Metallica

Re: Metallica

Beitragvon cgrage » Donnerstag 8. August 2019, 04:44

Metallica bringen S&M² am 8.10. ins Kino.
https://www.youtube.com/watch?v=Gd6SycTT-NI
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Re: Metallica

Beitragvon Jakob » Donnerstag 8. August 2019, 09:44

Hm, bin gespannt wie das wird. Vor allem Lars klingt selbst im Vergleich zu S&M von vor 20 Jahren leider ziemlich katastrophal. Da muss sich das Orchester ganz schön anpassen :grins: Am besten spielen sie viel aus den 90ern, das kann er noch relativ gut. Aber es wird ja eh so überarbeitet werden, dass es wie im Studio klingt ;-)
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Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. August 2019, 18:20

cgrage hat geschrieben:Metallica bringen S&M² am 8.10. ins Kino.
https://www.youtube.com/watch?v=Gd6SycTT-NI


Puh, S&M die Erste war schon ein Desaster erster Kategorie.
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Re: Metallica

Beitragvon Jakob » Donnerstag 8. August 2019, 18:23

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
cgrage hat geschrieben:Metallica bringen S&M² am 8.10. ins Kino.
https://www.youtube.com/watch?v=Gd6SycTT-NI


Puh, S&M die Erste war schon ein Desaster erster Kategorie.

Das höre ich gänzlich anders. Aber das hat wohl primär mit unserer unterschiedlichen musikalischen Sozialisation zu tun ;-)
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Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. August 2019, 18:36

Jakob hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
cgrage hat geschrieben:Metallica bringen S&M² am 8.10. ins Kino.
https://www.youtube.com/watch?v=Gd6SycTT-NI


Puh, S&M die Erste war schon ein Desaster erster Kategorie.

Das höre ich gänzlich anders. Aber das hat wohl primär mit unserer unterschiedlichen musikalischen Sozialisation zu tun ;-)


Weiß ich nicht, ob das so viel mit der oft bemühten Sozialisation zu tun hat. Ich war niemals ein sonderlich auf Metallica geprägter Mensch und auch das (in meinen Ohren fraglos tolle) Frühwerk spielte in meiner musikalischen Prägungsphase eigentlich allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle.

Für mich hat S&M zwei Probleme:

1.
Dass in meinen Ohren Band und Orchester nicht in einer Art und Weise harmonieren, wie dies zur etwa gleichen Zeit beispielsweise bei RAGE und dem Lingua Mortis Orchester gelang, sondern irgendwie an einander vorbei musizieren. Sprich: Die orchestralen Arrangements finde ich nicht überzeugend.

2.
Das viel gravierendere Problem: James Hetfield. Der Mann hat eine tolle, voluminöse und bissige, charismatische Stimme, die in der Phase von 1996 ("Load") bis 2003 ("St. Anger") in meinen Ohren sowohl einerseits ziemlich angeschossen war, als auch andererseits von ihm wohl bewusst als künstlerisches Stilmittel in einer jammernderen, emo-mäßigeren, gezogenen und zähen Weise eingesetzt wurde, ganz besonders beim Auslaut eines Verses, der sehr oft mit einem quälenden "-ahhh" endet, das da eigentlich nicht hin gehört(e). Das fand ich bei den Studioalben aus jener Zeit zwar auch nicht gerade toll, aber wenigstens halbwegs nachvollziehbar, weil die Songs eben den damaligen Geschmack und Habitus der Band reflektierten. Bei S&M finde ich es aber besonders schlimm, weil dieser Gesangsstil auch Songs betrifft, die eigentlich mal ganz anders phrasiert wurden und dadurch ganz anders (kraftvoller, weniger jammerhaft) wirkten.


Es ist also weniger ein Sozialisationsproblem als ein Problem von künstlerischen Entscheidungen seitens der Band, die mich in ihrer Umsetzung nicht überzeugen konnten. Und ich bin sicher keiner, der regelmäßig ein großes Problem mit Stilbrüchen und Weiterentwicklungen von Bands hätte; ganz im Gegenteil.
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Re: Metallica

Beitragvon Jakob » Donnerstag 8. August 2019, 19:58

Kann ich alles verstehen, für mich war aber "S&M" tatsächlich der Einstieg in die härtere Musik (nach THE OFFSPRING und SILVERCHAIR), da ich mir daraufhin alle Alben nach und nach gekauft habe. Daher wird das Album und die dazugehörige VHS (die sogar noch mehr, da ich spieltechnisch viel davon gelernt habe) immer einen besonderen Stellenwert haben.
Ja, das Orchester ist teils überladen, aber nach längerer Hörpause (10 Jahre?) sind mir viele tolle Stellen erstmals richtig aufgefallen.
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Re: Metallica

