Die letzten 10 Jahre

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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Klaus » Freitag 27. Juni 2014, 20:08

NorthernGuy hat geschrieben:Wie kam denn bei Dir der Wiedereinstieg? Würde mich mal interessieren.


Ich hab zwischen 1988 und 2007 einige Bands (z.B. AC/DC, Metallica, Van Halen, Queensryche) weiterhin zumindest soweit verfolgt, dass ich mir ihre Alben in der Regel irgendwann gekauft habe. Mehr Interesse war allerings nicht da.

Ein erstes "Schlüsselerlebnis" war dann 2003, als ich "St. Anger" (den Song) gehört habe. Die Energie und Härte hat mich schon irgendwie angemacht, ebenso bei "Frantic". Nachdem ich mir das Album gekauft hatte, war die Begeisterung allerdings schnell verflogen. Anschließend hab ich mir aber immer mal wieder eine CD gekauft, von der ich ähnliche Energie erwartet habe, z.B. "Far Beyond Driven" von Pantera. Das war aber alles eine absolute Nebensache - ich hab mir vielleicht 3 Metal-CDs pro Jahr gekauft - und habe weiterhin ganz andere Mucke gehört (Rock, Pop, Grunge, Soul...).

2007 habe ich dann zufällig eine Rock Hard Ausgabe im Lotto-Laden wahrgenommen. Der Titel widmete sich der damals neuen Megadeth CD ("United Abominations") und aus irgendeinem Grund hat mich das Cover verleitet, mir das Heft und etwas später auch die CD zu kaufen, warum auch immer... Nachdem mir die CD sehr gut gefallen hat und ich im Saturn festgestellt hab, dass es die ganzen Megadeth Alben mit Kopierschutz für kleines Geld gab, hab ich mir diese nach und nach gekauft.

Tja, dann war ich ganz schnell beim Thrash vergangener Tage, habe Metalcore entdeckt, dann Death Metal und irgendwann meine alte Liebe für stinknormalen Heavy Metal 80th Style. Interessant ist, dass ich direkt bei extremen Sachen gelandet war, denn in den 80ern war ich kein großer Fan extremer Klänge, selbst mit Slayer hatte ich lange meine Probleme.

Nun will ich dir den Thread aber mal wieder zurückgeben, es geht ja hier um deine jüngere Metal-Geschichte. :)
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Eike » Freitag 27. Juni 2014, 21:30

Havoc hat geschrieben:Ich hatte noch nie ein Metal-Umfeld...in der Schule war ich fast der Einzige...im Freundeskreis auch kaum so richtig jemand...und dennoch habe ich immer Metal gehört.
War bei mir ähnlich. Ich hatte zwei Freunde, die Metal hörten, aber der eine wuchs raus, und den anderen habe ich aus den Augen verloren. Es hieß aber dann, der sei auch rausgewachsen. Ansonsten kannte ich lange niemanden, der Metal hörte. Irgendwann dann eben virtuell über das Internet, und so bin ich dann halt auch hier gelandet, vor knapp über zehn Jahren.
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Jhonny » Samstag 28. Juni 2014, 00:06

NorthernGuy hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:Ich hatte noch nie ein Metal-Umfeld...in der Schule war ich fast der Einzige...im Freundeskreis auch kaum so richtig jemand...und dennoch habe ich immer Metal gehört.
Wegen der Rebellion war es wohl kaum....weil die die das nur deswegen hören sind die die dann irgendwann damit aufhören. Nee...ich war schon immer einfach ein echter Fan der Musik ansich.


Haha...Du Ärmster. Nein, Spaß beiseite. Wir waren damals so ein paar Kumpels die sich regelmäßig bei einem im Keller getroffen haben und dort haben wir dann stundenlang zusammen gesessen und Musik gehört (ein paar Bier haben wir da auch getrunken...). War irgendwie eine schöne Zeit damals (aber man erinnert sich ja eh' immer nur an die guten Dinge zurück).



Ich hatte schon auch viele Kumpels, die Metal hörten. Als ich so 15-20 war.
Das war schon ne Gruppe von 30-40 Leuten, Jungs und Mädels, quasi so ne kleine Szene. Manche haben auch Punk oder Stoner Rock gehört, aber das war auch ok :D
Da lief dann auf den Feiern Annihilator oder Immortal, Manowar oder Iced Earth. Dazu halt viel Bier, fast jeder hat geraucht (da war ich als Nichtraucher schon irgendwie außen vor9, und manche von den Leuten hatten Bands, die wir dann halt an manchen Abenden abgefeiert haben.
Bei Kreator / Sodom waren wir mal mit ner größeren Truppe, auch als Erasmus und ich 2006 bei Edguy waren, waren viele Metaler aus unserer Stadt am Start.

An meiner Schule gab es vielleicht 15-20 Metal-Fans, meist ja gut an der Shirt-Wahl und den langen Haaren erkennbar.
Dazu noch viele, die nur Prog Metal a la Dream Theater hörten.

An der Uni ist das eher ein Thema der Dozenten, die oft auf guten 70er Hard Rock der Marke Uriah Heep, Black Sabbath, Jethro Tull oder Deep Purple stehen.
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon NorthernGuy » Samstag 28. Juni 2014, 07:05

Nachdem ich dann das Internet-Radio für mich entdeckt und den ersten Wohnzimmer-PC an die heimische Anlage angeschlossen hatte, lief dann eines Abends ein Song der mich sofort begeistert hat. Allerdings war ich irgendwie nicht in der Lage damals den Titel und die Band anzuzeigen, sodass ich nur das Wort Mirror aus dem Refrain als Anhaltspunkt hatte. Ich habe dann alle Hebel in Bewegung gesetzt um herauszufinden welche Band und welcher Titel das war und nach stundenlanger Recherche bin ich dann tatsächlich fündig geworden. Es handelte sich dabei um den Titel The Mirror von Dream Evil.

