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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 02:22
Eigentlich bin ich zu müde, um noch einen Thread zu starten, aber andererseits habe ich gerade das Bedürfnis dazu. Der Thread soll sich um den Proto-Black-Metal drehen, also um die Black-Metal-Bands der ersten Welle in den Achtzigern, und um all die Bands aus den anderen Metal-Genres, die einen gravierenden Einfluss auf die zweite (und eigentliche) Black-Metal-Welle ab 1989-1991 hatten. Meistens sind es Thrash-Metal-Bands, aber eben auch klassische Metal-Sachen wie Mercyful Fate. Dazu natürlich die allseits bekannten Epigonen (EDIT: Natürlich meinte ich das Gegenteil: Vorläufer!) wie Venom, Celtic Frost, Hellhammer, Bathory. Den Anfang machen möchte ich aber mit ONSLAUGHT, einer Band, deren erste beiden Alben "Power From Hell" und "The Force" so 100% Proto-Black-Metal sind, wie man nur irgendwie sein kann. Trotzdem ist die Band ein selten bis nie genannter Einfluss der zweiten Welle, was ich bis heute nicht verstehen kann. Habitus, Intro, Outro, Ikonographie, Lyrics und Musik waren ja quasi die perfekte Blaupause für die zweite BM-Welle.   ONSLAUGHT "Power From Hell" - der Titeltrack mit Intro: http://www.youtube.com/watch?v=vW5Bvs-RX7UONSLAUGHT "The Force" - 'Demoniac' http://www.youtube.com/watch?v=aq7ivM1Y6ts
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von Eike » Sonntag 29. Juni 2014, 02:24
Tolle Idee, so einen Thread auszurufen! Epigonen wie Venom, Celtic Frost, Hellhammer, Bathory Wie meinen? Ikonen ließe ich gelten...
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 02:26
Jo... Das kann ich jetzt auch nicht erklären, warum da Epigonen steht. Ich habe natürlich genau das Gegenteil gemeint. Wie eingangs gesagt: Eigentlich bin ich zu müde dafür, einen Thread zu starten.
Gute Nacht, Eike!
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von Eike » Sonntag 29. Juni 2014, 02:30
Vermutlich während des Tippens an die Epigonen ebenjener Bands gedacht... - schon isses passiert. Gute Nacht, Rüdiger!
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von Rüdiger Stehle » Freitag 4. Juli 2014, 02:32
Durch die Diskussionen um Led Zeppelin und Proto-Doom ist mir das Stück hier wieder eingefallen. Diese Band namens CROMAGNON hat an sich gar nichts mit Black Metal zu tun. Als die Band aktiv war, da gab es noch nicht einmal Metal, geschweige denn Black Metal. Aber sie nimmt mit dem Song "Caledonia" in einem Maße die Ästhetik des Black Metals, speziell des Pagan Black Metals und des Industrial Black Metals vorweg, dass es fast schon beängstigend ist. Das militaristisch marschierende, der kehlige Gesang, der damals - im Jahre 1969! - ja mal abartig avantgardistisch war, der keltische Rhythmus und die Dudelsackbegleitung, das Monoton-Perseverative. Außerdem nimmt der Song auch Industrial Metal vorweg. Einstürzende Neubauten meets Laibach meets Primordial meets Mysticum, sozusagen, und das "made in the summer of '69". Für mich komplett faszinierend! http://www.youtube.com/watch?v=rPiO_G-DEHs EDIT: Der Rest des Albums klingt durchaus völlig anders und zwar rundum abgedreht, aber nicht zwingend gut, sondern eher wie eine Horde Höhlenmenschen, die auf LSD durch eine Höhle tobt. Werde ich mir trotzdem mal zulegen müssen. 
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von Julian Rohrer » Montag 7. Juli 2014, 11:01
Krass! Das ist Black Metal, wie du schreibst. Würde sogar auf moderne Alben passen. Und der Gesang!!!
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von Rüdiger Stehle » Montag 7. Juli 2014, 14:23
Jo, ich finde das wirklich völlig faszinierend, wie es möglich ist, diese Ästhetik, der ja irgendwie doch eine 20-30jährige musikalische Entwicklung der Genres voran ging, so bis ins Detail vorwegzunehmen, ohne die Einflüsse gehabt haben zu können, die etwa Bathory etc... hatte, aber auch komplett ohne den Nachhall zu erfahren, den derartig avantgardistische Sounds eigentlich haben müssten.
Habe die Platte (Re-Release mit anderem Artwork) günstig in den USA bestellt.
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von Loomis » Montag 7. Juli 2014, 15:19
Ich habe es auch angehört und finde es auch bemerkenswert für diese Zeit. Sollte man mal covern.
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von Rüdiger Stehle » Montag 7. Juli 2014, 15:36
Genau das habe ich auch schon gedacht.
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