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von Rüdiger Stehle » Samstag 19. Januar 2013, 12:37
Weiter im Text. Die dritte reguläre Veröffentlichung und das zweite vollständige Studioalbum der Brasilianer steht als nächstes an: SARCÓFAGO "The Laws Of Scourge" (Cogumelo Records, 1991)Zwei Jahre nach der tollen "Rotting"-EP sind die Krawallmacher aus Belo Horizonte also mit dem zweiten Studioalbum "The Laws Of Scourge" am Start, und ich brauche kein großes Geheimnis darum zu machen: Für mich ist diese Scheibe das beste SARCÓFAGO-Album, besser noch als das Kult-Debüt "I.N.R.I.". Die Gitarrenriffs und die Art und Weise wie messerscharf und schneiden diese soundtechnisch in Szene gesetzt sind, finde ich einfach total faszinierend. Frontmann Wagner hat an Bissigkeit und Eigenständigkeit der Stimme nochmals gewonnen, und die Songs zünden einfach alle. Die Tempowechseln sind zwar nicht im progressiven Sinne "atemberaubend", aber dennoch schafft es die Band, in ihren Songs immer wieder spannende Wechsel zwischen schleppenden und (traditionell) groovenden Passagen und schnellen, intensiven Thrash-Prügelattacken aufzufahren. Auch die Leadgitarren sind an etlichen Stellen total cool - nicht aufwändig, aber eigenständig und prägnant, und dann gibt es da noch das fabelhafte clean gezupfte Intro zur Black-Doom-Ballade 'Midnight Queen' und den Promo-Videoclip zur Brasil-Thrash-Granate 'Screeches From The Silence'. Ein Album, das in keiner Weise "generisch" ist, sondern SARCÓFAGO als eigenständige und unverkennbare Band präsentiert, die es sich leisten kann, ihre Songs zwischen den stilistischen Stühlen zu platzieren, ohne auch nur im Ansatz ihren eigenen Charakter oder den roten Faden zu verlieren. Tolle Sache! Da inzwischen so ziemlich alle regulär erhältlichen Auflagen von "The Laws Of Scourge" die beiden exklusiven Stücke der nachfolgenden EP "Crush, Kill, Destroy" (1992) enthalten, verzichte ich auf die gesonderte Vorstellung der EP. Die Stücke sind 'Little Julie' (und 'Crush, Kill, Destroy', die sich stilistisch zu 100% auf "The Laws Of Scourge" einfügen. Anspieltipps: 'Midnight Queen' - http://www.youtube.com/watch?v=LrkF-vxOnk0'Screeches From The Silence' - http://www.youtube.com/watch?v=g74UP8mwFMs'Crush, Kill, Destroy' - http://www.youtube.com/watch?v=Q9AMRRMYxfk
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 31. Januar 2013, 23:49
So, jetzt bin ich tatsächlich komplett in Sachen SARCÓFAGO! Wobei die zuletzt besprochene Scheibe "The Laws Of Scourge" mit Abstand am häufigsten läuft. Wirklich ein echtes Hammerteil mit lauter Killersongs. Die restlichen Scheiben bespreche ich wohl erst nach der nächsten Notenabgabe für den Soundcheck. Vorher wird's eng.
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von Eike » Mittwoch 19. Juni 2013, 16:24
Über die habe ich gestern erst etwas gelesen, von wegen wichtige Death-Pioniere der Frühzeit etc.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 19. Juni 2013, 16:41
Würde mich freuen, wenn du mal ein paar Hörproben testen würdest.
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von Eike » Mittwoch 19. Juni 2013, 17:04
Das ist momentan leider nicht drin. 