Ich habe mir dann sofort die CD dazu gekauft. Das war sie dann, die erste gekaufte CD nach dem Wiedereinstieg 'Dream Evil - The Book Of Heavy Metal'.

Bild

Das Album hatte irgendwie so einiges was mir persönlich gefällt. Melodischer Gesang, Druckvoller Sound, gute Gitarren. Es hat mir einfach einen Riesenspaß gemacht. Die Bandmitglieder haben mir damals natürlich überhaupt nichts gesagt, aber hatten mit Fredrick Nordström (Produzent von Hammerfall), Snowy White (Ex-King Diamond, Ex-Mercifull Fate) und einen gewissen jungen Gitaristen Gus.G doch einige Szene-Größen in Ihren Reihen.

Aus heutiger Sicht muss man sagen, das das Album natürlich nicht das Super-Album des Jahrzehnts ist. Es ist aber definitiv besser als gemeinhin der Ruf, bzw. der Erfolg der Band aussagt. Dream Evil haben ja eigentlich nie so wirklich 'den' Durchbruch geschafft, obwohl Sie meiner Meinung immer gute bis sehr gute Alben rausgebracht haben.
Auf dem Album sind neben 'The Mirror' einige wirklich gute Stücke drauf, wie z.B. Crusader's Anthem, Choosen Twice, Let's Make Rock oder Into The Monnlight.
Allerdings sind auch einige grenzdebile Sachen drauf wie M.O.M (mit der legänderen Textzeile 'Are You A Man Or A Mouse?') oder 'The Book Of Heavy Metal'. Ich verlinke hier mal das Review von Peter. Das trifft es meiner Meinung nach ausgezeichnet. Wobei das Album bei mir nochmal einen Nostalgie-Bonus bekommt.

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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Juni 2014, 12:11

Soso Dream Evil... Hab ich mich leider nie so rein finden können, obwohl großer HammerFall-Fan. Mich hat wohl das Überdrehte (was Peter als angenehmes "sich-nicht-ernst-nehmen" bezeichnet) abgeschreckt, zumal ich musikalisch von ihnen nicht nochmal was von der Klasse eines 'Fire! Battle! In Metal!' gefunden habe. Der Song ist und bleibt aber wirklich hervorragend: https://www.youtube.com/watch?v=UIIY0VZt-sU

...man, der ist wirklich extrem geil... so beim spontanen hören. :grins:
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Julian Rohrer » Samstag 28. Juni 2014, 12:17

'The Book Of Heavy Metal' - rauf und runter gehört damals. Dazu der geile Videoclip. Das ist grandioser Trash. Mag ich noch heute :D
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Jhonny » Samstag 28. Juni 2014, 13:52

Ich empfinde Dream Evil gar nicht als Trash.
Das ist gut gemachter, europäischer Trad-Metal. Klar, nicht gerade Bierernst, aber das ist ok.
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Julian Rohrer » Samstag 28. Juni 2014, 15:12

Ich finde Trash nicht generell schlecht. Aber hast du mal das Video gesehen? Da müsstest du deine Definition des Wortes Trash vielleicht nochmal überprüfen ;)
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Juni 2014, 22:56

Achso, du meinst Maidens, "Number Of The Beast"-Video? :grins:
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Re: Die letzten 10 Jahre

Beitragvon NorthernGuy » Sonntag 22. Februar 2015, 10:12

Angeregt durch Holger's Appell will ich dann hier auch mal weiter machen. Es ist ja erst acht Monate her seit dem ich das letzte mal was geschrieben habe...

Ich habe ja gesagt das ich gerne was zu den Alben schreiben möchte, die ich in den letzten 10 Jahren so für mich entdeckt habe, die aber nicht notwendigerweise auch in den letzten 10 Jahren erschienen sein müssen. Das gilt jetzt auch für das folgende Album.

Ich war plötzlich ganz angefixt von dem "neuen" Metal und habe dann natürlich in allen Richtungen recherchiert. Irgendwann habe ich mitbekommen das Frederick Nordström Produzent bei einer gewissen Band namens Hammerfall war/ist. Das Album 'Glory To The Brave' wird ja gemeinhin als der Urknall des neuen traditionellen Metals angesehen. Bei mir hat es jetzt nicht so wahnsinnig gezündet. Aber ein Song ist bei mir nachhaltig hängen geblieben. Child Of The Damned. Aber Überraschung, der Song war ein Cover. Also gleich nach dem Orginal gesucht...

Tja, und über den Umweg Hammerfall bin ich dann bei diesem, man kann wohl sagen Klassiker, gelandet.

WARLORD - And The Cannons Of Destruction Have Begun...

Bild

Ich denke mal, die meisten kennen das Album. Ich möchte jetzt auch kein einzelnes Stück hervorheben. Ich finde das Album insgesamt großartig. Der Sound war für mich damals zu beginn zwar etwas befremdlich, aber da habe ich mich dann relativ schnell dran gewöhnt. Ich selbst bin kein Musiker und kann auch nicht beurteilen ob das jetzt große Kunst war, aber das Gitarrenspiel von Bill Tsamis hat mich auf alle Fälle schwer beeindruckt.

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