OMEN

Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. August 2018, 18:33

Um Rechtfertigung geht's mir gar nicht, jeder mag, was er mag, und das passt dann. Die Begründungen interessieren mich aber, einfach weil ich gerne Sichtweisen vergleiche und analysiere, was die Kritik auslöst. Speziell hier hat's mich interessiert, weil du ja beim Drumsound Sensoren hast, die ich nicht habe, und weil ich bei "Hammer Damage" durchaus gehört habe, dass der Drumsound Mist ist, auch wenn es mich persönlich nicht sonderlich stört; hier aber eben nicht. Daher hat's mich interessiert zu wissen, ob du den Drumsound dieses Songs ähnlich und ähnlich schlecht findest wie bei "Hammer Damage", oder ob dich der Song aus anderen Gründen langweilt. Bei Bands, die mir wichtig sind, will ich immer auch wissen, woher Kritik kommt und wie die begründet ist. Das hilft bei der Einordnung, nicht der persönlichen, aber im Rahmen der Beurteilung der Rezeption eines Werkes insgesamt.
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Re: OMEN

Beitragvon Siebi » Freitag 17. August 2018, 11:25

Verstehe, bei Bands mit geliebten Scheiben ist man etwas sensibilisierter beim Umgang neuer Töne. Geht mir bei Kiss oder AC/DC genauso, aber da ist mein Begehr nach neuer Musik im 3. Untergeschoss und eingesperrt, der Schlüssel unauffindbar, haha. Oder Maiden oder Priest oder Running Wild oder oder. Ich habe da alles, was ich benötige, die neuen Sachen lösen ein Achselzucken aus, ob der Musik und ob der Begeisterung anderer, was daran so epochal grandios toll sein soll. Meiner Meinung nach ist viel Schöngerede dabei, was natürlich erlaubt ist. Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt.

Da ich oft wegen Drumsoundphobie bzw. Drumcomputer angesprochen werde. Ob da ein Mensch klöppelt oder nicht, steht völlig außer Frage. Es geht um das Klangbild, um den Sound bzw. um die Idee des Künstlers, wie er seine Vorstellung von Sound und Songs umsetzt. Leider gibt es im Genre Heavy Metal Beispiele, wo sich mir alle Soundsinne um 180° drehen. Omen, Manowar, Running Wild, Virgin Steele. Dazu die ganzen Plastikcombos der Marke Sabaton, Powerwolf, Doro, Arch Enemy, Beyond The Black oder auch Accept, leider. Accept machen seit der Reunion das gleiche Album im gleichen Sound. Ist das Kunst? Künstlerische Freiheit? Obwohl... immer gleich ist auch eine Art Markenzeichen. Ich bitte um Verzeihung.

Wolf Hoffmann meinte in jüngster Vergangenheit, das sei der Sound der Zeit, der Hörer will es so. Echt jetzt? Dieser brachial fette Schablonenklang, wo jede Produktion gleich klingt. Diese Mailorderkatalog-Bands, wo Kreator, Kataklysm oder Amon Marth angepriesen werden, als wäre das der Metal, den man hören muss. Hauptsache es drückt, es walzt. Völlig an meinen Ohren vorbei, so weit, so schlecht. So verfremdet unnatürlich vergällt es mir den Hörgenuss der letzten drei Saxon-Scheiben. Klingen wie Accept mit Biff am Mikro. Ist das so gewollt? Klingt nicht eine "Power & The Glory" anders als eine "Balls To The Wall"? Ja, das tut sie und das ist gut so, das ist meine Welt, wenn ich die Band an der Musik und ihrem Trademark-Sound erkenne und nicht nach des Produzenten Presets', weil es State-of-the-Art ist, so zu klingen.