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von Jesus » Donnerstag 27. Juni 2013, 16:52
Ein bisschen erstaunlich, dass ich vorher noch gar nichts in den Thread geschrieben hatte. Eigentlich kenne ich die "I.N.R.I." schon viele Jahre, aber erst jetzt habe ich mich überwunden, sie käuflich zu erwerben. Um Porto zu sparen, ließ ich mir die "Laws of Scourge" gleich mit einpacken, weil der Rüdiger sie mit so schön blumigen Worten empfohlen hat. Und wo das Debüt herrlich dilettantisches Gepolter im besten Sinne von "stumpf ist Trumpf" bietet, hat "Laws" noch mal in allen Belangen ein paar Schippen oben drauf gelegt. Der Klang ist sauberer, ohne poliert zu sein. Die Jungs beherrschen hier ihre Instrumente... etwas besser. Und obwohl Wagner das sicherlich nicht allzu gerne hört, lassen sich ein paar Parallelen zu SEPULTURAs "Arise" ausmachen. Diese Parallelen sind sicherlich nicht beabsichtigt, sondern eher das Resultat zweier Bands, die vom gleichen Startpunkt aus sich gleichermaßen weiterentwickelt hatten. Der knurrende Pseudo-Morrisound mit den trocken-organischen Drums, dem rasselnden Bass und den Kettensägen-Gitarren konnte nur zwischen 89 und 92 entstehen. Die klar gespielten und doomigen Momente, die auf dem Debüt noch nicht vorhanden waren, finde ich sehr gelungen und mitreißend — und auch hier erscheint mir 'Midnight Queen' fast schon als Antwort auf 'Desperate Cry'. Die vereinzelten Keyboards wie in 'Secrets of a Window' sind hübsche Farbtupfer, die aufs Debüt nicht gepasst hätten, aber hier sehr songdienlich eingesetzt werden. Erinnert wiederum ein bisschen an CELTIC FROST. Die Bonustracks sind auch sehr sinnvoll, fügen sich nahtlos ins Album, runden es ab und bringen es zudem auf eine akzeptable Spielzeit  Es ist selten, dass Bonustracks keine Platzverschwendung sind. Kurzum: Während "I.N.R.I" die wütend aus den Tiefen des Bauchs spontan herausgekotzte Verkörperung des embryonalen Extreme Metal darstellt, bietet "The Laws of Scourge" abwechslungsreichen, herrlich rifflastigen, extremen Thrash/Death/Black/Doom, der sofort in Bein und Nacken übergeht und wie ihn nur die späten 80er und frühen 90er erschaffen konnten.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 27. Juni 2013, 17:04
Hach, endlich mal ein Wirkungstreffer durch meine euphorischen Lobhudeleien. Scheint ja gut zu gefallen, die "Laws Of Scourge". Freut mich wirklich sehr, weil die Scheibe so gut ist, dass ich es immer wieder als fast tragisch empfinde, dass die hierzulande kaum wahrgenommen wird.
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von Christian Schwarzer » Donnerstag 27. Juni 2013, 17:33
Da ich gerade sowieso wieder partiell eine Brutalo-Phase habe, wird heute abend da endlich mal reingehört.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 27. Juni 2013, 17:37
Au ja, gib Bescheid, wie's dir gefällt.
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von Christian Schwarzer » Donnerstag 27. Juni 2013, 18:41
INRI: Schönes Gemetzel, aber der Drumsound nervt mich etwas. Pluspunkt für das Ende von 'The Last Slaughter'. Rotting: Ja, so läuft mir das Sound-mäßig schon eher rein, das von wegen der schneidenden Gitarren sehe ich genauso. Das ist schon sehr geiler Black/Thrash Metal. The Laws Of Scourge: Die letzte Scheibe präsentiert die Truppe nochmal gereifter. 'Midnight Queen' fängt vielversprechend an und lässt dann auf der Hälfte für meine Begriffe etwas nach, 'Screeches..' finde ich schon allein vom Introriff wieder sehr geil und ist ansonsten auch ein schönes Riffmassaker, 'Crush, Kill...' ergänzt das ganze dann noch mit gelungener Leadgitarre.
Summa sumarum ne feine Sache, da wird sich wohl irgendwann mal was angeschafft. Die Band hat in jeder Phase ihre Berechtigung. Und ich habe jetzt einen Grundbaustein zu WATAIN mehr.
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