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von IridiumKaiju » Mittwoch 22. März 2017, 15:00
Ja, heute gehört es schon irgendwie dazu, eine Frontdame zu haben.
Growlende Frauen finde ich totol stark.
Ich weiß noch, es war vor fast 8 Jahren, da hat mir ein Freund ein Video von Arch Enemy gezeigt und mir vorher von einer außergewöhnlichen Frauenstimme vorgeschwärmt. Darunter haben ich mir zu diesem Zeitpunkt eher etwas wie Tarja Turunen vorgestellt und war total verstört, als Angela losgelegt hat.
Ich hätte zu diesem Zeitpunkt niemals daran gedacht oder auch nur davon geträumt, dass so etwas wie eine growlende Frau überhaupt MÖGLICH ist!
Tja, mein Musikgeschmack hat sich eben in den letzten Jahren gewandelt. Growlende Frauen mag ich (wenn sie es können!), trällernde Frauen liebe ich weiterhin innigstens und Männer, die mit Kastratenstimme singen, sind für mich meistens ein K.O.-Kriterium.
"wie Tom seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, 'dass dieser Mord das Werk von Aktivisten war'. Ich hätte ihn ja zu gern gefragt, wie er es geschafft habe, so schonungslos die Möglichkeit auszuräumen, dass dieser Mord das Werk von Passivisten sei"
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von Chavo89 » Mittwoch 22. März 2017, 15:18
Also mir ist das völlig egal, welche Geschlechtsteile der Mensch am Mikrofon hat. Grwoling ist (fast) immer scheiße, Operettchengeträller auch (gut, meist kann ich das besser ertragen), das ist ganz losgelöst vom Geschlecht.
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von Schaf » Mittwoch 22. März 2017, 16:13
IridiumKaiju hat geschrieben:Ja, heute gehört es schon irgendwie dazu, eine Frontdame zu haben.
Wer sagt das? Wo steht das geschrieben? Habe ich was verpasst? Ich bitte um Erklärung. Also mir ist schnuppe, ob der Mensch am Mikrofon einen Penis oder eine Vagina hat, solange mir die Musik gefällt. Und wenn der Gesang zur Musik passt, darf der Frontmensch von mir aus zwei oder zehntausend Eier haben und im Alter an Hoden- oder Brustkrebs sterben. Das wird herzlich wenig an der Qualität der Musik als solches ändern. Ich höre schließlich auch nicht das Geschlecht des Bassspielers von BOLT THROWER oder MY DYING BRIDE heraus...
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. März 2017, 17:12
Chavo89 hat geschrieben:Also mir ist das völlig egal, welche Geschlechtsteile der Mensch am Mikrofon hat.
Menschen, die Geschlechtsteile am Mikrophon haben, sind mir tendenziell bis generell suspekt. Besser ist es, wenn sie Hand und Mund am Mikrophon haben. Grwoling ist (fast) immer scheiße,
Nope. Bisweilen allerdings langweilig, wenn unartikuliert und/oder ohne individuelle Note. Operettchengeträller auch (gut, meist kann ich das besser ertragen),
Ähnlicher Sachverhalt. Wenn es individuell und charismatisch klingt, kann auch selbiges okay sein. Generisches Geträller nervt mich aber eher mehr als generisches Gegrowle. das ist ganz losgelöst vom Geschlecht.
Sehe ich zwar grundsätzlich auch so, allerdings habe ich unter meinen Favoriten schon deutlich mehr Männlein als Weiblein, und zwar sowohl im sauberen Fach als auch im grummeligen Fach. Da stecken aber keinerlei ideologische Gründe dahinter. Wirkliche Lieblingssängerinnen kann ich indes dennoch durchaus an einer Hand abzählen, denke ich, gut meinetwegen an knapp zwei Händen. Karen Gilligan, Leather Leone, Betsy Weiss, Ann Boleyn, Sabina Classen, Jennie-Ann Smith, Dawn Crosby... und meinetwegen noch Doro Pesch. Liegt sicher vornehmlich daran, dass in den Genres, die ich wirklich ganz vorne sehe, traditionell weniger Damen singen, und die Genres, in denen viele Damen singen, musikalisch tendenziell für mich eher weniger spannend sind.
