Eine hektische Welt in der immer öfter von der Forderung nach Entschleunigung zu hören ist, kommt eine Band wie dieses Quartett aus Deutschland genau richtig. Einführende Worte sind meiner Einschätzung nach wohl nicht nötig, da die Band doch recht bekannt geworden ist. Die ersten beiden Alben besitzen doch so einige hier und auch The Giant konnte ich im Einkaufsthread schon ein paar mal entdecken, aber diskutiert wird irgendwie kaum darüber, auch Review gibts keins, im Soundcheck warens auch nicht.
Nach dem ersten Durchgang war ich damit auch noch einverstanden, hab selber kaum Bedürfnis danach gehabt darüber zu reden geschweige denn sie öfter zu hören. Aber wie hat die auf einmal eingeschlagen?! Ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass mir eine CD beim ersten Hören fast gar nicht gefällt und dann noch so extrem wächst, dass sie mittlerweile durchaus zum Favoritenkreis für die Jahreswertung zu zählen ist.
Ich kanns mir selber nicht erklären und kann auch nicht wirklich beschreiben was dieses Album für mich ausmacht. Es ist anders als die beiden Vorgänger, aber doch irgendwie nicht. Die ruhigen Teile sind da, die tonnenschweren Riffs, das ultratiefe Growling, der klagende Klargesang, immer vermischt zum Bild der hin und her wogenden Gezeiten, der beängstigenden Stille oder stürmischen Wellen des Ozeans. Der klare Gesang ist noch stärker in den Vordergrund gerückt, das nimmt dem Album aber nichts von seiner Härte. Auf zwei Songs wird er auch noch verstärkt durch den Gastauftritt des Sänger von ENLAVED und das passt ausgezeichnet zur Musik. Besonders bei Antarctica the polymorphess ist das Nebeneinander des Growlings und der beiden normalen Gesänge hervorragend umgesetzt, sehr bedrohlich, klagend und verzweifelt, echt geil. Aber das solls dann auch schon von mir vorerst gewesen sein, gibts sonst auch noch Meinungen dazu?


