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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. März 2012, 01:20
Nachdem der UNLEASHED-Thread ja in den letzten Tagen für allerlei Diskussionen herhalten durfte, die weit über die Band an sich hinaus gingen, denke ich, dass es nicht schadet, einen eigenen Thread für Beiträge und Diskussionen zu haben, die den DEATH METAL insgesamt angehen, oder die Bezug zum Death Metal haben aber nicht unbedingt nach einem eigenen Thread rufen.
Zum Beispiel einzelne Album- oder Demo-Tipps, oder eben die Grundsatzfragen, ob denn nun der amerikanische oder der schwedische Death Metal der beste ist, oder welche Bands denn nun die wichtigsten und tollsten sind. Eure Einstellung zum Genre insgesamt usw... usf...
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Rüdiger Stehle
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. März 2012, 01:40
Ich mache dann gleich mal den Anfang mit meiner groben Sichtweise auf das Genre insgesamt:
Für mich war Death Metal immer ein geschätztes, aber nie mein bevorzugtes Genre. Seit der ersten UNLEASHED höre ich mal hier und mal da Death Metal, wobei ich lange Zeit nur ganz wenige alte Helden mit einzelnen Alben selbst in der Sammlung stehen hatte. So zum Beispiel eben die erste UNLEASHED, dann die ersten vier MORBID ANGEL, eine oder zwei Scheiben von DEATH, die "The End Complete" von OBITUARY, die "Massive Killing Capacity" von DISMEMBER, die vierte GRAVE, vom Flohmarkt die zweite CANNIBAL CORPSE, jeweils eine MESSIAH, eine MORGOTH und eine NOCTURNUS auf Tape überspielt und dann halt das, was so als Video auf MTV und Viva lief. Ach ja, und das Debüt von AMON AMARTH. Das war lange Zeit meine kleine, beschränkte Death-Metal-Welt, wenn wir die Grenzgänger zum Black Metal wie DISSECTION mal außen vor lassen.
Die Kurve dahin, mich (zumindest etwas) näher mit dem Genre zu befassen, kriegte ich dann im Endeffekt tatsächlich erst, als ich bereits hier bei POWERMETAL.de am Schreiben war. Oder kurz davor, und Auslöser für die neu entfachte Liebe waren einmal mehr Johnny Hedlund und Co. Nachdem der Death Metal ja in der Blütezeit des Black Metals (1992-1996) etwas ins Hintertreffen geraten war, und viele Bands merklich lange Schaffenspausen oder Experimentierphasen eingelegt hatten, war es das die "Hell's Unleashed", die zaghaft eine Wiedererweckung meines Interesses ankündigte, und die "Sworn Allegiance", die dann endgültig klar machte, dass ich mich doch zu dem Genre hingezogen fühlte.
In der Folge hab ich mir dann zahlreiche Gigs von UNLEASHED und GRAVE angeschaut, erstmal die Diskographien der vier Hauptbands der alten Schwedenschule komplettiert (die beiden genannten plus DISMEMBER und ENTOMBED), und dann langsam die Fühler noch weiter ausgestreckt. Natürlich nicht in dem Ausmaß wie z.B. Drumtier, aber inzwischen haben doch etliche wichtige DM-Bands und Alben ihren Weg in meine Sammlung gefunden. DEATH, MORBID ANGEL, MESSIAH, MALEVOLENT CREATION, AUTOPSY, AMON AMARTH, NILE, THE FIRSTBORN, CARNAGE, NIHILIST, ATHEIST, BOLT THROWER, NILE und einige mehr, tummeln sich mittlerweile auch hier, und dann habe ich durch den Soundcheck natürlich noch vieles mehr kennengelernt, was ich sehr gut finde... GOD DETHRONED, ASPHYX, SOULBURN, SINISTER, KRISIUN... all das steht inzwischen auch auf der Einkaufsliste.
Was man der obigen Auswahl - meine ich - anmerkt, ist aber doch, dass meine bisherige Annäherung an das Genre die Sachen, die gemeinhin unter "Brutal Death" laufen, ziemlich komplett ausspart, und dass der allzu technische Death Metal mit Ausnahmen von Bands wie DEATH und ATHEIST auch eher weniger präsent ist. Ich mag es also auch im Death Metal eher eingängig und songorientiert, und ich will auch hier charismatische und eigenständige Growler am Mikro haben.
Ach ja, und den Melodic Death (Göteborg-Schule) habe ich bisher fast vollständig ausgeblendet. Das ändert sich nun. Denn diese Woche habe ich mir endlich mal die komplette AT THE GATES Diskographie geordert. Ich denke, dass das wohl der richtige Punkt ist, damit anzufangen. Die EP ist bereits da. Der Rest sollte bis zum WE auch kommen.
