Sodom

Re: Sodom

Beitragvon Pillamyd » Freitag 25. September 2020, 22:44

Bin ich voll bei dir.
Hab den Song heute an die 10 Mal hintereinander gehört. Die Box ist eh schon vorbestellt. Ich freu mich tierisch auf das neue Album. Seit der neuen Besetzung sind mittlerweile über 2 Jahre vergangen und ich hab ständig auf die News gewartet.

Der Song stimmt mich total positiv. In letzter Zeit eh wieder vermehrt gehört die Buben. Vor zwei Tagen kam mein "Better Off Dead" Shirt an. Und dann die News dazu.

Das wird ein großartiges Fest!
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Re: Sodom

Beitragvon Pillamyd » Samstag 28. November 2020, 14:49

Havoc hat geschrieben:SODOM - Agent Orange

Die habe ich vor ca. 15 Jahren mal gekauft, da es immer hieß es sei das beste Album der Band. Ich kann das wirklich gut hören, aber mehr brauche ich denke ich nicht
von dieser Musik. Naja...Thrash war ja eh noch nie mein bevorzugtes Genre. Macht dennoch ein wenig Laune das noch mal zu hören. Dürfte auch Jahre her sein.



In dem Spektrum in dem Sodom sich bewegen gibt es doch, wie ich finde, unterschiede zu den Alben. Gibt es doch die rockige "Better Off Dead", die dir vielleicht sogar besser gefallen könnte. Dann natürlich die pechschwarzen Frühwerke.
Später dann das todesmetallische "Tapping The Vein". Nicht zu vergessen die punkige "Get What You Deserve" und "Masquerade in Blood", oder der Hauch von Hardcore auf der "'Til Death..."

Hab ich was vergessen?
Ja, die späteren Alben. Aber da kehren genau die Elemente mehr oder weniger, immer mal wieder zurück.

Was ich sagen will:
Sodom sind von ihrem Weg nie abgekommen, lassen aber immer wieder neues zu. Genau deswegen finde ich die Diskographie so unheimlich spannend und macht die Band für mich auch zu meiner liebsten Thrash Metal Band in unserem Lande.
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Re: Sodom

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 28. November 2020, 15:50

Da bin ich bei dir; für mich ist Sodom auch meine liebsten Teutenen-Thrash-Band. Und unser Podcast mit Tom hat mir auch wieder richtig zusätzlich Lust auf die Band gemacht. Es gefällt mir sehr gut, wie er die eigenen Scheiben so einordnet.
alias Hugin der Rabe.
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Re: Sodom

Beitragvon Havoc » Samstag 28. November 2020, 22:52

Pillamyd hat geschrieben:In dem Spektrum in dem Sodom sich bewegen gibt es doch, wie ich finde, unterschiede zu den Alben. Gibt es doch die rockige "Better Off Dead", die dir vielleicht sogar besser gefallen könnte. Dann natürlich die pechschwarzen Frühwerke.
Später dann das todesmetallische "Tapping The Vein". Nicht zu vergessen die punkige "Get What You Deserve" und "Masquerade in Blood", oder der Hauch von Hardcore auf der "'Til Death..."


Frage mich gerade wo genau da überhaupt die "Agent Orange" reinpasst. Rockig ist sie wohl nicht. Pechschwarz noch weniger. Todesmetallisch eigentlich auch nicht wirklich. Punkig? Mhh. Ich weiß es nicht. Es ist wohl einfach Sodom. Richtig miterissen und abgeholt hat mich das Album jedenfalls nie. Auch heute nicht. Würde aber nicht ausschließen, dass mir auch andere Alben der Band gut oder auch besser gefallen könnten. Vielleicht sollte ich mal reinhören...andererseits...eigentlich will ich jetzt nicht auch noch mit denen anfangen. ;-)
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Re: Sodom

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 29. November 2020, 12:11

Havoc hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:In dem Spektrum in dem Sodom sich bewegen gibt es doch, wie ich finde, unterschiede zu den Alben. Gibt es doch die rockige "Better Off Dead", die dir vielleicht sogar besser gefallen könnte. Dann natürlich die pechschwarzen Frühwerke.
Später dann das todesmetallische "Tapping The Vein". Nicht zu vergessen die punkige "Get What You Deserve" und "Masquerade in Blood", oder der Hauch von Hardcore auf der "'Til Death..."


Frage mich gerade wo genau da überhaupt die "Agent Orange" reinpasst. Rockig ist sie wohl nicht. Pechschwarz noch weniger. Todesmetallisch eigentlich auch nicht wirklich. Punkig? Mhh. Ich weiß es nicht. Es ist wohl einfach Sodom. Richtig miterissen und abgeholt hat mich das Album jedenfalls nie. Auch heute nicht. Würde aber nicht ausschließen, dass mir auch andere Alben der Band gut oder auch besser gefallen könnten. Vielleicht sollte ich mal reinhören...andererseits...eigentlich will ich jetzt nicht auch noch mit denen anfangen. ;-)


Agent Orange?
Nun, mit der Ep "Expurse Of Sodomy" hat die Band schon einen deutlichen Wechsel vollzogen. Tom hatte die Schnauze voll von seinen okkulten Texten und wurde zunehmend sozialkritischer und politischer. Frank Blackfire ist zu der Band gestoßen und die Band hat nicht nur was den Sound anbelangt schon einen gewaltigen Sprung gemacht hin zum klassischen Thrash Metal, der dann für mich in "Agent Orange" gipfelt. Von dem her würde ich speziell die Alben eher in die klassische Thrash Metal Phase stecken.

