Rafs 20/14

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Freitag 19. Dezember 2014, 16:19

Es ist die Zeit der Jahresrückblicke und nachdem ich meine Bestenliste von 2013 bis heute nicht vollendet habe, dachte ich mir, fang ich doch einfach mal früher an und hoffe, dass es dieses Mal klappt.
20 Alben, die ich dieses Jahr für sehr gut befand, in aufsteigender Reihenfolge und mit jeweils ein paar salbungsvollen Worten und, falls vorhanden, ein oder zwei Links zu Hörbeispielen, in den nächsten Tagen geht es los.

Natürlich habe ich noch nicht alle interessanten Scheiben aus dem bald vergangenen Jahr gehört, aber bis die alle hier sind, ist es einfach zu spät, weshalb beispielsweise THE SKULL oder SAVAGE MASTER, unabhängig von ihrer Qualität leider unberücksichtigt bleiben werden.
Ich hoffe, der eine oder andere findet so noch eine musikalische Überraschung oder wird an eine Scheibe erinnert, die er eigentlich schon längst kaufen wollte. Wenn das nicht so ist, dann dürft ihr natürlich auch gern über meinen miesen Geschmack oder meine Ignoranz schimpfen und im Zweifelsfall eure eigenen Highlights des Jahres 2014 vorstellen. Denn, wie bereits anderenorts bemerkt, hier sollte über Musik diskutiert werden und nach Möglichkeit so viel und oft wie möglich.

Ach so, wer raten möchte, was in meiner Top-20 landet, kann dies auch tun. Für besondere Rateleistungen gibt's beim nächsten persönlichen Treffen vielleicht ein Getränk eurer Wahl. :-)
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Jhonny » Freitag 19. Dezember 2014, 16:26

Fein, ich freu mich drauf!
Bei Pillamyd oder Holg letztes Jahr mitzulesen war auch immer spannend.

(20 Alben aus 2014 hab ich glaub ich gar nicht - von mir gibts dann wohl irgendwann ne Top 10).
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 20. Dezember 2014, 20:20

Und los geht's:

20. SONS OF CROM - "Riddle Of Steel" (Debemur Morti Productions)

Bild
Der Preis für die beste BATHORY-Huldigung des Jahres geht 2014 eindeutig an ein Duo aus Finnland und Schweden. Die SONS OF CROM zelebrieren auf ihrem Debütalbum "Riddle Of Steel" den epischen Sound Quorthons so gekonnt und authentisch wie kaum jemand sonst. Ungelenker Gesang, ausladende Kompositionen, Märchenonkel, der etwas erzählt, alle wichtigen Punkte sind da und dennoch schafft es die Band, auch ein paar eigene Akzente zu setzen, die aus dem neueren Pagan und Folk Metal stammen. Als Bonus hat man sich dazu entschieden, dem Stil einmal nicht Wikinger, sondern das Hyborische Zeitalter Robert E. Howards als Hintergrund zu geben. BATHORY trifft Conan, viel besser und epischer kann es kaum werden und so landet "Riddle Of Steel" auf Platz 20 meiner diesjährigen Bestenliste.

Hier das Album in voller Länge: https://www.youtube.com/watch?v=h_xAAD16sPM

Und hier mein Review aus dem Herbst, das ich so nach wie vor unterschreiben kann: http://powermetal.de/review/review-Sons ... 24713.html
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon salisbury » Samstag 20. Dezember 2014, 21:18

Super Idee. Herrje, ich muss ja auch über so ne Liste nachdenken...

SON OF CROM klingt gar ned schlecht. Viele Akkordfolgen kommen mir sehr bekannt vor, ich hör auch etwas PRIMORDIAL raus. Nett zum Hören, hätt ich nach der Beschreibung "schlimmer" ertwartet, ist aber insgesamt doch nicht so ganz mein Sound.

Bin gespannt auf die nächsten 19.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 20. Dezember 2014, 21:55

Ja, das ist mehr eine Rabenplatte, als eine blaue Scheibe. Christian könnte das auch noch gefallen, würde ich mal behaupten.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Loomis » Sonntag 21. Dezember 2014, 02:32

Die hast Du ja schon öfters angepriesen und der Beschreibung nach müsste das genau das Richtige für mich sein. Aber ich habe das Album noch nicht einmal zu Ende gehört. Irgendwas gefällt mir da nicht, auch wenn ich noch nicht sagen kann, was.

Ereb Altors "The End" finde ich da 100 mal mehr "epische Bathory" und auch 100 mal besser...
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 21. Dezember 2014, 05:00

Ich möchte auch, dass mir das total gefällt, aber noch hakt es ein bisschen. Der Gesang erinnert mich vom Duktus her tatsächlich ein wenig an meine Lieblinge von Cruachan, wirkt mir allerdings ein wenig zu unemotional; ein bisschen distanziert und nicht mit voller Hingabe und Leidenschaft intoniert. Auf der anderen Seite gefallen mir etliche Momente aber auch sehr gut. Das Artwork kickt mich auch. Vermutlich werde ich mir die Scheibe irgendwann doch noch holen.