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von Peter Kubaschk » Donnerstag 1. März 2012, 08:27
Ich glaube, der Death Metal ist die Spielart, wo wir uns über unsere jeweils bevorzugte Ausrichtung sehr viel einiger sind als üblich. Ich hatte ja über Jahre nur Alben von DEATH, ATHEIST & BOLT THROWER im Schrank stehen und habe tatsächlich erst über den Soundcheck angefangen mich etwas näher mit dem Genre zu beschäftigen. Und die Bands, die mir gefallen, sind auch entweder relativ melodisch (God-Dethroned, Demonical, Unleashed, Evocation), walzend düster (Aspyhx, Hail Of Bullets, Necros Christos, Sonne Adam) oder progressiv (Atheist, Obscura).
Womit ich auch überhaupt nicht klarkomme, ist Brutal Death, der im schlimmsten Falle (Origin, Nile) auch noch so extrem technisch ist, dass ich dem überhaupt nicht mehr folgen kann. Klar, Bands wie Hate Eternal oder die genannten sind technisch sehr beeindruckend, aber ich schaffe es nicht mehr, Songs herauszuhören und das verdirbt mir doch deutlich den Spaß an der Sache.
Mit Klassikern (frühe Unleashed, Entombed...) habe ich auch bereits angefangen und das wird auch von Zeit zu Zeit immer wieder aufgestockt, so dass ich auch da irgendwann die für mich wichtigsten Vertreter zusammen haben werde.
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von firestarter » Donnerstag 1. März 2012, 10:26
Peter Kubaschk hat geschrieben:Womit ich auch überhaupt nicht klarkomme, ist Brutal Death, der im schlimmsten Falle (Origin, Nile) auch noch so extrem technisch ist, dass ich dem überhaupt nicht mehr folgen kann. Klar, Bands wie Hate Eternal oder die genannten sind technisch sehr beeindruckend, aber ich schaffe es nicht mehr, Songs herauszuhören und das verdirbt mir doch deutlich den Spaß an der Sache.
Geht mir genauso. Brutal Death ist überhaupt nicht mein Fall (Ausnahme: Suffocation). Neben den von dir genannten melodischen-, walzenden- und progressiven Spielarten, gefallen mir noch die richtig stumpfen Vertreter sehr gut (Autopsy, Possessed, Bonesaw).
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von Julian Rohrer » Donnerstag 1. März 2012, 11:56
Ich muss sagen, dass der "Death Metal an sich" für mich gar nicht so spannend ist. Da gehts mir wie mit Thrash Metal - allzu oft kommt mir die Musik zu tumb, zu dumm, zu stumpf daher - da liegt mein Anspruch einfach woanders. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Bands, die ich nicht missen möchte:
- UNLEASHED: Eine Band, die räudigen Death'n'Roll mit Atmosphäre und Mythologie verbunden hat. Ganz groß sind die Frühwerke, mein Highlight vielleicht die "Across The Open Sea" - AMON AMARTH: Bis zur "VS The World" finde ich die Band großartig, danach ist ein massiver Abfall zu verbuchen. - DEATH: Einfach großartig, progressiv, eigenständig, höchst anspruchsvoll und trotzdem voller schlüssiger Songs. - MACABRE: Wahnsinn in musikalischer Reinkultur - ganz groß. - ASPHYX/HAIL OF BULLETS: Die holländische Vollbedienung, auch sehr räudig, irgendwie sehr abgefuckt. - GOD DETHRONED: Großer Blick über den Tellerrand - das gefällt aufgrund seiner Vielseitigkeit. - GOJIRA: Technischer Death Metal aus Frankreich, der einfach sehr viel Gutes abdeckt, mit der Fähigkeit, geile, mitreissende Songs zu schreiben. - BOLT THROWER: Finde ich auch toll, der Panzer auf seinem Weg durch die Eingeweide. - BENEDICTION: Finge ich auch sehr stark, britische Schule.
und und und... aber im Großen und Ganzen stelle ich schon fest, dass ich Death Metal sehr selten auflege... aber mittlerweile auch meine Apathie gegen modernen (Melodic) Death Metal abgelegt habe.
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von Jhonny » Donnerstag 1. März 2012, 12:31
Death Metal Scheiben habe ich erst relativ wenige... 5 AMON AMARTH Scheiben sind sicher die Speer-Spitze. Sowohl das Debüt als auch die aktuellste Scheibe finde ich hier sehr toll. Das ist melodisch, stark gesungen und nie zu abgedreht. Im Grunde vieles, was ich auch beim Power oder Thrash Metal schätze.
Der Death angehauchte Metal von CHILDREN OF BODOM, neuen IN FLAMES oder neuen SOILWORK juckt mich heute kaum noch. So 2004 rum fand ich das total grandios. Heute reizen mich eher alte IN FLAMES oder AT THE GATES, auch wenn sie noch nicht den Weg in meine Sammlung gefunden haben.
