Tankard

Tankard

Beitragvon Kenneth Thiessen » Mittwoch 25. Mai 2022, 20:02

Anscheinend gibt es auch zu dieser Kultband keinen eigenen Thread. Das ändere ich jetzt mal. Zumal am 30. September zum 40.Geburtstag das 18. reguläre Studioalbum ansteht. Ich bin schon sehr gespannt auf das Album, nachdem mir "One Foot In The Grave" in der Retrospektive sehr gefallen hat.

Hier noch mein schnelles Ranking der Studioalben. Man sieht wieder, dass ich ganz klar Fan der neueren Sachen bin und viel Altes mir dann doch nicht so zusagt.

17. The Tankard
16. Stone Cold Sober
15. The Meaning Of Life
14. The Morning After
13. Kings Of Beer
12. Thirst
11. The Beauty And The Beer
10. Two-Faced
9. Disco Destroyer
8. B-Day
7. Vollume 14
6. Chemical Invasion
5. A Girl Called Cerveza
4. Zombie Attack
3. Rest In Beer
2. One Foot In The Grave
1. Beast Of Bourbon
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Re: Tankard

Beitragvon Havoc » Donnerstag 26. Mai 2022, 11:03

Kenneth Thiessen hat geschrieben:Zumal am 30. September zum 40.Geburtstag das 18. reguläre Studioalbum ansteht.


Und so sieht es aus. Bei dem Titel wird sich auch jemand was dabei gedacht haben. ;-) :D

Bild

Tankard war übrigens eine nicht unwichtige Band in meinen Metal-Anfangstagen. Habe allerdings sehr schnell das Interesse verloren und mit anderen Bands weitergemacht.
Ausgerechnet Deinen letzen Platz "The Tankard" besaß ich. War mein einziges reguläres Studio-Album der Band. ;-)
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Re: Tankard

Beitragvon Kenneth Thiessen » Donnerstag 26. Mai 2022, 11:36

Der Stil auf „The Tankard“ hat mich nicht wirklich angesprochen. Das war mir irgendwie zu inkonsistent. Dagegen finde ich den Nachfolger „Disco Destroyer“ wieder echt gut gelungen. Aber für mich kommt an die Spätphase der Band nichts heran. Ich liebe diese schnellen und sehr melodischen Riffs von Andy Gutjahr. Seine Solos stechen auch immer heraus.
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Re: Tankard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. Mai 2022, 23:58

Gutjahr ist ein toller Gitarrist und sympathischer Typ. Habe ihn auch zweimal mit Lightmare sehen können.

Was Tankard angeht, ist bei mir - wie immer, natürlich - die Frühphase trotzdem vorne, weil man damit halt aufgewachsen ist, und weil sie wilder und assliger ist. Nichts geht über "Life Sucks", "Space Beer", "Alien", "Empty Tankard" oder "The Morning After". Aber die Band war immer stark und hat für mich keine nennenswerten Schwächephasen. Daher für mich alle Alben Pflicht. Wobei auch das bei mir - natürlich - Standard ist.
:grins:
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Re: Tankard

Beitragvon Pillamyd » Freitag 27. Mai 2022, 11:26

Tankard sind toll! Punkt!
Dass die immer so verlacht werden, stört mich tatsächlich ein wenig. Gerade die Phase zwischen 1986 und 1993 finde ich besonders stark. Die schwächste zwischen 2008 und 2012. Gerade "One Foot In The Grave" finde ich bockstark. Mir fehlen auch hier noch einige Alben und gerade die Alben ab Mitte der 90er kenne ich kaum bzw. noch gar nicht. Sollte ich mal nachholen.

