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von Holger Andrae » Sonntag 25. Oktober 2015, 11:08
Nachdem ich das eben im Katatonia-Thread gelesen habe, war ich geneigt, die Frage zu stellen, ob man denn heuer überhaupt noch Livealben benötigt und wenn dann von welchen Bands. Da Frage mag seltsam anmuten, aber ich habe seit Jahren kein Livealbum mehr geholt. Auer von Tea Party. Aber das ist eine Ausnahme. Ein Methadon-Album.
Früher (also:Damals *amgrauenBartzwirbel*) habe ich Live-Alben aus drei Gründen toll gefunden. Auf der einen Seite konnte man damit ganz wunderbar eine große Band neu entdecken. Im Gegensatz zu diesen unsäglichen "Best Of" Alben, die ja in der Regel nur das Mainstream-Zeug beinhalteten, hatte man auf einer Livescheibe auch gerne mal heimliche Hits. Obendrein hörte man die Band unbeschönigt. Meistens zumindest, wenn man kein Priester war.
Der nächste Aspekt war die Optik. Gatefold- Cover mit vielen bunten Livebildern fand ich früher schon toll. Die hab ich dann aufgeklappt hingestellt und bin beim Anhören noch besser in Konzertlaune geraten. Zu Zeiten gemeinschaftlicher Luftgitarren-Konzerte war das obendrein sehr fein fürs Kopfkino.
Der dritte Punkt: Bands, die man bereits toll fand, aber noch nicht live gesehen hatte, konnte man hier mal "anders" erleben. So manche Liveversion war dann plötzlich viel mitreißender als auf Studiokonserve. Beste Beispiele: Blackfoot und MSG.
Zurück zur Ausgangsfrage: Hier sind vor allem mal die jüngeren Semester angesprochen: Kauft ihr Livealben um neue Bands zu entdecken? Allgemein gefragt: Welche Livealben der letzten 10 bis 15 Jahre haben sich für Euch gelohnt und weshalb?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Sonntag 25. Oktober 2015, 12:06
Livealben haben bei mir eigentlich keine allzu große Relevanz. Wenn ich eine Band entdecken möchte, kaufe ich lieber ein reguläres Album. Wenn mir das dann gefällt, kaufe ich weitere Alben der Band. Live Alben haben zumindestens für mich sowas ähnliches wie "Spoiler-Alarm" bei Filmen oder Serien. Wenn ich Liveversionen von Songs eines Albums höre, welches ich noch nicht besitze bzw. auch gehört habe, kenne ich die Songs ja schon. Zwar in einer anderen Version. Aber ich möchte die Songs auch so entdecken wie sie ursprünglich aufgenommen wurden. Das schreckt mich dann meistens eher ab.
Ich hatte mir mal die "Live Era '87-'93" vor gut 10 Jahren zugelegt. Darauf fand ich die Version von "Nightrain" und "November Rain" so gut, dass mir die Studioversion nur minder gefielen. Nur so als Beispiel.
Zu deinem dritten Punkt und Ausgangsfrage: Die letzten Live Sachen die ich mir geholt habe waren die letzten zwei DVDs von "Dream Theater" und die BluRay von "Flying Colors". Ersteres, weil ich bei "Dream Theater" zu beiden Tourneen auf jeweils einem Konzert war und ich es schön fand, die Erinnerung an die Konzerte in dieser Form daheim stehen zu haben. Ich erwische mich oft beim grinsen wenn ich die Dinger in den Händen halte. Bei "Flying Colors" konnte ich kurzfristig nicht mehr auf das Konzert. Dabei hätte ich die Band gerne gesehen. So habe ich die BluRay daheim stehen, das Livealbum aber nicht. In der Hinsicht haben sich die Liveveröffentlichungen für mich gelohnt, weil sie für mich einen persönlichen Stellenwert haben.
Wo ich bei dem Punkt angelangt wäre, dass ich gern auch bewegte Bilder zur Livemusik habe. Also taugen mir Konzert-DVDs bzw. BluRays auch mehr als Livealben. Nur Bilder in einem Booklet versetzen mich nicht unbedingt in Konzertlaune.
