Cradle Of Filth

Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Havoc » Samstag 10. November 2012, 23:16

trent hat geschrieben:Jep, das Album braucht definitiv noch ein paar Durchläufe. Ich hatte schon beim Vorgänger so meine Probleme, den Zugang zu finden, was bisher immer noch nicht richtig geklappt hat, und das gleiche Problem hab ich hier auch. Die beiden sind von der Atmosphäre mE recht ähnlich.


Finde ich nicht unbedingt. Die Atmosphäre der "Darkly Darkly Venus Aversa" ist ziemlich düster. Das Album erinnert mich am meisten an die "Cruelty And The Beast". Die neue "The Manticore And Other Horrors" ist eher heavy und etwas thrashig...hat allerdings auch die typische Cradle Atmosphäre. Aber eher die von "Midian". Aufgrund der eher straighten Songs erinnert es mich auch etwas an "Thornography". Macht bisher ziemlich viel Spaß die neue Scheibe. Aber du hast recht. Die braucht schon einige Durchgänge bis sie ihr Potenzial wirklich entfaltet. Sie ist auf jeden Fall wieder sehr sehr stark. Hach...ich liebe diese Band! 8-)
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Havoc » Montag 12. November 2012, 14:49

Mann. Von C.O.F. gibt es fast von jedem Album eine Sonderedition. Manche davon haben mehrere Bonustracks. Mich ärgert sowas echt. Kann mir die doch jetzt nicht alle nachkaufen. Von der "Dusk..." gibt es sogar eine Sargbox und von der "Cruelty..." eine Crizifix-Edition. Die habe ich damals mal für viel Geld bei eBay vertickt....ich HONK !!!!! :boes:
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon trent » Donnerstag 22. November 2012, 21:33

Bei der Konkurrenz von metal1.info ist ein nettes Interview mit Paul Allender. Sein Statement zu der Frage, was für Musik sie spielen, finde ich sehr gelungen. ;-)
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Havoc » Dienstag 11. November 2014, 22:13

Heute die News gelesen, dass C.O.F. nun auch bei Nuclear Blast gelandet sind. Es ist in der Tat sehr verwunderlich, dass das erst jetzt passiert ist.
Eigentlich wäre das eine der ersten Bands die man bei NB vermuten würde. Komisch, dass das nicht schon in den 90ern Zustande gekommen ist.
Naja. 2015 soll also ein großes Cradle-Jahr werden. Da bin ich mal gespannt. Bisher waren alle Alben top. :)
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon trent » Mittwoch 12. November 2014, 12:36

Gespannt bin ich auch, aber ich kann nachwievor mit den letzten beiden Alben nicht so viel anfangen. Sie sind gut, keine Frage, aber sie packen mich längst nicht mehr so wie die früheren Sachen. Vielleicht hat sich auch mein Musikgeschmack inzwischen etwas geändert, denn ich hab CoF inzwischen seit bestimmt einem Jahr nicht mehr bewusst gehört.
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Feamorn » Samstag 15. November 2014, 02:02

Ich führe die Diskussion aus der Rockbar mal hier weiter.

Zum Thema "Cradle sind Black Metal", ich habe die da ehrlich gesagt noch nie gesehen (im Gegensatz zu Dimmu), einer Nähe gibt es, ohne Zweifel, aber ganz ehrlich, Cradle oft Filth sind für mich eine der wenigen Bands die es wirklich geschafft haben sich eine mehr oder minder exklusive eigene Nische zu schaffen. Cradle sind Cradle und so klingt sonst schlicht niemand.

Und ganz ab davon noch was anderes. Mir kam gerade mal wieder vor Augen, dass man Dani Filths Fähigkeiten als Texter durchaus mal hervorheben sollte. Der Mann liebt Sprache offensichtlich, das geht in seiner Darbietung leider *etwas* unter, aber mir fällt spontan nur ein anderer Engländer im Metal ein, der noch besser mit Worten spielen kann.
Bein allem Kitsch, die Texte sind für mich wirklich sowas wie Sprachgemälde und entsprechen zu 1000% dem restlichen Image.


Und dann nochmal für Sally:

Ich will dem Sally nicht seine CoF-Midian-Welt kaputt machen, also wenn Du dir das Reinhören schenkst, verstehe ich das! :-)
Aber hier sind dennoch noch ein paar meiner Nicht-Midian-Favoriten. Dass die fast alle von der Nymphetamine sind, ist kein Zufall, die ist der Midian in meinen Ohren fast ebenbürtig, dabei stilistisch aber etwas breiter aufgestellt.

Cradle of Filth-The Forest Whispers My Name-TPoEMF: http://youtu.be/6upV_wDUXwA

Gabrielle - Cradle of Filth: http://youtu.be/FqYM-Gde9no

Cradle Of Filth - Nymphetamine Fix [OFFICIAL VIDE…: http://youtu.be/6dW6aNAZGTM

Cradle of Filth- English Fire: http://youtu.be/4lBnK5x8LoM

cradle of filth filthy little secret [HQ]: http://youtu.be/wWXJwCbGf6s


Und dann noch eine der für mich besten Cover-Versionen Oberhaupt:

Cradle Of Filth - No Time To Cry: http://youtu.be/wokDxDt504g
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Havoc » Samstag 15. November 2014, 15:26

Feamorn hat geschrieben:Cradle oft Filth sind für mich eine der wenigen Bands die es wirklich geschafft haben sich eine mehr oder minder exklusive eigene Nische zu schaffen. Cradle sind Cradle und so klingt sonst schlicht niemand.


