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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Nils Macher » Montag 8. Oktober 2012, 12:37
Sehr spannende Beiträge, da will ich auch mal: 1. BLACK SABBATH - "Paranoid" 2. BLACK SABBATH - "Reunion" 3. DREAM THEATER - "Train Of Thought" 4. IRON MAIDEN - "Death On The Road" 5. JETHRO TULL - "Original Masters" 6. BEATLES - "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" 7. DIMMU BORGIR - "Puritanical Euphoric Misantrophia" 8. YES - "Close To The Edge" 9. GRAVE DIGGER - "Rheingold" 10. NIGHTWISH - "Century Child" Die Reihenfolge bildet die Wichtigkeit dieser Alben für meinen Musikgeschmack ab, näheres jetzt im Detail. "Paranoid" war das erste Album mit harter Rockmusik, das ich ganz bewusst gehört habe. Das geschah in einer Kirchenfreizeit 1999. Mit 13 (scheint hier irgendwie das typische Einstiegsalter zu sein) spielte mir jemand dieses Album vor und ich war hin und weg. Hatte ich vorher maximal THE OFFSPRING oder GUANO APES an Gitarrenmusik gehört, war das doch eine vollkommen neue Welt. Wieder zu Hause, erzählte ich ganz stolz, was ich da für Musik kennengelernt hatte und mein Vater zeigt mir in seinem Plattenschrank u.a. das Original-Vinyl von "Sabbath Bloody Sabbath", anscheinend war ich schon unbewusst mit SABBATH indoktriniert worden. Mit "Reunion" folgte dann der erste Kauf eines Metal-Albums. Das schicke Digipack fand ich irgendwie toller als "Paranoid" und 2 CDs für ähnliches Geld umso mehr. Ein Live-Best-Of ist ja nun der denkbar schlechteste Weg eine Band kennenzulernen da man die Hits ja nun kennt aber den Rest nicht. Nun, ich sollte eines besseren belehrt werden. Es folgten viele weitere Alben der Band, das sollte also meine Lieblingsband werden. Damals gab es Wikipedia und co. noch nicht, bei jedem Besuch bei Saturn oder Müller fühlte ich mich wie Kolumbus 1492. Von nun an sollte mein Taschengeld am liebsten gegen die Plastikscheiben eingetauscht werden. Ich erinnere mich noch sehr gut an mein Referat im Englischunterricht, indem ich - es ging um Hobbys - meine Helden BLACK SABBATH vorstellte und sämtliche Alben natürlich auch mit in die Schule nahm um zu zeigen, was für ein harter Kerl ich denn war. Das Spektrum an Metal erweiterte sich im folgenden, aber Fan eines bestimmten Genres war ich nicht. Und an meine Vorliebe für die bekloppten Birminghamer kam so schnell niemand heran. Bis ich mit meinem Orchester 2004 auf China-Tournee ging. In einem Plattenladen gab es - zu meiner Freude - chinesische Schwarzmarktpressungen aller erdenklicher Musikrichtungen. Bei 80 Cent das Stück konnte ich nicht widerstehen und habe insgesamt bestimmt 40 davon eingesackt. Einige, weil ich die Band vom Namen her kannt (z.B. PANTERA, NIRVANA) und dann war da das Cover von "Train of Thought". DREAM THEATER kannte ich bis dahin kaum, die Artikel in alten RH-Heften hatten mich anscheinend nie interessiert. Auch das war ein folgenschwerer Kauf: ich hatte meine neue Lieblingsband gefunden und ab dem Kauf von "Octavarium" war ich richtig infiziert. Der Status als absolute Lieblingsband hielt seitdem an, mein Sammlergen schlug voll durch und mein erstes DT-Konzert 2007 war eine grandiose Erfahrung. Seitdem habe ich der Band Sammlerboxen abgekauft, bin ihnen nach Berlin oder Rom hinterhergefahren und trauere der Tatsache hinterher, dass ich aufgrund meines jungen Alters nie die Chance hatte, diverse alte