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von IridiumKaiju » Donnerstag 23. März 2017, 11:13
Wer sagt das? Ein paar Freunde und Bekannte und ach ja, meine Wenigkeit. Wo steht das geschrieben? Genau vor Deiner Nase! Habe ich was verpasst? Klar, JEDER verpasst irgendetwas. Das ist natürlich für die einen und ein Grund zur FOMO für die anderen. Ich bitte um Erklärung. Ist mein subjektiver Eindruck ohne Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Also mir ist schnuppe, ob der Mensch am Mikrofon einen Penis oder eine Vagina hat, solange mir die Musik gefällt. Das ist dein gutes Recht. Und wenn der Gesang zur Musik passt, darf der Frontmensch von mir aus zwei oder zehntausend Eier haben und im Alter an Hoden- oder Brustkrebs sterben. Das wird herzlich wenig an der Qualität der Musik als solches ändern. Passen ist genau das richtige Stichwort. Es gibt Lieder, da will ich einfach ein bestimmtes Geschlecht hören, basta. Da ist das Geschlecht ein K.O.-Kriterium. Und gang allgemein ist der Gesang für mich und sicher auch für viele andere Hörer ein K.O.-Kriterium. Es gibt tolle Bands, die instrumental einfach herrlich sind, wobei es der Gesang dann versaut... Ich höre schließlich auch nicht das Geschlecht des Bassspielers von BOLT THROWER oder MY DYING BRIDE heraus... Na, ein Bassist benutzt ja auch nicht seine Stimme als Instrument, sondern seinen Bass... 
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von Schaf » Donnerstag 23. März 2017, 13:24
IridiumKaiju hat geschrieben:Klar, JEDER verpasst irgendetwas. Das ist natürlich für die einen und ein Grund zur FOMO für die anderen.
FOMO... aha... *googelt* Die Angst, etwas zu verpassen (engl.: Fear of missing out, abgekürzt FOMO), ist eine Form der gesellschaftlichen Beklemmung/Angst/Besorgnis. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge, eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben. Dieses Gefühl geht besonders mit modernen Technologien wie Mobiltelefonen und Sozialen Netzwerken einher bzw. wird von diesen verstärkt. FOMO ist kein medizinisch anerkanntes Krankheitsbild.Ich glaube nicht, dass ich daran leide. IridiumKaiju hat geschrieben:Na, ein Bassist benutzt ja auch nicht seine Stimme als Instrument, sondern seinen Bass... 
Ein Bassist benutzt seine Finger. Und ob diese an einer Frau oder einem Mann angewachsen sind, kann man nicht heraushören. Ob D'arcy Wretzky oder Dave Edwardson, Lena Abé oder Harry Crosby, Jo Bench oder Frank Healy den Bass spielen — den Unterschied in den Gonosomen hört man am Stil nicht heraus. Gleiches gilt für Gitarristen und Schlagzeuger. Ich denke nicht, dass das an den Instrumenten liegt, sondern dass das Geschlecht schlicht und einfach keinen Einfluss auf die Musik hat.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 23. März 2017, 19:51
Schaf hat geschrieben:IridiumKaiju hat geschrieben:Na, ein Bassist benutzt ja auch nicht seine Stimme als Instrument, sondern seinen Bass... 
Ein Bassist benutzt seine Finger. Und ob diese an einer Frau oder einem Mann angewachsen sind, kann man nicht heraushören. Ob D'arcy Wretzky oder Dave Edwardson, Lena Abé oder Harry Crosby, Jo Bench oder Frank Healy den Bass spielen — den Unterschied in den Gonosomen hört man am Stil nicht heraus. Gleiches gilt für Gitarristen und Schlagzeuger. Ich denke nicht, dass das an den Instrumenten liegt, sondern dass das Geschlecht schlicht und einfach keinen Einfluss auf die Musik hat.
