NILE

Re: NILE

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 9. Januar 2013, 04:52

Jakob hat geschrieben:
Oliver schrieb: Mit Sicherheit eine der interessantesten Death-Metal-Bands überhaupt.


Ja, zumindest seit George Kollias.

Gewagte These. George Kollias ist klasse, gar keine Frage aber In Their Darkened Shrines ist jetzt auch nicht ganz uninteressant ;-)

Die Ithyphallic schwankt bei mir immer ein wenig, aber werd sie bald wieder einmal hören um vielleicht zum Begeisterungsausbruch auch was sagen zu können.
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Re: NILE

Beitragvon Christian Schwarzer » Mittwoch 9. Januar 2013, 10:36

Drumtier hat geschrieben:
Jakob hat geschrieben:Ja, zumindest seit George Kollias.


Gewagte These.

Allerdings. Nile haben auch nicht erst, seit Kollias dabei ist das Ägyptische Thema, das war ja schon immer da und beeinflusste den Sound der Band auch entsprechend, was ja eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale ist. Die ersten Nile-Songs, die ich gehört habe vor Jahren, waren von der "Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka", die auch eine hammer Scheibe ist und zudem damals schon ziemlich eigenständig.
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Re: NILE

Beitragvon Jakob » Mittwoch 9. Januar 2013, 21:57

Ich möchte auch nicht behaupten, dass NILE vor Kollias nicht relevant oder gut waren. Aber ich finde, dass seit Kollias dabei ist, NILE vor allem in punkto Songwriting und Albumproduktion noch mal einen draufgelegt haben. Zumindest lasse ich seit dem kein Album mehr aus :-).
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Re: NILE

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 9. Januar 2013, 23:11

Jakob hat geschrieben:Ich möchte auch nicht behaupten, dass NILE vor Kollias nicht relevant oder gut waren. Aber ich finde, dass seit Kollias dabei ist, NILE vor allem in punkto Songwriting und Albumproduktion noch mal einen draufgelegt haben. Zumindest lasse ich seit dem kein Album mehr aus :-).

:grins:
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Re: NILE

Beitragvon Jakob » Mittwoch 9. Januar 2013, 23:36

Holger schrieb: :grins:


:dafuer: 8-)
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Re: NILE

Beitragvon Drumtier » Dienstag 29. Januar 2013, 17:43

Christian Schwarzer hat geschrieben:Ich zum Beispiel. :D

Also, Nile kenn ich an sich schon länger. Meine musikalische Entwicklung hat sich aber erst in Richtung Black Metal bewegt, weswegen sich wohl bis jetzt noch kein physischer Tonträger in meine Sammlung verirrt hab. Und das, obwohl ich mit technischer Mucke sehr viel anfangen kann.

Nun hatte ich heute die Freude, zum ersten Mal "Ithyphallic" in all seiner Kraft als Original zu bewundern und mich gleichsam in 57 Minütigen Anbetung verharrend, von diesem Orkan, dieser Urgwalt, dieser chtonischen Macht der Pharaonen und jener, die unter den Wassern und hinter den Sternentoren lauern um die Welt wieder ihrem Ursprung zurückzuführen, überrollen zu lassen. Und ja, ich würde immernoch so verharren, müsste ich nicht das Wort in die Welt hinaustragen! What can be safely written: Ein derart geiles Album habe ich schon länger nichtmehr gehört. Und, um mal beim Stück selber zu bleiben: Ein derart fettes, majestätisches Intro auch nicht. (ich kannte es zwar schon, aber egal, es strahlt in all seiner ägyptisch-imperialen Macht immernoch wie am ersten Tag). Danach folgt Brecher auf Brecher (dieser Intro-Riff von "Ithyphallic", diese rasenden Gitarren zu "Papyrus Containing The Spell To Preserve Its Possessor Against Attacks From He Who Is In The Water", ich könnte ewig so weiter machen). Und dann kommt er, der Monolith, die Pyramide, die Vernichtung auch der Götter: "Even The Gods Must Die". Mächtige, chaotisch dissonante Hörner leiten ein weiteres Epos der grenzenlosen Glorie dieser Band ein und auch das Ende, welches eines der geilsten Soli des ganzen Albums und überhaupt hat. Zurück bleibe ich sprachlos, erschüttert und begeistert.

