Edge Of Sanity

Edge Of Sanity

Beitragvon 123_7 » Montag 15. Februar 2010, 19:43

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Ich gebe zu, dass ich diesen Thread nicht ganz ohne Hintergedanke eröffne. Meines Erachtens ist bzw. war die Band eine der interessaten Acts im schwedischen Death Metal. Auch wenn ich mir den Misgunst von Rüdiger und Germon einhandle, gar deutlich interessanter als Unleashed (die ich doch eher nur in kleinen Dosen vertrage). Jedenfalls, besitze ich nur drei Alben. Um diesen Umstand zu verändern, erhoffe ich mir von diesem Thread etwas eingehendere Betrachtungen der älteren Alben um Inspirationen holen zu können.

Generell muss ich sagen, dass ich großer Fan von der Arbeit von Dan Swanö bin. Sowohl seine musikalische Aktivitäten (EoS, Katatonia, Diabolical Masquerade, etc. pp.) als auch seine Arbeiten als Produzent zeugen von höchster Kompotenz und lassen solche Suppenkasper wie Steven Wilson ganz schön blass aussehen.

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Wenn man bedenkt, dass "Purgatory Afterglow" 1994 erschienen ist, kann man nur den Hut vor der visionären Kraft der Band ziehen. Zu einer Zeit, bei der Opeth noch in der Babywiege lagen, trümmerten die Männer um Dan Swanö hier ein Album, das Hit an Hit reiht und durch begnadete musikalische Fähigkeiten besticht. Schon der Opener 'Twilight' verbindet gekonnt melodischen Death Metal mit progressiven Anleihen und der Swanöschen Genialität, sodass man nur vor der Anlage niederknien kann. Messerscharfe Gitarrenriffs, unsterbliche Methoden und das mächtige Organ Swanös machen schnell klar, dass es sich um eine besondere Band handelt, die aber ihr Magnus Opus (meines Erachtens) noch vor sich hat.

Weitere Hörbeispiele:
Elegy
Song Of Sirens (wahrscheinlich die Urform des Metalcores)

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Hinter dem etwas hässlichen Cover versteckt sich ein einzelner Song von 40 Minuten Länge. Ich weiß gar nicht, wie man diesen beschreiben kann. Progressiv wie nie zuvor, wechselt die Musik zwischen heftigen Attacken, balladesken und ruhigen Momenten und hymnenhaften Passagen, dass es eine wahre Wonne ist. Das Wort Gesamtkunstwerk macht natürlich hier mehr Sinn denn je.
Die ersten 10 Minuten von "Crimson"

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Das ist das letzte Album und Dan Swanö beendet das Kapitel EDGE OF SANITY mit einem Knaller. Nachdem die Band mit "Cryptic" ein Album ohne ihn gemacht hat, dreht er einfach den Spieß um und spielt "Crimson II" allein mit Gastmusikern ein. Die Story wird diesmal von Chris Nolan (Arena, Pendragon, etc.) geschrieben und rundet das epische und stimmige Gesamtkunstwerk ab. Abermals ist das Stück im Prinzip ein einziger langer Song, der in 9 Kapitel aufgeteilt wurde, welche abermals in mehrere Movements gespaltet sind. Besonders genial sind die Zitate aus dem ersten Crimson-Album. Ein fast perfektes Album.
Hörbeispiele: Die ersten 10 Minuten von "Crimson II"

So... kennt ihr weitere Alben der Band? Welche könnt ihr empfehlen?
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 15. Februar 2010, 23:15

Auch so eine meiner bitteren Lücken. Ich hab bisher nur die beiden "Crimson" scheiben und kenne auch die "Spectral Sorrows" recht gut. Werde mir aber mit Sicherheit auch den Rest irgendwann zulegen.
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 15. Februar 2010, 23:16

Ach ja, missgünstig werde ich so schnell nicht. Unleashed sind ja sowieso keine interessante Band, sondern einfach eine total geile Band!
:grins:
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 16. Februar 2010, 00:45

Von denen habe ich tatsächlich gar nichts. Eigentlich eine mittelschwere Katastrophe, denn alles was ich von denen kenne, finde ich toll. Auch dieses Solo Dingens namens *koppkratz* Moon Tower?
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 16. Februar 2010, 02:06

Ja. Die Moontower habe ich auch. Gefällt mir auch ziemlich gut.
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon 123_7 » Dienstag 16. Februar 2010, 10:20

Stimmt, die Moon Tower hab ich hier auch. Die ist auch fein, mit richtig schön oldschooliger 70er Psych/Prog-Rock Schlagseite. Mag ich sehr. Edge Of Sanity ist aber ein Tick extremer. Aber jemand der mit dem Härtegrad einer "My Arms Your Hearse" von Opeth kein Problem hat, sollte auch mit Edge Of Sanity zurecht kommen.
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 16. Februar 2010, 21:50

Diese Opeth-Sachen finde ich sogar ziemlich knorke, auch wenn man Fave auf ewig wohl "Still Life" sein wird. Und darauf ist 'Serenity Painted Death' mein absolutes Highlight. Und ich weiß, dass ich damit wahrscheinlich allein auf weiter Flur stehe.
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon 123_7 » Dienstag 16. Februar 2010, 21:55

Schau dir mein Profil im AAA-Bereich an und du wirst merken, dass du es nicht bist ;-) Bei "Still Life" ist natürlich alles absolut top-notch, aber mein heimlicher Favorit ist 'Moonlapse Vertigo'. So... und vielleicht gehts jetzt wieder weiter, weil mit mit Herrn Swanö oder EOS hats jetzt nichts mehr zu tun ;-)
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 3. März 2010, 02:48

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Auch so eine meiner bitteren Lücken. Ich hab bisher nur die beiden "Crimson" scheiben und kenne auch die "Spectral Sorrows" recht gut. Werde mir aber mit Sicherheit auch den Rest irgendwann zulegen.

So. Vorsatz befolgt und Lücken geschlossen. Habe mir heute die folgenden fünf Scheibchen zugelegt:

Edge Of Sanity: The Spectral Sorrows / CD
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Edge Of Sanity: Nothing But Death Remains / CD
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Edge Of Sanity: Purgatory Afterglow / CD
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Edge Of Sanity: Infernal / CD
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Edge Of Sanity: Cryptic / CD
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Zusammen mit den beiden "Crimsons", die ich schon lange habe, bin ich nun ziemlich komplett. Es fehlt noch die "Unorthodox", die bald kommen wird, und die MCD "Until Eternity Ends" (die etwas seltener ist).
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Re: Edge Of Sanity

Beitragvon Oliver Passgang » Mittwoch 3. März 2010, 08:04

Köpft mich, aber ich kenne EDGE OF SANITY nur durch das HEAVEN SHALL BURN-Cover von 'Black Tears'.
Was halten die Leute davon, die die Band / das Original kennen?
Oh you ironic pop-rock fucks
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