Und du kennst auch nur dieses Album?
Oder kennst du auch Alben wie "De Mysteriis Dom..."?
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MayhemRe: MayhemUnd du kennst auch nur dieses Album?
Oder kennst du auch Alben wie "De Mysteriis Dom..."?
Re: Mayhem
Das hier ist noch von vor der Ankündigung der Neuen. Sieben Alben? Meine Nachrage ist...zählst du die "Deathcrush" als Album? Oder warum sieben?
Re: Mayhem
Ich sage mal so, ich habe es mit anderen Alben versucht, das "Soundgewand" stand mir da etwas im Weg, meine ich mich zu erinnern. Aber das ist lange her. Die neuen Singles finden ich ok. Meine Sammlung: http://www.musik-sammler.de/sammlung/jakobeh
Re: Mayhem
Ja, das kann ich sogar zum Teil nachempfinden. Ich versuche das einmal aufzusplitten und nehme "Deahcrush" und "Wolf's Lair Abyss" dazu: Deathcrush: hat diesen punkigen Vibe, der so nie wieder stattfand. De Mysteriis Dom Sathanas: doch schon auch ein Referenzwerk, auch im Sound. Roh, düster, gefährlich Wolf's Lair Abyss: prägnanter, wirkt erwachsener undn teils technischer, dessen letztes Element sie beibehalten sollen. The Grand Decleration Of War: technoid, industrial-mäßig, avantgardistischer und abgehackter. Chimera: weniger abgehackt, böse bei gleichzeitigem Minimalismus. Ordo Ad Chao: Harmonien sind hier ein Fremdwort, mehr als jemals zuvor. Sehr dunkel, wie aus einem schalldichten Raum. Esoteric Warfare: zugänglicher, offener und räumlicher im Klang. Daemon: dicht, sauberer, detailreicher und moderner. Versuch es doch einmal mit "Wolf's Lair Abyss". Ich kann mir durch diese Attribute gut vorstellen, dass dir das gefallen könnte. Auch wenn es nur eine EP ist, sind vielleicht die knapp 25 Minuten ein Argument um reinzufinden. Würde mich interessieren ob Rüdiger mir da zustimmen würde. Von der Soundbeschreibung bis zur Empfehlung ![]()
Re: Mayhem
Ja, punkig. Plus: Hysterisch und zügellos. Ich kenne kein anderes Album (für mich ist es ein kurzes Album), gleich von welcher Band, das so ungezügelt und brachial, aggressiv und unkontrolliert abgeht.
Plus mystisch und beschwörend. Attilas Gesangsarbeit ist einzigartig und einzigartig vielseitig. Dieses Knurren, dieses Heulen, dieses beschwörend Chorale; er agiert wie ein völlig durchgedrehter, diabolischer Hohepriester, wie ein morbider Nekromant. Für manche ist es in der Tat das Referenzwerk des Black Metals der zweiten Welle.
Auf jeden Fall technischer. Prägnanter? Weiß ich nicht. Also die Songs der DMDS haben für mich schon den noch höheren Wiedererkennungswert. Die Blasphemer-Klampfen sind aber in ihrer schneidenden, fiesen Präzision unerreicht. Ebenso natürlich Hellhammers Drumming. Maniac ist immer noch over the top, wenn auch nicht mehr ganz so zügellos wie auf dem Debüt.
Monster. Für mich vielleicht das beste Prog-Metal-Album ever. Und vielleicht auch das bis dato beste Album des 3. Jahrtausends. Maniacs Gesang ist hier sehr vielseitig und wunderbar. Die Einflüsse bis hin zum Trip Hop facettenreich. Das störte natürlich viele Puristen, aber für mich ist diese Vielfalt unerwartbarer Einflüsse wirklich bestechend integriert. Postapokalyptisch, kalt, steril, entmenschlicht, totalitär, gnadenlos.