Besetzungen in kleinen Clubs live zu sehen. Bis 2006 mochte ich IRON MAIDEN nicht. Obwohl es ja eingängiger kaum geht, konnte ich mit der Musik der Band nichts anfangen. Ein befreundeter Schlagzeuger war großer Fan und nötigte uns beim mucken im Kellerproberaum öfters, ein paar MAIDEN-Sachen zu spielen. Ähnlich wie bei SABBATH machte hier eine Live-Scheibe den Anfang. Mit dem Kauf von "Death On The Road" fand ich zwar ein paar Lieder toll, dabei blieb es aber auch ziemlich lange. Bis, wir schreiben das Jahr 2010, das RH ein Sonderheft veröffentlicht, das ich auf einer Schiffspassage nach Norwegen förmlich verschlinge und mir im nächstbesten Plattenladen in Oslo fast den gesamten Katalog zulege (eine Rabattaktion mit 7€ pro Platte ließ das auch in Norwegen erschwinglich werden). Wieder der Plattenschrank meines Vaters. Neben SABBATH standen auch viele Prog-LPs aus den 70ern und 80ern, mit der Musik von JETHRO TULL bin ich groß geworden, wohl bemerkt meistens unbewusst, aber die Musik kannte ich. "Original Masters", ein Best-Of, habe ich als CD in mein Kinderzimmer entführt und in Dauerrotation gehört. Zeitlich bewegen wir uns hier noch vor der Jahrtausendwende, mit dem Konzert in Gelsenkirchen 2001 hatte ich auch mein erstes Live-Erlebnis. Noch ein bisschen weiter zurück geht es mit den BEATLES. Dieses tolle Album war eines der ersten, die ich ganz bewusst gekauft und gehört habe. Zeitlich kann ich das nicht mehr so ganz einordnen, es muss sich kurz vor oder nach der Entdeckung von SABBATH abgespielt haben. Da ich damals nur wenige CDs mein Eigen nennen konnte, hörte ich die Platte dementsprechend wochenlang. Eigentlich schade, dass ich das heute aus diversen Gründe nicht mehr wirklich tue. Die "Puritanical..." von DIMMU war mein erstes Extreme-Metal-Album, denn die Musik musste immer härter werden. Zu dem Zeitpunkt kannte ich niemanden, der soetwas hörte - es war vermutlich auch ein ganz bewusstes Abgrenzen von den, in meinen damaligen Augen "Charts-Idioten", die mit mir zur Schule gingen. Obwohl ich ja TULL sehr mochte, hatte ich noch nicht die finanziellen Mittel und die Begierde, weitere Bands dieser Coleur anzutesten. Doch auch das kam natürlich und ein Blick in Papas Plattenschrank offenbarte mir YES. Mittlerweile ließ sich gut im Netz recherchieren und "Close To The Edge" galt oftmals als das beste der Band. Gekauft, gehört, verliebt. Mein Einstieg in den Prog (mit DREAM THEATER habe ich das komischer Weise nicht gehabt, das war lediglich mein Einstieg in die Band). Eine weitere Baustelle war der Heavy Metal, wie ich ihn durch GRAVE DIGGER kennengelernt habe. Ich hatte "The Grave Digger" sicherlich dutzende Male gehört und war auf Klassenfahrt, als "Rheingold" erschien. Es muss WOM am Berliner Zoo gewesen sein, das damals noch sehr gut sortiert war. Warum erscheint dann jetzt dieses Album hier? Ich denke, das war eine weitere Initialzündung, außerdem ist das mein liebstes Album der Truppe. Last but not least NIGHTWISH. Rangierte viele Jahre unter meinen favorisierten Bands und hier war "Century Child" der Einstieg. Für mich das zweitbeste im Katalog der Finnen und wahrscheinlich mein Meistgehörtes. So viel also zu meiner musikalischen Sozialisation 
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von firestarter » Montag 8. Oktober 2012, 16:17
frankjaeger hat geschrieben:meine Single-Phase
Die gab es bei mir auch und hat mich massiv geprägt.
