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von Rüdiger Stehle » Sonntag 26. August 2018, 18:34
Siebi hat geschrieben:Richtig geil sind in meinen Ohren GRAVE geblieben, die Death Metal spielen, wie er für mich sein soll. Fies, brachial, eklig, räudig.
Das unterschreibe ich dann mal. Echten, modrigen Old-School-Elchtod im wirklich gänzlich unanbiedernden Sinne macht tatsächlich niemand besser als Ola und seine Mannen.
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von Havoc » Sonntag 26. August 2018, 19:31
Siebi hat geschrieben:Schade für den versierten Fredrik Folkare, ein wahnsinnig begnadeter Songwriter und Gitarrist, der da vollkommen unterfordert ist.
Er ist sicherlich ein begnadeter Songwriter. Auch deswegen hat die Band ja so viele tolle Alben und echte Hits herausgebracht. So gar so tolle, dass man das Ganze auch recht gut vermarkten und verkaufen konnte, trotz der harten Musik. Das schaffen nicht alle. Man könnte auch sagen....Unleashed sind schlicht besser als viele andere Bands. Die Musik muss was Besonderes haben....nur bunte Cover und Thors Hämmer reichen da sicher nicht. Aber Folkare unterfordert? Das glaube ich nicht. Ich denke eher, dass die Band auch wegen ihm halt so klingt wie sie klingt. Er kann gar nicht anders. Und auch wenn die letzten Alben immer noch stark waren, so wäre es vielleicht mal nicht schlecht ein wenig mehr auszuprobieren und zu riskieren oder jemand anders mit ins Songwriting herein zu nehmen. Andererseits hat Kubi mit seinem Kommentar natürlich völlig Recht. Den Stil haben sie sich hart erarbeitet. Den gibt man halt nicht so einfach auf. Wie dem auch sei....ich habe jetzt irgendwie Bock auf Unleashed-Hören. 
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von Jhonny » Sonntag 26. August 2018, 20:35
Peter Kubaschk hat geschrieben:Das so hip gewordene Gebashe von UNLEASHED verstehe ich auch überhaupt nicht. Ich fand gerade auch die "As Yggdrasil Trembles" total super. Ja, die Alben ähneln sich durchaus, aber es kann sich auch nicht jede Band mit jedem Album neu erfinden. Dafür haben die Schweden einen absolut unverkennbaren Sound. Wenn UNLEASHED läuft, erkennt man das sofort.
Hier bin ich mal voll bei Peter. UNLEASHED ziehen ihren Stiefel durch, so wie AC/DC das auch machen, oder RUNNING WILD oder zum Ende hin MOTÖRHEAD. Das muss man nicht mögen, aber ich kanns total verstehen, weil es sich verkauft, weil man auch gemerkt hat, was für die Fans funktioniert. UNLEASHED-Bashing nehme ich sonst aber ehrlich gesagt sehr wenig wahr. Das ist doch eine sehr respektierte Band in der Szene.
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von Jhonny » Sonntag 26. August 2018, 20:36
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Richtig geil sind in meinen Ohren GRAVE geblieben, die Death Metal spielen, wie er für mich sein soll. Fies, brachial, eklig, räudig.
Das unterschreibe ich dann mal. Echten, modrigen Old-School-Elchtod im wirklich gänzlich unanbiedernden Sinne macht tatsächlich niemand besser als Ola und seine Mannen.
Hier bin ich auch mal ganz beim Siebi, GRAVE sind weiter genial und spielen richtig geilen Death Metal. Am liebsten höre ich die "Endless Procession Of Souls".
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von Siebi » Sonntag 26. August 2018, 21:41
GRAVE san fesch, da passt der Name zur Musik wie das Gesäß auf das Gefäß.
Eins noch wegen dem "Stiefel durchziehen". Unleashed, und da liegt der Hedlundsche Hase im schwedisch dödsmetallischen Pfeffer, klingen für mich seit der Reunion nahezu identisch. Ich könnte nicht sagen, welcher Song von welchem Album ist. Sound und Songwriting klingen austauschbar. Bei den ersten fünf Alben höre ich Unterschiede in Songs und Klangbild und dennoch eindeutig Unleashed. Ebenso geht es mir mit Sentenced, die in etwa zeitgleich starteten.
Bei Motörhead und AC/DC würde ich diese Gleichförmigkeit bis auf wenige Ausnahmen verneinen, bei Running Wild ebenso, da gibt es gar deutlich hörbare unterschiedliche Phasen.
Zu AC/DC. Allein die Bon Scott-Alben sind vielfältiger als mancher Neoprog der schnellen Verschachtelnoten. Eine "Powerage" klingt anders als eine "Let There Be Rock" und die wiederum anders als eine "Highway To Hell" oder "Dirty Deeds..." und dennoch hört man unverkennbar AC/DC.
