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Pop, Jazz, Elektronika, Rap, Volksmusik...
von Julian Rohrer » Freitag 9. Januar 2026, 09:58
Ich muss sagen, dass ich Klassik am liebsten "live" höre. Dann lieber Symphonie-Orchester als Kammermusik. Es ist einfach eindrucksvoll, von einer in jeder Stimme mehrfach besetzten, gut geölten Maschine aus Profi-Musiker*innen weggeblasen zu werden ...
Ansonsten läuft hier vor allem Sonntags zum Frühstück gefällige Klassik, auch um die Kinder da ran zuführen. Grieg natürlich, sonst auch gerne eine Playlist.
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Julian Rohrer
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von Matthias Ehlert » Freitag 9. Januar 2026, 17:52
Höre gerne Mahlers Symphonien, 7,8,9, 10 derzeit am häufigsten. Hab mir im Grunde sämtliche Werke von Mannheimer Schule, Händel, die Italiener, Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Schumann, Schubert, Brahms, Mendelssohn, Liszt, Dvorak, den Russen und einigen aus dem Norden zugelegt, einige hundert CDs und LPs. Höre ich an Wochenenden gerne, Sonntag vormittag immer, dazu vorwiegend in Herbst und Winter.
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von kingdiamond » Freitag 9. Januar 2026, 18:42
Herr Ehlert, sie sind immer wieder für eine Überraschung gut! Einige hundert… Den Mahler hat mir auch unser Dirigent empfohlen. Da er auch ziemlich guten Geschmack hat (DREAM THEATER/OPETH/HAKEN), wollte ich da auch mal reinhören. Dachte die Nr. 7 und 5 waren die, die ich im Kopf habe. Also ich brauch was mit möglichst viel Blech, welche von MAHLER würdest du da empfehlen?!
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von Martin van der Laan » Freitag 9. Januar 2026, 21:56
Matthias Ehlert hat geschrieben:Mannheimer Schule
Xavier Naidoo...? 
668 - Neighbor of the Beast
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von Pillamyd » Samstag 10. Januar 2026, 01:51
Edvard Grieg - Peer GyntGibt es einen besseren Einstieg in die Klassik? Ein gelungener Kaltstart in die Musik, die mich schon lange fasziniert, deren Schwelle ich bislang aber noch nicht überschritten hatte. Seit gestern, seit die CDs endlich angekommen sind, habe ich Peer Gynt in seiner ganzen Fassung gehört – und jedes Hören hat mich völlig mitgerissen. Eigentlich wollte ich noch warten, weil ich längst nicht alles erfassen kann, was das Stück zu bieten hat. Doch der Drang, mich mitzuteilen, ist einfach zu groß. Eine unglaubliche erzählerische Dichte jagt die nächste, entfaltet sich unaufdringlich und natürlich. Man spürt die Stimmung förmlich, wahrscheinlich weil das Stück so erzählerisch wirkt und starke Bilder erzeugt. Die bekannten Parts wie „Morgenstemning“ und „I Dovregubbens Hall“, aber auch „Åses Død“, vermitteln wunderschöne Bilder und lassen die Musik in stetiger Bewegung erblühen. Alles greift wunderbar ineinander, keine großen Ausreißer stören den Fluss. Die Stimmen wirken unheimlich vertraut. Sie sprechen aus einer Welt der Sagen und Erzählungen, die tief verankert ist und sich unmittelbar erschließt. Sie hauchen dem Ganzen zusätzlich Leben ein. In der Originalsprache entfaltet das Stück einen besonderen Charme, der einen wirklich fesselt. Ein Bann, der sich über das gesamte Werk erstreckt. Es lässt einen einfach nicht los. Ich werde mir sicherlich noch die Orchestersuiten ins Haus holen – mir hat dich längst nicht alles erschlossen, was das Stück zu bieten hat. Aber es war kein Fehler, gleich mit dem ganzen Bühnenwerk zu beginnen. Neeme Järvi und das Göteborger Orchester haben eine Interpretation geschaffen, die mich sofort fasziniert hat. Schon jetzt zeigen sich Details und Momente, die mich in den Bann ziehen – und ich spüre, dass noch viel mehr zu entdecken ist. Wirklich wunderbar!
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von kingdiamond » Samstag 10. Januar 2026, 03:58
Das freut mich Pilly! Ich möchte die heute auch mal hören, bin nur gerade dran gescheitert, eine Version zu finden, die passt. Du hast ja eine scheinbar mit 2 CDs - wenn ich recherchiere sollen die Suites ca. 30 Minuten gehen. Oder ist bei deiner Doppel-CD noch mehr drauf?! Auf Spotify finde ich auch einige mit nur „Best Of“ Auszügen… bin gerade etwas verwirrt. 