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von Drumtier » Donnerstag 11. Oktober 2012, 07:55
1. In Flames - Subterranean 2. Linkin Park - Hybrid Theory 3. Evanescence - Fallen 4. Soulfly - 3 5. In Flames - Soundtrack To Your Escape 6. Cannibal Corpse - The Wretched Spawn 7. Sepultura - Roots/Arise 8. Iced Earth - Something Wicked This Way Comes 9. Death - Human 10. My Dying Bride - As The Flower Withers Erklärung: Zur abgesetzten Nummer 1 kommen wir später, zuerst zu den anderen. Ich habs versucht chronologisch zu halten bin mir da aber nicht mehr so ganz sicher. 2. Die Hybrid Theory dürfte trotzdem die erste und mit Abstand Wichtigste gewesen sein. Ohne die würd ich heut nicht so dasitzen wie ichs tue, nicht so sein wie ich wäre und ganz bestimmt nicht die Musik hören die ich höre. Eigentlich schon fast beängstigend wenn man sich das so vorstellt wie sehr manche Ereignisse und in unserem Fall CDs unsere Leben beeinflussen können. Aber ich da jetzt nicht rührselig werden, deshalb weiter zu Platz 3. Evanescence wird/wurde ja von vielen abwertend als Linkin Park mit Frauengesang bezeichnet, was es ja auch sicher ist, aber das war halt auch etwas was mich damals so richtig getroffen hat. Die "harten" Gitarren, der Gesang im Kontrast dazu, mei, was soll ich sagen, das wars halt was ich damals gebraucht hab. Nachdem ich irgendwann in den seriösen Metal (kann man das sagen?  ) hinübergerutscht bin hab ich mich gehütet, so etwas wieder aufzulegen um nur ja keine alten Gefühle mehr aufkommen zu lassen und die frisch erworbene Trueness aufgeben zu müssen aber nach vielen, vielen Jahren hab ichs dann doch wieder einmal gemacht. Und klar, alte Liebe rostet nicht, heute steh ich aber immerhin dazu. Nicht alles was damals so für mich glänzte ist heute betrachtet Gold, aber der Opener, die beiden Balladen oder andere Songs machen das Album für mich zu einem das ich heute selten, aber wenn dann immer noch gerne ohne schlechtes Gewissen auflege. 4. Soulfly war der nächste Schritt in der Härteskala womit ich mir selber beweisen wollte was für ein harter Typ ich nicht schon bin. Hat mich auch auf Ewigkeiten mit Max' Werken infiziert und den Wek geebnet für ein wenig Thrash aber viel mehr Death in meinem Leben. Im Jahr 2004 hab ich im Internet dann immer öfter von so richtigem Metal gehört und hab mir gedacht, ja, das fehlt mir noch, damit stech ich richtig heraus und bin endgültig die ultimativ harte Sau. Also die damals neues von In Flames und Corpse gekauft. 5. Die In Flames ging ja noch, melodisch, mit Keyboard, recht verträglich, nur der Kreischgesang, besonders beim Opener F(r)iend, meine Güte, das hat mich schon ein wenig geschockt. Aber das waren immer die Teile bei denen ich mir selbst auf die Schulter klopfen konnte, dafür wie hart ich denn schon war und bei den cleanen Parts wurde ich dann für meine Ausdauer belohnt. 6. Anders das Ganze bei Cannibal Corpse. Aber ich wollte hart sein. War es aber nicht. Das hat mich fertig gemacht. Zur Erinnerung, die Plätze 2-4 mit ein bisschen Slipknot und Limp Bizkit waren da so ziemlich das Härteste was ich gehört habe, kein schöner Übergang mit Heavy-Power-Thrash-Death Metal, nein, gleich voll rein ins kalte Wass-, äh, warme Blut. Der "Gesang" war schockierend, beängstigend und potentiell gefährlich. Die "Musik" war undurchdringbarer Lärm, wo alles gleichzeitig passiert und niemand durchblickt. Ich kann mich zwar nicht mehr wirklich erinnern wie ich das gemacht habe, aber das war jedenfalls das erste Album das ich mir so richtig erarbeitet hab, denn schon bald konnte ich beginnend mit dem grandiosen Decency Defied wirklich was mit der CD anfangen. Anm: Weil mir Evanescence erst später eingefallen ist, musste ich diese nächsten Beiden zusammenfassen, rausschmeißen hätt ich zu dem Zeitpunkt keines mehr können 7. Irgendwann zu der Zeit dürfte ich dann auch zum ersten Mal die letzte Scheibe von (Max mit) Sepultura gehört haben. Der Schritt von Soulfly zur Roots ist ja jetzt bekanntlich kein allzu Großer, aber dennoch ein wichtiger. Der Titeltrack ist ganz einfach einer jener mit dem besten Preis/Leistungs- oder Aufwand/Wirkungs-Verhältnis. Dazu gabs auch noch ein paar schnellere Nummern auf dem Album, die mir aber insgesamt doch noch zu hektisch waren.Zu hektisch war mir zu Beginn auch ihr Arise-Album, aber auch da gab es Songs an denen ich mich heranarbeiten konnte. Erwähnenswert zB das (verzeiht mir) NuMetal-lastige Break bei Dead Embryonic Cell. Auf diesen hieß es halt im Song warten, davor und danach