Das ist die Wahrheit. Eigentlich gibt es nicht mehr dazu zu sagen. Mit dem texten hat Fea auch völlig Recht. Der Dani F. ist schon ein kleiner Poet.
Die Musik von C.O.F. ist sicherlich ein Gemisch aus Black, Horror, Gothic, Heavy, Thrash, Orchester, Rock und Prog. Je nach Album wird je Zutat etwas mehr
oder weniger einer jeweiligen Zutat mit reingenommen. Daraus ergibt sich der ganz eigene Stil und Sound...immer eingebettet in eine Art Horror/Fantasie/Märchen-Image.
Dazu die kreischenden Vocals..meist auch Frauengesang und die hervorragenden meist poetischen Textgebilde. Das ist Cradle.
Um dennoch auf die Eingangsfrage einzugehen. Das 1994er Debüt „The Principle Of Evil Made Flesh“ ist sicherlich ein reines Black Metal Album. Auch das rasende 1996er „Vempire – Dark Faerytales In Phallustein“ (offiziell ja als EP geführt) ist für mich reinrassiger atmosphärischer Black Metal. Auf der im gleichen Jahr erschienenen „Dusk…and Her Embrace“ deutet sich dann wohl erstmals so richtig an, dass die Band keine gewöhnliche ist. Die Atmosphäre geht schon recht deutlicher in Richtung Horror. Zudem tauchen immer mehr Elemente auf die von einigen sicherlich kritisch beäugt wurden. Mit dem 1998er „Cruelty And The Beast“ stiegen Cradle ja dann zu Superstars auf. Ab jetzt wurden sie gehasst (Kommerz!). Das Album geht noch mehr in Richtung Horror (Blutgräfin Bathory-Image!). Die Musik ist hier aber aus meiner Sicht immer noch Black Metal. Zwar mit vielen anderen Einflüssen, aber was soll das hier ansonsten sein? Der wirkliche Bruch kam dann wohl mit dem 2000er „Midian“. Das Artwork ist hier viel Fantasy-mäßiger und auch die Musik wird immer melodischer. Spätestens hier kommt der BM-Die-Hardler nicht mehr mit. Und auch ich zweifelte ja damals an der Band. Wäre halt nur mal interessant zu sehen gewesen wie es weitergegangen wäre, wenn die Band immer nur Cover in Schwarz-Weiß gehabt hätte und auch vom Image her Underground geblieben wäre. Naja. Jedenfalls war dann ab „Midian“ alles möglich. Ab hier hatten Cradle ihre Nische gefunden und es folgten bisher sechs weitere tolle Alben für Metal Fans die nicht zu engstirnig sind. Bis heute haben sie es geschafft ihrem Stil treu zu bleiben, sich weiter zu entwickeln und immer wieder nach Cradle zu klingen ohne sich selbst zu kopieren. Vor Bands die das jahrelang hinbekommen ziehe ich den Hut. :respekt:
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Erasmus » Montag 17. November 2014, 22:34

Feamorn hat geschrieben:
Mir kam gerade mal wieder vor Augen, dass man Dani Filths Fähigkeiten als Texter durchaus mal hervorheben sollte. Der Mann liebt Sprache offensichtlich, das geht in seiner Darbietung leider *etwas* unter, aber mir fällt spontan nur ein anderer Engländer im Metal ein, der noch besser mit Worten spielen kann.
Bein allem Kitsch, die Texte sind für mich wirklich sowas wie Sprachgemälde und entsprechen zu 1000% dem restlichen Image.


Sehe ich ganz genauso! Nun würde mich allerdings brennend interessieren, wer besagter aber nicht namentlich genannter anderer Engländer ist :D
Auch bekannt als: Jakob Schnapp

http://www.musik-sammler.de/sammlung/erasmus-desiderius

Seasons fade while willows sway
It is you that you betray
Bare your hands, refuse to see
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 17. November 2014, 22:51

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alias Hugin der Rabe.
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Re: Cradle Of Filth

Beitragvon Jhonny » Dienstag 18. November 2014, 14:38

Erasmus hat geschrieben:
Feamorn hat geschrieben:
Mir kam gerade mal wieder vor Augen, dass man Dani Filths Fähigkeiten als Texter durchaus mal hervorheben sollte. Der Mann liebt Sprache offensichtlich, das geht in seiner Darbietung leider *etwas* unter, aber mir fällt spontan nur ein anderer Engländer im Metal ein, der noch besser mit Worten spielen kann.
Bein allem Kitsch, die Texte sind für mich wirklich sowas wie Sprachgemälde und entsprechen zu 1000% dem restlichen Image.


Sehe ich ganz genauso! Nun würde mich allerdings brennend interessieren, wer besagter aber nicht namentlich genannter anderer Engländer ist :D


Rüdiger Stehle hat geschrieben:Martin Walkyier


den du (Erasmus) ja fast genauso schätzt ;-)
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