So far my Cents, subjektiv, eindeutig, parteiisch! Ich will diese Diskussion nicht weiter befeuern, denn da kommt nichts bis wenig bei rum. Das Pferd für einen möglichen Diskussionsritt zum Kontext "gleiches Gedudel" wurde oft schon in allerlei Manier an allerlei Orten ergebnislos aufgezäumt. Lassen wir es im Stall der Geschmäcker. Brrrrrr.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 26. August 2018, 21:50
Siebi hat geschrieben:Eins noch wegen dem "Stiefel durchziehen". Unleashed, und da liegt der Hedlundsche Hase im schwedisch dödsmetallischen Pfeffer, klingen für mich seit der Reunion nahezu identisch. Ich könnte nicht sagen, welcher Song von welchem Album ist. Sound und Songwriting klingen austauschbar. Bei den ersten fünf Alben höre ich Unterschiede in Songs und Klangbild und dennoch eindeutig Unleashed.
Die Wahrnehmung ist für mich ein gutes Stück weit nachvollziehbar. Zwischen der "Hell's Unleashed" und "Sworn Allegiance" finde ich noch einen recht deutlichen Sprung, aber ab diesem Zeitpunkt hat sich kaum mehr etwas verändert. Spätestens mit der (für mich sehr starken) "Midvinterblot" war ein Erfolgsrezept gefunden, das man danach weitgehend reproduziert hat. Das ist für mich wohl auch der Grund, warum das ganz große Feuer für Unleashed sogar bei mir ein wenig nachgelassen hat. Ab der "Odalheim" ging es ein kleines bisschen schwarzmetallischer zu, finde ich, aber dennoch hat sich nicht allzu viel bewegt. Würde mich auch sehr freuen, wenn mal ein Tick mehr käme, als das gefundene Wohlfühlklima weiter zu pflegen.
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von Havoc » Donnerstag 30. August 2018, 22:00
Diese Woche noch mal alle meine Unleashed-Scheiben gehört. Ranking...
1. Midvinterblot (2006) 2. Hammer Battalion (2008) 3. Sworn Allegiance (2004) 4. As Yggdrasil Trembles (2010) 5. Dawn Of The Nine (2015) 6. Odalheim (2012)
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von Siebi » Donnerstag 30. August 2018, 22:19
Ranking Unleashed, JETZT! Da mach ich mit. Ohne Grautöne, ohne doppelten Boden. "Death Metal Victory!"
1. Shadows In The Deep (1992) 2. Across The Open Sea (1993) 3. Where No Life Dwells (1991) 4. Victory (1995) 5. Warrior (1997)
Extrabonüsse, weil authentisch brachial geil: Eastern Blood - Hail To Poland (1996) Live In Vienna '93 (1993)
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 30. August 2018, 22:40
Puh... öhm...
1. Where No Life Dwells 2. Across The Open Sea 3. Shadows In The Deep 4. Midvinterblot 5. Victory 6. Sworn Allegiance 7. Warrior 8. Hammer Batallion 9. As Yggdrasil Trembles 10. Dawn Of The Nine 11. Odalheim 12. Hell's Unleashed
Punkte gibt's keine; auch Platz 12 ist für mich immer noch ein mindestens gutes Album, und von den ersten sieben kann je nach Tagesform jeder mal auf Platz 1 stehen.
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von Havoc » Samstag 17. November 2018, 23:09
Also...nach ein paar Durchgängen von "The Hunt For White Christ" kann ich sagen...Siebi...du brauchst das Album nicht. Es ist fast noch typischer Unleashed als sie eh schon immer Unleashed waren. Es hat sich wirklich kaum was geändert. Man muss zwar immer noch anerkennen, dass das sicher ein gutes Album ist. Es macht durchaus Bock. Aber dennoch muss man hier einfach in der B-Note etwas abziehen und auch ein wenig kritisch mit der Band umgehen denke ich. Echt schade, dass sich die Band nicht mal ein wenig mehr traut. Es gibt ja ganz kleine Anpassungen. Untypischer Gesang an einzelnen Stellen. Die Raben auf dem Cover kann man auch in einem Song ausmachen. Und der Song "Gram" ist echt cool. Vielleicht der beste des Albums. Wohl auch weil er etwas facettenreicher und nicht ganz so obertypisch tönt. Dieses Album ist nicht langsamer, nicht düsterer, nicht heavierer, nicht proggiger und nicht thrashiger als all seine Vorgänger. Schade. Das Album ist wie gesagt immer noch gut...aber es bringt echt fast nichts Neues mit sich. Das ist schade, weil man echt die ganze Zeit denkt...dass da echt noch viel mehr drin wäre. Die könnten so ein ultrageiles Album rausbringen wenn sie sich mehr trauen würden. Dennoch. Johnnys Stimme zu hören ist immer noch eine Freude...und ich werde mir wohl auch ihr nächstes Album wieder holen.
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