den Rest des Albums erdulden und so nach und nach kennenlernen. Irgendwann wurde mir klar, dass es da nichts zu warten gibt, sondern das Eröffnungs-Trio vielleicht zum Besten seiner Art gehört. So wie das ganze Album natürlich. Theoretisch hätte das Album auch zum Startschuss für Thrash Metal werden müssen, tat es aber irgendwie nie. 8. Wir kommen zu Iced Earth und dem Einfluss den ein Freund und späterer Bandkollege einer meiner ersten Bandinkarnation mit seinen mir gebrannten CDs auf mich hatte. Wahnsinns-Stimme, Wahnsinns-Riffing, Wahnsinns-Melancholy. Wieder war letzteres wahrscheinlich so etwas wie mein Anker im Album, wenn auch nicht mehr so deutlich wie bei anderen Alben. Das Durchschauen der Songstrukturen und das unübertroffene Abschlusstrio, wahrscheinlich auch das Beste seiner Art, blieben mir zwar zu dieser Zeit auch noch ein wenig verborgen aber das besserte sich. 9. Death blieb mir zu dieser Zeit auch noch verborgen aber auch das besserte sich glücklicherweise. Die Human wurde mir auch gebrannt und ich fand sie absolut fantastisch, die Stimme, die Melodien, das komplizierte aber immer songdienliche Schlagzeug, das hab ich schon ein wenig mitbekommen, aber dass ich mich wirklich mehr mit der Band beschäftigt hätte - Fehlanzeige. Ich wurde dann zwar mit immer mehr gebrannten Scheiben versorgt und fand sie fantastisch, aber bis es dann wirklich so weit war, dass ich mir die und die fehlenden Scheiben als Original gekauft hab, hats leider noch viel zu lange gedauert. Sicher einer meiner größten Fehler, zum Glück ausgebügelt! 10. My Dying Bride kamen zu einer Zeit als ich dann durchaus schon als Metaller zu bezeichnen war. Ich hatte meine NuMetal-Phase hinter mir, fühlte mich im Death Metal immer wohler und begann mich in fremde Gefilde auszubreiten. Ein weiterer damaliger Bandkollege hörte ziemlich viel Doom und dieses viel zu langsame Dahinwalzen faszinierte mich irgendwie. Das war auch zu einer Zeit als ich so gut wie keine Musik mit klaren Vocals mehr hörte und da ich hörte, dass MDB halt sehr einflussreich waren und zu Beginn noch viel mehr Death Metal waren hab ich mit ihrem Debüt begonnen. Ich erinnere mich, dass ich insgeheim auf ein paar klare Vocals gehofft hab, wurde aber leider enttäuscht. Dafür wurde ich mit der Violine belohnt. Und mit einer Traurigkeit die mir in der Musik ansonsten fremd war. Dadurch wurde die Tür aufgestoßen zu meiner zweiten großen Liebe, Doom Metal, ausgehend vor allem von ihren deathlastigeren Ausprägungen aber doch auch mit Klargesang. Zum traditionellen Doomster hab ichs nie geschafft, aber auch die Hinwendung zu Katatonia und anderer doom-verwandter Rockmusik würde ich diesem Album zuschreiben. Mit Sicherheit eines der Einflussreichsten in meiner Sammlung und bis heute eine meiner Lieblingsbands! 1. Kommen wir zu Platz 1. Warum? Und warum abgesetzt? Nun, eigentlich war ja mit der STYE alles klar gemacht. Der Weg Richtung Metal war eingeschlagen und nachdem mir das Album mehr und mehr gefiel hab ich mir wirr durcheinander auch die älteren Sachen besorgt. Whoracle und Colony waren der absolute Hammer, die hatte ich aber leider auch nur gebrannt und um so quasi nichts "zweimal zu kaufen" (ich weiß, Kinder...) hab ich mich zuerst nach anderen umgeschaut. Da hab ich dann irgendwann die wiederveröffentlichten Frühwerke gesehen, Lunar Strain und diese EP. Gekauft und in meinen Grundsätzen erschüttert worden. Dass es Musik geben kann, die derartig schön, melodisch, eingängig, abwechslungsreich, interessant, spannend, wütend, verzweifelt, traurig sein könnte war mir damals einfach noch nicht bewusst. Ist ja auch nicht ohne Grund auf Platz 1 meiner Top 100 gelandet, einfach weil auf dieser 5 Track EP jede einzelne verdammte Note passt. Da ist alles was passiert, die pure Perfektion. Keine Sekunde bei der man nur im Hinterkopf zu zweifeln beginnen könnte, ob man das nicht unter Umständen auch so oder so hätte machen können. Ich bezweifle, dass die je von einer persönlichen Top-whatever Liste verdrängt werden wird können Tja, das wärs von meiner Seite, interessant wär eigentlich auch eine insgesamte Top 10, so wie's bei den Top 100 gemacht wurde. Zwar ist die Beteiligung hier eher gering, aber eine Top 10 bei der sich dann Hard Rock-, Pop und NuMetal-Bands um die vorderen Plätze streiten hätte auch etwas 
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von Jhonny » Donnerstag 11. Oktober 2012, 09:53
Erstaunlich, nur zwei Death Metal Bands in deiner 10 Alben Liste... da hätte ich mit mehr gerechnet.
