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von Feamorn » Mittwoch 20. Juli 2011, 19:49
Zur neuen Platte kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht besitze (ich habe auch nicht vor, das zu ändern). Die letzte CD war auf lange Sicht eine so derbe Enttäuschung, wie schon alles vorher (seit Clayman halt), dass ich mir das einfach nicht mehr antun mag. Ich habe die Post-Clayman vermutlich zusammen noch nicht halb so oft gehört, wie Clayman selbst. Auf der letzten Platte gab es nochmal ein paar Elemente, bei denen ich Hoffnung geschöpft habe, dass In Flames sich doch wieder aus dem Tal, in dem sie für mich wandeln, den Abstieg haben sie für mich mit RTR begonnen, herausbewegen. Aber der Gesamtanteil war einfach zu gering. So richtig erinnere ich mich heute nur noch an "The Chosen Pessimist" und "March To The Shore", was auch meine beiden Lieblinge der Platte waren, und wohl die einzigen Songs der ASOP, die ich mir heute noch wirklich anhören könnte. Mir ist bei In Flames einfach irgendwie der "Spielwitz" verloren gegangen. Sicher, irgendwann gab es immer mal wieder einzelne Fetzen, die irgendwie im Ohr bleiben, "Cloud Connected" zum Beispiel, aber (leichter) Ohrwurmcharakter macht noch keine gute Musik. RTR möchte ich aus der Wertung ein wenig rausnehmen, weil das Phänomen da noch etwas anders war. Im Grunde ist das für mich "Clayman in schlecht". Da probiert man ein paar neue Dinge, plagiiert sich aber stellenweise einfach nur selbst, und das dann nicht sonderlich überzeugend (Beispiel: Dark Signs). Da kann ich doch gleich die Colony hören, da war das Riff noch nicht über's Verfallsdatum. Da liegt eben auch ein wenig der Hund begraben. Ich möchte ja gar keinen zweiten Aufguss von "The Jester Race" oder "Clayman", aber eben auch nicht diesen, ich bin jetzt mal so faschistisch, "modernen Bullshit" der den Kiddies so gut gefällt, die mich bei Konzerten immer so mit ihrem Gehoppse und Geschupse nerven. Richtig Schlimm fand ich dann STYE, richtig uninspiriert, für mich die schwächste Platte der Band, selbst CC, die ich ähnlich wenig gehört habe, hat da für mich mehr zu bieten. Der endgültige kam bei mir, im Nachhinein betrachtet aber wohl tatsächlich beim Konzert auf der CC-Tour. ich habe vorher schon nicht erwartet, all zu viele Sachen Pre-Clayman, oder gar von Clayman selbst zu hören. Umso freudiger überrascht war ich dann, als zunächst "Artifacts Of The Black Rain" (wenn ich mich recht erinnere) und dann sogar "Behind Space" kam. Und genau da hat mich auch der Schock ereilt. Ein Freund und ich sind zu Behind Space richtig abgegangen, haben uns die Rübe abgebangt etc. Und was hat der Rest (ca. 99% des Publikums) gemacht? Mich doof angeguckt. Die konnten damit GAR NICHTS anfangen. Die waren einfach nur glücklich, zu "Only For The Weak" und seinen Epigonen ein wenig "rumhüpfen" zu können. Da prallen für mich wirklich welten aufeinander. Ich bin eigentlich immer recht schnell dabei, das ganze auf diese etwas diffuse Bezeichnung "Metalcore" zu schieben (was vor allem daran liegt, dass ich mir oft, wenn ich mir etwas aus der Sparte anhöre, dann plötzlich das Gefühl habe da Elemente der "neuen" In Flames zu erkennen). Ob ich damit richtig liege oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber der Spirit, ist