Halloween (USA)

Halloween (USA)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Februar 2012, 17:54

Im kommenden Soundcheck wird die neue Studioscheibe der Detroiter Horror-Metaller HALLOWEEN vertreten sein, die Ende des Monats über Pure Steel in die Läden kommen wird.

Bei uns im Hause bemäkelt der eine oder andere Kollege den Sound, der auch wirklich nicht der Hammer ist, aber kompositorisch ist das Gerät ein echter Reißer. Und weil Brian Thomas im Fach "creepy singers" zusammen mit Alice Cooper, King Diamond, Jon Oliva, Lizzy Borden und Blackie Lawless eine ganz besondere Position einnimmt, ist "Terrortory" einmal mehr ein echter Hammer geworden.

Hier zuerst einmal das hübsche Artwork:

Bild

Hier der Videoclip:
http://www.youtube.com/watch?v=awWO66aRY_o

Meine Rezension dürfte auch demnächst online sein.

Für passionierte US-Metaller ein ziemlich heißes Ding, das sogar darüber hinaus seine Anhänger findet, gell Sally?
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 13. Februar 2012, 18:59

ja, wie schon intern diskutiert, sehe ich die Platte sehr zwiespältig. Da sind zum einen die 10 guten bis sehr sehr guten Tracks, dann sind da 6 Tracks, die ich zwar nicht skippe, aber die wirkllich überhaupt nicht fehlen würden, wenn sie nicht da wären. Und dann ist da noch das, was die Band Sound nennt. Klingt leider kaum besser als ein Demo aus den 80ern einer Garagenband. Ich bin ja echt nicht der Soundfetischist, aber da steige ich dann doch aus. Schade, hätten sie das Geld, das sie zum produzieren der im Grunde überflüssigen Songs benötigt haben, in eine bessere Produktion gesteckt, wäre das Ergebnis wohl tatsächlich der Hammer, den du hier anpreist.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Februar 2012, 19:53

Ich finde den Sound zwar auch nicht gut, aber zum einen stört mich das nach dem Anwerfen der Platte halt prinzipiell mal nur ein bis zwei Minuten lang, und dann habe ich mich daran gewöhnt. Zum anderen haben wir wohl eine unterschiedliche Wahrnehmung, was die Beschreibung des Sounds angeht. Einen 80er-Demosound habe ich anders in Erinnerung. Es ist eher ein für die Moderne sehr typisches Phänomen eines etwas vergurkten Drumsounds. Die Instrumente insgesamt und die Stimme sind zwar gewöhnungsbedürftig, aber in Wirklichkeit sogar ziemlich differenziert und klar abgemischt.

Was die "zu vielen" Songs angeht, wird so etwas bei mir nie eine Platte in meiner Gunst drücken, die 10 tolle Stücke aufzubieten hat. Könnte ja sein, dass ein anderer Hörer gerade die sechs Songs toll findet, die du weglassen würdest und ein paar der Songs langweilig, die du toll findest. 10 Treffer sind weit mehr als die meisten kurzen Alben haben, und da kann das "Bonusmaterial" den "Hits" doch nicht die Note versauen. ;-)

Meine Abzüge (8,5/10) sind durch den Sound und die Tatsache bedingt, dass es zwei oder drei noch bessere (auch besser klingende) Scheiben von Halloween gibt.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 13. Februar 2012, 20:29

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Was die "zu vielen" Songs angeht, wird so etwas bei mir nie eine Platte in meiner Gunst drücken, die 10 tolle Stücke aufzubieten hat. Könnte ja sein, dass ein anderer Hörer gerade die sechs Songs toll findet, die du weglassen würdest und ein paar der Songs langweilig, die du toll findest. 10 Treffer sind weit mehr als die meisten kurzen Alben haben, und da kann das "Bonusmaterial" den "Hits" doch nicht die Note versauen. ;-)


Merkwürdige Argumentation. Natürlich kann - nein, muss! - das die Note beeinträchtigen. Das ist nun mal kein "Bonusmaterial", sondern (ein gar nicht kleiner) Teil des Albums, das in seiner Gänze bewertet werden soll. Da kann ich doch nicht sagen, "die schwächeren Songs lasse ich bei der Bewertung mal raus, sind ja viele Songs drauf." Ob ein anderer Hörer gerade diese Songs gut finden könnte, ist doch total zweitrangig.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Februar 2012, 21:05

