Metallica

Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 22. November 2016, 14:01

frankjaeger hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mir geht's wie Peter. Und wie Jhonny. Ich hab die "St. Anger" zwar auch 'nauf und 'nunter gehört, allerdings primär aus "journalistischem Interesse" (andere würden es Katastrophentourismus oder Masochismus nennen). Es ist nach wie vor meine meistgehörte METALLICA, und es blieb wirklich viel hängen; allerdings nicht im positiven, sondern tatsächlich im traumatischen Sinne; teilweise bis überwiegend gut finde ich nur "The Unnamed Feeling", der Rest ist schmerzhaft.

"Death Magnetic" ist in meinen Ohren für METALLICA das, was "AMOLAD" für MAIDEN ist. Ein Album, dem man, so lange man es hört, kaum etwas vorwerfen kann, das sogar zu gefallen weiß, wenn es läuft, von dem aber bei mir fast noch weniger als nichts hängen bleibt, und zwar völlig egal, wie oft ich es höre. "Forgettable" würde mir da als Schlagwort einfallen.


Hm. AMOLAD ist die zweitbeste IRON MAIDEN nach "Somewhere In Time"...


Ich hab sie als drittschwächste vor "Virtual XI" und "The Final Frontier" gelistet.
:subber:

EDIT:
Ach, Missverständnis... du meintest "von den Alben, die nach "S.I.T." erschienen sind".
Ändert aber nichts an meiner Antwort.
:subber:
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Re: Metallica

Beitragvon trent » Dienstag 22. November 2016, 15:04

Die Death Magnetic verdient bei mir nachwievor nur ein Attribut: unhörbar! Wann immer ich es probiert hab, musste ich nach ca. einer Minute abbrechen. Spätestens dann, wenn im ersten Song die Snare ertönt, geht's einfach nicht mehr. Und das will gerade im Vergleich zur St. Anger schon was heißen...
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Re: Metallica

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 23. November 2016, 00:18

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
frankjaeger hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mir geht's wie Peter. Und wie Jhonny. Ich hab die "St. Anger" zwar auch 'nauf und 'nunter gehört, allerdings primär aus "journalistischem Interesse" (andere würden es Katastrophentourismus oder Masochismus nennen). Es ist nach wie vor meine meistgehörte METALLICA, und es blieb wirklich viel hängen; allerdings nicht im positiven, sondern tatsächlich im traumatischen Sinne; teilweise bis überwiegend gut finde ich nur "The Unnamed Feeling", der Rest ist schmerzhaft.

"Death Magnetic" ist in meinen Ohren für METALLICA das, was "AMOLAD" für MAIDEN ist. Ein Album, dem man, so lange man es hört, kaum etwas vorwerfen kann, das sogar zu gefallen weiß, wenn es läuft, von dem aber bei mir fast noch weniger als nichts hängen bleibt, und zwar völlig egal, wie oft ich es höre. "Forgettable" würde mir da als Schlagwort einfallen.


Hm. AMOLAD ist die zweitbeste IRON MAIDEN nach "Somewhere In Time"...


Ich hab sie als drittschwächste vor "Virtual XI" und "The Final Frontier" gelistet.
:subber:

EDIT:
Ach, Missverständnis... du meintest "von den Alben, die nach "S.I.T." erschienen sind".
Ändert aber nichts an meiner Antwort.
:subber:



Die "No Prayer" (6,5 Zähler) schlägt sie für mich auf jeden Fall auch noch. Und ja, "Virtual XI" (7,5-8) und "The Final Frontier" (8-8,5) auch.
Aber sonst ist sie, auf lange Sicht gesehen, schon ziemlich weit hinten im MAIDEN-Katalog.
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Re: Metallica

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 23. November 2016, 10:54

AMOLAD wird durch "Book Of Souls" geschlagen. Sonst liegt sie vorne. Wie ich das messe? Ganz einfach: es sind die einzigen Maiden-Scheiben, die nach 1986 erschienen sind und ich auflege. Damit mag man sagen, dass andere Alben ja doch so viel tollere Songs haben, aber die Realität zeigt, dass AMOLAD eben rotiert und die anderen nicht.
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Re: Metallica

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 23. November 2016, 12:28

Und jetzt zurück zu METALLICA.
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Mittwoch 23. November 2016, 13:16