für mein Empfinden halt einfach weg. Deshalb reagiere ich auch etwas allergisch, wenn mir jemand dies als "modernen Metal" verkaufen will, so, als ob alles andere "alt" wäre. Ich habe mit "modern" kein Problem, aber eben mit dem Stil. Da rühren sich bei mir halt allenfalls Emotionen, wenn irgendwann doch mal versehentlich irgendwas "Klassisches" zitiert wird. Um nochmal auf den Prog-Begriff zu kommen. Ich scheue mich gerade etwas, zu sagen, dass mir In Flames und viele Bands die ich heute ähnlich wenig mag, nicht virtuos genug sind. Ich finde es blöd, dass "Prog" als Stilbezeichnung sogut wie nur für "Frickelbands" akzeptiert wird. Im eigentlichen Sinne progressiv ist für mich wirklich das, was "neu" ist. Insofern ist für mich dann auch tatsächlich Mayhems "Grand Declaration Of War" (zum x-ten Mal geht mein Dank hier an Rüdiger für's "drauf aufmerksam machen") eines der progressivsten Alben aller Zeiten. Aber eben ohne "Prog Metal" zu sein.  Eine Zeit lang nach Jespers Ausstieg habe ich mich manchmal dabei ertappt, wie ich dachte, "hey, vielleicht macht er ja wieder was mit Dimension Zero", bis mir klar wurde, dass ich das eigentlich auch gar nicht will. Abgesehen davon, dass ich aus diesem "Götheborg"-Stil ohnehin raus bin (ohne je richtig drin gewesen zu sein, DT z.B. berühren mich bis heute nicht die Bohne, ebenso wie AtG), will ich eigentlich schon "In Flames in neuem (von mir aus auch modernem) Gewand, aber eben nicht mit dem Stil, den sie heute fahren. Ich fürchte allerdings, das wird auf Ewig ein Traum bleiben. Ich habe hier einfach abgeschlossen. Die Zeit war schön, aber vor 10 Jahren einfach zu Ende.
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von Drumtier » Mittwoch 27. Juli 2011, 00:08
Danke für die ausführliche Meinung, kann mich da stellenweise selber auch recht gut wiederfinden. Besonders deine Schilderung von dem Live-Erlebnis hab ich so auch schon erlebt. War damals bei einem Konzert mit Sepultura, wann das war kann ich leider nicht mehr genau sagen, könnt aber eh auch die Tour zu CC gewesen sein. Gespielt haben sie in meinem Fall Moonshield verbunden mit Gyroscope und noch dazu Behind Space und logischerweise bin ich bei diesen drei grandiosen Songs ausgeflippt wie nur irgendwas. Ich meine, hey, Moonshield?! Aber mir gings genau wie dir, völliger Stillstand neben einem und verwundertes oder gar ablehndes Anschauen. Aber dann bei den STYE-Songs (die auch am wenigsten von allen mag) ein Rumgehüpfe und Gejohle, dass es nicht mehr feierlich ist. Am Wacken 2007 hingegen, haben sie Behind Space erst gar nicht mehr gespielt, was war ich sauer... Somit kann ich deine Einstellung absolut verstehen, obwohl ich mit den Neueren offensichtlich noch deutlich besser zurecht komme. Live will ich aber trotzdem auch zumindest ein paar ältere Songs hören und dann nicht angeschaut werden wie ein Außerirdischer, unabhängig davon ob ich jetzt die neuen Sachen auch noch amg oder nicht.
Auch dein erwähntes Herauswachsen aus der Göteborg-Szene hab ich bei mir immer wieder bemerkt. Da sollte ich aber vielleicht noch ergänzen, dass ich einfach kein so großes Verlangen mehr danach habe es zu hören, wenn ich es dann tue ist schon die alte Liebe noch eindeutig erkennbar. Auch hier also Parallelen, aber bei mir schwächer ausgeprägt.