Und immerhin 6 deiner Alben besitze ich...
Evanescence sind übrigens nicht uncool. Ich hab das neueste Album zwar noch nicht, aber gerade das Debüt bleibt für mich ein absolutes Klasse-Album!
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von Holger Andrae » Donnerstag 11. Oktober 2012, 11:45
Interessante Erklärung, Herr Trommeltier. Vielen Dank.
Immerhin besitze ich auch drei deiner gelisteten Scheiben. Erstaunlich, wie du selbst schreibst, dass du ohne Umweg durch die Traditionalistenriege, gleich ins Höllenfeuer geklettert bist.
Listen? Sagtest Du Listen? Hahaha. Guess what?! I'm in for it. Aber wie gesagt, macht das bei der bisherigen Anzahl von Nennungen wenig Sinn. Und ich möchte jetzt nicht, dass die nächsten Poster - falls, es denn noch welche geben sollte - einfach nur eine Top 10 hier rein stellen. Ich mag diese Stories.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von cgrage » Donnerstag 11. Oktober 2012, 23:41
Dann wollen wir auch mal meine musikalischen Phasen von frühester Kindheit bis nahezu heute:
1. Pink Floyd - Dark Side of the Moon 2. The Beatles - Greatest Hits 3. Cliff Richard – Rock 'n' Roll Juvenile 4. Depeche Mode - Some Great Reward 5. Heinz Rudolf Kunze – Dein ist mein ganzes Herz 6. Phil Collins – No Jacket Required 7. Genesis – Invisible Touch 8. Dream Theater – Images and Words 9. Nightwish - Century Child 10. Ayreon - The Human Equation
Da meine Eltern ziemlich jung geheiratet haben, spielte die "moderne" Musik in unserer Famile eine große Rolle. Als kleiner Steppke bekam ich mit, wie mein Vater immer und immer wieder "Dark Side of the Moon" (1) gehört hat. Es gab nur 2 Alben, die noch mehr Runden auf dem Plattenteller drehten: "A Night at the Opera" und "News of the World" von Queen. Queen war jetzt so als kleiner Steppke nicht so mein Ding, aber "Time" von Pink Floyd fand ich damals schon irgendwie geil. Daran kann ich mich noch gut erinnern.
1977 bekam ich einen Plattenspieler zum Geburtstag geschenkt und 2 Platten. Zum einen ein Hörspiel mit den Mainzelmännchen, zum anderen eine Greatest Hits Platte der Beatles (2). Dabei handelte es sich nicht um die rote oder die blaue, sondern um eine andere Scheibe, die wohl ein Best of der roten 1962-1966 Platte gewesen sein muß. Ich kann mich noch daran erinnern, das ich nur eine Seite abspielen konnte, weil es sich um eine Fehlpressung gehandelt hat. Die Platte hab ich heute nicht mehr. Vielleicht ist sie jetzt ein Vermögen wert, das wäre fatal.
Dann war bei mir in Sachen Musik eine Zeitlang Sendepause. Ich war in meiner Hörspielphase (Hui Buh das Schloßgespenst habe ich geliebt). Dann kam 1979 meine Mutter mit Cliff Richard (3) um die Ecke und spielte in einer Tour "We don't talk anymore". Warum mich das musikalisch geprägt hat? Das allererste Konzert, was ich gesehen habe, war ein Cliff Richard Konzert und seitdem schaue ich sehr gerne Livekonzerte.