Muss aber ganz ehrlich zugeben, dass ich Bathory-Epigonen generell etwas skeptisch gegenüber stehe. Viele Leute - auch hier in der Redaktion - mögen ja per se und aus Prinzip jede Bathory-Kopie lieber als das Original (besserer Sound, besserer Gesang, bla, bla... iss klar...), aber mir ist es generell lieber, wenn die Band sich von diesem Vorbild etwas mehr abhebt, als wenn sie zu eng dran klebt. Daher mag ich auch von Ereb Altor die "Gastrike" am liebsten, bei Crom mag ich den Euro-Metal-Einschlag, Immortal ist mir lieber als Demonaz etc...
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 21. Dezember 2014, 13:41

Loomis hat geschrieben:Die hast Du ja schon öfters angepriesen und der Beschreibung nach müsste das genau das Richtige für mich sein. Aber ich habe das Album noch nicht einmal zu Ende gehört. Irgendwas gefällt mir da nicht, auch wenn ich noch nicht sagen kann, was.

Ereb Altors "The End" finde ich da 100 mal mehr "epische Bathory" und auch 100 mal besser...

Tja, mir geht's genau andersrum, mit EREB ALTOR werde ich einfach nicht warm.
Hier mag ich, dass es diesen leicht schroffen, ungelenken Charme hat, der oft bei den BATHORY-Epigonen allzu plakativem Pathos und zu glatten Songs weichen muss.

Ansonsten schließe ich mich aber Rüdigers Einschätzung an, dass die Epigonen erst wirklich gut werden, wenn sie sich vom Vorbild lösen. DEMONAZ finde ich auch schwach, I hingegen großartig, aber das liegt vor allem am überragenden Songwriting von 'Far Beyond The Quiet' und 'Warriors', sowie dem coolen Rock'n'Roll-Faktor von 'Storm I Ride'. Hach, jetzt krieg ich direkt wieder Lust, das Album zu hören. :-)

Nachher geht's weiter mit Platz 19 und ich versuche, jeden Tag einen Platz zu präsentieren.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 21. Dezember 2014, 16:54

19. EMYN MUIL - "Túrin Turambar Dagnir Glaurunga" (Northern Silence Productions)

Bild

Und weiter geht's mit einer Band die klingt wie eine andere Band. Die Rede ist von dem Ein-Mann-Projekt EMYN MUIL, das klingt wie das Zwei-Mann-Projekt SUMMONING und also Tolkien Black Metal macht, der auch gern mal als Atmospheric Black Metal bezeichnet wird. Programmierte Drums, Keyboards und noch mehr Keyboards und ganz ab und zu mal eine Gitarre. Damit die nicht auffällt, gibt es aber gleich noch ein paar Soundeffekte obendrauf. Dazu gekrächzten Gesang, der ebenfalls eher in den Hintergrund rückt. Das ist kitschig, musikalisch (und vor allem metallisch) alles andere als eine Offenbarung und doch kann ich als Tolkien-Fanboy bei sowas nicht widerstehen. Schöne Musik, ganz nah am Hörspiel und sicher nicht für jeden etwas. Mir gefällt es aber ausnehmend gut. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass es vor dem Release von Northern Silence noch eine private Kleinstauflage gab, die streng genommen noch zu 2013 zählte. Aber dieser, offizielle Release war 2014 und da ich in diesem Jahr auch ein Review dazu geschrieben habe, landet das Album in meiner Bestenliste.

Hier einmal das gesamte Album zum anhören: https://www.youtube.com/watch?v=b8NYv4BoyV0

Und hier mein Review, falls es jemand lesen möchte: http://powermetal.de/review/review-Emyn ... 23487.html
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 21. Dezember 2014, 18:25

Raphael hat geschrieben:Ja, das ist mehr eine Rabenplatte, als eine blaue Scheibe. Christian könnte das auch noch gefallen, würde ich mal behaupten.

Ohaohaoha, was mir bei erscheinen noch nicht so wirklich mundete, läuft mir jetzt richtig gut rein. Zumindest die ersten beiden Songs der "Sons Of Crom" sind schon großes Kino. Außerdem mag ich den Conan-Hintergrund mehr, als den üblichen Wikinger-Kram (auch wenn ich mich mit letzetren wesentlich ebsser auskenne, vermutlich genau deswegen).

Bei Emyn Muil bin ich mir nicht so ganz sicher, wobei die Geschichte von Túrin eine meiner Lieblingsgeschichten aus dem Silmarillion ist. Aber das Cover ist ziemlich cool und der Assassins Creed-Gedächtnisfalkenschrei am Anfang haut natürlich viel raus. ^^
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