Bevor ich dann noch einmal kurz auf die neue eingehe möchte ich dein Argument vom Spielwitz noch aufgreifen und hervorheben. Das ist es! Punkt. Genau das ist wohl der große Unterschied zwischen post- und prä-Clayman-In Flames. Bis Colony und Clayman klangen die Veränderungen die auf jedem Album zu hören waren und wie sie eingebaut wurden noch flüssig, natürlich, geradezu logisch. RTR zeigt, dann das woran alle Alben seitdem leiden, es ist ausgehend vom vorhandenen Material zu lang. Wenn die Elemente alle flüssig eingebaut werden, nicht gezwungen, harmonisch und vielleicht trotzdem noch neu und kreativ, dann störts mich keineswegs wenn ein Album 50 Minuten oder so dauert. Bei der RTR könnte man dann aber zum ersten Mal im wirklich großen Stil anfangen Songs zu kicken und weil sie ansonsten mMn noch echt gute Songs und Ohrwürmer besitzt wär das dann sicher noch ein ziemlich gutes Album. Die STYE ist für mich dann der "RTR in schlecht" so wie es für dich eine Stufe früher der Fall war. Neue Stilmittel sind nicht mehr wirklich einbracht, der Klargesang, die Keyboards, das Songwriting hat man alles schon gehört, aber auch hier könnte man, wenn man das vorhandene Material wenigsten nicht wieder auf 12 Songs streckt noch ein ordentliches Album draus machen.
Bei der Come Clarity, die dir so gar nicht gefällt, finde ich hingegen wieder, dass man sehr wohl wieder Spielwitz hört. Die kontinuierliche, aber langsame Entwicklung die stattfindet, klingt hier natürlich und locker, die Songs haben Melodien und Ohrwürmer, das passt! ASOP wär dann wieder ein Fall für den Friseur, ein bisschen Spitzen schneiden und die Songs von der The Mirror's Truth EP stattdessen aufs Album packen und das wär richtig gut geworden. So ist es wieder ein annehmbares Album geworden, Spielwitz mag aber keiner auf den Hörer überspringen.
Damit kommen wir zu SOAPF, die ich obwohl ich sie jetzt schon echt oft gehört habe noch immer nicht wirklich einschätzen kann. Sie ist auf jeden Fall die unmetallischste Scheibe von In Flames überhaupt und die unmetallischen Songs gefallen mir auch am besten. Einen lauen Aufguss von den schnellen Songs der Vorgänger wie Darker Times einer ist, brauche ich nicht, die Melodien sind mittelmäßig, der Gesang, das Songwriting, die Riffs, mittelmäßig. Unnötig. The Attic oder Liberation hingegen sind neu, klingen frisch und trotzdem aller Radiotauglichkeit (bei Liberation) gefallen sie mir richtig gut. Weil ich meine hier Spielwitz und Mut zu hören, bei den schnellen Songs hingegen muss ich darauf hoffen, dass ihnen wie bei Enter Tragedy doch wieder einmal starke Riffs auskommen, viele andere der ähnlichen Songs rauschen einfach vorbei. Sind im Moment nicht schlecht, zeigen aber so gut wie keine Langzeitwirkung. So durchwachsen das ganze also ist, mein Resümee fällt trotzdem positiv aus und auch Anlass zur Hoffnung sehe ich persönlich absolut. Dass sich Langzeitfans wie du aber schon abgewendet haben verstehe ich vollkommen und das wiederum würde sich auch mit diesem Album nicht ändern!