An großen Klassikern besitze ich v.a. die Debüt-Alben von DEATH und ENTOMBED - die Amis laufen mir da aber wesentlich besser rein. Weitere DEATH-Alben folgen also bestimmt. Die "Death Metal" von DISMEMBER rotiert auch nur selten bei mir. So richtig gefesselt hat mich das noch nicht, vielleicht wars aber auch die falsche Scheibe zum Start. GRAVE, v.a. aber UNLEASHED gefallen mir bisher besser als ENTOMBED und DISMEMBER, sind aber irgendwie noch nicht in meiner Sammlung vertreten. Der Swedische DEATH METAL Sampler bereitet mir viel Freude. Für dieses tolle Package kann ich auch gerenell eine Empfehlung aussprechen. Groß die Bands nachgekauft hab ich bisher aber nicht. Gerade auch die Bands, die am Rand zum Black Metal stehen wie NECROPHOBIC oder DISSECTION sagen mir aus Schweden definitiv zu. Die Holländer GOD DETHRONED und ASPHYX fehlen in meiner Sammlung. V.a. bei den zweiteren dürfte sich das aber wohl noch dieses Jahr ändern. Ähnlich wie bei BOLT THROWER - ich mag den Death Metal eingängig und walzend, mit einigermaßen verständlichem Gesang und tollen Melodien. Deshalb würde ich mir wohl auch mal was von MORGOTH holen - eine klasse Truppe.
Mit OBITUARY, MORBID ANGEL und DEICIDE stehen auch einige Ami-Bands auf meinem Einkaufszettel und haben gute Chancen, eingetütet zu werden.
Generell schwer tue ich mir, wie einige Vorredner hier ja auch, mit sehr technischem oder sehr brutalem Death Metal. Irgendwie widerspricht das meinem Harmoniebedürfnis in der Musik. Norwegischen Black Metal der frühen 90er finde ich wesentlich melodischer und zugänglicher als technischen Brutalo-Death-Metal.
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von Havoc » Donnerstag 1. März 2012, 21:53
Der liebe DEATH Metal. Liegt in meiner Rangfolge der "großen" Genres wohl auf Platz 4 hinter PROG, BLACK und HEAVY...knapp vor DOOM und THRASH.
Lieblingsbands sind UNLEASHED, NILE, DEATH, NECROPHOBIC, AMON AMARTH und GOD DETHRONED.
Habe eine Zeit lang sehr oft Brutal Death Metal wie NILE, HATE ETERNAL, MORBID ANGEL, ORIGIN und ANGELCORPSE gehört. Diese Musik höre ich heute aber echt ziemlich selten. Auch wenn mir das immer schon noch was gibt. Eine Band aus der Sparte mit der ich nie so wirklich klar gekommen bin sind übrigens CANNIBAL CORPSE. Ansonsten höre ich echt nich besonders viele Kapellen aus dem Genre....BOLT THROWER sind noch zu nennen. Der Death Tech Kram wie Atheist, Cynic und sowas scheint nicht so richtig mein Ding zu sein. Wobei mich vor allem OBSCURA schon mal interessieren würden.
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von firestarter » Freitag 2. März 2012, 08:08
Neben den oben erwähnten Bands begeistern mich die hier noch ziemlich:
Hail Of Bullets - zweitbeste Kriegssoundtrack-Kapelle Brutality - underrated (!) US Death Bloodbath - einzigartig Malevolent Creation - beeindruckende Diskographie Dark Millennium - einzigartiger Pestilence - eigentlich alle Phasen
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von the seeker » Freitag 2. März 2012, 11:11
aus dem brutalo-bereich gefallen mit Nile noch am besten, weil die nicht nur vollgas geben mit Unleashed werde ich nicht warm, das debüt war eins meiner ersten harten alben überhaupt...schön räudig, dennoch nicht mein fall  ändert sich vielleicht mal noch Necrophagist "Epitaph" gehört in jede sammlung, unfassbar geiles teil da brauch ich keinen anderen techn. dm mehr  die Kannibale taugen mir auch nicht (außer hammer smashed face mit der dazugehören szene aus Ace Ventura  ) The Crown! oder zu wenig deathig? Hell is here 
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von Drumtier » Freitag 2. März 2012, 21:30
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nachdem der UNLEASHED-Thread ja in den letzten Tagen für allerlei Diskussionen herhalten durfte, die weit über die Band an sich hinaus gingen, denke ich, dass es nicht schadet, einen eigenen Thread für Beiträge und Diskussionen zu haben, die den DEATH METAL insgesamt angehen, oder die Bezug zum Death Metal haben aber nicht unbedingt nach einem eigenen Thread rufen.
Zum Beispiel einzelne Album- oder Demo-Tipps, oder eben die Grundsatzfragen, ob denn nun der amerikanische oder der schwedische Death Metal der beste ist, oder welche Bands denn nun die wichtigsten und tollsten sind. Eure Einstellung zum Genre insgesamt usw... usf...
Amerikanischer. Thread kann geschlossen werden. Wollte ein Teil von mir jetzt schreiben, der andere nimmt sich Zeit und wird ein bisschen ausführlicher über nichts weniger als sein hineinleben in die Musik, sein Leben in der Musik, ja, sein Leben berichten 
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