Lunar Shadow - Triumphator
Größte Überraschung meiner Einkaufsliste. Im Grunde lag die Überraschung aber darin, dass das auf Platte genauso geil klingt wie live. (Oder gar besser?) Denn ich hatte die Band ja vorher schon bewundern dürfen. Gitarrenleads vom Feinsten, dazu überzeugender Gesang und schöne Melodien, gepaart mit der nötigen Härte und einer sauberen, nicht zu modernen Produktion. Eine perfekte Mischung aus Eigenständigkeit und Verbeugung. Wobei mir da nicht nur schwedische Melodeather in den Sinn kommen, sondern auch Bands wie Dark Forest (UK).
HTS-Wertung: 10 Punkte
Luca Turilli King - Of The Nordic Twilight
Die zweite große Überraschung. Ich hatte hier Rhapsody-Standart-Kost erwartet und dann größtenteils doch Anderes bekommen. Direkter auf den Punkt, deswegen nicht weniger sinfonisch und mit großartigen Melodien ausgestattet. Darüber hinaus taugt mir der Sänger mehr als Fabio Lione. Habe das Album seitdem viermal angehört und mache nur ein bis zwei schwächere Songs aus. Der Rest ist durchgängig stark und überzeugt als Gesamtwerk.
HTS-Wertung: 9 Punkte
Blind Guardian - Battalions Of Fear
Dazu habe ich ja schon fast alles geschrieben, was es zu sagen gibt. Beim letzten anhören ist mir die Kürze, des Albums aufgefallen, was natürlich auch eine gewisse Kurzweiligkeit einschließt. Bei der relativ hohen Instrumentaldichte ist das schon bemerkenswert. Der Opener und Guardian Of The Blind sind meine Favoriten, die sich auch noch leicht mit späteren Glanztaten messen können. Dann fällt das Niveau leicht, aber gut unterhalten ist man damit nach wie vor. Eine der besseren Vertreter der „Hamburger Schule“, von der sie sich a quasi mit dem Nachfolger wieder verabschiedet haben.
HTS-Wertung: 9 Punkte
Twisted Tower Dire - Battle Hymns To The Pantheon
Macht definitive eine Menge Spaß, fällt aber (trotz Best Of?) gegen „Make It Dark“ ab. Produktion knallt weniger. Hat mehr Durchläufe gebraucht als eben erwähntes Album, dann ist es allerdings wirklich sehr stark. Ich will ein Best-Of Album nicht weiter bewerten, es macht aber definitiv Lust darauf, diese Band zu komplettieren.
HTS-Wertung: 9 Punkte
Edguy - The Savage Poetry
Hier gilt ausdrücklich: Nur die zweite CD mit den Neueinspielungen rettet dieses Album auf den vierten Platz. Auf dem Originalalbum ist vor allem der Gesang sehr schwach, wenn die CD auch Bandhistorisch sehr interessant ist. Die Neueinspielungen zeigen aber auch, was schon damals für ein Potenzial in dieser Band steckte. In jedem Fall ist es für alle ein wahres Fest, die sich (insgeheim) die alten Edguy zurückwünschen, denn hier bekommt man noch einmal den Sound und Geist der Mandrake-Ära serviert.
HTS-Wertung: 8 Punkte
Borrowed Time - Borrowed Time
Nach dem ersten Durchgang war ich enttäuscht, schon der zweite brachte deutlich erfreulichere Ergebnisse, jetzt nach drei Rotationen finde ich es echt gelungen. Kein Überflieger, aber bis zum letzten Ton solide. Man merkt der Band ein gewisses Potential an, auch wenn es vielleicht noch nicht völlig ausgeschöpft wirkt. Der Sound ist auf jeden Fall klasse, die Produktion geht in Ordnung. Ein einzelner Song sticht jedoch nicht heraus. (Auch nicht „Dawn For The Glory Rider“…
HTS-Wertung: 7 Punkte
Dawnrider Fate Is Calling (Pt. I)
Ich kannte das Album schon lange, habe es aber erst jetzt bis zum Ende durchgehört. Die Produktion ist irgendwie grausig, die Songs eigentlich recht gefällig. Es fällt im Verlauf jedoch etwas ab. Die verschiedenen Sänger werden kaum ausgereizt, wie ich finde. Dennoch höre ich von Zeit zu Zeit ganz gerne rein; vom Lieblingsalbum ist es aber definitiv weiter entfernt, als Luca Turilli von Trve arisc Black Metal.
HTS-Wertung: 7 Punkte
Manilla Road Atlantis Rising
Huihuihui, ist das noch Manilla Road? Krasser erster Eindruck. Nach und nach kristallisiert (Haha) sich die Band (Oder besser Mark Shelton) heraus. Instrumental sehr hypnotisch, kann ich mit dem Gesang der Frühwerke mehr anfangen. Das Album fasziniert mich jedoch hinreichend, dass ich es immer mal wieder auflegen werde. Ich habe den Verdacht, dass das noch wächst.
HTS Wertung: 7 Punkte
Armored Saint - Revelation
Handwerklich gefällt das durchaus, aber mir geht das streckenweise zu sehr in eine Rockrichtung. Trotz der verzerrten Gitarren sticht dieser Rockeinschlag immer wieder zu deutlich durch. Nach drei Durchläufen bleibt leider wenig hängen, wobei ich das Album auch nicht langweilig fand. Vielleicht muss es noch wachsen, aber im Moment finde ich es eher unspektakulär.
HTS-Wertung: 5 Punkte
Teil 2 Folgt mit diesen Alben:
Edguy Kingdom Of Madness
Satan Court In The Act
Jag Panzer Chain Of Command
Jag Panzer Shadow Thief
Hellwell Beyond The Boundaries Of Sin
Sanctuary The Year The Sun Died