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von Drumtier » Mittwoch 27. Juli 2011, 00:22
Man verzeihe mir die Wortwiederholungen, Tipp- und Grammatikfehler, normalerweise gehe ich zuerst auf Vorschau, hier hab ichs leider gleich abgeschickt und fürs Editieren war ich dann zu spät dran 
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von Drumtier » Mittwoch 4. Januar 2012, 18:12
Nach dem Erscheinen hab ich sie relativ ausgiebig gehört, seitdem aber nie wieder den Drang danach verspürt. Normalerweise ein schlechtes Zeichen. Für den Jahrespoll hab ich sie mir jetzt wieder zu Gemüte geführt, eigentlich nur um sicherzugehen, dass sie eh wirklich nicht unter die Top 10 gehört und plötzlich bin ich da noch einmal ins Wanken gekommen. Die songwriterischen Schwächen und die ermüdende Austauschbarkeit eines Großteils der Songs sind immer noch offensichtlich aber die immer wieder durchblitzenden Melodien, teilweise die Riffs und erstaunlicherweise der Gesang haben einen spektakulären Dreikampf um das letzte verbleibende Ticket für einen Platz an der Sonne eröffnet. Die Gegner (Burzum und Obscura) hätte ich beim besten Willen nicht erwartet und machen einen Vergleich so gut wie unmöglich, weil sie aus völlig verschiedenen musikalischen Ecken kommen und mit ihren Werken etwas völlig verschiedenes erreichen wollen. Ich befürchte das wird eine Zufallsentscheidung mit der ich selber nie wirklich zufrieden sein können werde...
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. Januar 2012, 01:53
Drumtier hat geschrieben:Ich befürchte das wird eine Zufallsentscheidung mit der ich selber nie wirklich zufrieden sein können werde...
Dann stell einfach mich zufrieden und nimm die BURZUM. Gelebte Nächstenliebe. Genau so wie Varg es wollen würde. 
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von Drumtier » Freitag 6. Januar 2012, 03:35
Burzum hab ich eh schon so gut wie fix auf mindestens Platz 10 gesehen, aber ich hätte mit diesem Schlusssprint der SOAPF nicht gerechnet. Hab sie heute noch einmal gehört, sorry, die wär fast noch auf Platz 9 vorgerückt Aber siehs so, das is bei mir wahrscheinlich eine ähnliche, unbewusste musikalische Verbindung wie deine zu Burzum. Auch wenns bei mir nicht an einer Person zu hängen scheint und schon verloren geglaubt war 
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von Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 03:50
Meine Verbindung zu Burzum hängt doch nur insoweit an der einen Person, als eine Verbindung zu einem Soloprojekt ja nur schwer an mehreren Personen hängen kann.  Nein, ernsthaft, die Verbindung ist ganz offensichtlich da, und sie geht wohl sogar ein Stück tiefer, als ich das gerne hätte. Heute lief im Auto mal wieder die "Fallen", und es ist schon sehr spektakulär, wie sehr mir das nahe geht, was der Herr Vikernes hier macht. 'Jeg Faller' ist ja eh schon eine Hymne von einem Song wie 'Sweet Home Alabama', und heute hat mich 'Valen' einmal mehr schier zerrissen. Der Text und vor allem wie er umgesetzt wird, ist für mich so ziemlich das Intensivste, was ich in den letzten Jahren an Lyrik hören durfte. Das ist fast gespenstisch, wie mich das anzieht. Hva mer vil du vite? 
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von Jhonny » Freitag 6. Januar 2012, 11:30
Rüdiger Stehle hat geschrieben: 'Jeg Faller' ist ja eh schon eine Hymne von einem Song wie 'Sweet Home Alabama'
die Aussage hat schon fast was süßes an sich 
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von Drumtier » Sonntag 3. Februar 2013, 19:59
Ist während des Schreibens/Hörens länger und länger geworden, deswegen verfrachte ich das vom Musikerkenntnis-Thread in diesen hier: Oliver Passgang hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:Ich weiß nicht, was mich geritten hat, drauf zu klicken, aber In Flames Konzerte anno "Heute" sind ganz schön deprimierend, wenn man für die mal was übrig hatte...  (Hab eben bei Youtube eher zufällig in den WOA'12 Auftritt reingeschaut...)
Das Konzert war tatsächlich recht mau. Der Start geht noch als ganz vielversprechend durch, aber danach... nee nee...