Auf das neue Album freue ich mich logischerweise schon sehr. Genauso, wie auf Kreator und Toxik.
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Re: Tankard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 1. Juni 2025, 12:52

Um diesen leider etwas unterfrequentierten Thread mal wieder ein paar Zentimeter nach oben zu holen, möchte ich kurz vom gestrigen Abend berichten:

TANKARD war Headliner am letzten Tag des Bavarian Metalheadz Festivals in Oberndorf am Lech, und pünktlich zum Gig der Frankfurter kamen Sturm und Wolkenbruch, so dass die Bühne erst einmal trockengelegt werden musste. Freundlicherweise hat man den Curfew nach hinten geschoben und gewartet bis der Regen vorbei war, ohne die Spielzeit zu kürzen. Die Leute haben es gedankt und sind dageblieben.

So megaviel gibt's musikalisch nicht zu erzählen. Ihr kennt die Band, fast jeder kennt die Band, und so sind Gerre und seine Jungs auch toll angekommen. Publikum war trotz der Affenhitze am Tag und dem Wolkenbruch zu Nacht super gelaunt und hat schön mitgemacht. Gerre versprach, dass man nur einen Song spielen werde, in dem das Wort "beer" im Titel wäre. Hat dann nicht so ganz geklappt.

Der Moment für gemischte Gefühle war dann gekommen, als Gerre irgendwann danach gefragt hat, wer im Publikum denn eines der letzten Studioalben (ich glaube es ging um "R.I.B.") habe. Natürlich hat wie üblich keiner sich gemeldet, weil keiner bei Rockkonzerten eine Frage beim ersten Mal kapiert, eine Ansage beim ersten Mal versteht. Gerres trockene Antwort darauf sinngemäß: "Wundert mich nicht, denn von den 3500 Stück, die wir gepresst haben, stehen noch 2900 bei mir im Keller. Scheißegal, wir haben trotzdem Spaß."

Das sind immer wieder so Dinge, die mich dann doch reißen. Er mag das nicht ganz ernst gemeint haben, und die Zahlen mögen natürlich ein wenig aus der Luft gegriffen gewesen sein, aber es ist halt zweifelfrei ein sehr, sehr wahrer Kern dabei. Ich mein, da stehen hundert Leute vor der Bühne, haben Party, singen mit, feiern die Band ab, tragen ihre Shirts seit Jahrzehnten, und keiner will ihre Scheiben kaufen. Ist doch Bullshit! Irgendwie kann ich in solchen Momenten dann den Trommelbuben von Crematory und seine vorzeitige Ansage doch ein bisschen nachfühlen, auch wenn sie natürlich die falschen getroffen hat und nichts bringt. Tankard macht da was besseres draus, nämlich trotzdem Spaß haben. Dennoch... keine schöne Entwicklung, vor allem weil bei Tankard ja die Qualität immer sehr hoch geblieben ist.
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Re: Tankard

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 1. Juni 2025, 19:12

Ja, dass das beschäftigen kann verstehe ich ziemlich gut.
Wäre mal eine gut Gelegenheit bei einem Interview das als Anhaltspunkt zu nehmen um den typischen ironischen Unterton mal beiseitezulegen. Die Band ist fleißig auf Tour in letzter Zeit, so habe ich das Gefühl.

Ich sag es immer wieder:
Musik ist einfach zu leicht herzubekommen. Hinzukommt, dass Musik allgemein einfach zu schnelllebig geworden ist und ich denke das kommt auch im Metal so langsam spürbar an. Selbst in der CD Abteilung des Müllers habe ich letztens die aktuelle "Vulture Vengeance" für 3 Euro gesehen. Wann kam die nochmal raus...genau, im Februar!
Klar freut sich der Käufer über ein Schnäppchen. Aber ist es noch gerecht? Ich habe da so meine Zweifel im Umgang mit den Künstlern. Und dann setzen die Bands halt auf Merch und Konzerte. Mich verwundert es also nicht, dass es so viele Band T-Shirt Träger gibt und zu wenig Albenkäufer gibt.
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Re: Tankard

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 1. Juni 2025, 20:08

Pillamyd hat geschrieben:Ich sag es immer wieder:
Musik ist einfach zu leicht herzubekommen. Hinzukommt, dass Musik allgemein einfach zu schnelllebig geworden ist und ich denke das kommt auch im Metal so langsam spürbar an.


