Drumtiers Top 10 2022

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Freitag 6. Januar 2023, 23:52

Servus und willkommen zurück! Das Jahr ist um, Listen werden geschrieben und ich komme vorbei um euch alten Wegbegleitern einen Besuch abzustatten. Regelmäßige Forumteilnahme schaff ich leider nicht mehr, aber seit zwei Jahren teile ich meine Top 10 nicht mehr nur auf Facebook als traditionelle kleine Unterhaltung für Freunde, sondern auch hier. Das hat zwei Vorteile, erstens bekomme ich hier fachmännisches Feedback auf meine Jahreshighlights und zweitens habe ich damit einen Anlass für ein paar Forumsbesuche. Ich werde also die nächsten Tage und Wochen, bis mich halt der Alltag wieder einsaugt vorbeischauen und in den einen oder anderen Threads auftauchen. Wundert euch nicht, wenn aus dem Nichts Kommentare auftauchen, wenn diese dann genauso aus dem Nichts nicht mehr weiter diskutiert werden oder – für die Neuen – wer ich überhaupt bin. Ich bin ein ganz Lieber ;-)

Diesen Platz nütze ich auch gleich, um ein paar private News zu teilen, auch als Erklärung, warum es weiterhin mit einer fleißigeren Forumtätigkeit nicht klappen wird: Ich habe im Mai geheiratet und wir erwarten ebenso im Mai unser erstes Baby! :subber: :subber: :subber:

Damit aber genug geschwafelt, legen wir los:
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Freitag 6. Januar 2023, 23:58

11. Wiegedood – There's Always Blood At The End Of The Road
Nach dem Abschluss der Trilogie ihrer ersten Alben durfte man gespannt sein, ob jetzt eine größere musikalische Veränderung anstehen würde. Das ist nicht der Fall, wir bekommen immer noch modernen (Post) Black Metal, der geprägt ist von Gekreische aus der Irrenanstalt und Riffs aus dem Eiskasten. Kalt, schneidend und hypnotisierend legen sich die ewig wiederholten Riffs wie ein grell weißer Schleier über die Ohren. Auf Dauer etwas ermüdend, aber mit jedem Album wieder hörenswert.
https://www.youtube.com/watch?v=iAOym9_-rXU
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Freitag 6. Januar 2023, 23:58

10. Shape Of Despair – Return To The Void
Funeral Doom Metal gibt es in kratzig und kuschelig. Ich mag beide, und hier haben wir einen ihrer besten Vertreter der kuscheligen Sorte. Kuschelig sollte man hier aber nicht falsch verstehen, das ist immer noch weltvergessen langsam, deprimierend und – für manche – wunderschön. Wir haben hier aber im Gegensatz zu anderen Spielarten eben auch einen abmildernden Teppich aus weiblichem Klargesang und Keyboards, der mir damals den Einstieg in dieses Subgenre erleichtert hat und heute sogar noch prominenter als auf früheren Alben ist.
https://www.youtube.com/watch?v=zyk-8SvwHzU
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Freitag 6. Januar 2023, 23:59

9. Cult Of Luna – The Long Road North
Ich bin noch vergleichsweise „kurz“ im Post Metal, aber Cult Of Luna ist seitdem Stammgast in meinen Top 10. Die Songs bauen sich über Minuten auf und wieder ab, wechseln harte und ruhige Passagen ab und bieten bei jedem Hören Neues. Das ist definitiv keine leichte Kost, aber wer es schafft, sich hinter die meterdicke Wand aus Musik und verzweifeltem Brüllen zu hören, wird belohnt mit feinfühliger, emotionaler Musik.
https://www.youtube.com/watch?v=0alDMvVk4jY
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Freitag 6. Januar 2023, 23:59

8. Psycroptic – Divine Council
Wenn wir ein neues Album von Psycroptic hören, sind unsere Erwartungen simpel: Riffs, Riffs und Riffs. Und das bekommen wir auch diesmal. Die Flirtereien mit Deathcore sind hinter uns, es gibt technischen, manchmal thrashigen Death Metal, der sich aber nicht in technischen Finessen verliert oder vor lauter Draufhauen auf anspruchsvolle Musik vergisst, sondern die Urtugend des Death Metal hochhält: Aggression.
https://www.youtube.com/watch?v=jGfZhCYUgys
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Samstag 7. Januar 2023, 00:00

7. Ateiggär –Tyrannemord
Second Wave Black Metal? Immer gerne. Ein Konzeptalbum über die Ermordung des byzantinischen Kaisers Leo V.? Warum nicht. Basierend auf dem Stück „Leo Armenius“ von Andreas Gryphius? Ich würde es nicht anders wollen. Und das alles in Schweizer Dialekt? Shut up and take my money!
https://www.youtube.com/watch?v=0n0vDv7kVSE
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Samstag 7. Januar 2023, 00:01

