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von hellknulf616 » Sonntag 9. Mai 2010, 06:00
Julian Rohrer hat geschrieben:Naja, bei GEIST verwundert mich halt dieser übermäßige Erfolg...
Ich bin eh dafür, all diese Pseudo-BM-Kapellen einfach unter Extreme Metal zu labeln, ohne je wieder mit den Neunzigern in Opposition zu treten. Weil worum ginge es dabei denn sonst?
Naja, man kann sich halt schön dran abarbeiten und mit schwammigen Begriffen wie "Spirit" oder "fiese Atmosphäre" operieren. Abgesehen davon wundert es mich so richtig richtig, dass du KoK so viel abgewinnen kannst - ich rechne das mal deinem Musikerdasein zu. Eine der Bands, die mich absolut gar nicht berühren, nicht mal negativ.
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hellknulf616
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von Julian Rohrer » Mittwoch 12. Mai 2010, 18:26
Hm, mein Gefühl habe ich ja im Prinzip ins Review geschrieben. Aber ich finde diese Epik unglaublich toll. Diese Melodien, dieses Aufbauende, retardierende, und dann brutal losbrechende Moment, diese unglaubliche Technik in Verbindung mit tollen Arrangements - für mich stellt KOK die beste Verbindung verschiedenster Metalspielarten dar und bietet letztlich unheimlich viel 
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von Teichfrosch » Sonntag 23. Mai 2010, 18:50
Meine Güte, ich muss an dieser Stelle noch mal sagen WIE GENIAL dieses Album ist. Bisher mein No.1 Release dieses Jahr, und das obwohl ich anfangs ziemlich skeptisch war bezüglich des neuen Materials, "The Dragontower" hat mich doch etwas geschockt. Aber meine Fresse, is das Album genial... Allein schon der Opener ist ein absolutes Metalmonster und derartig geil dass es mich fast vom Stuhl fegt  Selten so ein orgasmisches Intro gehört. Dass "True Black Metal" Fans an diesem Album schwer zu schlucken haben ist zwar einerseits verständlich, aber andererseits auch enorm schade - wenn man sich "nur" wegen seiner Attitüde dieses Album entgehen lässt sollte man sehr, sehr traurig sein. Eine glatte 10 ist's in meinen Augen dennoch nicht, einfach weil ich "The Dragontower" auch als Powermetal Song eher mäßig finde. Dass der Track auf "Strophe-Refrain-Strophe" etc. getrimmt wurde ist zwar gut für Airtime im Radio aber für den Song ziemlich schlecht, in der Albumversion ist das Stück etwas länger (Solo!!) und direkt deutlich besser. Für eine Band wie KoK einfach ein vieeeel zu eindimensionaler Song, zwischen den restlichen Hämmern wirkt er nunmal wie Füllmaterial für mich. Trotzdem, mit der Zeit hab ich mich an das Lied gewöhnt und mitlerweile kann ichs mir ganz leidlich anhören, nichtsdestotrotz der (einzige) wirkliche Makel dieses Albums. Dass sie Powermetal Elemente einbauen finde ich sehr reizvoll, aber dann sollen sie es bitte ordentlich machen - "Dragontower" ist einfach kein besonders gutes Stück und eindeutig schwächer als die restlichen Lieder des Albums. Auf der powermetal.de Wertungsskala hätte "Dragontower" für mich eine 6,5 oder 7,0 und der rest des Albums 'ne glatte 10, also zusammen circa 9,5 x) Es passiert mir recht selten dass ich Alben so richtig "suchte", aber bei "Reptilian" bin ich schwerst abhängig und muss mich fast schon zwingen etwas anderes zu hören. Das tolle daran: es nutzt sich nicht ab sondern wird trotz 30 oder 40 Umdrehungen nur noch besser 
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von Jesus » Montag 14. März 2011, 13:32
Gutes Review, kann ich nachvollziehen.
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von Jhonny » Montag 14. März 2011, 13:36
Die Abenteuerland-Melodien sucht man wahrscheinlich noch in Jahren vergeblich...
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von Teichfrosch » Montag 14. März 2011, 16:01
Was dem Faß den Deckel ins Gesicht schlägt, sind die Fehlleistungen des neuen Sängers. Froschartig quakt und quäkt er angestrengt durch die Songs,
Wenns so wäre, die Platte wäre NOCH besser als sie ohnehin schon ist 
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von Havoc » Dienstag 6. Dezember 2011, 20:07
Also bisher finde ich "Reptilian" ganz gut. Aber wie man da die volle Punktzahl vergeben kann wie Julian erschließt sich mir noch nicht so wirklich. Bisher kommt es meiner Meinung nach jedenfalls nicht an "Armada" dran. Es klingt irgendwie alles etwas "unspektakulär"?! Oder wie soll ich das sonst nennen. Naja. Vielleicht wächst es ja noch. Egal. War für 7,99 € dennoch natürlich weit weg von einem klassischen Fehlkauf.
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von Teichfrosch » Dienstag 6. Dezember 2011, 21:14
Es klingt eben anders als "Armada". Die Band hat sich schon auf dem Vorgänger, "Kolossus", deutlich von Armada fortentwickelt, und "Reptilian" ist eben der nächste logische Schritt: eine erneute Weiterentwicklung. Kuschel-BM hat die Band ja schon immer gespielt, aber mit dem neusten Werk wurds dann nochmal eine gute Ecke "progressiver" im Sinne von "mehr Einflüsse aufnehmen", allerdings ohne dabei wirklich neuartiges zu erschaffen - es wird nur alles in den Topf geworfen, was früher schon gut klang. Death, Thrash, Power, Doom, Black und Epicmetal, ordentlich durchgerührt und mit deftigen Riffs serviert. Wenn du drauf achtest hat jeder Track auf dem Album eine deutlich andere Schlagseite. Das macht es so besonders.
Für mich sind die 10 Punkte schon wegen dem Mut, neue Wege zu gehen, durchaus gerechtfertigt. Persönlich bleibe ich aber bei den 9,5 - wegen "Dragontower", der ist nämlich echt scheisse.
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