von Rüdiger Stehle » Montag 10. November 2025, 21:02
Es ist natürlich herrlich, Lyrik in Sprachen wie Baskisch und Buryatisch zu hören (und Französisch auch). Weckt bei mir immer diese paneurasischen, neopaganen Neigungen und befeuert den alten Traum, dass der importierte Monotheismus diesen Kontinent alsbald wieder verlassen möge. Auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass das New-Age-Reenactment nicht allzu viel mit historischen Realitäten zu tun hat. Trotzdem bietet es halt so viel mehr Diversität und Varianz als diese weltumspannende Monokultur um jenen imaginierten Einen, dem zugeschrieben wird zu sagen, dass er jener sei, der er ist. Schon sprachlich.
Musikalisch und stimmlich ist es sehr schön, mantrisch, aber es überrascht mich ein wenig, dass Songs in drei derart verschiedenen Sprachen doch irgendwie ähnlich klingen, von der Stimmung her. Doch auch das wird ein Stück weit beabsichtigt sein und ist bei Heilung ja ähnlich, wo von nordischen und keltischen über sibirische und zentralasiatische bis arktische Motivik und Sprachkultur, von Asatrú bis Schamanismus alles Mögliche verbunden wird.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38