ich die Band mal bei den Neuerwerbungen oder im WHIG-Thread erwähnt habe, außerdem war die Band 2017 im Satyricon-Thread ein Thema. Ist zwar inhaltlich kein schlechter Bandname, aber ein sehr unauffälliger, weil ein allzu normales Wort. Drei Gründe dafür, dass es redaktionell nicht aufgegriffen wurde:

1) Listenable ist nicht unbedingt mit einer besonders aufdringlichen Promoarbeit gesegnet.
2) Man überliest den Bandnamen allzu leicht in Listen von Neuen Schreiben und Downloads.
3) Schwarze Feder schafft gerade mal die Pflichtreviews und lässt die Kür schrecklich schleifen.

ABER:

Besser spät als nie und es freut mich sehr, dass es dir gefällt und du Interesse daran hast.
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Februar 2022, 20:03

Nach einem bunten Stilmix nun erstmals die echte, pure, Wahrhaftigkeitsstahlkeule:

# 16 - KK'S PRIEST - "Sermons Of The Sinner"

Bild

Im Vorfeld war ich nicht unbedingt euphorisch, aber doch gespannt darauf, was der von Priest'schen Planken gegangene Herr Downing den nun mit dem ebenfalls emeritierten Priest-Fronter Tim Owens zusammen auf die Beine stellen würde. Die ersten Hörproben haben mich dann sogar eher ernüchtert, als dass sie Vorfreude geschürt hätten, denn für sich genommen, funktionierten sie für mich zunächst nicht. Als ich die Scheibe allerdings dann erstmals im Gesamtkontext von Anfang bis Ende angehört hatte, machte plötzlich alles Sinn für mich. Der Sermon ist unterm Strich natürlich ein rundum stereotypes Album für ex-Mitglieder einer großen Band, die zeigen wollen, dass sie das, was sie früher gemacht haben, mindestens genauso gut können wie die ex-Kollegen. Ein "different but the same"-Album. Das klingt nun erst einmal nicht besonders spannend oder appetitanregend, denn dieses Konzept hatten wir zigfach, in der Geschichte des Stahls. Owens hat schon in seiner Zeit bei Priest bewiesen, dass er "den klassischen Halford" ziemlich gut geben kann (wenn man ihn auch nur auf dem Livealbum ließ), und dass Tipton nichts besser kann, als Priest-Riffs und Leads zu schreiben, wird auch niemand anzweifeln. Außerdem ist der Zeitgeist eher im Retrobereich zu suchen, als im Progbereich, so dass Experimente nicht zu erwarten sind. Das bedeutet unterm Strich, dass "Firepower" auch dass KK-Album sein könnte, und "Sermons" das Priest-Album, und keiner würde sich beschweren müssen. Wo die PRIEST-Scheibe einen Tick mehr Biss hat, da hat die KK-Scheibe ein bisschen mehr akustische und verspielte, verträumte Parts. Je nach Präferenz und Tagesform mag das eine oder das andere gerade besser munden. Was ich an "Sermons of the Sinner" aber wunderschön finde, und was auch der Grund ist, warum die Scheibe so weit oben in meiner Gunst steht, das ist, dass Tim Ripper Owens ENDLICH ein klassisches Priest-Album singen darf, das alle Facetten der Priest-Geschichte von 1975 bis 1991 streift. Und es gibt wirklich mehr 70er-Einflüsse als auf dem aktuellen JUDAS-PRIEST-Album. Ich will hier aber keine KK vs. JUDAS-, Tipton vs. Downing- oder Halford vs. Owens-Kiste daraus machen, da ich beide Seiten mag und froh bin, dass beide Seiten gute Alben machen.

Hörproben:

https://www.youtube.com/watch?v=LdzzkiP4wwk - The Return Of The Sentinel
https://www.youtube.com/watch?v=cqOZJAZR1XM - Hellfire Thunderbolt
https://www.youtube.com/watch?v=ssR5qzz-iWU - Raise Your Fists
https://www.youtube.com/watch?v=tFjekrILVzM - Sermons Of The Sinner
https://www.youtube.com/watch?v=9QYLAQ1q4RU - Brothers Of The Road
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Havoc » Dienstag 8. Februar 2022, 21:04

Ah. Cool. Ich mag die KK Scheibe auch sehr. Hatte die auch in deinen Top 20 erwartet. Eigentlich sogar eher noch etwas höher.
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Re: Schwarze Federn 2021

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 9. Februar 2022, 01:33

Das erste Land mit einer Doppelnennung sind die US of A, hailing from Phoenix, Arizona, all hail...

# 15 - FLOTSAM & JETSAM - "Blood In The Water"

Bild

An sich haben die letzten paar Alben dieser sympathischen und grandiosen Band ja einen ziemlich sterilen, ballerigen und manchmal fast unangenehmen Drumsound. Aber trotzdem landet FLOTSAM AND JETSAM nicht nur regelmäßig in meinen Jahrescharts, sondern auch weit vorne in unseren Soundchecks, und weit oben in der Gunst unserer Leserschaft und unserer Forenuser. Was ist da los? Nun, ganz einfach: Das Songwriting, die instrumentale Klasse der Musiker und vor allem der Gesang und die Hooks von Eric A.K. sind so oft völlig überirdisch, dass man gar nicht anders kann, als auch die etwas zu überzogene Wall of Sound zu schlucken und zu verdauen. Hat man nach einigen Minuten die Ohren an dieselbige gewöhnt, können die Songs nämlich auf allen Ebenen überzeugen. Schon das Eröffnungstriple aus dem Titelstück, Burn The Sky und Brace For Impact (siehe Hörproben unten) kann einfach alles, was US Power Metal mit starken Thrash Roots können muss. Tolle Riffs und Leads, messerscharfe Breaks, packende Stimmungs- und Tempowechsel, eine Wunderstimme zwischen Sirene und einschmeichelnden Hooks. Außerdem hängt das verdammte Ding halt nie durch. Das Level halten die Jungs vom Anfang bis zum Ende durch, auch wenn mal ein wenig Maiden (etwa bei Bass und Gesangshooks von 'The Walls') zitiert wird, wirkt das frisch und zwingend. Dieses Mal hat das Album auch noch ein richtig gutes Artwork bekommen, wie man es beim letzten Mal leider noch der Limited Edition und dem Shirt vorbehalten hat. Ja. Dampfhammer. Wäre noch höher im Ranking, wenn sie einen Tick (wirklich nur einen Tick!) organischer klänge, aber so oder so ein brachial gutes Album.

Hörproben:

https://www.youtube.com/watch?v=_P5TaZeWwcI - Blood On The Water
https://www.youtube.com/watch?v=BSG9CLAH5Wc - Brace For Impact
https://www.youtube.com/watch?v=tP41SH7najE - Burn The Sky
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