Danach war ich in Sachen Musik etwas unentschlossen. Ich hörte sehr viel Radio (NDR 2 war damals ein klasse Sender). Mitte der 80er Jahre wurde mein Geschmack sehr vielfältig. Einerseits mochte ich Depeche Mode (4), aber dann hatte ich meine Deutschrockphase, die bei mir von Heinz Rudolf Kunze (5) stark beherrscht wurde. Viele mochten ja mehr Grönemeyer oder Westernhagen. Die waren auch gut, aber keiner war so gut wie HRK. Ich mochte nicht nur die Songs, sondern auch seine Gedichte, die er bei Konzerten immer eingestreut hat. Würde es Dream Theater nicht geben, würde Heinz Rudolf Kunze wohl immer noch auf meiner Hitliste mit den meisten Konzertbesuchen auf Platz 1 stehen.
Dann begann so langsam die Zeit, in der ich regelmäßig Musikfernsehen schaute (MTV, Sky Channel und Musicbox sei an dieser Stelle gedankt). Und da trat Phil Collins (6)so richtig in mein Leben. Ich kannte zwar "In the Air Tonight" von früher her, aber da war mir der Name nicht geläufig. Ähnlich war es dann auch bei Genesis (7). Ich kannte "Mama" wußte aber nichts von der Band. Und mit Genesis habe ich mich auch erst nach Phil Collins beschäftigt. Die Videos von Phil Collins waren einfach genial (Don't lose my Number war eine herrliche Parodie). Das damalige Musikfernsehen war wirklich klasse. Eine tolle Abwechslung zu Disco mit Ilja Richter oder dem Musikladen in der ARD.
Danach war wieder etwas Stagnation in Sachen Musik angesagt. Klar ich hab mir von meinen Lieblingen immer die aktuellsten Scheiben besorgt. Und auch meine Leidenschaft für Filmmusiken wuchs zunehmend. Anfang der 90er wagte ich dann auch den Schritt in etwas härtere Musik. Aber dann eher die Musik, die eh schon in den Charts war. Also Metallica, Guns`n Roses und Nirvana. Ich fand einige Sachen ok, mehr aber auch nicht.
Das ganze änderte sich 1993 oder 94. Ich machte Zivildienst und lernte einen Arbeitskollegen kennen, der in der Küche arbeitete. Er war großer Musikfan, unter anderem sehr großer Progressive Rock bzw. Metal Fan. Er brachte mir eines Tages Images and Words (8) mit und seitdem ist es in Sachen Dream Theater um mich geschehen. Nach ein paar Jahren war ich ein größerer Dream Theater Maniac als er. Wir haben in Sachen Konzerte soviel zusammen unternommen: 5 x Dream Theater, 3 x KISS, 3 x Nightwish, Marillion, Saga, Transatlantic, Porcupine Tree, Barclay James Harvest. Wir waren sogar 1989 zusammen beim Pink Floyd Konzert im Hamburger Stadtpark, ohne das wir es wußten (wir kannten uns ja schließlich damals noch nicht). Er hat mich auch zu Nightwish (9) gebracht.
Dann kam der Tag, als ich mir die Human Equation von Ayreon (10) kaufte. Die Scheibe war eigentlich ein Blindkauf. Ich hatte das Teil in der Hand und sah, das James Labrie mitwirkte. Ich dachte mir, das das Teil dann so schlecht ja nicht sein kann. Und dadurch, das da jetzt so viele Sänger/innen mit dabei waren, hab ich mich auch mehr und mehr anderen Bands geöffnet. Ohne Ayreon würde ich wahrscheinlich Opeth oder Saviour Machine heute nicht so geil finden.
Wie ihr seht, ist es sehr breit gefächert. Das hat sich bis heute auch so gehalten. Zum einen hauptsächlich Prog, aber dann auch gut gemachte Popmusik.
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von Drumtier » Freitag 12. Oktober 2012, 03:09
Jhonny hat geschrieben:Erstaunlich, nur zwei Death Metal Bands in deiner 10 Alben Liste... da hätte ich mit mehr gerechnet.
Wirklich? Mit der In Flames EP und MDB sind noch zwei weitere Death Metal-nahe Bands vertreten und selbst bei dir könnte man nicht unbedingt sagen, dass es vor traditionellem Heavy Metal wimmelt, ähnliches Bild bei Firestarter und Rüdiger und ihren jeweiligen Steckenpferden. Jhonny hat geschrieben:Und immerhin 6 deiner Alben besitze ich...
