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In eigener Sache: Der Kompass schlägt ausRe: In eigener Sache: Der Kompass schlägt ausMehr Metal als Abba geht doch kaum. Man beachte nur die umgedrehten Buchstaben im Logo.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt ausUnd glaubst Du etwa, Agnetha Crossinverter, Benny Churchburner und Björn Christslaughterer wollen sich das Rampenlicht mit irgendwelchen Anfängern wie Amon Amarth teilen?
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Ich will damit andeuten, dass Metal zumindest teilweise mittlerweile sehr wohl Mainstream ist. Eine Band wie AA ist weltweit erfolgreich und verkauft sicherlich weitaus mehr CDs, als einige Bands die in dem Museum genannt wurden. Aber weil es nun mal ach so böse Metalmusik ist, wird es lieber weggelassen. In dem Teil ging es wie gesagt nicht um ABBA, sondern um schwedische Musik allgemein. Witzig fand ich dann, dass WATAIN immerhin aufgezählt wurden. Wobei die sicher bald auch in AA-Regionen vorstoßen werden. Mal sehn.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Klar, aus unserer Sicht ist AA Mainstream und eine der bekanntesten Metalbands. Geh mal nach draußen und frag die Leute auf der Straße, wen sie besser kennen: AMON AMARTH, ADELE oder LADY GAGA? "Deceiver of the Gods" ist diese Woche sogar in den Top 10 der deutschen Alben-Charts. Warum? Weil die ganzen Metalheads die Platte direkt bei Erscheinen kaufen. In 2 Wochen ist die wieder aus den Charts raus. SANTIANO ist dagegen seit zig Wochen mit 2 Alben in den Top 20 und eines davon ist über ein Jahr alt. Die können es sich auch leisten, auf den Privatsendern Werbung für ihre Alben zu machen. Wann hast Du zuletzt im Fernsehen einen Werbespot für ein Metal-Album gesehen?
Du sagst es doch selbst, in dem Museum ging es konkret um schwedische Musik. Du kennst den schwedischen Musikmarkt und dessen Verkaufszahlen nicht, oder? DIE ÄRZTE verkaufen sich bei uns in Deutschland besser als KREATOR. Sollte also ein schwedischer Metalhead also mal ein hypothetisches Museum für zeitgenössische deutsche Musik besuchen, meckert er bestimmt auch herum, dass Milles Band nicht genannt wird, aber diese andere Band aus Berlin, die er nicht kennt und somit sicherlich weitaus weniger verkauft als die Essener.
Meine wahrscheinlich nicht allzu weit hergeholte Theorie: Die Mitglieder des Komitees, das entscheidet, welche Bands in dem Museum ausgestellt werden, sind keine Metalheads, sondern haben bloß mal von diesem bösem Heavy-Metal-Zeugs gehört, welches neuerdings so populär bei den Kids ist. Und welche böse Metal-Band hat erst 2010 in Schweden Gold und somit einen großen Popularitätsschub bekommen? Genau:
Das war eine gute Vermarktungsstrategie. Diese Single hat sich in Schweden zumindest auf den kurzen Zeitraum bezogen somit wohl öfter verkauft als jedes CANDLEMASS-Album. Kurzum: Metal ist immer noch Special Interest.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Erst vor kurzem für die neue AVANTASIA. Ok..du hast mich überzeugt. Die "normale" Menschheit kann es auch nicht verstehen, wie man solche Musik hören kann. Aber das ist ja eigentlich bei allen Interessen und Hobbys so. Die einen interessiert es...die anderen eben nicht. Ich sehe auch keine großen Unterschiede zwischen Metalfanatikern und z.B. Fußballfans.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Naja, Fußball findet halt irgendwie wesentlich breiteren Anklang als böse harte Musik mit schrammelnden Gitarren und Geschrei. Vom Hartz-IV-Empfänger zum Millionär, vom Metalhead bis zum Modellbahnbauer, vom Rapper bis zum Buchhalter gucken zig Millionen Menschen aus allen sozialen Schichten und Subkulturen in Deutschland gerne Fußball. Also... ähm... außer vielleicht es gibt eine spezielle Anti-Fußball-Subkultur. Die wahrscheinlich nicht.
Die Frage lautete aber: Wann hast Du zuletzt im Fernsehen einen Werbespot für ein Metal-Album gesehen?
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Das schon. Ich meine das halt nur so generell. Ich finde es immer etwas übertrieben, wenn behauptet wird, dass Metal kein Hobby sondern eine Lebenseinstellung sei. Ich finde das etwas übertrieben. Ein Metalfan mit Shirt und Kutte ist für mich nicht mehr oder weniger Fan als ein Fußballfan mit Trikot und Kutte. Um noch mal etwas mehr auf das Threadthema zu kommen. Ich kann die breite Masse sogar irgendwo verstehen, wenn sie Metalfans etwas affig findet. Wenn man die langhaarigen Headbanger sieht, die vor einer Bühne abgehen zu wildestem Geschrei....wie soll jemand das verstehen. Natürlich findet die große Masse das bescheuert und verrückt. Wie sollte das auch anders sein. Naja. Ich selbst würde mich mittlerweile ja auch nicht mehr als Metaller in dem Sinne bezeichnen, sondern eher als Musikfan, der eben überwiegend Rock und Metal hört.
Das musste ja jetzt kommen.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt ausSo sehr ich dir zustimme, Schaf, aber die 10,000 Einheiten bei Watain unterstreichen eher die Argumente von Havoc für Amon Amarth. Für Surtur Rising schreibt die Wiki etwa:
Candlemass dürften dieser Tage ähnliche, wenn auch niedrigere Zahlen schreiben, nehme ich an. Jedenfalls würde mich die Anwesenheit von Watain rein nach Verkaufszahlen auch wundern. Welche Bands allerdings am Ende in so einem Raum landen ist doch letztlich sowiso immer auch geschmacklich und dem Zufall geschuldet. Was die Akzeptanz bzw. den Apekt des "Mainstream" angeht: ja, ich finde durchaus, dass Metal in den letzten 10 Jahren zu einem festen Bild im Alltag geworden ist. Dafür muss ja nicht Mutter Emma das neueste Lied von Gamma Ray pfeifen können. Aber wenn es um Akzeptanz, das Wissen um die Existenz von Szene und Festivals etc geht, sehe ich da nichts, was uns von anderen Sparten unterscheidet, sondern sehe uns als alltägliches Phänomen. Heute sogar vielleicht sogar wieder mit mehr medialer Aufmerksamkeit, als fast alle anderen Musikgenres abseits von Pop - oder wer hat zuletzt in den Nachrichten vom Splash, Hip Hop Open, einem Jazz/Techno/Klassik/sonstwas-Festival Berichte gehört oder Rezensionen in Tageszeitungen gelesen? Daneben frage ich mich, ob das Phänomen "Metal" in Schweden nicht sogar vielleicht eine breitere Akzeptanz als in Deutschland aufweist, jedenfalls bekomme ich dank Musikpreisen, Charts, Festivals und der Medienlandschaft schon den Eindruck. Verbitterter Unruhestifter
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Auch wenn ich ahne, was Du meinst, kann ich diese Formulierung nicht unterstützen. Natürlich gibt es - wie bei allem Fantum - Parallelen, aber die Unterschiede sind nach meinem Empfinden schon erheblich. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: In eigener Sache: Der Kompass schlägt aus
Etwa? Verbitterter Unruhestifter
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