Aeternam

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Beitragvon Julian Rohrer » Mittwoch 10. Februar 2010, 12:47

Hat mich weggeblasen...

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Fazit: Wem ORPHANED LAND zu oft zwischen Kreuz und Ankh wechseln, NILE zu brutal in ihrer Death-metallischen Engstirnigkeit und MELECHESH zu sehr Black Metal sind, der wird sich mit AETERNAM zu hundert Prozent wohlfühlen. Als Mischung aus KEEP OF KALESSINs Romantik, dem Groove des Modern Extreme Metal und einer guten Portion Riff-in-your-face-Attitüde geben die Kanadier nicht nur eines der ersten Jahreshighlights, sondern vielleicht eines der besten Debut-Alben der letzten Zeit überhaupt in die Hände Seths und erschaffen damit einen alles vernichtenden, brachialen, niemanden verschonenden und dennoch faszinierenden Wüstensturm.

Tut euch den Gefallen und hört mal rein - auf Feedback bin ich natürlich wie immer gespannt.
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Re: Aeternam

Beitragvon Azmodes » Mittwoch 10. Februar 2010, 13:51

Joa, das, was man auf myspace so zu hören bekommt hat mir schon gut gefallen. Besonders Riffing und allgemeine Aufmachung von "The Coronation Of Seth".
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Re: Aeternam

Beitragvon Jesus » Donnerstag 11. Februar 2010, 14:19

Bei soviel Begeisterung habe ich schon irgendwie etwas gänzlich neuartiges erwartet. Ist halt sehr gut gemachtes technisches Todesblei kanadischer Prägung mit ein paar orientalischen Melodien hie und da. Klingt gut. Scheint jedenfalls mitreißender als die letzten beiden Scheiben von Nile. Die beiden Songs bei Myspace sind auch schön unterschiedlich. "The Coronation of Seth" mit seinen melodischen Chören ist ein hübschiger Kontrast zum fiesen Geballer in "Angel Horned". Könnte man man im Auge bzw. Ohr behalten.

Der Vergleich allerdings mit Orphaned Land und Melechesh ist völlig daneben, weil das völlig andere Stile sind. Abgesehen davon gibt es bei Orphaned Land kein Ankh, nur Kreuze, Halbmonde und Davidsterne. Und Melechesh ist mir nicht zu Black Metal - so etwas wie zuviel Black Metal gibt es nicht :zwinker:
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Re: Aeternam

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 11. Februar 2010, 14:44

Jesus hat geschrieben:Bei soviel Begeisterung habe ich schon irgendwie etwas gänzlich neuartiges erwartet. Ist halt sehr gut gemachtes technisches Todesblei kanadischer Prägung mit ein paar orientalischen Melodien hie und da. Klingt gut.
[...]
Die beiden Songs bei Myspace sind auch schön unterschiedlich. "The Coronation of Seth" mit seinen melodischen Chören ist ein hübschiger Kontrast zum fiesen Geballer in "Angel Horned". Könnte man man im Auge bzw. Ohr behalten.

Ja, das ist auch meine Einschätzung. Ich finde die Scheibe gut, einige Songs sogar wirklich toll, und für ein Debüt sehr beeindruckend. Aber so außergewöhnlich und durchgehend stark, dass ich in echte Begeisterung ausbrechen würde, ist das Album als Gesamtheit auch nicht.

Scheint jedenfalls mitreißender als die letzten beiden Scheiben von Nile.

Die vorletzte kenne ich nicht, aber die letzte fand ich insgesamt doch etwas zwingender als Aeternam. Aber auch deutlich extremer.

Der Vergleich allerdings mit Orphaned Land [...] ist völlig daneben, weil das völlig andere Stile sind.

Finde ich nicht. Mir ging beim Hören auch dauernd durch den Kopf, dass Orphand Land so klingen könnten, wenn sie ihre Roots nicht im Doom/Goth/Death, sondern eher im technischen Death Metal hätten. Die Assoziation war bei mir sehr oft: Aha, die Death-Metal-Version von "Mabool".

Abgesehen davon gibt es bei Orphaned Land kein Ankh, nur Kreuze, Halbmonde und Davidsterne.

Sic. Echte Abrahamiten, die Jungs.

Und Melechesh ist mir nicht zu Black Metal - so etwas wie zuviel Black Metal gibt es nicht :zwinker:

Das ist würdig und recht!
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Re: Aeternam

Beitragvon Julian Rohrer » Donnerstag 11. Februar 2010, 14:48

Hm... also zunächst würde ich es jedem empfehlen das wirklich intensiv und auf Albumlänge zu hören. In der besonderen Atmosphäre und Verschiedenartigkeit liegt schonmal ein guter Teil meiner positiven Beurteilung begründet. Und für ein Debut ist das einfach großartig.

Tja, ob es was völlig anderes ist... ich weiß nicht. Wahrscheinlich nicht. Aber diese Homogenität des Sounds finde ich großartig. Und das habe ich so noch nicht gehört. Das ist schon etwas eigenständiges/artiges.

Was die Vergleiche angeht: Ich glaube da musst du schon das ganze Album hören, um das nachvollziehen zu können :zwinker:

Was das Ankh angeht: Jaja...

AH!!!!! Neue Forumfunktion: Rüdiger hat gleichzeitig geschrieben und früher abgesendet, jetzt darf ich nochmal ran, is ja cool.

Es ist halt ein subjektiver Eindruck. Ich habe das Album gehört, dann nochmal und nochmal und und und. Aber wie gesagt, ich glaube man sollte von der Atmosphäre nochmal den KEEP OF KALESSIN-Vergleich heranziehen. Es ist einfach eine besondere Herangehensweise, die Musik und die Atmosphäre zu erzeugen. Für mich steht NILE da Klassen darunter. Aber hey, so ist das halt :)
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Re: Aeternam

Beitragvon Julian Rohrer » Sonntag 21. Februar 2010, 12:01

Meine Begeisterung ist ungebrochen. Dieser Genremix... einfach klasse.
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