Eine "Top 10" von mir und du besitzt 6 davon. Mir ist gerade ein kalter Schauer über Rücken gelaufen, dir auch? Linkin Park, Evanescence, Iced Earth und dazu die neueren von In Flames und Sepultura sowie Soulfly? Holger Andrae hat geschrieben:Listen? Sagtest Du Listen? Hahaha. Guess what?! I'm in for it. Aber wie gesagt, macht das bei der bisherigen Anzahl von Nennungen wenig Sinn. Und ich möchte jetzt nicht, dass die nächsten Poster - falls, es denn noch welche geben sollte - einfach nur eine Top 10 hier rein stellen. Ich mag diese Stories.
Ich will ja jetzt nicht sagen, dass ich beim Schreiben schon dich im Hinterkopf hatte, aber irgendwie ja schon Ja, find sie auch interessant, je nachdem, vielleicht finden sich noch mehr ein, dass eine statistische Relevanz in Reichweite rückt!
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von Jhonny » Freitag 12. Oktober 2012, 10:18
Drumtier hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Und immerhin 6 deiner Alben besitze ich...
Eine "Top 10" von mir und du besitzt 6 davon. Mir ist gerade ein kalter Schauer über Rücken gelaufen, dir auch? Linkin Park, Evanescence, Iced Earth und dazu die neueren von In Flames und Sepultura sowie Soulfly?
ne: Linkin Park, Evanescence, Iced Earth stimmen, dazu exakt die von dir aufgeführte "Soundtrack To Your Escape" und "Arise" - also kein neueres Zeugs der Band. Und die My Dying Bride hab ich neulich von meinem Bruder geschenkt bekommen. Die "Human" und die "Roots" werden zudem sicher noch kommen. Für Cannibal Corpse kann ich mich leider noch nicht so begeistern, wobei ich an sich kein Problem mit amerikanischem Death Metal habe.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 12. Oktober 2012, 12:02
Drumtier hat geschrieben:Wirklich? Mit der In Flames EP und MDB sind noch zwei weitere Death Metal-nahe Bands vertreten und selbst bei dir könnte man nicht unbedingt sagen, dass es vor traditionellem Heavy Metal wimmelt, ähnliches Bild bei Firestarter und Rüdiger und ihren jeweiligen Steckenpferden.
Wirklich? Sechsmal Traditionsstahl und dreimal Black Metal... dazu ein Slayer-Klassiker. Ich finde die Liste extrem repräsentativ auch für das, was ich heute bevorzugt höre.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Frozen » Freitag 12. Oktober 2012, 14:56
Ich versuchs dann auch mal, erlätere die Pointers dahinter dann unten noch ^^
CCR - Willy And The Poor Boys (Vinyl-Erbstück... leider unhörbar :/) STATUS QUO - Rockin' All Over The World HAMMERFALL - Crimson Thunder (erste eigene CD) MANOWAR - Louder than Hell (Endgültige Metalverschreibung) GAMMA RAY - The Awesome Foursome (Live) (Erste Liveplatte und Gamma Ray Einstieg) ICED EARTH - The Crucible of Man (Iced Earth Einstieg) SAXON - Wheels of Steel (die Liebe zum klassischen Stahl) OVERKILL - Ironbound (Verschreibung zum Thrashigen & erstes PM.de empfohlene Album) EXCELSIS - The Standing Stone (Einführung in den lokalen Untergrundsound) ICED EARTH - Alive in Athens
Die Anzahl recht neuer Scheiben lässt sich leicht damit erklären, dass ich schlicht massiv jünger bin als ihr alten Säcke ^^ Die meisten von euch sind zweistellig älter als ich, einige haben wohl sogar doppelt soviele Lenzen auf dem Buckel. Musikalisch begann das alles im Auto meines Vaters. Wir, also ich und meine Schwester, fuhren liebend gerne aus, und damit auch er etwas zu tun hat, was ihm gefällt, liess mein Vater das Radio laufen. Ich erinnere mich an richtige Vorträge zum Thema CCR und STATUS QUO, inklusive Vorführung seiner Schallplatten, für die ich ihn damals, im CD Zeitalter, noch auslachte. Doch die Musik gefiel. Dass die beiden erstgenannten Alben seine einzigen waren, die überhaupt noch gespielt wurden, sagt glaub alles. Mit fortgeschrittenem Alter vermachte er sie mir. Leider ist die CCR nicht mehr abspielbar, die Kratzer sind zu tief. Ich habe also, allen Lachern zum Trotz, meine Sammlung tatsächlich mit Vinyl angefangen.