Trifft es ganz gut, wenn auch etwas sehr wortreich:

http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-11 ... ettansicht
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Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 23. November 2016, 19:33

Eike hat geschrieben:Trifft es ganz gut, wenn auch etwas sehr wortreich:
http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-11 ... ettansicht

Das beschreibt in meiner Wahrnehmung vielleicht die Eitelkeit des Verfassers ganz gut, aber sonst mal eben radikal gar nichts. Die Musik, die man auf der Scheibe hören kann, jedenfalls nicht. Mit vielen Worten. Ja. Das ist richtig.
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Mittwoch 23. November 2016, 21:07

Aber die Karriere der Band.
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Re: Metallica

Beitragvon lenbert » Mittwoch 23. November 2016, 21:20

Rüdiger hat geschrieben:Wie die meisten METALLICA-Songs neueren Datums darf auch dieser nicht klingen und atmen, und er lässt so die einstige Größe der Band nicht mal mehr erahnen. Alles klingt furztrocken, reduziert, komprimiert, und wirkt auf mich all der Atmosphäre und des Glanzes beraubt, welche die Band früher mal ausmachten. Einst hatte METALLICA bei aller Härte eine epische Größe in den Kompositionen, im Sound, im Gesang, in den Refrains, und man hatte als Hörer stets das Gefühl, es mit einer Band zu tun zu haben, die mächtig und triumphal ihre Musik zelebrierte, und die wusste zu herrschen.


Diese Sätze fassen perfekt zusammen, was die Musik von METALLICA für mich ausmacht und was auf den neueren Alben viel zu oft fehlt. Zum neuen Album kann ich allerdings noch nichts sagen, weil es erst in den nächsten Tagen hier eintreffen wird. Ich gehe quasi ohne Vorkenntnisse in den ersten Durchgang, den einen Song, den ich Vorab gehört habe, habe ich schon wieder vergessen.
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Re: Metallica

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 23. November 2016, 21:54

Eike hat geschrieben:Aber die Karriere der Band.


Kann man so sehen; ich sehe es anders. Die Ankerpunkte bewerte ich nämlich leider weitgehend anders als der gute Mann. Speziell empfinde ich das neue Album kaum als Selbstzitat und ganz und gar nicht regressiv. Eher das Gegenteil ist für mich der Fall. Das Album hat als Gesamtwerk für mich NULL Achtziger-Ausstrahlung und auch weit weniger mit der Schwarzen gemein, als vermittelt wird. Vielmehr finde ich, dass es auf zeitgemäße und teils durchaus kreative Weise, wenn auch nur teilweise kompositorisch überzeugend, doch eine sehr neue, bisher ungehörte METALLICA-Auflage erfindet. Die seltsamen und unveranlassten Querverweise und Seitenhiebe auf Slayer, Cannibal Corpse und natürlich speziell Manowar empfinde ich als gänzlich fehl am Platz, weil sie zum Verständnis der Karriere Metallicas und zur Einordnung dieses speziellen Albums exakt nichts beitragen.

Vermutlich liegt es daran, dass ich generell kein Freund soziologischer, kulturwissenschaftlicher, philosophischer oder auch kunst- und musiktheoretischer Auseinandersetzung mit Heavy Metal bin. Auf mich wirkt das stets unterkühlt und meistens "von oben herab", ich kann mich an nahezu keinen Artikel dieser Art erinnern, den ich als gelungen empfunden hätte.

Egal, kann man gerne anders sehen, aber ich kann einfach mit 90% der MSM-Veröffentlichungen über Metal nichts anfangen, da sie meistens einen "Big Player" herausgreifen, dem oftmals kreative Defizite und Verhaftung in konservativen Genremustern vorwerfen, noch drei bis drölf abgeklärt-überhebliche Klischees über den Metal als solchen und dessen Anhänger aussondern, und den Leuten, die tief in dem Genre drin stecken und sich jahre- bzw. jahrzehntelang Tag für Tag mit der Materie auseinandersetzen exakt nichts mitteilen können, was für jene Leute eine Relevanz hätte, sich damit aber in ihrem speziellen medialen Umfeld als Szenekenner profilieren können.

Taugt mir einfach nicht, dieser Ansatz.
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