Aye. Ein bisschen zurück zur Wolfsscheibe. Minimalistischer, aber nicht weniger technisch brillant. Urböse, gnadelos fies, pechschwarz. An der Songwritingfront durchaus eingängig, gleichwohl. Sehr schöne Scheibe.
Sicherlich und fraglos der am schwersten verdauliche Brocken der Bandgeschichte. Ich habe zig Durchläufe gebraucht, um mich im Stande zu sehen, die Scheibe zu besprechen. Widerborstig, disharmonisch und dissonant, irrsinnig bis wahnsinnig, schizophren, gurgelnd und brodelnd. Als Einstieg in die Band völlig ungeeignet. Dennoch grandios.
Eine sehr offensichtliche Kehrtwende weg von der abweisenden Aura des Vorgängers. Dadurch aber auch etwas oder deutlich weniger radikal. Es wirkt etwas konventionell nach OAC. Doch auch hier sind technische Klasse und Songwriting wieder sehr gelungen.
Ja, atmosphärisch dicht, transparent produziert, facettenreich und sehr nachvollziehbar komponiert. Moderner? Weiß ich nicht. Produktionstechnisch natürlich schon, kompositorisch aber auch ein Stück weit klassischer. Für mich ist das Album in Sachen Songwriting und Aura am nächsten an DMDS, dessen dämonisches, diabolisches Flair es halt technisch und spielerisch auf ein neues Level hebt, dabei aber trotzdem ein Stück weit diese archaischen Black-Metal-Vibes glaubhaft aufgreift. Tipp für den (neuerlichen und tieferen) Einstieg? Für Jakob persönlich wohl noch immer die "Grand Declaration". Aber die hat er ja schon. ![]() Daher würde ich in dem Fall wohl mit der "Chimera" weitermachen, weil die von dem experimentellen Vorgänger wieder in eine etwas klassischere Mayhemiade führt, die aber die von Jakob meist geschätzten gehobenen Ansprüche an Spiel- und Produktionstechnik gleichwohl bedienen kann. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Mayhem
Ich hab hier wirklich versucht nur den "Soundgewand" zu umschreiben. Nicht die Kompositionen an sich. Habe es so verstanden, dass die Produktion, die große Hürde Jakobs darstellt.
Re: Mayhem
Sehe ich auch so. Würde eh jedem, der noch gar nix von Mayhem kennt die "Chimera" als Einstieg empfehlen. Wem die zu krass, hart und wirr ist, der sollte es am besten direkt wieder mit Mayhem sein lassen. Wobei es natürlich schon ziemlich irre ist, welch extrem unterschiedliche Alben Mayhem so gemacht haben. Da liegen sowohl vom Sound als auch genrell ja echt Welten dazwischen. "Daemon" kann sicher auch als Einstieg fungieren. Wirkt auf mich auch wie eine Art aufgefrischte Neufassung von "De Mysteriis...". Ein Album, welches mir wirklich auch immer besser gefällt ist die "Esoteric Warfare". Sollte man nicht unterschätzen. Bin echt gespannt auf die Neue. Habe schon ein Review gelesen. Wird wohl wieder ein ziemlich widerborstiges Teil. Mal gucken.
Re: MayhemOh, vielen Dank für die ausführlichen Gedanken! Das liest sich alles sehr spannend.
"Chimera" also als nächstes, ich werde berichten ![]() Meine Sammlung: http://www.musik-sammler.de/sammlung/jakobeh
Re: Mayhem
Da fällt mir immer wieder ein, dass irgendwann mal Necrobutcher in einem Interview gesagt hat, dass sie bei der "Chimera" etwas kommerzieller, massentauglicher werden wollten. Hat dann nicht geklappt, weswegen sie sich dann bei der "Ordo Ad Chao" gedacht haben, dass sie es mit so einem Versuch auch lassen und auf kegliche Kommerzialität pfeifen können. Nun auch auf Musiksammler: Trents Musiksammlung
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