Ich gebe für das Album ja keine Note, die sich aus dem Durchschnitt der Noten für die einzelnen Songs ergibt, sondern eine Note die meinen Gesamteindruck vom Album entspricht. Dabei blende ich die schwächeren Songs nicht aus, sondern sie sind einfach nicht diejenigen die den Gesamteindruck prägen. Du weißt doch, dass ich zum Beispiel bei einem absolut tollen Sänger zu sehr guten Noten komme, auch wenn das Album an sich vielleicht seine Schwächen haben sollte (z.B. "Gods Of War", "Place Vendome", "The Scourge Of Light".

Wenn die strahlenden Elemente hell genug strahlen, dann fällt bei mir das "Negative" in aller Regel nicht allzu sehr ins Gewicht. Außer es ist richtig schlimm und unerträglich. Und das sind die Songs bei HALLOWEEN ja selbst für dich nicht.

Kurz gesagt: Ja, ich habe lieber ein Album mit 10 Hits und 6 Fillern als ein Album, das nur die 10 Hits hat und sonst nichts mehr. Schlicht deshalb, weil mir ein durchschnittlicher HALLOWEEN-Song immer noch mehr gibt, als ein nicht veröffentlichter HALLOWEEN-Song. Somit ist das Album, das du gerne hättest, "hinten hinaus" schlechter. Meins hat im letzten Drittel wenigstens ordentliche Songs, deines gar nichts mehr. Wenn du den Gedanken konsequent weiter spinnst, dann müsstest du ja auch fordern, lieber gar kein Album aufzunehmen, als ein "nur ordentliches". Wäre zwar mit Blick auf die VÖ-Flut gar nicht so verkehrt, aber zumindest was meine Lieblingsbands angeht, habe ich echt lieber durchschnittliche Alben als gar keine.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 13. Februar 2012, 21:22

Ja, bitte weg mit durchschnittlichen Alben. Von allen Bands. Ich höre lieber ein Album mit 10 Hits und ohne 6 ganz gute Songs, weil ich statt den 6 ganz guten eben auch 6 tolle Songs hätte hören können. So hell kann es gar nicht funkeln, dass ich das ignoriere.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Februar 2012, 21:53

So rationell sehe ich das nicht. Ich höre auch ganz gerne mal ganz gute, oder durchschnittliche, oder schlechte Songs. Es können nicht immer nur Hits sein. Ich ticke da völlig anders. Das ist wie mit der Diskussion im SMB bzgl. Alben, die man nicht braucht. Ich brauche auch durchwachsene Alben, wenn mich eine Band interessiert.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 13. Februar 2012, 22:26

natürlich können es nicht nur Hits sein, aber dass es keine Hits sind, sollte sich dann mMn halt auch in der Bewertung wiederspiegeln. Und das ist ja bei dir - wenn ich das richtig verstehe - nicht der Fall.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. Februar 2012, 22:58

Es spiegelt sich sicher in der Wertung insoweit wieder, dass ich - wie ich oben schon gesagt habe - die Abzüge von der Idealnote damit begründe, dass zum einen der Sound sehr gewöhnungsbedürftig ist, und es zum anderen ein paar bessere HALLOWEEN-Scheiben gibt. Letzteres hat logischerweise seinen Grund auch darin, dass sich auf diesen Scheiben noch mehr oder noch größere Hits finden. Mir ging es nur darum, dass ich im Leben noch NIE, wirklich NIE, das Gefühl hatte, dass ein Album besser wäre, wenn ein oder mehrere Songs NICHT drauf wären. So ticke ich einfach nicht. Eine "Hail To England" ist für mich trotz des Vollquatsch-Songs 'Black Arrows' auf immer und ewig ein 11/10-Punkte-Album, und das wäre es auch, wenn sechs weitere Teile von 'Black Arrows' drauf wären.
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Re: Halloween (USA)

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 13. Februar 2012, 23:15

ja, aber ohne 'Black Arrows' wäre es eben 12/10. Da muss man ja sogar skippen.
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