Accept

Das beste Accept Album?

Accept
1
3%
I'm a Rebel
1
3%
Breaker
5
13%
Restless and Wild
15
39%
Balls to the Wall
7
18%
Metal Heart
4
11%
Russian Roulette
1
3%
Eat the Heat
0
Keine Stimmen
Objection Overruled
3
8%
Death Row
1
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 38

Re: Accept

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 21. August 2010, 00:28

Alles was je in einem Lied über das Grauen des Krieges gesagt werden musste, wurde von Motörhead mit "1916" gesagt. Einen ergreifenderen Song zum Thema kann man nicht machen.
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Re: Accept

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. August 2010, 01:46

ich bin da sicher der faulste hier im Forum, da ich in der Regel gar keine Songtexte lese.
Mir ist das also alles recht wurscht - wenn mir das Album taugt, ist es schön.
Damit höre ich natürlich nicht alles wild, aber doch relativ viel, auch wenn mir die Meinung der Sänger nicht taugt - sonst würde ich ja keinen BM hören.

Und klar will ich keinen Krieg verherrlichen - aber ich habe Freunde bei der Bundeswehr, und mein Großvater war lange für die Army tätig - das sind alles Leute, die nicht töten, sondern bewahren wollen, und nichts dafür können, wenn sie manchen Krieg kämpfen müssen, der aus falschen oder schwachen Positonen heraus entschieden wird.
Dass sie das dennoch machen ist für mich ein Grund, ihnen Respekt entgegen zu bringen (wie auch Polizisten oder Richtern z.B.).

Das liegt sicher zum einen daran, dass eine staatliche Autorität von mir erst mal grundsätzlich ein Stück Respekt erhält, denn sie machen wirklich die Arbeit, die uns ein friedliches Leben ermöglicht - auch wenn mich viele politische Entscheidungen natürlich ankotzen.
Deswegen - egal ob gerade bei uns Rot-Grün, Schwarz-Gelb oder doch Rot-Schwarz regiert, zuerst einmal möchte ich das unterstützen - auch wenn ich mit Teilaspekten mancher Parteien mal mehr, mal weniger nicht konform gehe.
Auch unsere Bundeswehr sehe ich erst mal dazu da, das Leben der Bürger zu schützen und die Verfassung aufrechtzuerhalten. Deshalb habe ich vor unseren Soldaten großen Respekt, denn ich denke, dass das auch ihr Hauptanliegen ist, wenn sie z.B. im Kosovo sind oder in Afghanistan.
Dass dort viele Fehler gemacht werden ist selbstverständlich - die machen Polizisten oder Richter auch, ebenso wie andere ausführende Organe der Staatsgewalt.

Aber einen grundsätzlichen Respekt vor Soldaten habe ich auf jeden Fall.
Mein Großvater war in Vietnam und hat auch eine Zeit lang im Pentagon gearbeitet. Ich denke, in Vietnam wurden sehr viele Fehler gemacht, und im Pentagon sowieso.
Aber vor den Menschen, die dort an der Front ernsthaft ihr Volk verteidigen wollen - davor habe ich Respekt, selbst wenn sie manchmal in falschen Kriegen kämpfen.
Denn sie machen es (oft) mit einer guten Herzenshaltung, die nicht die Unterdrückung oder "Mission zur Demokratie" als Ziel hat, sondern ein Aufrechterhalten der inneren und äußeren Ordnung, und ein Durchsetzen, eines Systemes, dass sie (vielleicht fälschlicherweise) für das passendste auch für andere Völker halten.
Natürlich kann man Demokratie niemals aufzwingen. Aber die Motive, zumindest vieler Soldaten dahinter, sind nicht grundsätzlich schlecht.
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Re: Accept

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 08:22

Auch wenn`s weit off-topic führt - wie man sein Mitgefühl für das Leid der Soldaten reflektiert ausdrücken kann, hat für mich Mark Knopfler mit DIRE STRAITs "Brothers in arms" geradezu ulimativ gezeigt.
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Re: Accept

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. August 2010, 09:18

firestarter hat geschrieben:Auch wenn`s weit off-topic führt - wie man sein Mitgefühl für das Leid der Soldaten reflektiert ausdrücken kann, hat für mich Mark Knopfler mit DIRE STRAITs "Brothers in arms" geradezu ulimativ gezeigt.


klar, ein klasse Song! Definitiv auch toller Text - und halt einfach Dire Straits :grins:
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Re: Accept