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von Peter Kubaschk » Sonntag 25. Oktober 2015, 12:33
Live-Alben in CD-Form brauche ich eigentlich auch nicht. Da hole ich lieber Live-DVDs und da gab es in den vergangenen Jahren auch welche, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Ganz weit vorne dabei "A Noise Severe" von THE GATHERING, wo die Wucht der Stimmung schon beeindruckend ist, dazu aber auch sich die Versionen z. T. doch recht deutlich vom Original unterscheiden. Das Ganze dann noch im 5.1 Surround-Sound mit entsprechender Anlage... herrlich! Das andere Beispiel ist BIFFY CLYRO und deren "Revolutions - Live at Wembley"-Show. Auch da sind die Live-Versionen deutlich anders als die Studioversionen und dazu ist die Show selbst auch wirklich toll. Fazit: Live-Alben haben - vor allem in audiovisueller Form - eine Daseinsberechtigung, wenn sich die Versionen deutlich unterscheiden und/oder die Show visuell beeindruckend ist und/oder die Stimmung sensationell ist.
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von frankjaeger » Sonntag 25. Oktober 2015, 15:30
Live-Alben mag ich eigentlich nur, wenn sie etwas anderes bieten als die Studiowerke. Beim heutigen "Live-Nachspielen" muss ich das nicht auf Konserve haben. Früher gab es nicht so viel, da hatte der Geldbeutel auch noch Platz für ein Live-Album. Heute eher nicht mehr. Ich sage es mal so: heute machen sie einfach keine "Made in Japan" oder "On Stage".
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von Havoc » Sonntag 25. Oktober 2015, 15:40
Pillamyd hat geschrieben:Livealben haben bei mir eigentlich keine allzu große Relevanz. Wenn ich eine Band entdecken möchte, kaufe ich lieber ein reguläres Album. Wenn mir das dann gefällt, kaufe ich weitere Alben der Band. Live Alben haben zumindestens für mich sowas ähnliches wie "Spoiler-Alarm" bei Filmen oder Serien. Wenn ich Liveversionen von Songs eines Albums höre, welches ich noch nicht besitze bzw. auch gehört habe, kenne ich die Songs ja schon. Zwar in einer anderen Version. Aber ich möchte die Songs auch so entdecken wie sie ursprünglich aufgenommen wurden. Das schreckt mich dann meistens eher ab.
Das trifft auch bei mir zu. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr daran erinnern wann ich mir mal ein Live-Album gekauft habe. Die haben für mich quasi überhaupt keinen Stellenwert. Wenn, dann muss es schon eine DVD/Blu-Ray sein. Und selbst davon kaufe ich mir nicht allzu viele. Ich höre und kaufe einfach am liebsten reguläre Studioalben. Selbst von Bands wie Judas Priest, Manowar, Rush oder auch Dream Theater besitze ich keine einzige Live-CD. Bei Katatonia hat es mich aktuell ein wenig gereizt, da die Songs akustisch präsentiert werden. Aber selbst da liegt ja eine DVD mit bei. Mal sehen ob ich mir diese "Sanctitude" mal hole.
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von Jhonny » Sonntag 25. Oktober 2015, 19:10
Live-Alben werden v.a. bei einem Sänger-Wechsel spannend. Sonst begeistern mich hier fast nur die "Klassiker"... neue Live-Alben kaufe ich gar nicht, wenn sie ein paar Jahre draußen sind vielleicht Maiden oder Dream Theater. Sonst fast nix.
Außer "Live After Death", "Rock In Rio", "Maiden Japan" oder "Made In Japan" (um auch was Nicht-Maiden-mäßiges zu nennen) läuft bei mir kaum mal ein Live-Album.
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von Feamorn » Sonntag 25. Oktober 2015, 22:06
Jhonny hat geschrieben:Live-Alben werden v.a. bei einem Sänger-Wechsel spannend.