Mein Musikgeschmack zu klassischem Rock vertiefte sich durch GTA Spiele, wo ich meist Stundenlang durch die gegend fuhr und den Radio spielen liess. Es gab Zeiten da kannte ich die Stationen auswendig. Da kamen auch schon einige Metallische Songs dran. Unter anderem weiss ich noch, dass ich irgendwo ein Savegame angelegt habe, nur damit ich Two Minutes to Midnight in schlaufe hören konnte. Die Entwicklung ging so lange, bis mich ein Freund anfang Berufsschule, '07 wars glaub, zu HAMMERFALL brachte. Ich hab beim CD Laden die erste gekauft die mir in die Hände fiel - Crimson Thunder. Anfang '08 begann ich dann die Berufspraktische Ausbildung, wo mich mein Chef mit MANOWAR zudröhnte - und ich war von den neuen Scheiben schon begeistert. Mit der "Louder than Hell" war der Stahl endgültig in mein Blut übergegangen, die Reinigung erfolgte dann nach und nach ^^
Ein Schlüsselerlebnis für meinen persönlichen geschmack war die DVD von GAMMA RAY in Montreal. Die stand da im Laden, als ich grad erst angefangen hatte, wirklich Metal zu hören. Ich kannte bis dahin nur einen einzigen Gamma Ray song, den ich in nem Internet Radio gehört hatte - Heavy Metal Universe. Als mich die DVD anlachte, und ich sah, dass der Song drauf war, war sie gekauft. Und mich hat der sympathische Sänger/Gitarrist derart begeistert, dass ich genau deswegen selbst zur Axt griff. Gamma Ray zähle ich bis heute zu meinen absoluten Lieblingsbands, ich freu mich schon wie ein Kind auf die neue Livescheibe.
Mit ICED EARTH gings ähnlich. Ich hörte mal irgendwo den Namen, und im Winter '08 lag das album im Ex Libris im Bahnhof, und ich griff einfach mal zu. Vielleicht auch deswegen ist das album bei mir viel höher angesehen als bei den meisten anderen Hörern, und vor allem Come What May liebe ich noch heute. ICED EARTH gehören seither zu meinen stetigen Begleitern, und meinen Hauptinspirationen. Mein unangefochtenes Lieblingsalbum, auf euren Rat hin gekauft, ist die Livescheibe "Alive in Athens". Die brachte mich dann auch wirklich auf den Geschmack bei den Rhytmustriolen, die mein persönliches Gitarrenspiel seither prägen.
Zu PM.de stiess ich Ende '09. Ich erinnere mich noch, Slayer als SC Sieger zu sehen. Ich hab zwar etwas mitgeredet, aber hatte ja auch weder Ahnung noch sonstwas. Dank dem Forum und dem SC Januar '10 kam ich auch wieder drauf, dass ich in den Netzradios ja auch Overkill immer mochte. Damit begann nicht nur mein Vertrauen in die Leute hier, sondern auch meine Abdriftung zum Thrash Metal, der inzwischen einen nicht unwesentlichen teil meiner Sammlung ausmacht.
SAXON war auch so ein Fall in meinem Selbstfindungsjahr '09. SAXON hatten gerade Wacken gespielt, und selbst ich, der es nur im Fernsehen mitbekommen habe, hatte "Wheels of Steel" in den Ohren. Das Album musste her, und war sozusagen das Siegel auf den klassischen, 80er Jahre Stahl, hauptsächlich britischer Schmiede.
All die oberen Alben führten auch dazu, dass ich im Dienste fürs Vaterland mit einem alten Schulfreund, jetzt Metalhead, etwas gemein fand. Er riet mir, EXCELSIS anzuhören, eine Band direkt vom um der Ecke, ein Dorf weiter. Untergrund aber stark. Wie Recht er hatte, und ich hab seither die Einstellung, viele lokale Bands anzuhören, man weiss nie, wann eine verdammt geile dabei ist. So kam ich auf Namen wie APPEARANCE OF NOTHING oder THE BURDEN REMAINS, die mich bei lokalen Auftritten begeistert haben, und mit denen man auch freundschaftlich ein Bier trinken kann. Es ist Ironisch, dass ich ausgerechnet EXCELSIS noch nie live gesehen habe.
So (öder ähnlich) hat mich Rock und Metal auch selbst in meiner Persönlichkeit mitdefiniert. Und wenn ich bedenke, dass die Metalgesellschaft auf Offenheit, Friedlichem Zusammenhalt und Verbrüderung durch die Musik basiert, bilde ich mir darauf gern etwas ein xD
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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