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 16:44

Zurück zur Musik - das ist tatsächlich die zweithärteste ACCEPT-Scheibe aller Zeiten (nach "Restless & wild") und wenn ich den Nostalgie-Bonus der "Restless & wild" mal abziehe, bezogen auf die musikalische Gesamtqualität (Songwriting, Instrumentierung, Gesang, Sound, Arrangement), vielleicht sogar das beste Album der Bandgeschichte (auch wenn so eine Aussage nach nur zweitägigem Hören eigentlich unzulässig ist). Eins steht für mich allerings fest - das ist Musik, die keinerlei adjektiven Firlefanz wie "true", "traditional", "80er" oder ähnliches benötigt, das ist ganz einfach HEAVY METAL - nuff said!
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Re: Accept

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 21. August 2010, 18:08

Das trifft die Sache recht gut. Die Riffs schneiden durch Stahl wie ein warmes Messer durch Butter, der Gesang ist einfach Metal pur und die Songs gravieren sich sofort auf die Festplatte in deinem Schädel. Besser hätten die Herren das zum jetzigen Zeitpunkt echt nicht machen können.
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Re: Accept

Beitragvon mindreader » Samstag 21. August 2010, 19:29

Ich kann die Lobeshymnen nur zum Teil verstehen... Ohrwürmer wie "Balls To The Wall" habe ich noch nicht entdeckt, mir ist das alles etwas zu beliebig, was da geboten wird, ziemlich gleichförmig und eben alles schon mal (besser) da gewesen. Neben Restless & Wild und der "Balls to the Wall würde ich auch die Objection noch vor die Blood... platzieren, aber genug gemeckert.
Hier will ich ja auch so wenig Innovation wie möglich, und die doch etwas andere Stimme, die mich eher an Thunderhead als an Udo erinnert, reicht mir an Veränderung. Eine gute, aber nicht überragende Platte, die dennoch überzeugender ist, als vieles von der Konkurrenz aus dem deutschen Metallager (BLind Guardian, Gamma Ray).
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Re: Accept

Beitragvon firestarter » Samstag 21. August 2010, 19:44

Zum Thema "Ohrwürmer": Wenn du unter "Ohrwürmern" refrainbetonte Sachen, wie "Balls to the wall" oder "Princess of the dawn" meinst, mag das schon sein. Wenn es aber um einprägsame Songs generell geht, hat die Neue meiner Meinung nach jede Menge Potenzial.
Zur Qualität der Songs: Auf der "Balls to the wall" gibt es außer dem Titelsong kaum tolle Songs in my holy opinion. Auch auf der "Breaker" oder der "Metal heart" ist die Songqualität sehr schwankend, von den späteren Alben ganz zu schweigen. "Blood of the nations" hat da deutlich mehr zu bieten, finde ich.
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Re: Accept

Beitragvon enemy-of-reality » Samstag 21. August 2010, 21:45

Es gibt Dinge auf dieser Welt, die werd ich nie verstehen. Wenn irgendwelche DM-Bands z.B. über das Abschlachten von Babys singen oder irgendwelche Massen-bzw.Serienmörder glorifizieren, wenn dumpfe BM-Bands Satan und den Mord an allen Christen propagieren, regt sich keine Sau auf. Aber wehe, es gibt auch nur das geringste Anzeichen dafür, dass eine Band (oder auch nur eines ihrer Mitglieder) politisch rechts gesinnt ist oder irgendwie US-patriotisch oder es gar wagt, einen unkritischen Song über (amerikanische) Soldaten zu schreiben bzw. diesen einen Song oder ein Album zu widmen. Dann bricht die Hölle los. Im RH-Forum sowieso und jetzt anscheinend auch schon hier.

Und nur zur Klarstellung: Ich bin weder ein Nazi noch ein Bush-Fanboy (ganz im Gegenteil), ich versteh nur nicht, wie man sich über sowas aufregen kann, während man all die anderen Entgleisungen kommentarlos hinnimmt. Die Relation passt da IMO einfach nicht. Wollte ich nur mal loswerden.
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Re: Accept

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 21. August 2010, 21:52

Für mich zählt die neue Scheibe auch zur Riege der ganz tollen Accept-Scheiben. Zusammen mit "Braeker" und "Restless & Wild". Vor "Balls To the Wall" und vor dem Rest sowieso.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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