Gilgamesh

Gilgamesh

Beitragvon Julian Rohrer » Mittwoch 11. März 2015, 18:18

Auf ihrem Debutalbum greifen Gilgamesh das Erbe der seit langem untergegangenen mesopotamischen Hochzivilisation auf. Benannt nach dem gottgleichen sumerischen König aus dem gleichnamigen Heldenepos, schlagen sie ein weiteres Kapitel des orientalischen Extreme Metal auf: In einer Welt, in der sich die Gesellschaft den rächenden Göttern unterwirft, thematisiert The Awakening Epik, Mythik und Okkultismus eines längst vergangenen Zeitalters. Dabei führen die 8 Songs den Zuhörer durch sagenumwobene Schlachten, obskure Zeremonien und mystische Götterkulte. Getrieben von blastbeatorientierten Drums schlagen sie die Brücke zwischen stampfendem Death Metal und melodischem Black Metal. - Düsteres Riffing trifft auf epische Soundwand. Verpackt im orientalischen Gewand präsentieren Gilgamesh dem Zuhörer auf diese Weise vielseitigen blackened Deathmetal. Der Albumsound entstammt den Woodshedstudios von V. Santura (Triptykon, Dark Fortress) und lässt die Grenzen der beiden Genres fließend verschmelzen. Liebhaber von Keep of Kalessin, Behemoth und Hate werden bei diesem Newcomer voll auf ihre Kosten kommen.

Obiger Text fasst diese Newcomer-Band aus München eigentlich ganz gut zusammen :) Cooler Sound, der absolut professionell für das jugendliche Alter der Band klingt und mich total umgeblasen hat - sowohl auf Platte als auch live.

Hier meine Rezension zum Debutalbum "The Awakening", das ich an anderer Stelle veröffentlicht habe:
Das, liebe Leute, ist wohl eines der besten Debüts, die ich seit langem in den Händen hatte. Um es vorweg zu nehmen: Nein, GILGAMESH aus München erfinden das Rad nicht neu. Sie zaubern vielmehr ein fettes Extrem-Metal-Hot-Pot, gemischt aus feinen Black-Metal-Filetstückchen und harten Death-Metal-Kanten. Wer jetzt „Ah, KEEP OF KALESSIN“ oder „Oh, BEHEMOTH“ sagen wird, hat absolut Recht. Epische Baré-Riffs, Blastbeat-Geratter und thrashige Breaks lassen vorantike Hochzivilisationen auferstehen, ziehen Euch in eine Welt, in der Gilgamesh noch mit den Elefanten um die Wette steppte. Umsponnen werden die fünf langen Songs und die 14-minütige Übernummer ‚The Curse Of Akkade‘ von orientalischen Melodien und ruhigen Momenten. Sie lassen Euch aufatmen – und ziehen Euch noch tiefer in die stimmige Atmosphäre. Mosh-Parts direkt vom Schlachtfeld, okkulte Zeremonien mit Jungfrauenzerteilung auf dem Altar des Gottes NILE und weihrauchgeschwängerte Bettszenen mit der vollbusigen MELECHESH runden das Gesamtprogramm dieses wirklich herausragenden Debüts ab. Apropos Erstveröffentlichung: Was die Musiker hier technisch leisten, lässt einen den gefederten Hut ziehen. Blasts, Gitarren- und Solo-Arbeit, Clean- und Harsh-Vocals – der Grad der Perfektion entspricht nicht der Jugend der 2011 gegründeten Band. Unter der Anleitung von DARK FORTRESS‘ Chef-Produzent V. Santura, der „The Awakening“ auch gemischt und gemastert hat, ist ein einwandfreies, fast perfektes Werk entstanden, das auch soundtechnisch mit den ganz großen des Genres mithalten kann. Um es zusammenzufassen: Wer auch nur ein bisschen mit den oben genannten Bands anfangen kann, sollte sich schnell auf die Facebook-Seite der Band begeben und den Sound anchecken.

Bild

https://www.facebook.com/Gilgameshoffic ... =page_info
https://www.facebook.com/Gilgameshoffic ... e_internal

Vielleicht taugt es ja dem ein oder anderen :)
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Julian Rohrer
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Re: Gilgamesh

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 16. März 2015, 11:29

Das Thema reizt mich auf jeden Fall, mal schauen, ob ich das näher unter die Lupe nehme.
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Re: Gilgamesh

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 21. März 2015, 23:38

Das Teil kam heute hier an und ist wirklich toll geworden. Für ein Debüt absolut überragend, technisch einwandfrei gespielt und produziert.

Bei Youtube kann man sich das auch in voller Länge anhören. Das sollte in der Tat noch dem einen oder anderen hier gefallen.
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Re: Gilgamesh

Beitragvon Schaf » Sonntag 22. März 2015, 09:51

Habe mir mal das Album zum Frühstück gegönnt. Hat mich zwar nicht umgehauen, klang aber in der Tat sehr solide. Für ein Debüt recht beeindruckende Arbeit.
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Re: Gilgamesh

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 22. März 2015, 19:35

Sehr schön geschrieben, greifbare Vergleiche, macht Lust aufs Album. Danke für die Mühe in jedem Fall, wenn ich rein gehört habe melde ich mich hier.
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Re: Gilgamesh

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 23. März 2015, 00:31

Ich bin auf eure weiteren Meinungen gespannt.

Dass es dich jetzt nicht wirklich vom Hocker reißt, Schaf / Jesus, überrascht mich nicht wirklich. Dazu ist es an der einen oder anderen Stelle doch etwas zu glatt…
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