Unleashed

Re: Unleashed

Beitragvon salisbury » Mittwoch 22. April 2015, 18:23

@Rüdiger@Holg: :dafuer: :dafuer: :dafuer:

Ihr sprecht mir aus dem Herzen...Dieses Herabstemplen und Dummfinden des Mainstreams verursacht mir immer wieder ein Magengrummeln!
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Re: Unleashed

Beitragvon the seeker » Mittwoch 22. April 2015, 20:53

Dass die Masse gerne Schrott konsumiert, halte ich nicht für Unsinn sonden traurige Realität... was eben auch nicht heißt, dass die Masse NUR Schrott konsumiert.

Danke, so wollte ich es verstanden wissen

ich finde eben nicht, dass Unleashed ihr Ding "gut" machen und ein bewährtes Schnitzel abliefern, spätestens wenn der Text vom Anfang einfach wiederholt wird und unzählige wiederholte Refrains hinzukommen muss ich abbrechen oder skippen (die Hoffnung stirbt zuletzt) - das ist einfach nur öde, die Gitarrenarbeit ist ja nun auch nicht überragend (halt "ok" bis "gut")

und eben das empfind ich z.B. bei den ersten drei Alben anders, dazu kommt ein gewisser "Spirit", die sind viel spannender und setzen bei mir keinen Staub an (Ehre wem Ehre gebührt), bei den ganzen letzten Platten funkts einfach nicht und da springen mich meiner Meinung nach offensichtliche "Mängel" an, so dass ich mich regelmäßig über die Wertungen entsetze und sie (bis auf wenige Songs) als kompletten Mist abstempel

vielleicht fehlts mir auch an der sog. Nibelungentreue oder der Verbundenheit zur Metalszene allgemein, denn mit den meißten genannten Bands hier kann ich genausowenig anfangen
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Re: Unleashed

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. April 2015, 22:32

So wie du's jetzt sagst, kann ich's zumindest nachvollziehen und bei einigen der genannten Bands sogar teilen. Speziell bei Unleashed jetzt weniger, aber wie gesagt, ich verstehe schon, dass man auch als Freund der ersten drei Unleashed-Scheiben die Empfindung haben kann, dass sich das Modell abnutzt und das Messer stumpfer wird.

Die Gitarrenarbeit finde ich indes bei Unleashed immer topp, vor allem die Leads von Fredrik, aber mir ist durchaus bewusst, dass das der eine oder andere - speziell Gitarristen - auch anders sieht. Trotzdem: Ich finde genau das toll, was der Mann macht.

Da aber "Nibelungentreue" mein zweiter Vorname ist, haben wir hier wohl schon einen Hauptunterschied. Wobei ich das dahin gehend relativieren muss, dass mir das schon wirklich so gut gefällt, wie ich sage, und dass ich mir das nicht schönhöre oder schönrede weil das ja meine Faves sind und ich die mögen muss. Für mich ist das eine Vertrautheit und Prägung, das vorher schon so genannte und auch im Review skizzierte "Heimkommen". Wenn 'ne Unleashed (oder ne Manowar oder Helloween) läuft, dann fühle ich mich halt zu Hause, geborgen, zufrieden. Das ist einfach Wohlfühlklima.
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Re: Unleashed

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 23. April 2015, 01:07

Okay, ich hätte vielleicht erwähnen sollen, dass es mir nicht um Metalbands ging, eigentlich nicht mal im speziellen, aber schon gar nicht im allgemeinen Sinne. Aber hey, Eintagsfliegen gibts im Metal/Rock genauso wie im Pop, insofern KÖNNTE man es auch auf Metal beziehen - grade die 80er und 90er haben da ja ein paar wirklich schillernde Beispiele für One-Hit-Wonder hervorgebracht.

Wenn ein Künstler, egal was und wie er es macht, über eine lange Zeit erfolgreich ist, steht seine Qualität nicht zur Diskussion, das bestreite ich nicht. Muss einem ja nicht gefallen. Einen erheblichen Anteil des Mainstreams bestreiten aber eben nicht nur die Dauerbrenner, sondern eben die One-Hit-Wonder, und da ist unsäglicher Schrott dabei. So etwas hier war nicht umsonst mal die #1 in Deutschland, und vergleichbaren Schrott gibt's in jedem Land. Ich weiß nicht mal, wie der """""Künstler""""" überhaupt heißt. Ganz ehrlich: wollt ihr da jetzt irgendeine Qualität dran dichten? Auch andere Epochen hatten tonnenweise Schrott, an die sich heute niemand mehr erinnert - ein J.S. Bach war zu seiner Zeit wohl auch bekannt, aber eben auch nicht der Superstar, den heute viele zuerst nennen, wenn es um Klassik geht. Dafür waren irgendwelche anderen Leute berühmt, deren Namen keiner mehr kennt.