Als jemand der immer noch was für die übrig hat, hab ich mir jetzt deshalb den Auftritt auch angesehen. Den Start fand ich eigentlich schon nicht sonderlich berauschend, sondern eher verhalten und dass er sich etwas in die Länge zieht. Leider wird es nicht unbedingt besser. Musikalisch kann man nicht viel aussetzen, aber sie sind ja auch nicht als die großen Frickler bekannt. Die Stimmung ist allerdings auch nicht sonderlich mitreißend wobei man da schon der gesamten Band einen Vorwurf machen könnte, dass sie ein wenig distanziert wirken. Das Hauptproblem ist klar Anders Fridén. Meine Güte was ist denn da passiert. Erinnert mich ein wenig an die letzten Jahre von Matt Barlow bei ICED EARTH als er auch seine eigenen Song nicht mehr richtig vertonen konnte. Festgehalten sei, dass die Gesangsfähigkeiten der beiden trotzdem nie zu vergleichen waren aber das was Fridén da gezeigt hat war schon sehr schlimm. Only For The Weak ist nicht ihr bester Song aber ein schöner Party-Song, aber da hat ja schon vieles gestört, noch schlimmer wars bei The Quiet Place. Eine sehr starke und beliebte Nummer die hier fast zum Instrumental geworden wäre und auch nicht so viel schlechter gewesen wäre. Der einzige positive Nebeneffekt ist, dass er die größten Probleme beim klaren Gesang hatte. Er ist zwar bei den Screams dann auch oft auf ein anscheinend einfacheres Core-Gebrülle umgestiegen aber grundsätzlich war das vergleichsweise ganz okay. Heißt das, dass es in Zukunft mehr Stücke ohne Klargesang gibt? Bezweifle ich, aber ich hoffe es, denn: Wollte mir dann ansehen wie sie denn die älteren Stücke heute so hinbringen aber obwohl ich jetzt bewusst "ältere" und nicht "alte" geschrieben hab, gibt's davon einfach keine. Die ersten 4 (vier!) Alben fehlen einfach völlig. Ich hab zwei Theorien warum: 1. Sie wollens selber nicht mehr spielen weil sie sie selber nimmer mögen. 2. Sie haben sich dem Publikum angepasst und in voreilendem Gehorsam nur solche Sachen gespielt die bei einem Wacken Publikum vielleicht besser ankommen würden, wenn man davon ausgehen darf, dass da halt eher Fans der moderneren Spielart und nicht unbedingt Old School Death Metal Fans in der Mehrzahl sind. Falls die erste zutrifft fänd ich das schon ziemlich scheiße, kanns mir aber net ganz vorstellen. Falls die zweite Version die zutreffendere ist hab ich noch durchaus Hoffnung, fürs Brutal Assault bei dem sie schon ziemlich überraschend Headliner sind. Da wird dann halt schon ein anderes Publikum sein und sie wohl auch wissen, dass ein Auftritt mit derselben Setlist nicht so gut ankommen würde. Da die Chancen bis jetzt nicht so schlecht stehen, dass ich da wieder hinfahre vertraue ich jetzt einfach darauf, dass sie beim Wacken nur den modernen Fans zuliebe derart viel neues gespielt haben und sie deswegen und wegen seiner Stimmprobleme beim Brutal Assault zumindest den einen oder anderen Song von den alten Alben spielen.
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von Jesus » Sonntag 3. Februar 2013, 20:06
Betreffs des letzten Punkts: Ich erinnere mich vage an ein Interview, in dem Anders meinte, das Publikum hätte bei einem Konzert eher verdutzt bis gar nicht reagiert, als sie 'Artifacts of the Black Rain' spielten und wäre nur bei den neueren Stücken abgegangen. Das war für die Band das Zeichen, auf den alten Stoff zugunsten der bekannteren Stücke zu verzichten. Die Fans der alten Sachen bleiben eben den Konzerten fern, weil sie sich nicht foltern lassen wollen und die Fans der neueren Sachen wissen gar nicht, dass es noch Alben vor "Clayman" gibt.
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