|
|
von firestarter » Sonntag 17. Oktober 2010, 20:47
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wobei es natürlich auch so ist, dass man in seinen Lieblingsstilen die Nuancen der Unterschiede weit stärker wahrnimmt, als in den Stilen, die man nur gelegentlich hört. So findet vielleicht der Thrash-Maniac mehr Unterschiede zwischen alten Slayer und Insane und dafür weniger Unterschiede zwischen AK und alten Manowar. Der Effekt ist wohl recht üblich...
So siehts aus! Ich sehe z.B. zwischen Slayer und Insane sicher deutlich weniger Parallelen als du und deine recht verklärte Stilbeschreibung von AKX zeugt von eindeutigem Fan-Sein, denn all diese vermeintlich AKX-eigenen Stilmerkmale höre ich nicht raus.
-

firestarter
- Mosh-Pit-Veteran
-
- Beiträge: 9242
- Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. Oktober 2010, 20:57
firestarter hat geschrieben:So siehts aus! Ich sehe z.B. zwischen Slayer und Insane sicher deutlich weniger Parallelen als du
q.e.d. und deine recht verklärte Stilbeschreibung von AKX zeugt von eindeutigem Fan-Sein, denn all diese vermeintlich AKX-eigenen Stilmerkmale höre ich nicht raus.
Die Beschreibung als "verklärt" geht mir jetzt ein wenig zu weit. Als "Fan" der Band sehe ich mich nicht einmal. Sie haben halt ein sehr schönes Demo und ein tolles Debüt gemacht, die ich beide sehr gern mag. Ein beinharter Fan bin ich jedoch vom Stil, den sie gewählt haben, und ich meine eben, dass die Band im Rahmen dieses Stils sehr gut und relativ originell ist. Von allzu eigenen Stilmerkmalen habe ich übrigens nicht gesprochen, sondern vielmehr von einer durch die gelungene Rekombination originell gewordenen Vorgehensweise. Als IGR-Klon kann ich AK nicht sehen, obwohl der Ross-The-Boss-Einfluss bei den Riffs und im Lead-Gitarrenbereich schon sehr deutlich ist. Um einen IGR-Klon zu sehen, müsste das aber der einzige, oder zumindest der prägende stilistische Einfluss sein, und das ist aus meiner Sicht ganz eindeutig nicht der Fall, weil auf mich über weite Strecken der Bathory-Einfluss noch prägnanter ist (die akustischen Parts, das Drumming, die Gesangslinien). Dazu kommt dann das Doomige, das über "doomig im Sinne Bathorys" hinaus geht und ganz deutlich solche Sachen wie Solstice u.ä. streift. Markus Becker ist vielleicht kein Übersänger, aber er klingt auch nicht wie 1000 andere, und er passt gut zur Musik. Manilla Road höre ich im Übrigen nicht oder kaum heraus.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35309
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:03
Nachtrag: Zuzugeben ist, dass selbst ich bei den ersten Takten von "Pilgrim" jedes Mal kurz davor bin, die Worte "Atop the mountain, where the river of steel flows" anzustimmen. Das schlägt dann aber nach gut zwei Minuten ganz klar in andere Vibes um.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35309
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von firestarter » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:06
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Von allzu eigenen Stilmerkmalen habe ich übrigens nicht gesprochen, sondern vielmehr von einer durch die gelungene Rekombination originell gewordenen Vorgehensweise.
... oder so halt. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Um einen IGR-Klon zu sehen
Ich hab nicht von einem IGR- Klon gesprochen. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Manilla Road höre ich im Übrigen nicht oder kaum heraus.
Von denen hab ich nun überhaupt nicht gesprochen. Aber insgesamt interessant, wie mein eigentlich wohlwollend gemeinter Kommentar (Retro-Vergleich) bei dir direkt Abwehrreaktionen provoziert. Wohl doch ein Fan-Boy, häh? 
-