So ist das halt mit dem Mainstream: er produziert viel Schrott ohne Bestand. Dass das erst im Zeitalter der Massenproduktion wirklich schlimm wurde (und sich in Zeiten des Internets nochmals exponentiell verschlimmert hat), sollte man dabei allerdings durchaus bedenken. Lasst es mich klar sagen: ich spreche mich ausdrücklich dagegen aus, jemanden aufgrund seiner Vorlieben, ,und sei es "Schnappi das Krokodil", herabzusetzen oder für "geschmacklich geringerwertig" (oder was auch immer) zu befinden. Genauso spreche ich mich aber auch entschieden dagegen aus, solchen Sachen eine Qualität zuzumessen, die sie einfach nicht haben. Kann man nicht auch Sachen gut finden, und gleichzeitig akzeptieren, dass es keine große Kunst war, diese zu erschaffen?

Das geht ja nicht automatisch mit einer "Abwertung" einher, denn auch simple Dinge benötigen jemanden, der die Idee hat und diese erfolgreich umsetzt - und das kann manchmal auch sehr schwierig sein. Ich jedenfalls kann mich problemlos vor dem Künstler Dieter Bohlen verneigen, seinen Einfluss auf den Musikmarkt würdigen und sein großartiges Gespür für Ohrwurmmelodien und deren praktische Umsetzung loben, und gleichzeitig seinen Songs das "Prädikat: besonders krebsverursachend" ausstellen. Sehe da keinen Widerspruch. Glaube auch nicht, dass der Dieter das groß anders sehen würde, und auch dem eingefleischtesten Modern Talking Fan dürfte dämmern, dass das nicht die künstlerisch gehaltvollste Darbietung moderner Musik ist.
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Re: Unleashed

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 23. April 2015, 01:12

Da gibt's an nichts etwas auszusetzen, von dem, was du sagst. Dass ich eben zum ersten Mal in meinem Leben das berühmt-berüchtigte "Schnappi"-Lied gehört habe, nehme ich dir allerdings etwas übel... :-P
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Re: Unleashed

Beitragvon salisbury » Dienstag 28. April 2015, 08:53

Unsere Gruppentherapie

http://powermetal.de/content/artikel/sh ... 659-1.html

Wie ihr seht, werden auf kritische Töne trotz durchweg guter Noten laut. ;-)
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Re: Unleashed

Beitragvon Jhonny » Dienstag 28. April 2015, 16:47

Auch nicht begeistertet geschriebene Reviews wecken manchmal in mir das Interesse am Kauf einer Scheibe :grins:
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Re: Unleashed

Beitragvon Havoc » Donnerstag 30. April 2015, 20:13

Ich habe mir in dieser Woche "Sworn Allegiance", "Midvinterblot", "Hammer Battalion" und "As Yggdrasil Trembles" reingezogen. Klar sind die Alben und Songs stellenweise recht ähnlich. Aber das macht dennoch so verdammt viel Bock. Alles irgendwie echte Hits. Und kaum jemand brüllt so geil und zudem verständlich wie Johnny. Und dann diese Texte. Vor allem auf der "Midvinterblot". Das ist einfach nur geil. Hab jetzt voll Bock auf noch mehr Unleashed. "Odalheim" fehlt mir ja neben den alten Alben auch noch.
Die Kritik kann ich dennoch verstehen. Das ist stilistisch schon alles sehr ähnlich, auch wenn ich finde, dass es doch kleine aber feine Unterschiede gibt. "Hammer Battalion" ist z.B. etwas abgehackter und groovender, während "As Yggdrasil Trembles" etwas mehr auf Atmosphäre setzt.
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Re: Unleashed

Beitragvon Havoc » Freitag 24. August 2018, 23:43

Och...mal wieder ne neue UNLEASHED am 26.10.2018.

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Re: Unleashed

Beitragvon Siebi » Samstag 25. August 2018, 00:29

Endlich! :yeah:
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