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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Timon Krause » Samstag 17. Februar 2024, 22:15
Worum es mir geht, ist ganz einfach: Schreibt hier, welcher Song oder welches Album bei eurer Beerdigung laufen soll, und am besten noch eine kurze Begründung dazu. Es gibt selbstverständlich keine Genre-Festlegung. In meinem Fall: Beerdigung ohne Rücksicht auf die nicht-Metal-hörende Trauergemeinde: AUGUST BURNS RED - " Constellations". https://www.youtube.com/watch?v=97T1Zo5-u-o2009 erschienen, begleitet mich "Constellations" dermaßen beständig über die Jahre, durch sämtliche Lebensphasen meines Erwachsenendaseins, ergreift mich immer und immer wieder, besticht durch Tiefgründigkeit und fantastisch-intelligentes Songwriting, dass es spielend leicht alle meine weiteren Lieblingsalben mit deutlichem Abstand auf die Plätze verweist. Das Beste, was ich jemals in Sachen Metal und überhaupt (Rock-)Musik gehört habe. Lyrisch ebenso kryptisch wie intelligent wie entwaffnend lebensah. Und dann steht ganz passend am Ende mit 'Crusades' auch noch ein ergreifendes Stück über den Lebensabend. Dazu noch dieses fantastische Cover-Artwork (das ich mir auf Leinwand habe drucken lassen)... Die Trauergemeinde müsste sich also 50 Minuten feinsten Metalcore anhören. Moshen wäre natürlich erlaubt. Beerdigung mit Rücksicht auf alle Beteiligten:Mozart - Symphonie No. 35 "Haffner" - in erster Linie das beginnende Allegro Con Spirito. https://www.youtube.com/watch?v=LDBmGj9xxpMVielen wird es so gehen: Die erste Musik, der sie als Kind ausgesetzt waren, begleitet sie ihr Leben lang. Bei meinen Eltern lief (neben dem Singer-Songwriter-Pop der 60er) vor allem Klassik. Und interessanterweise war es diese nicht sonderlich bekannte Sinfonie Mozarts, die mich ergriff, während ich gerade frisch in der Lage war, Erinnerungen sortieren und ablegen zu können. Mozart selbst maß diesem reinen Arbeitsauftrag keine größere Bedeutung zu und vergaß ihn nach wenigen Monaten wieder vollständig. Mich persönlich erfüllt und begeistert die Haffner-Sinfonie jedesmal wieder aufs Neue, und daran sind nicht nur die seligen Kindheitserinnerungen schuld. Brillante Kompositionsarbeit, wagemute Oktavsprünge, zarte Zurückhaltung, euphorische Ausbrüche - hier wird in meinen Ohren das Leben selbst gefeiert. Ich begeistere meine eigenen Kinder für dieses Stück und könnte weinen vor Freude, wenn ich sie hierzu durch die Luft wirble. Meine Beerdigung stelle ich mir nicht als traurige Veranstaltung vor, sondern als Feier eines dankbar angenommenen und erfüllt gelebten Daseins. Es kann keine bessere musikalische Untermalung dafür geben als Mozarts 35. Übrigens, ganz großartig hier die Darbietung des Amsterdamer Symphonie-Orchesters unter der Leitung des verstorbenen Bernard Haitink.
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von Eike » Samstag 17. Februar 2024, 23:48
Einfache Sache: Zwei Stücke, direkt hintereinander, instrumental, ' Labyrinths' gefolgt von ' Exit Music', weil das musikalisch einfach passt und sich jeder seinen Teil dazu denken kann.
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von kingdiamond » Sonntag 18. Februar 2024, 10:26
Timon Krause hat geschrieben:Vielen wird es so gehen: Die erste Musik, der sie als Kind ausgesetzt waren, begleitet sie ihr Leben lang. Bei meinen Eltern lief (neben dem Singer-Songwriter-Pop der 60er) vor allem Klassik.
Ok, dann bin ich zum Glück nicht „vielen“… denn da lief in meiner Kindheit MDR 1 Radio Thüringen - Schlager-Musik. Yeah! Zum Thema: So einfach wie Eike finde ich das nicht. Man sollte bedenken, dass wenn man einen Künstler (Band) nimmt, den einige Angehörige auch sehr mögen - man diesen für sie ggf. zukünftig „unhörbar“ macht. Aktuell könnte ich die Lieder nicht benennen. Sicherlich einen „Choral“ (einen Klassiker), vielleicht was von Händel und was aus dem Bereich „Metal“. Könnte aus dem Stehgreif aber nicht sagen welche genau. Wenn es planbar zu Ende geht, kann man es ja notieren. Derzeit ist das Thema bei mir noch zu unpräsent. Hoffentlich! Hab erst letzte Woche wieder bei ner Trauerfeier Musik gemacht. Einen Bach-Choralsatz, Amazing Grace und Deep River. Das wär jetzt nix für mich, aber fand ich nicht schlecht.
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von kingdiamond » Sonntag 18. Februar 2024, 10:35
Das ist die Version von Deep River die wir spielen. Gefällt mir jedes Mal wieder sehr gut: https://youtu.be/j_Lae6i-zXU?si=d25OPSDTUiJqxOgu
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von kingdiamond » Sonntag 18. Februar 2024, 10:46
Eike hat geschrieben:Einfache Sache: Zwei Stücke, direkt hintereinander, instrumental, ' Labyrinths' gefolgt von ' Exit Music', weil das musikalisch einfach passt und sich jeder seinen Teil dazu denken kann.
Ja, toll. „Believe“ wäre an sich auch so ein Kandidat - halt nicht instrumental. Fazit: SAVATAGE haben also gute Beerdigungsmusik geschrieben. 
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von Eike » Sonntag 18. Februar 2024, 13:10
'fjeden.
Ich bin im Familien- & Bekanntenkreis meines Wissens der einzige, der SAVATAGE hört. Zudem sind die beiden Stücke ohnehin eher nachdenklich bis melancholisch bzw. Seelentröster in solcher Stimmung, ich werde damit also kaum wem die Party oder Alltagsmucke versauen, und ein zufälliger Trigger durch Zwangsbeschallung per Formatradio am Arbeitsplatz oder beim Shopping bzw. in der Gastronomie ist auch eher unwahrscheinlich.
Aber ja, sollte man mitbedenken.
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von kingdiamond » Sonntag 18. Februar 2024, 13:35
Ja, das war nicht auf deine beiden Stücke bezogen Eike. Da ist es in der Tat unwahrscheinlich.
Ich meinte damit eher Künstler, die nicht nur die „Nerds“ hören, sondern auch „Hinz und Kunz“. Ich nenne jetzt hier bewusst keine Künstler, die ich konkret meine oder mir dabei durch den Kopf gehen.
Das war eher allgemein als Punkt zum Nachdenken gedacht. Zumindest würde es mir direkt bei einem Künstler/Sänger so ergehen - zum Glück höre ich den nicht und bekomme ihn auch zufällig nur seltenst zu hören.
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von Martin van der Laan » Sonntag 18. Februar 2024, 15:50
Definitiv das Requiem von GABRIEL FAURÉ...!
668 - Neighbor of the Beast
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von frankjaeger » Sonntag 18. Februar 2024, 20:30
Ist mir wurscht, hör ich ja eh nicht mehr.
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