firestarter
- Mosh-Pit-Veteran
-
- Beiträge: 9242
- Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:20
firestarter hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Manilla Road höre ich im Übrigen nicht oder kaum heraus.
Von denen hab ich nun überhaupt nicht gesprochen.
Nein, aber Jhonny. Aber insgesamt interessant, wie mein eigentlich wohlwollend gemeinter Kommentar (Retro-Vergleich) bei dir direkt Abwehrreaktionen provoziert. Wohl doch ein Fan-Boy, häh? 
Haha... ja, ich glaube, ich lass mir das Logo tätowieren. Nein, im Ernst. Dezente Abwehrreaktionen magst du vielleicht richtig wahrgenommen haben. Allerdings weniger der Band wegen, als meiner Rezension wegen. Ich habe der Band nun einmal im Rahmen meiner Besprechung attestiert, dass sie innerhalb des stilistischen Rahmens des Genres so originell ist, wie man das nur sein kann, wenn man wurzeltreu ist und der alten Schule anhängt. Zu dieser Einschätzung stehe ich, weil ich AK genau so wahr nehme. Wenn ich jetzt z.B. mit den von mir ebenso geschätzten Ereb Altor vergleiche, dann sind die deutlich mehr retro und weniger originell als AK, weil der Bathory-Einfluss eben so massiv dominiert, dass man nicht anders kann, als an Bathory zu denken, wenn man E.A. hört. Es geht mir also keineswegs darum, AK als origineller zu präsentieren als sie sind. Wären sie ein 100%-Klon, und würde mir die Scheibe so gut gefallen, wie sie es tut, dann hätten die auch mit einem Klon-Attest die 10 Punkte bekommen. Aber auf mich wirken sie nicht so.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35309
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von firestarter » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:25
Ich weiss gar nicht, warum du immer das gehässige Wort "Klon" benutzt. Ich empfinde die überhaupt nicht klonig, sondern einfach nur unoriginell. Wie du vielleicht in meinem Retro-Thrash Thread bemerkt hast, hab ich sehr viel für guten Retro-Stoff übrig. Genau das habe ich AKX attestiert. No more - no less (as said before). 
-

firestarter
- Mosh-Pit-Veteran
-
- Beiträge: 9242
- Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:47
Ich denke, dass dies darin begründet liegt, dass ich es durchaus als abzugsfähigen Makel empfinde, wenn eine Band auf mich unoriginell wirkt. So ist es für mich z.B. der Grund, warum ich das Insane-Debüt bis heute nicht habe. Das klang für mich so sehr nach "Show No Mercy", dass ich mir damals gedacht habe: "Nö. Dann lieber eine Band, die man sofort erkennt und nicht erst für eine andere hält." - AK wirkt auf mich echt kein Stück weit unoriginell. Retro in Sachen stilistischer Ausrichtung durchaus. Aber unoriginell heißt für mich: "Das ist eine Band, die austauschbar klingt, und die ich weder am Sänger, noch am Songwriting oder am Sound eindeutig identifizieren kann, wenn du mir 20 Bands aus dem selben Genre vorspielst." - Und von dieser Definition bin ich eben bei AK meilenweit entfernt. Ein prägnanter Bandcharakter schließt das Attribut "unoriginell" für mich bereits aus, und den nehme ich bei AK eben wahr. Daher bringe ich einfach die Vokabel mit dieser Band nicht in Einklang. Dass man die Musik langatmig und den Sänger durchschnittlich finden kann, das bestreite ich ja gar nicht, auch wenn ich die Wahrnehmung nicht teile. Das Attribut "unoriginell" bekämpfe ich nur deshalb, weil ich das für die bewusst regressive Spielart des Epic Metals wirklich denkbar originell finde, was AK machen. Origineller kann man den Stil heutzutage m.E. kaum spielen; dass das kein Mensch gut finden muss, darüber haben wir keinen Dissens. Absurde Erörterung... ... aber lustig. 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35309
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von firestarter » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:59
Rüdiger, so langsam schwirrt mir der Kopf von deiner Definitions-Odyssee... Ich fasse mal (für mich) zusammen: Ich empfinde die gehörten Songs als gut gemachten Retro-Epic Metal mit durchschnittlichem Gesang und keinen weiter auffälligen, qualitätserhöhenden Merkmalen. Punkt Fußnote: Das vermeintlich regressiv-künstlerische Konzept des Albums lässt mich komplett kalt.
-

firestarter
- Mosh-Pit-Veteran
-
- Beiträge: 9242
- Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. Oktober 2010, 22:10
*g* Ich will dich keineswegs von der besonderen Klasse AKs überzeugen. Ich weiß schon, dass das vergebliche Liebesmüh wäre. Mir ging es echt nur darum, über das bereits in meiner Rezension Gesagte hinaus zu verdeutlichen, warum ich AK im Rahmen des in diesem Stil Möglichen für ein Original halte. Nicht mehr, nicht weniger. Ich glaube damit kann es sein Bewenden haben. 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35309
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
Zurück zu Heavy / True / Doom / Power Metal
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.106s | 10 Queries | GZIP : Off
|
|