Als Gegenentwurf führe ich Ghost (der Wallace-Mix der neuen ist wiederum sensationell), Europe ("Walk The Earth", ey, was für ein Herzenssound!) oder Uriah Heep an, mehr Hard Rock oder Pop, aber hier schafft man, dass Instrumente so klingen, wie sie verstärkt live klingen. Im Doom oder Stoner das gleiche. Hör Nachwuchsbands wie Old Mother Hell oder die Sachsen Goat Explosion, da geht mir soundmäßig das Herz auf. Samael verstehen es, mit ihrem Sound eine ganz eigene Atmosphäre zu kreieren, ein Drummer ist hier schon lange nicht mehr dabei. Somit schließe ich den Kreis zum Thema echte Drums vs. PC und deren Sound. Oder Celtic Frost oder die beiden Triptykon-Scheiben, eine Urgewalt an Klang, meist digital, nicht analog. Da kann jemand die Sound-Idee umsetzen. Sound und Songs gehen eine emotional berührende Symbiose ein. Das ist meins, do bin i dahoam.

Vier Beispiele moderner Bands und Sounds, wo ich das Klangbild einfach nur sensationell finde. Hier fühle ich die Songs.
- Between The Buried & Me - Coma Ecliptic
- Von Hertzen Brothers - War Is Over
- Sieges Even - Paramount
- Paradise Lost - One Second, okay, 20 Jahre auf dem Buckel, aber heute noch top!

Daneben ist für mich Queensryches "Empire" die Blaupause wuchtvollen Sounds, der jedes Instrument glasklar hervorbringt. Ein Traum. Hör mal diese Drums! Du hörst, was Rockenfield schlägt, seine Anschlaghärte, seinen Groove, jedes Becken, jeden Hihat-Streichler. Das Bass-Gezupfe Jacksons ist transparent, die Gitarren laut, aber nicht dröhnend. Dynamik ist das Stichwort, nicht nur des Musikers Instrument, nein, auch des Tontechnikers Knöpferlumgang spielen eine gewichtige Rolle. Geil!

Zurück zum Omen der Diskussion. Drehen wir den Spieß um. Was gefällt Dir an dem Omen-Song? Wo hörst du da die geilen OMEN raus? Was sind deine Reizpunkte, die diese Begeisterung auslösen? Du spielst Gitarre, was hörst Du in dem Spiel, wie gefällt das Klangbild. Wo ist die Spannung im Songaufbau? Was macht der Sänger gut?
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Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 17. August 2018, 12:59

Ich muss ehrlicher Weise sagen, dass ich mich in den meisten Punkten, die du ansprichst, zu 100% wieder finde. Auch ich finde den state-of-the-art Ballersound der "traditionellen" metallischen Schiene eher lästig bis nervig und schätze Bands sehr, die sich von diesem Trend nicht haben infizieren lassen. Es gibt auch bei mir einige Bands, bei denen mir das negativ auffällt. Accept hast du genannt, auch zu Saxon passt das nicht wirklich gut, da bin ich bei dir. Die neue Riot =/. Saxon war nie für den Dampframmensound geschaffen. Ein weiteres Beispiel ist für mich Overkills "Ironbound", das ja weithin gelobt wurde. Mir war das "too much", so dass ich ein "W.F.O.", eine "RelixiV" oder auch die aktuelle Scheibe jederzeit vorziehen würde.

Und ich stehe auch auf die Klangbilder der von dir genannten Gegenbeispiele, z.B. die Herzigen (habe ich leider erst ein Album), die mittlere Phase von Paradise Lost, oder was ganz anderes: Mechanical Poet, Yat-Kha oder die "Canterbury" von Diamond Head, die ich total liebe.

Der Unterschied ist vielleicht bloß, dass mir das "zeitgemäß metallische Soundkonzept" zwar nicht sonderlich gut gefällt, es mir aber dennoch nur ganz selten wirklich so brachial gegen den Strich geht, dass es mir die Musik verleiden würde.


Zum neuen OMEN-Song:

Erstmal ist zu sagen, dass er bisher erst fünfmal gelaufen ist, da etwas noch Wichtigeres und noch Besseres momentan Vorrang hat. Doch dazu komme ich ein anderes Mal. Daher sind die Eindrücke noch recht oberflächlich, aber sie sind doch recht positiv. Bei Begeisterung bin ich noch nicht, aber bei durchaus recht beträchtlicher Anerkennung. Woraus resultiert diese? Nun, ich sag mal so:

1)
Das Klangbild finde ich deutlich besser als bei "Hammer Damage", gerade der Drumsound ist für mich auf jeden Fall angenehmer und dezenter als beim Hammerschaden.