Das ist nicht der richtige Thread für eine Grundsatzdiskussion. Aber vielleicht gibt es auch zu viel Musik für einen begrenzten Markt?!

Warum werden Filme/Serien produziert und im TV und Streamingportalen ausgestrahlt? Ist das alles defizitär? Oder gibt es da ggf. nicht so einen Overkill? Werden die Einnahmen besser verteilt?
Das ist grad nicht sarkastisch gemeint, ich weiß es wirklich nicht… vielleicht eine Mischung aus allem.

Beim Metal ist es aus meiner Sicht eine zu kleine Nachfrage und ein deutliches Überangebot in einer Zeit, die auf technischer Ebene im Wandel ist.
Die Belohnung für Geduld ist Geduld!
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Re: Tankard

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 1. Juni 2025, 20:17

Hatten wir schon einmal. Das Thema der Grundsatzdiskussion. Darauf werde ich, so sehe es mir nach, nicht mehr eingehen. Das es zu viel Musik für einen begrenzten Markt gibt, bestreiteich nicht sondern spreche es in Form der Schnelllebigkeit selbst an. Ich bin bloß auf den Satz eingegangen, dass die Leute aufs Konzert gehen, T-Shirts tragen aber nicht bereit sind für die Tonträger zu zahlen. Und Gerre hat ja wohl von physischen Tonträgern gesprochen.
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Re: Tankard

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 1. Juni 2025, 20:49

Jupp. Er hat von physischen Tonträgern gesprochen.

KD hat schon recht, wenn er sagt, dass es ein Grundsatzthema ist. Das trifft natürlich nicht nur Gerre, und wenn das mit vergleichbaren Zahlen der Chris Troy von PRAYING MANTIS oder der Bobby Blitz von OVERKILL gesagt hätte, dann wäre mein Beitrag dazu in deren Bandthread gelandet.

Gerre hat das nun auch nicht jammernd, klagend oder frustriert gesagt, sondern selbstironisch und ein bisschen trotzig. Die Jungs mussten immer arbeiten gehen, von daher ist er das ja gewohnt. Trotzdem find ich es okay, so ein Thema an einer solchen Band mal beispielhaft durchzuexerzieren, weil sie ja im Grunde alles mitbringt, was bescheidenen Erfolg bescheren sollte:

- 43 Jahre Karriere ohne nennenswerte Unterbrechung.
- Als Headliner für mittlere Touren und mittlere Festivals stets geeignet.
- In der allgemeinen Wahrnehmung von Fans und Journaille keine qualitativen Karriereknicke.
- Stiltreu und zielgruppenkompatibel im selben Maße wie AC/DC und MOTÖRHEAD.
- Regelmäßige Touren und Gigs, starke Livepräsenz, gute Performance.

Dass die Zahlen für Tonträger bei allen Bands eingebrochen sind, ist auch völlig klar. Für mich war nur frappierend wie wenig das total noch ausmacht, und wie wenig das offenbar auch Band und Label auf dem Schirm hatten, wenn man nach Gerres Aussage (die man sicher nicht auf die Goldwaage legen muss), auf sechs Siebteln einer Auflage sitzen bleibt.

Dass ein Überangebot da ist, mag schon sein. Einerseits. Andererseits gehen die Leute auf Gigs, und sie hören die Mucke ja auch. Festivals und Bands schießen wie die Pilze aus dem Boden. Die Szene floriert in Teilen durchaus. In den 1990ern darbte sie viel stärker. Ich will da jetzt auch nicht die alte "Böses Streaming!"-Keule schwingen, da ich schon akzeptiere, dass man auch auf andere Weise Musik wertschätzen kann als durch den Kauf von 10K Tonträgern. Trotzdem, ich fand einfach das Maß des Einbruchs in diesem Fall krass.
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