Auf den Klang der Stimme demgegenüber aber (im Regelfall) schon. Das war ja genau das, was Kaiju sagen wollte.
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von Schaf » Donnerstag 23. März 2017, 21:17
Da hast du natürlich recht. Aber da hier das Thema "Extremer" Metal und nicht Operettengeträller sein soll und somit in häufigerem Maße growlende Mädels vorkommen werden, hat das zweite X-Chromosom auch weniger Einfluss auf die Musik, denn growlend, keifend und grunzend machen die Damen gegenüber ihren männlichen Pendants keinen arg großen Unterschied, den der Hörer jetzt zwangsläufig heraushört. Wer völlig unbewandert ist und z.B. Arch Enemy überhaupt nicht kennt und zum allerersten Mal "Wages of Sin" hört, wird nicht sofort nach 90 Sekunden von Enemy Within schreien "Dieser Sänger hat eindeutig hübsche feste Brüste Körbchengröße B, das höre ich heraus!" — das könnte von der Tonlage her ebenso gut ein Bubele wie Tomas Lindberg zu Zeiten von "The Red in the Sky Is Ours" oder ein junger Mikael Stanne auf "The Gallery" sein sein. Aber geht man in nicht ganz so extreme Gefilde, erkennt man das Geschlecht der Sängerin besser und Kaiju glaubt im Falle der folgenden komplett weiblichen Bands vielleicht sogar das Geschlecht der Musiker von TORMENTRESS (Singapur) oder NERVOSA (Brasilien) herauszuhören. Beide Bands spielen ganz coolen riot-grrrlig-punkigen Thrash Metal.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 23. März 2017, 22:34
Ja, das stimmt natürlich ein Stück weit. Wobei es mir schon manchmal so geht, dass ich auch allein vom Hören eine Nachteule von einem Nachtuhu unterscheiden kann. Ist aber sicherlich deutlich schwieriger als im sauberen Sangesfach. Grundsätzlich hab ich halt im extremeren Gesangsbereich gerne Sänger, die eigenständig klingen. Da ist's mir dann tatsächlich auch relativ gleich, welches Geschlecht sie haben. Zum Beispiel Trish von Dödsängel finde ich gut, die klingt wie Quorthon auf Speed, aber das ist halt auch davon abgesehen genau mein Musikstil. Hab ich ja auch schon mal im Drachenhort gepostet. Dass in Sachen der von mir gewürdigten Bands die Herren Sänger zahlenmäßig die Damen Sängerinnen doch deutlich übersteigen, entspricht halt einfach der statistischen Häufigkeit des Auftretens selbiger in den jeweiligen Subgenres.
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von IridiumKaiju » Freitag 24. März 2017, 10:41
Schaf hat geschrieben: IridiumKaiju hat geschrieben: Na, ein Bassist benutzt ja auch nicht seine Stimme als Instrument, sondern seinen Bass...  Ein Bassist benutzt seine Finger. Und ob diese an einer Frau oder einem Mann angewachsen sind, kann man nicht heraushören. Ob D'arcy Wretzky oder Dave Edwardson, Lena Abé oder Harry Crosby, Jo Bench oder Frank Healy den Bass spielen — den Unterschied in den Gonosomen hört man am Stil nicht heraus. Gleiches gilt für Gitarristen und Schlagzeuger. Ich denke nicht, dass das an den Instrumenten liegt, sondern dass das Geschlecht schlicht und einfach keinen Einfluss auf die Musik hat. Auf den Klang der Stimme demgegenüber aber (im Regelfall) schon. Das war ja genau das, was Kaiju sagen wollte.
Genau! By the way, der geübte Hörer kann heraushören, ob ein Mann oder eine Frau growlt. Als Übung empfehle ich, abwechselnd eine growlende Frau und einen growlenden Mann zu hören. Nach ein paar Mal hört man den Unterschied raus. Das ist reine Übungssache. Ein geübter Klassik-Hörer kann sogar das Fagott aus einem Symphonie-Orchester raushören, was dem ungeübten Hörer meist nicht gelingt.
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