2)
Ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, dass ein erneuter Sängerwechsel so wenig an der stilistischen und ästhetischen Ausrichtung ändert. Die stilistischen Ausreißer waren "Escape To Nowhere" (liebe ich total) und "Reopening The Gates" (finde ich eher öde). Was danach kam, live und auf Platte oder Download, sei es mit Rufs Schorsch, Guutschers Kevin oder dem Geschichten-Matze, war im Guten wie im Bösen "faithful as fuck". Alle haben versucht, den guten alten J.D. aufs Haar zu kopieren. Und sie haben es meines Erachtens auch alle recht gut gemacht. Das ist natürlich in kreativ künstlerischer Hinsicht eher flach und bieder, aber jo, es passt halt zu dem, was man live spielen will (und muss).

3)
Beim neuen Song gefällt mir das flotte Riff zum Einstieg sehr gut, das Drumming dazu ist gediegen einfallslos aber nicht störend, die massive Tempobremse mit Einsetzen des Gesangs bei ca. 0:33 ist nicht allzu gescheidig umgesetzt und hakelt etwas. Stimmlich passen Ausdruck und Timbre, hier und da schreit der Gute aber ein bisschen zu sehr; bei J.D. klang das runder und intuitiver. Die Gitarrenleads und das Solo finde ich gelungen. Was dem Song dafür fehlt sind ein richtig guter Refrain und wirklich zündende Gesangshooklines.


Sollte ein kommendes Album keine besseren Songs haben, würde ich es trotz des für mich besseren Sounds nicht besser bewerten als "Hammer Damage", weil Letzteres für mich doch etliche Songs hatte, die mehr Charakter und Wiedererkennungswert hatten. Der neue Song bringt halt im Klangbild für mich einen Fortschritt und er ist insgesamt besser als die B-Seitenverwurstung von der Split-7" mit BattleRoar. Kompositorisch ist er lauwarm. Gesanglich freue ich mich, weil ich den Griechen nicht nennenswert weniger gut finde als Kevin Goocher, den ich echt immer toll fand. Außerdem freut es mich, dass es dieses Mal etwas besser zu flutschen scheint als zuletzt. Seit der neue Sänger da ist, in weniger als einem halben Jahr zwei neue Songs. Das ist Ultra-Speed für OMEN.

Ich glaube, dass wir vieles gar nicht so furchtbar unterschiedlich sehen. Ich hab nur an meine Lieblinge keine allzu hohen Erwartungen, um mich über ein neues Werk zu freuen. That's me...
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Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 17. August 2018, 13:05

Ach ja, neben Herrn Dirkschneider selbst ist im Übrigen das Klangbild der Alben für mich der zweite Hauptgrund, warum ich jede U.D.O.-Scheibe der letzten Jahre jeder korrespondierenden Accept-Scheibe vorziehe. Live ohnehin.
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Re: OMEN

Beitragvon Jhonny » Freitag 17. August 2018, 17:37

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ach ja, neben Herrn Dirkschneider selbst ist im Übrigen das Klangbild der Alben für mich der zweite Hauptgrund, warum ich jede U.D.O.-Scheibe der letzten Jahre jeder korrespondierenden Accept-Scheibe vorziehe. Live ohnehin.


Hmm, so gern ich U.D.O. mag, aber "Blood Of The Nations" und "Stalingrad" fand ich schon superstark.
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Re: OMEN

Beitragvon Siebi » Freitag 17. August 2018, 22:42

Rüdiger Stehle hat geschrieben:... Ich hab nur an meine Lieblinge keine allzu hohen Erwartungen, um mich über ein neues Werk zu freuen. That's me...