Beitragvon cgrage » Donnerstag 8. August 2019, 20:59

Es wird auch interessant sein, wie nah der neue Mann am Dirigentenpult an Michael Kamen rankommt.
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Re: Metallica

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 8. August 2019, 21:54

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Jakob hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
cgrage hat geschrieben:Metallica bringen S&M² am 8.10. ins Kino.
https://www.youtube.com/watch?v=Gd6SycTT-NI


Puh, S&M die Erste war schon ein Desaster erster Kategorie.

Das höre ich gänzlich anders. Aber das hat wohl primär mit unserer unterschiedlichen musikalischen Sozialisation zu tun ;-)


Weiß ich nicht, ob das so viel mit der oft bemühten Sozialisation zu tun hat. Ich war niemals ein sonderlich auf Metallica geprägter Mensch und auch das (in meinen Ohren fraglos tolle) Frühwerk spielte in meiner musikalischen Prägungsphase eigentlich allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle.

Für mich hat S&M zwei Probleme:

1.
Dass in meinen Ohren Band und Orchester nicht in einer Art und Weise harmonieren, wie dies zur etwa gleichen Zeit beispielsweise bei RAGE und dem Lingua Mortis Orchester gelang, sondern irgendwie an einander vorbei musizieren. Sprich: Die orchestralen Arrangements finde ich nicht überzeugend.

2.
Das viel gravierendere Problem: James Hetfield. Der Mann hat eine tolle, voluminöse und bissige, charismatische Stimme, die in der Phase von 1996 ("Load") bis 2003 ("St. Anger") in meinen Ohren sowohl einerseits ziemlich angeschossen war, als auch andererseits von ihm wohl bewusst als künstlerisches Stilmittel in einer jammernderen, emo-mäßigeren, gezogenen und zähen Weise eingesetzt wurde, ganz besonders beim Auslaut eines Verses, der sehr oft mit einem quälenden "-ahhh" endet, das da eigentlich nicht hin gehört(e). Das fand ich bei den Studioalben aus jener Zeit zwar auch nicht gerade toll, aber wenigstens halbwegs nachvollziehbar, weil die Songs eben den damaligen Geschmack und Habitus der Band reflektierten. Bei S&M finde ich es aber besonders schlimm, weil dieser Gesangsstil auch Songs betrifft, die eigentlich mal ganz anders phrasiert wurden und dadurch ganz anders (kraftvoller, weniger jammerhaft) wirkten.


Es ist also weniger ein Sozialisationsproblem als ein Problem von künstlerischen Entscheidungen seitens der Band, die mich in ihrer Umsetzung nicht überzeugen konnten. Und ich bin sicher keiner, der regelmäßig ein großes Problem mit Stilbrüchen und Weiterentwicklungen von Bands hätte; ganz im Gegenteil.


Ja, sehe ich ganz genauso. Tatsächlich fand ich die damals so enttäuschend, dass ich sie bis heute nicht auf CD gekauft habe. Hatte die damals auf Tape überspielt, sicher 10-20x gehört und war jedes Mal genervt, vor allem von Hetfields fürchterlichem Gesang.
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Re: Metallica

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 8. August 2019, 21:59

Ich war damals in Berlin und war selten so genervt von einer musikalischen Unterbietung wie dort. Damals war ich noch echter Metallica-Fan und mochte und mag ja auch einen Großteil der "Load". Aber wie hier Band und Orchester gegeneinander spielen, ist nicht mehr feierlich. Vor allem bei den schnellen Nummern, ist das kurz vor unerträglich. Die Stampfer bekommen hingegen teilweise eine angenehme Tiefe. Lustig war auf jeden Fall auch, Lars zu beobachten, der ja neben dem Percussiongeschwader des Orchesters saß und eher wie ein Echo agierte, denn wie ein Leadtrommler. Die Orchestermusiker werden sich mehrfach gefragt haben, wieso der mit dieser Spielqualität so viel Geld verdient. Ztotzdem werde ich mir Sado-Maso-Zwei anschauen.
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Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. August 2019, 23:47

Hach, die ganzen Statlers und Waldorfs der Redaktion sind sich mal wieder einig... wie schön dazu gehören zu dürfen...
:grins:
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