6. Behemoth – Opvs Contra Natvram
Wer hätte gedacht, dass Behemoth noch einmal so zurückkommen? Das ist keine rhetorische Frage, sondern sagt mir bitte, ob nur ich hier in meinen Erwartungen so falsch lag. Aber nachdem in den letzten Jahren Pomp und Instagram immer wichtiger wurde, hätte ich einfach nicht gedacht, dass sie noch einmal so ein Brett liefern würden. Klar, das ist immer noch pompös und instagrammable, aber auch richtig guter Black/Death Metal.
https://www.youtube.com/watch?v=_VuVWUQCk1Q
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Samstag 7. Januar 2023, 00:01

5. A.A. Williams – As The Moon Rests
Aufmerksame Leser wissen bereits von dem Phänomen, dass Metaller sich immer wieder bei bestimmten nichtmetallischen Singer/Songwritern wiederfinden und dass diese junge Künstlerin für mich einer der hellsten Sterne in dieser ausgesprochen dunklen Musik ist. Sie schafft es, mit ihrer Stimme und sparsamen Instrumentierung eine Atmosphäre aus Resignation und Niedergeschlagenheit zu erschaffen, die aber doch immer ein zentrales Gefühl von Hoffnung und Zufriedenheit vermittelt. Zusätzlich zur bekannten Schwere der Musik kommen hier verzerrte Gitarren, die das Metal-Gefühl verstärken. Ich denke nicht, dass sie sich irgendwann tatsächlich für Metal entscheidet, aber wir dürfen sehr gespannt auf ihre weiteren Ideen sein.
https://www.youtube.com/watch?v=pXg6Ydorhrk
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Samstag 7. Januar 2023, 00:10

Ich nenne das Top 10 und beginne mit Nummer 11? Der Grund ist der gleiche wie die etwas flapsige und oberflächliche Schreibweise: Ich schreibe das ja seit Jahren für hauptsächlich nicht Metal hörende Freunde auf Facebook und kopiere das unverändert hierher. Traditionell stelle ich dabei auch eine Spezialerwähnung des Jahres vor. Das ist oft ein Album, das es zwar nicht in die besten geschafft hat, aber musikalisch oder persönlich eine Stellung hat, dass ich es nicht unkommentiert lassen will. Oft sind es auch Alben, die aus anderen, wiederum oft Gründen der persönlichen Verbundenheit nicht so einfach zu reihen sind und die ich in der initialen Reihung deswegen lieber als Spezialerwähnung mache. Da Ordnung aber sein muss, habe ich für den Leserpoll auch für dieses Album schweren Herzens einen Platz finden müssen. Ich füge meine Spezialerwähnung also hier ein, im Thread finden sich 11 Alben und Nummer 11 fliegt im Leserpoll.

Diese Spezialerwähnung war dieses Jahr schnell entschieden. Vielleicht kennt ihr das ja, dass manche Lieder gern als gute Hochzeitslieder bezeichnet werden. Und irgendwann denkt man vielleicht selbst über diese musikalische Kategorie nach. Und vielleicht wird es dann plötzlich real. Und, vielleicht, habt ihr den perfekten Fall, dass ihr euch am Jahresanfang auf ein neues Album einer vertrauten Band freut, die CD zum ersten Mal einlegt und beim ersten Song sich alles nach Hochzeit anfühlt. Nach so einem Jahr kann ich dieses Album dann nicht einer gewöhnlichen Einordnung unterziehen (Edit: hier eben schon), sondern danke Patrick Walker und 40 Watt Sun für ihre nach so vielen musikalischen Änderungen weit weg vom Metal immer noch einzigartige und berührende Kunst.
https://www.youtube.com/watch?v=5Db5IOEo1Bo
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Re: Drumtiers Top 10 2022

Beitragvon Drumtier » Samstag 7. Januar 2023, 00:11

3. The Halo Effect – Days Of The Lost
Wie funktioniert es, dass ich beim ersten Hören dieses Band-Debüts bereits jede einzelne Note kannte? Ganz einfach, die Mitglieder dieser Band sind allesamt ehemalige Mitglieder von In Flames gemeinsam mit dem Sänger von Dark Tranquillity, der bekanntlich das erste In-Flames-Album einsang. Für uns In-Flames-Jünger, deren liebstes Hobby es ist, sich über heutige In Flames aufzuregen, war das Bekanntwerden dieser Band also quasi der heilige Gral, in den wir all unsere Hoffnungen und Träume legten. Nun ist nicht alles Gold, was glänzt, aber wir konzentrieren uns auf den Glanz. Außerdem sind sie alle Profis und gute Songschreiber und das merkt man spätestens nach den ersten beiden Songs. Diese erinnern wie das ganze Album an moderne Dark Tranquillity und In Flames zur Jahrtausendwende, bis sie im dritten Song einen klassischen Göteborger Triolen-Slayer-Beat auspacken und damit uns Old Schoolern freundlich zunicken. Ich bin ein unkomplizierter Mensch und mein Herz schlägt – zum ausgesprochenen Entsetzen meines Kardiologen – im Göteborger Triolen-Rhythmus. Gib mir, was ich will, und ich stell dich auf mein Jahrespodest.
https://www.youtube.com/watch?v=W1fEgBTTxkI
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