Obscura

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Beitragvon Drumtier » Freitag 27. Mai 2011, 22:56

Wieder ein neuer Thread ich weiß, ich hoffe ich nerve nicht. Falls ich einen schon existenten nicht gefunden habe, einfach vereinen, ihr kennt das Spiel ;-)
Wär aber ja meiner Meinung nach schade, wenn eine der besten Bands aus Deutschland gerade hier keinen eigenen Thread hätte. Die Cosmogenesis hat ja recht gut abgeschnitten und einiges geleistet hinsichtlich Erweiterung der Fanbasis. Die aktuelle Omnivium hatte daher zwar einen Startvorteil aber gleichzeitig natürlich auch die Bürde eines sehr starken Vorgängers. Also wie seht ihr die Band, das neue Album?

Ich fand Omnivium bei den ersten paar Rotationen zwar gut aber jetzt nicht so wahnsinnig spektakulär und fesselnd. Jetzt habe ich sie gerade wieder gehört und die wächst schon noch! Starke Melodien, starke Technik und interessante, abwechslungsreiche Songs können sie auch schreiben. Die größte Verbesserung stellt für mich aber die größte Schwachstelle des Vorgängers dar, der Gesang. Zum einen wurde der klare, verzerrte Gesang fast vollständig eliminiert, find ich sehr gut. Dennoch wurde klarer Gesang eingesetzt, was viel dazu beiträgt um den Hörer bei Laune und den Spannungsbogen des Albums am Leben zu halten.
Außerdem wurde der Growlgesang massiv verbessert! Dass man als Vergleich jetzt keinen Frank Mullen oder George Fisher heranziehen sollte ist aber schon klar. Dennoch klingen die Growls in den tieferen Lagen jetzt wenigstens einigermaßen glaubwürdig, aggressiv und mächtig und nicht mehr so erzwungen und doch verfehlt böse wie beim Vorgänger. Das höhere Keifen war eh bei Cosmogenesis auch schon kein Problem und passt auch hier.
Hab die Scheibe generell aber noch viel zu selten gehört, also mal schauen ob sie noch weiter wächst :)
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Re: Obscura

Beitragvon Havoc » Samstag 28. Mai 2011, 17:25

Drumtier hat geschrieben:Wieder ein neuer Thread ich weiß, ich hoffe ich nerve nicht.


Im Gegenteil. Diesen Thread hätte ich letztens selbst schon fast eröffnet. Ich besitze zwar noch gar kein Album der Band, aber Obscura befinden sich schon seit längerem auf meinem Schirm. Die sind proggig und dennoch hart. Dürften eigentlich ziemlich in mein Schema passen. Zudem umgibt sie so eine Science-Fiction Aura. Das neue Cover sieht jedenfalls sehr nach "Alien" aus. Landet sicher irgendwann in meinem Plattenregal.
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Re: Obscura

Beitragvon Feamorn » Donnerstag 7. Juli 2011, 12:29

Ach man, jetzt steigt einfach der Thesseling aus... Schiebung! :(

...und ich hab die aktuelle Platte immer noch ned.
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Re: Obscura

Beitragvon Revan » Freitag 11. April 2014, 20:50

Wer wie ich die Scheiben von Obscura als Meisterwerke empfindet (wobei ich die Cosmogenesis immer noch einen Ticken stärker finde als die Omnivium) und nicht mehr warten kann bis ein neues Album erscheint sollte unbedingt in folgendes Album reinhören:

Hannes Grossmann - The Radial Covenant

Der Drummer von Obscura hat in diesem Jahr sein Solo-Album veröffentlicht und man merkt dass er bei Obscura spielt da die Lieder von dem Album auch auf einem Obscura Album stehen könnten.
Und es spielen eine Menge Gastmusiker auf dem Album mit. Die Gitarren-Soli übernehmen Jeff Loomis (ex-Nevermore), Per Nilsson (Scar Symmetry), Christian Münzner (Obscura), Fountainhead, Danny Tunker (Aborted) und Ron Jarzombek (Watchtower, Blotted Science). Den Gesang übernehmen Morean und V. Santura (Dark Fortress), den Bass übernimmt Obscura Bandkollege Linus Klausenitzer und Jimmy Pitts spielt Keyboards, Orgel und Synthesizer.

Ich verlinke mal den Titeltrack von Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=NsQ2GD_sot4
Am Ende von diesem Lied spielt Per Nilsson das Gitarren-Solo und das gehört mit zu dem Besten was ich bisher gehört habe.