Ich glaube, das ist ein guter Punkt, denn in der Tat ist das einzige Live-Album, das ich heute noch höre, Iced Earths Alive In Athens (auch überhaupt mein meist gehörtes dieser Gattung, und vielleicht auch eines meiner meist gehörten Alben überhaupt, zumindest in meiner IE Top 3 oder 4). Ansonsten kaufe ich heute quasi keine Live-Alben, also reine Audio-Aufnahmen, mehr. Früher habe ich da einige gekauft, das war aber noch zu Zeiten, als ich die quasi als "Best-Of" benutzt habe und noch nicht ganz so auf dem "Ich höre Alben möglichst am Stück"-Trip war. Ein AC/DC-Live-Album besitze ich, das war damals quasi zum Einstieg bei der Band, als ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Heute kaufe ich, wenn überhaupt, nur noch Video-Dokumente, aber auch die eher selten. Mir fällt gerade nur die Arcturus-DVD aus den letzten Jahren ein und ich liebäugel zur Zeit etwas mit Kreators Dying Alive und Sodoms Lords Of Depravity (letztere aber wegen der Doku, nicht dem Konzert).
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von Raphael Paebst » Montag 26. Oktober 2015, 11:19
Ich kaufe Livealben entweder, weil ich auf besagter Tour / Festival / Konzert war, sozusagen als Erinnerung, oder weil ich Komplettist bin und mir von meinen Lieblingsbands auch die Livealben ins Regal stelle. Das meistgehörte Livealbum dürfte wohl RAINBOWs "On Stage" sein, "Tokyo Tapes" von den SCORPIONS läuft auch sehr gern, bei GRAVE DIGGERs "Tunes Of Wacken" wünsche ich mir immer, sie hätten im Studio nachgebessert, das kann ich mir eigentlich gar nicht mehr anhören. In den letzten Jahren habe ich immer wieder mal Livealben gekauft, von GAMMA RAY auf jeden Fall, von HELLOWEEN auch, eben Bands, die ich generell gerne mag und wo der Sammlertrieb zuschlägt.
Als Ersatz für eine Best Of zum Kennenlernen nutze ich Livealben aber kaum, in Zeiten von "3 CDs für 15€" macht das gerade bei großen Bands einfach keinen Sinn mehr, da kriege ich im Zweifelsfall drei Studioalben zum Preis eines Livealbums, was dann einen umfassenderen und befriedigerenden Einstieg bietet.
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von Drumtier » Montag 26. Oktober 2015, 11:54
Ich überlege grad ob ich alle meine Live-Alben und -DVDs aus dem Gedächtnis zusammenkratzen kann und bei allen von denen is der Hauptgrund eigentlich die Komplettierung der Sammlung. Ausnahme bei der Centuries Of Torment-DVD von Cannibal Corpse, da fehlen mir tatsächlich noch Studioalben, aber die DVD is sehr gut aufgemacht, informativ, unterhaltsam und nicht nur "Band spielt live". Davon abgesehen hab ich aber auch die vielleicht ein, zweimal geschaut und dann nie wieder.
Das is auch bei allen anderen so, das wären Alive In Athens (vielleicht die beste dieser DVDs) und Live In Ancient Kourion von ICED EARTH, jeweils durch die unterschiedlichen Sänger und deren Interpretation der anderen Sänger interessant, sowie Chaos DVD von SEPULTURA (Komplettierung, aber recht nett), Tokyo Showdown (oft verschmäht, aber wegen der Songauswahl hab ichs recht nett in Erinnerung) und Used & Abused (Komplettierung, nett aber keineswegs essentiell) von IN FLAMES, Live In The Eye Of The Storm von ILL NIÑO (Komplettierung und bin auf einem Konzert ganz flüchtig zu sehen) und natürlich Live In Texas von LINKIN PARK (Komplettierung, auch nicht, ähem, essentiell).
Ansonsten hab ich aber eigentlich nicht vor weitere Live-CDs/DVDs zu kaufen, is für mich einfach raugeschmissenes Geld.
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von lenbert » Donnerstag 29. Oktober 2015, 18:31
Früher habe ich oft Live-Alben gekauft, um neue Bands kennenzulernen, heute greife ich in diesem Fall eher zu Studio-Alben. Live-Alben müssen schon etwas Besonderes bitten, damit ich sie kaufe. Interessant wird es dann, wenn ein neuer Sänger alte Lieder interpretiert oder ganz generell von den Studio-Aufnahmen abgewichen wird. Auch Konzerte, auf denen ich selbst war, habe ich gerne als Aufnahme. Zusammengefasst geht es mir also wie den meisten hier.
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