Ich bin erstaunt:
In Timo Reisers Highlights 2022
und dazu dann sogar noch auf dem 1. Platz(!)
befindet sich dieses Album einer siebenköpfigen Band,
welche ungewöhnlicherweise Ska mit Metal verknüpft.
Als Alternative Metal-Freund,
der auch Blechbläser wie Posaune und Trompete nicht verschmäht, Ska jedoch lieber live als aus der Konserve hört,
werde ich in 8 KALACAS' Skaalbum "Fronteras" jedoch unbedingt reinlauschen müssen.
Denn sofern ein deutlicher Metal-Einschlag da Abwechslung, Drive und Wumms reinbringt, könnte das schon eher auch auf Albumlänge meinen Nerv treffen als purer Ska; und außerdem kann es nie schaden, ein paar tanzbare Partystarter(?) - oder zumindest etwas Inspiration, um alleine und unbeobachtet spackig durchs Zimmer zu bouncen wie ein manischer Flummi im schwarzweißen Karo-Look - im CD-Regal vorzuhalten.
Außerdem klingt alleine der Ansatz, Metalska oder Skametal zu spielen, nach einer herrlich abgedrehten Crossover-Idee.
Ob das von der Schwerpunktsetzung her nun eher Crossoverska oder Crossovermetal ist, ist da für mich eher eine zweitrangig Frage, aber ein Grund mehr, dieser eigenwilligen Musik auf den Grund zu gehen.
Eigenwillige Musik hat ja häufig einen hohen Langzeitwert...
Wie Timo in seiner Rezension schreibt,
hat das Album für Skacore-, Skapunk-, Ska-Rock-Hörer (was es nicht alles gibt!) so einige vertraute Strukturen zu bieten, jedoch weniger schrammelig schroff, doch dafür mit einigen heftigen Metalriffs versehen, sowie einem etwas derberen vokalen New-Metal-Einschlag.
Wer von euch, außer Timo Reiser, hat das schon gehört?