Bevor ich das Album hatte standen Behemoth bisher auf Platz 1 der Jahrescharts, aber dann kam dieses Album an und schickte Behemoth mit Leichtigkeit auf den 2.Platz.
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Re: Obscura

Beitragvon Drumtier » Samstag 12. April 2014, 00:59

Ich hab das Album noch nicht im Ganzen gehört aber natürlich auch schon auf dem Radar. Hab mir schon irgendwann einmal Aeon Illuminate davon angehört, war aber nicht so richtig angetan. Auch deinen verlinkten Song hab ich mir grad angehört, bin aber immer noch unschlüssig. Die technische Klasse ist offensichtlich und würde einen Kauf wohl schon rechtfertigen. Dennoch hätte ich gern ein paar mehr Eigenschaften bei einem (noch so Technik-fokussierten) Album und hier blitzen viele Obscura-Einflüsse durch und das ist nicht immer positiv. Ich verstehe zB nicht warum er zwar die Creme de la Creme der derzeitigen Top-Gitarristen zu Hilfe nimmt, aber keinen richtigen Death Metal Sänger auftreiben kann. Das kann echt nicht so schwer sein und auch wenn ich Metal-Sänger in meinen Freundeskreis habe, muss ich die doch nicht zwingend für Death Metal anheuern wenn sie dafür offensichtlich nicht geeignet sind. Vielleicht bin ich überkritisch oder bilde mir was ein, aber diese halbherzigen, dünnen Vocals klingen für mich eher nach einem Freundschaftsdienst als nach einer Auswahl nach Talent.

Auch die Riffs geben mir noch nicht allzu viel, wieder sie sind zum Finger Abschlecken technisch und schön originell und abwechslungsreich aber sie bleiben nicht hängen, sie lassen mich nicht innehalten und aufhorchen, es frickelt ein wenig an mir vorbei.

Ich habe wahrlich kein Problem mit Frickeln um des Frickeln willens und auch keines damit, Alben zu hören allein wegen der Gitarrensoli. Deswegen und wegen des grandiosen Line Ups werd ich mir das vielleicht noch besorgen aber ich lasse mir auf jeden Fall noch Zeit.
Achja, das Solo zum Ende deines Beispiels ist in der Tat "ear candy" wie man neudeutsch glaube ich heute sagt.
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Re: Obscura

Beitragvon Revan » Samstag 12. April 2014, 14:19

Beim ersten hören fand ich das Album auch nur gut, aber das Album wuchs mit jedem hören und nun bin vollends begeistert von dem Album.
Den Gesang fand ich am Anfang auch als kleinen Schwachpunkt aber mittlerweile finde ich dass er gut zu der Musik passt. Und wenn er jetzt einen Death-Metal Sänger angeheuert hätte, dann würde sich das Album vermutlich noch mehr nach Obscura anhören und vermutlich wollte er das vermeiden.
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Re: Obscura

Beitragvon Drumtier » Samstag 12. April 2014, 15:32

Deswegen meinte ich ja er hätte einen richtigen Death Metal-Sänger anheuern sollen :P
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Re: Obscura

Beitragvon Revan » Samstag 12. April 2014, 16:02

Und wen hättest du dir da vorgestellt? Rein Interesse halber damit ich mal weiß wie ein richtiger Death Metal-Sänger sich so anhört :P
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Re: Obscura

Beitragvon Drumtier » Samstag 12. April 2014, 17:37

http://www.metal-archives.com/lists/DE

Überall wo Death Metal dabei steht, hat man gute Chancen, dass es eine bessere Wahl gewesen wäre. Soll jetzt nicht allzu polemisch klingen, aber ist Muhammed Suicmez ein sonderlich herausragender Sänger? Nein, er macht seinen Job, hat eine vernünftige Stimme und nachdem der Fokus ja sowieso nicht auf dem Gesang liegt, muss er da auch nicht groß variieren und dick auftragen. Genauso is es bei Grossmann, ein Schlagzeuger einer Tech Death Band, der selber ebenso technische Musik macht und dazu alle möglichen Bass- und Gitarrenvirtuosen einlädt? Nein, da brauch ich keinen Lord Worm mehr dazu, sondern einfach einen der mir das Gefühl gibt Death Metal zu hören.
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Re: Obscura

Beitragvon Revan » Samstag 12. April 2014, 17:51

Wenn du das so siehst. :-S Ich sehe das Album allerdings auch nicht als reines Death Metal Album an sondern eher als Progressive Extreme Metal aber was solls.
Für mich passt der Gesang zu der Musik auf der Platte perfekt und ich höre auch nicht wo die halbherzig und dünn sein sollen.
Aber jetzt weiß ich wieder wieso ich hier lange nicht mehr aktiv war und auch nicht mehr sein werde, dazu ist mir meine Zeit für solche Diskussionen zu Schade. Das liegt jetzt nicht an dir persönlich, aber in meinem Universum gibt es keine richtigen oder falschen Sänger sondern gute und schlechte. Und der Sänger von Dark Fortress gehört bei mir nicht zu den schlechten auch wenn er in seiner Hauptband anders singt.
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