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von kingdiamond » Samstag 10. Januar 2026, 04:34
Generell mal mein Einstieg zum Thema… Wie hier ja bekannt sein sollte, bin ich ja leidenschaftlicher „Blechbläser“ (Trompete und Horn) und liebe es, diese Musik selber zu spielen. In dem Metier hat ja Bach, Pachelbel, Purcell, Charpentier oder Händel viel komponiert, was gut als reiner Bläsersatz bzw. gemeinsam mit Orgel spielbar ist. Es begab sich zu einer Zeit, in der sich meine Frau dann auch mal in klassische Musik reinhören wollte… Da haben wir uns dann die CD-Box „Ich mag keine Klassik, aber das gefällt mir“ mit 15 CDs angeschafft. Hier lief sukzessive alles durch. In der Box sind alle großen Komponisten vertreten. Tschaikowski, Grieg, Strauß, Dvorak, Saint-Saens, Mahler, Holst, Verdi, Wagner, Puccini, Mozart, Telemann, Händel, Bach, Haydn, Schubert, Beethoven, Schumann, Debussy, Liszt u.a. Also erstmal super, um einen groben Überblick zu bekommen und jeweils die „großen Werke“ der Komponisten bzw. Auszüge daraus. Aufbauend darauf sind dann folgende Einzelwerke in die „Sammlung“ gewandert: - VIVALDI - Die vier Jahreszeiten (nicht wegen mir) - HOLST - The Planets - HÄNDEL - Feuerwerksmusik/Wassermusik - BIZET - Best Of Ansonsten stehen hier einige Aufnahmen von „Les Miserables“, „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck, Musicals wie „Jesus Christ Superstar“ oder „Phantom der Oper“ und natürlich einige Film-Soundtracks rum. Trotzdem sage ich mal, dass ich gerade mal an der Oberfläche beim Thema Klassik kratze. Ich habe das Glück, hier in unserer Kreisstadt ein Staatstheater zu haben. Ich gehe in jeder Spielzeit in einige Sinfonie-Konzerte, weil ich einfach nur 5 Minuten Weg habe… teilweise lasse ich mich auch überraschen was gespielt wird und höre vorher gar nicht in die Stücke rein. Daher freue ich mich gerne über Austausch auch hier im Metal-Forum, denn Klassik und Metal - ja da da gibt es Parallelen. 
Zuletzt geändert von kingdiamond am Samstag 10. Januar 2026, 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
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von Pillamyd » Samstag 10. Januar 2026, 11:10
kingdiamond hat geschrieben:Das freut mich Pilly! Ich möchte die heute auch mal hören, bin nur gerade dran gescheitert, eine Version zu finden, die passt. Du hast ja eine scheinbar mit 2 CDs - wenn ich recherchiere sollen die Suites ca. 30 Minuten gehen. Oder ist bei deiner Doppel-CD noch mehr drauf?! Auf Spotify finde ich auch einige mit nur „Best Of“ Auszügen… bin gerade etwas verwirrt. 
Die CD, die ich habe, enthält das Bühnenstück und somit die Gesamtaufnahme von "Peer Gynt" (EAN: 028947754336), also mitsamt Gesang, Erzähler usw.. Die Aufnahme ist von 1987. Henrik Ibsen, der Schöpfer des Gedichts, hatte Grieg 1874 in einem Brief von der Idee dieses Gedicht in ein Theaterstück umzuwandeln, mitgeteilt und bat ihn, die Musik dazu zu schreiben. Daraus entstanden 26 Stücke. Dieses Stück ist auf der 2-CD Variante enthalten. Es enthält auch noch "Sigurd Jorsalfar" als Schauspielmusik, welches ich aber noch nicht gehört hatte. Erst später stellte Grieg aus diesem Bühnenstück zwei Orchestersuiten zusammen (8 von 26 Stücke). Viele der 18 Stücke haben erzählerische Inhalte oder sind an Textinhtalte verknüpft, also mit Gesang Erzählstimme, wie ich lernte. Wenn du also "nur" die Orchestersuiten hören möchtest, gibt es wohl mehrere Möglichkeiten. Eine, die ich aus Empfehlungen aus dem Internet entnehmen konnte, ist wohl die Interpretation von Herbert von Karajan und der Berliner Philharmoniker: https://www.discogs.com/de/master/632399-Edvard-Grieg-Berliner-Philharmoniker-Herbert-von-Karajan-Peer-Gynt-Suiten-No-1-2-Aus-Holbergs-Zeit-SDie 2 CD Variante, mit der Gesamtaufnahme, also die die ich besitze, müsste Inhaltlich also nach kurzem Check Up, die gleiche sein wie die hier: https://www.youtube.com/watch?v=zy_JtjCJjFs&list=OLAK5uy_n6vnRRWcae7lfNt81zN8K_043zkYMobcU
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von Eike » Samstag 10. Januar 2026, 13:35
kingdiamond hat geschrieben:Also ich brauch was mit möglichst viel Blech, welche von MAHLER würdest du da empfehlen?!
Ist jetzt opposite of brass, aber: "Kindertotenlieder" sind extrem gut.
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von Eike » Samstag 10. Januar 2026, 13:38
kingdiamond hat geschrieben:HOLST - The Planets
Das würde mich mal interessieren. Magst du da vielleicht was zu schreiben? Manchmal hilft es ja, ein paar Eindrücke als zusätzlichen Impuls zu bekommen.
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