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MegadethRe: MegadethIch finde ja die aufgeworfenen philosophischen Fragen spannder als die tiefenpsychologischen.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Megadeth
Ich helfe immer gern ![]() Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: MegadethDas neue MEGADETH-Album läuft hier fast in Dauerrotation. Das ist so stark, damit hätte ich nach dem letzten Album nie gerechnet!
Re: MegadethIch findr das noch ommer stinkend langweilig.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Megadeth
Bei mir läuft sie zwar nicht in Dauerrotation, aber ich finde das Album auch ziemlich gut! Meine kleine Sammlung
https://www.musik-sammler.de/collection/kenni/
Re: MegadethVielleicht bin ich zu spät dran, aber eines liegt mir doch seit Tagen auf dem Herzen. Ich hatte nur nicht den Kopf und die Zeit mich mit dieser Thematik zu widmen.
Was hier auffällt, ist eine konsequente Vermeidung der eigentlichen Gegenargumente. Und zwar Beitrag für Beitrag. Mehrere Personen kritisieren explizit die begriffliche und wertende Problematik von "Füllmaterial". Diese Kririk wird nicht benatwortet, sondern regelmäßig mit Verweisen auf Marktmechanismen, Streamingzahlen und wirtschaftliche Zwänge konterkariert, also mit Argumenten auf einer völlig anderen Ebene. Niemand bestreitet hier, dass das Musikgeschäft so funktioniert. Das wird hier als Strohpuppe aufgebaut, um eine Debatte zu führen, die so nie gestellt wurde. Die eigentliche Frage - ob es sinnvoll oder angemessen ist, Songs als "Füllmaterial" zu bezeichnenn - bleibt unbenatwortet. Dieses Argumentationsmuster erinert starkand vorherige. Weniger inhaltlich, mehr im Umgang mit Kritik: gleiche Ausweichbewegung, gleiche unbeantwortete Kernfrage. Sich dabei auf den Standpunkt zurückzuziehen, der Begriff sei neutral gemeint und alles Weitere sei Auslegungssache, ist kein Argument, sondern eine Immunisierungsstrategie. Wer diskutiert, kann sich nicht zugleich der inhaltlichen Replik entziehen. Dadurch wirkt die Position weniger wie ein Beitrag zur Diskussion, sondern eher wie ein Verteidigungsrede, die Kritik nicht integriert, sondern ausweicht. Das ist kein Meinungspluralismus, sondern ein Abbruch von Dialog.
Re: MegadethWas willst du denn hören?
Ihr habt gesagt, dass ihr den Begriff nicht so toll, weil abwertend, findet und ich habe erklärt, wie und warum ich den Begriff verwende, wie ich es nunmal tue. Die Kritik wurde wahrgenommen und damit ist die Sache für mich gegessen. Ob es meiner Meinung nach angemessen ist, solche Songs als Füllmaterial zu bezeichen, habe ich ausreichend beantwortet - ich weiß nicht, was du da mehr hören willst. Und du anscheinend auch nicht, sonst würdest du konkreteres fordern anstatt einfach mit verallgemeinerten Großwörten um dich zu schmeißen. Ist der Begriff wertend? Natürlich. Genauso wie es wertend ist, wenn jemand schreibt "diese Songs sind nicht so toll wie die anderen". Mein ich damit, dass die Songs dann Müll sind? Nein. Und das habe ich auch dargelegt. Ich bin nicht verantwortlich dafür, wie andere einen Begriff verstehen, solange dieser nicht explizit in die entsprechende Richtung geht. Machen diese Songs das Album besser? Nein. Sie ziehen es in die Länge und machen aus einer sehr guten EP ein gutes Album. Könnte ich auf diese Songs verzichten? Jein. Im Rahmen eines Albums sind sie notgedrungen nötig weil die Band es offentsichtlich nicht geschafft hat, mehr richtig gute Songs zu schreiben. Wenn ich mich aber entscheide, ein bisschen Megadeth zu hören, werde ich sehr wohl und bewusst auf diese Songs verzichten. Werde ich den Begriff Füllmaterial auch in Zukunft benutzen? Klar. Dort wo ich ihn für angemessen erachte, werde ich ihn auch weiterhin nutzen.
Re: MegadethPräzise Sprache ist kein Selbstzweck, sondern nötig, um Ausweichbewegungen zu benennen. Wenn das als „verallgemeinerte Großwörter“ abgetan wird, sagt das mehr über die Diskussion als über meinen Stil.
Re: MegadethIch denke, zumindest was mich angeht, ist der Begriff kein Problem. Er begegnet uns schon ewig, in der Szene. Wenn der ganz klassische Werbeslogan "all killer - no filler" spiegelbildlich gelesen wird, dann muss man natürlich auch Songs bei durchwachsenen Alben als "filler" lesen können. Ich hadre eher auf der philosophischen Ebene damit, Alben oder Kunst allgemein durch einen kommerziellen, von Marketing-Aspekten geleiteten Filter zu lesen und zu interpretieren. Aber das ist nun nicht dein Problem, Chris, und auch nicht das deiner Rezi, sondern du hast natürlich Recht damit, dass das im Business eine Rolle spielt, die heute andere Implikationen und Bedürfnisse hat als vor 20 Jahren. Das ist ein Thema bei der Genese, also darf es auch Thema bei der Rezeption sein. Ob ich von Durchhängern spreche, Rohrkrepierern oder Fillern, ist letztlich qualitativ keine große Diskrepanz. Ich persönlich interessiere mich nicht für den pekuniären Aspekt von Musik. Er findet nur insoweit Erwähnung, als ich gelegentlich Dinge kritisiere, die allzu offensichtlich jenen Aspekten zu dienen bestimmt sind (siehe z.B. die Bonustrack-Thematik in meiner neuen Mayhem-Rezi).
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: MegadethSo hatte ich deinen ursprünglichen Text auch auf Anhieb verstanden. Ich kann aber auch verstehen, wenn sich wer am Begriff "Füllmaterial" stößt, der den Begriff so versteht, als unterstelle er der Band, absichtlich Material ausschließlich zum Auffüllen, um Albumlänge zu erreichen, genutzt oder gar geschrieben und aufgenommen zu haben, ohne selbst vollumfänglich mit den Kompositionen / Einspielungen zufrieden gewesen zu sein. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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