Übrigens:
Was heißt, ich will jetzt auch nicht noch mit denen anfangen?
Ist das nicht Sinn dieses Hobbies? :?
Ich empfehle dir da wirklich mal in die "Better Off Dead" und "Tapping The Vein" reinzuhören.
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Re: Sodom

Beitragvon Havoc » Sonntag 29. November 2020, 15:45

Pillamyd hat geschrieben:Was heißt, ich will jetzt auch nicht noch mit denen anfangen?
Ist das nicht Sinn dieses Hobbies? :?


Naja. Soll nur heißen, dass ich ja bei dem was mich eh schon sehr interessiert kaum mehr nach komme...deswegen will ich halt nicht unbedingt auch noch mit Bands anfangen die mir im Grunde eher nicht so wichtig sind. Das soll die Musik von Sodom in keiner Weise schlecht machen. Ich vermute das rückt in meiner Prioritätenliste erst mal eher nicht so weit nach vorne, dass es in die Kaufrubrik fällt. ;-)
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Re: Sodom

Beitragvon Pillamyd » Montag 30. November 2020, 21:02

Hab heute nach sehr langer Zeit mal wieder ein RockHard gekauft. Eben auch wegen dem Interview mit Tom und der CD als Heftbeilage.

Das Interview ist sehr interessant. Gerade wegen der Soundfrage. Das was der Tom da vor hatte, hat wohl an manchen Stellen nicht ganz seinen Vorstellungen entsprochen. Zum nächsten Album soll das produzieren in der Hand der Band liegen. Klingt mal wieder grundehrlich vom Tom :grins:

Ich geh davon aus, dass es deswegen diese Heftbeilage gibt, weil die zwei Songs, die auch auf dem neuen Album sind, nochmal überarbeitet wurden. Ich bin mal gespannt, ob man da unterschiede erkennt.
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Re: Sodom

Beitragvon Eike » Sonntag 6. Dezember 2020, 17:59

Ich habe damals "Better Off Dead" gehört, das ich aus den Tape-Tagen noch als ziemlich solide in Erinnerung habe - und mir dann viele Jahre später das selbstbetitelte Album geholt. Krass, wie lange auch das mittlerweile schon wieder her ist, fühlt sich gar nicht so an. So ziemlich mein liebster Song der Band ist 'Bibles And Guns'. Ich stimme Tom (Pommesgabelpodcast) zu, dass der Produktionssound von "Sodom" nicht so recht gelungen ist. Ansonsten würde das Album bei mir sicherlich öfter aufgelegt werden. Das "Till Death Do Us Part"-Artwork mag ich ebenfalls und fand es daher auch interessant, dass Tom dies sogar für das beste der Bandgeschichte hält.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Sodom

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 22. Dezember 2020, 16:13

Um mal auf die Gruppentherapie einzugehen:

Die bereitet mir nämlich zu ziemlich großen Teilen Kopfschmerzen. Was da wieder für Aussagen getätigt werden. Aua, aua, aua! :grins:

Ich gehe das mal kurz durch:

Die Aussage, dass „Sodom“ für einen selbst nicht funktioniert ist völlig legitim und bis dahin kann man das als Fan der Band schon verstehen. Was da aber im nächsten Absatz vom Stapel gelassen wird, lässt mich, wie Rüdiger das beschrieben hat, zusammenzucken.

Das „Sodom“ in den letzten 30 Jahren ihren Sound immer mal wieder in andere Richtungen gelenkt haben, dürfte auffallen, wenn man die Band verfolgt. Da man aber bekanntlich mit der Band nichts anfangen kann, frage ich mich schon, wie man zu so einer Aussage kommt? „Get What You Deserve“, „Better Off Dead“, „'Til Death Do Us Unite“…klingelts?

Und was daran ein Schmäh sein soll, muss man mir mal erklären. Melodien gibt es auf dem neuen Album zuhauf. Nicht so offensichtlich wie auf den letzten Alben. Aber es gibt sie. Gerade in „Euthanasia“ nach der ersten Strophe. Oder man nimmt „Occult Perperator“ in den Strophen, „Glock 'N' Glory“ im Refrain.

Wie die Band hier teilweise agiert ist so abwechslungsreich wie auf keinem anderen Album der Band. Die punkigen Einschläge in „Indoctrination“ oder „Dehumanized“. „The Harpooner“ zum Beispiel, dass wie Rüdiger schon sagt das dommigste ist was die Band bis dato gemacht hat. Das Geballer am Anfang von „Nicht Mehr Mein Land“ das in den groovigen Part übergeht. Großartig!