Also das Album hat mir schon ganz gut gefallen. 8-)


Okay, nach so eine Begeisterung konnte ich natürlich nicht ignorieren und hab das Album grad auch noch einmal gehört. Grundsätzlich volle Zustimmung. Beim Titeltrack finde ich aber nicht nur das Intro besonders erwähnenswert sondern vor allem den Schluss. "Anoint my phallus with the blood of the faallleeeennn!" Und dabei immer langsamer werdend, wie Tropfen aus Pech die einen langsam begraben. Besonders live haut mich der Teil jedesmal förmlich um, dass sie nämlich nicht nur in Höchstgeschwindigkeit präzise spielen sondern auch während sie langsamer werden!
Auch der Schluss von Eat Of The Dead ist ein besonderes Schmankerl für mich, beim ersten Vorstellung des Themas auf der Gitarre sind Takte und Geschwindigkeit obwohl ich ganz genau weiß was passiert jedesmal wieder unmöglich zu erfassen. Dann steigt das Schlagzeug langsam ein und man weiß wieder wo vorne und hinten ist und kann sich auf den Gesangseinstieg vorbereiten. Traumhaft!

Was mich trotzdem zurückhält in ähnliche Euphorie wie du zu verfallen ist neben der vergleichsweise (!) drucklosen, trockenen Produktion schon auch ein wenig das Songmaterial. Es sind besonders am Anfang einige Hammernummern dabei aber dabei nicht vergleichbar mit dem übermächtigen Nachfolger oder auch den beiden Vorgängern. Auch das Neue hat großteils die besseren, zwingenderen Songs. Sehr schwer zu beschreiben was mir fehlt, aber vielleich einfach der letzte Tick Brutalität der einen dann so richtig in die Knie zwingt.

Ich muss es aber wohl dennoch nicht erwähnen, dass das Nörgeln auf sehr hohem Niveau ist!
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Re: NILE

Beitragvon Christian Schwarzer » Dienstag 29. Januar 2013, 19:09

Nun, das war nicht der einzige Nile-Tonträger in den letzten zwei Monaten. Dazugekommen sind noch "Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka" und ganz besonders und vor allem: "Those Whom The Gods Detest". Und dieser Nachfolger ist in der Tat übermächtig. Monolithisch übermächtig. Dass ich dazu bis jetzt noch nichts geschrieben hab lag eher daran, dass mein Januar ziemlich voll war/ ist. Die wird sich sicherlich deutlich von der "Ithyphallic" (die ich nach wie vor hammer finde) absetzen, oder hat es sich schon. Mein Begeisterungssturm damals ist vermutlich vor allem der Tatsache geschuldet gewesen, dass ich Nile schon ewig nicht mehr gehört hatte, mich mein Wichtel-Sampler angefixt hat und mich die Scheibe so unerwartet aus den Latschen geblasen hat, dass es eine Freude war. Ich freu mich schon auf die Ferien, dann kann ich beide angemessen würdigen.
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Re: NILE

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 30. Januar 2013, 02:27

Ja das kenn. Oder vermutlich eh jeder hier. Eine Band/Scheibe ewig nimmer gehört, dann plötzlich nostalgische Gefühle, reingehaut und umgehaut ;-)
Betreffend "Those Whom The Gods Detest" scheint diese übrigens je öfter ich sie höre oder besser gesagt je mehr Zeit vergeht immer mehr die vermeintlich unerreichbare "In Their Darkened Shrines" überholt zu haben. Da hat einfach echt alles funktioniert. Hätten sie Unas Slayer Of The Gods erst auf diesem Album veröffentlicht wärs sowieso gar keine Frage mehr was denn ihr bestes Album wär!
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Re: NILE

Beitragvon Oliver Passgang » Donnerstag 7. Februar 2013, 16:53

Nun reicht's mir aber mal mit meinem ewigen Herumgedruckse.
(Ich wurde durch einen Sampler-Song mal wieder an die Band erinnert...)

Drumtier: Sag eine Platte und ich werde sie bestellen. So einfach.
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Re: NILE

Beitragvon Jesus » Donnerstag 7. Februar 2013, 18:08

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