von trent » Montag 8. April 2013, 19:45
So, nach ein paar Monaten häufigen Hörens kann ich auch etwas mehr zu dem Album sagen. Die ersten beiden Songs und der Schlusssong sind einfach nur großartig. Der Blastbeatbeginn ist zwar für die Band ungewohnt, aber die Melodieführung dabei gefällt mir. Und auch sonst sind Blastbeats ja erstmal nichts negatives. "The Ghastly Silence" hat Ohrwurmcharakter, was bei Black Metal schon ungewöhnlich ist, wobei ich diesen Song nicht unbedingt dem Genre zuordnen würde. Der dritte Song und "Hail, Darkness, Hail" sind zwar auch gut, reichen an die beiden ersten Songs aber nicht heran, "Hail, Darkness, Hail" ist dabei noch etwas stärker. Das Klavierstück danach finde ich recht belanglos, es plätschert halt vor sich hin. "For the God below" am Ende macht dann nochmal klar, wofür Shining Anno 2012 stehen und ist wieder ganz stark.
Damit kommen wir aber auch zu den negativen Punkten. Ich hab bei dem Album wieder meinen Eindruck bestätigt bekommen, dass die Alben von Herrn Kvarforth mindestens seit Halmstad (wenn nicht schon davor) stets nach dem gleichen Schema gemacht werden. Es gibt sechs Songs, der erste beginnt wuchtig, hat dann aber später ein Break mit Akustikgitarre und Klargesang. Der zweite Song ist etwas melodischer als der erste, auch wenn die Metal-Elemente nicht zu kurz kommen. Der dritte Song geht dann wieder mehr nach vorne und ist heftiger als der zweite. Song vier ist dann wieder melodischer und eingängiger. An fünfte Stelle kommt dann ein Instrumental, Klavier oder Akustikgitarre. Hier gibt es in Form von "I Nattens Timma" auf dem Vorgänger die Ausnahme von der Regel, wobei auch der Song sehr viel ruhiger war als der Rest des Albums. Der sechste und letzte Song fasst dann das Album nochmal zusammen und ist quasi eine Bestandsaufnahme der Band zu dem jeweiligen Zeitpunkt der Albenveröffentlichung. Es wäre schön, wenn Kvarforth beim nächsten Album mal von dem Schema abweicht, weil so die Alben doch ein Stück weit vorhersehbar werden.