Wie man also hier von wenig Abwechslung, ja gar von Schmäh schreiben kann, will mir echt nicht in die Birne. Ebenso die Band stehe seit 30 Jahren auf einer Stelle. Jetzt habe ich mich wiederholt.

Zu „Nicht Mehr Mein Land“. Über die Thematik richtig oder falsch lässt sich streiten. Aber warum, sobald eine Metal Band einen deutschen Text hinzufügt, immer die Assoziationen zu den anderen genannten Bands fällt will mir ebenfalls nicht reinlaufen. Weils ein deutscher Text ist? An der Musik kann es nicht liegen. Wenns tatsächlich nur an einem deutschen Text liegt, dann wäre mir das zu einfach. Aber ich habe auch kein bock Onkelz Texte und Sodom Texte gegenüberzustellen und aufzubröseln. Ich sehe da ehrlich gesagt wenig Gemeinsamkeiten.

Das „Sodom“ „Detruction“ und „Kreator“ unterlegen sind halte ich ebenfalls für ein Gerücht. Bloß weil die Band technischer Unterwegs sind heißt es doch nicht automatisch das deshalb die Qualität drunter leidet. Für mich zählt hier absolut die Authentizität, bei der Sodom den anderen Bands ganz klar voraus ist. Songs von vor allem „Kreator“ haben schon seit Jahren nicht mehr die Durschlagkraft eines jeden Sodom Songs. Da kann noch so technisch und filigran an der Gitarre rumgefiedelt werden. „Kreator“ versteifen sich seit Jahren auf die Refrains, alles drumherum scheint weniger wichtig zu sein und das hört man den Songs auch an.

Wie man sieht stehe ich hier so ziemlich auf der Seite von Rüdiger und kann hier eigentlich jeden Punkt unterschreiben.
Für mich ein erwartetes starkes Album. Der interne Wechsel hat gutgetan. Da hat der gute Tom einen richtigen Riecher gehabt und mir ein zusätzlich positives und gutes Gefühl gegeben. Ich war gegenteilig zu anderen Meinungen immer ganz entspannt und wollte einfach eine neue Platte haben. Was ich mir nämlich unter diesem Album erhofft habe, hat sich nämlich völlig bestätigt. Für mich war die letzte Besetzung mit Makka und Bernemann die schwächste aller Bandphasen und irgendwie merkte man das den Scheiben an. Auch wenn die letzte wieder dreckiger klang. Die Scheiben sind weit davon entfernt schlecht zu sein. Das Feeling das ich mit der neuen Scheibe hab ist da einfach nicht gegeben.

Das Album strotzt nur so vor Spielfreude. Yorck, der an dem Album stark beteiligt war, macht hier einen hervorragenden Job. Den Spirit der 80er wieder zu erwecken hat hier in der Attitüde und der Herangehensweise wunderbar funktioniert. Sodom besinnen sich auf ihre Stärken mit dem Blick auf die Vergangenheit, ohne aber auch nur das Gefühl zu haben, man mache das an ein Album fest. So nachdem Motto: „Lasst uns mal die „Obsessed By Cruelty“ wiederholen.“. Aber das Album darauf runterzubrechen wäre ziemlich unfair. Da hat „Genesis XIX“ doch um einiges mehr zu bieten. Wer nämlich denkt, dass das hier reines gerumpel ala „In The Sign Of Evil“ oder gar „Obsessed By Cruelty “, hat sich halt nun einmal sagenhaft geschnitten. Steht ja oben alles.

Ich erhöhe Rüdigers Note um einen halben Punkt und sagte:
9,5 mit Tendenz zur 10. Tatsächlich!!!
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Re: Sodom

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 22. Dezember 2020, 16:40

Schöner Beitrag!

Nicht, weil du meine Meinung weitgehend teilst, sondern weil man daran einfach sehr schön sieht, wie gut das Album dir gefällt, und das ist doch der wichtige Punkt an der ganzen Sache.

Für mich war und ist Sodom auch immer die wichtigste und beste Band der Big-Teutonic-4. "Authentizität" ist ja für Thommy (Salisbury) das böse Triggerwort, daher will ich es mal nicht über die Maße bemühen, denn die spreche ich Kreator und Destruction nun auch nicht ab, wobei, nun, doch ein bisschen mehr als Sodom, weil ich schon finde, dass sowohl Destruction als auch Kreator eher mal den Lauscher am Puls der Zeit hatten, und man das Gefühl hatte, sie würden eher Fanservice als Bock drauf liefern. Tankard und Sodom haben dagegen halt einfach immer ihren Stiefel durchgezogen, ohne sich allzu groß ums Feedback zu scheren.

Aber vor das nun falsch herüber kommt, ich mag alle vier sehr gerne, und ich will keiner davon die Authentizität oder die Klasse absprechen. Aber Sodom ist für mich da schon primus inter pares, vor allem in Punkto Charisma.
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