Das ist das Delta, yes! Ich habe IMMER eine Erwartung des freudigen Gefallens der Musik. Nur das etwas neues kommt, freut mich noch lange nicht. Hätten wir das endlich geklärt. Haha.
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Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 18. August 2018, 02:55

Siebi hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:... Ich hab nur an meine Lieblinge keine allzu hohen Erwartungen, um mich über ein neues Werk zu freuen. That's me...

Das ist das Delta, yes! Ich habe IMMER eine Erwartung des freudigen Gefallens der Musik. Nur das etwas neues kommt, freut mich noch lange nicht. Hätten wir das endlich geklärt. Haha.


Doch, mich schon; einfach schon deshalb weil ich eine Freude am Sammeln und am Entdecken habe, und weil ich eigentlich auch immer etwas dran finde, was mir gefällt. Auch an durchwachsenen und schwachen Alben ist nie alles schlecht. Ich bin tatsächlich ein Typ, für den es reizvoller ist, sich mit einem schwächeren Album einer Lieblingsband auseinanderzusetzen und mich an Vertrautheiten zu erfreuen, als mit einem Bombenalbum einer Band, die mir eher egal ist. Ich glaube einfach, dass das "niemals etwas enden lassen" so tief in meinem Charakter eingebrannt ist, dass ich da gar nicht anders kann. Das zieht sich durch nahezu alle Lebensbereiche.

Aber bei mir funktioniert Musikhören eh seit vielen, vielen Jahren ganz überwiegend mit dem Kopf. Ich höre fast immer eher das, was mich gerade interessiert, als das worauf ich gerade Bock habe. Also ich hab dann schon Lust auf die Scheibe, aber eben eher deshalb, weil ich etwas nachhören, etwas analysieren, etwas einordnen, etwas begreifen oder erfassen will, als weil ich irgendwelche Begeisterungsstürme erwarten würde.

Ich hab tatsächlich den Eindruck, dass ich seit recht langer Zeit viel zu verkopft an Musik heran gehe. Ich hab immer noch viel Freude an der Musik; auch am Hören, aber tatsächlich mehr noch am Haben und vor allem am Kennen, es ist eher eine intellektuelle Freude als etwas Spontanes, Unreflektiertes oder tief Emotionales. Es kann gut sein, dass der Archivar in mir mich langsam übernimmt. Hab das ja schon öfters mal gesagt, am Beispiel "St.Anger", aber ich hab inzwischen eine Tendenz dahin entwickelt, dass ich, wenn ich eine Band hören will, nicht am ehesten das Album auflege, das ich am liebsten mag, sondern fast immer primär das Album, das ich am wenigsten gut kenne bzw. halt immer das neueste, bis ich es möglichst so gut kenne wie die Klassiker. Es ist jetzt nicht so, dass das zwanghaft wäre; aber es ist doch recht präsent. Hab ja jetzt auch die ganze Helloween-Diskographie wieder quer gehört, und die Scheiben, die ich am wenigsten gehört habe, waren die besten (Walls, Keeper, Better...); was ich am meisten gehört habe, waren die Single-B-Seiten.
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Re: OMEN

Beitragvon Havoc » Samstag 18. August 2018, 19:41

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich hab tatsächlich den Eindruck, dass ich seit recht langer Zeit viel zu verkopft an Musik heran gehe. Ich hab immer noch viel Freude an der Musik; auch am Hören, aber tatsächlich mehr noch am Haben und vor allem am Kennen, es ist eher eine intellektuelle Freude als etwas Spontanes, Unreflektiertes oder tief Emotionales. Es kann gut sein, dass der Archivar in mir mich langsam übernimmt.


Finde das nicht so bedenklich, da ja auch das eben Teil des Hobbys ist und ja auch Spaß macht. Ein wenig ticken wir ja eigentlich alle so. Ansonsten müssten wir hier keine Noten, Bestenlisten und Soundchecks machen. Es macht einfach Spaß sowas zu erforschen. Mir geht es auch oft so, dass ich am ehesten die CDs aus meiner Sammlung auflege die ich am wenigsten im Kopf habe. Weil, dann wirken sie am ehesten wie neu. Manchmal denkt man sich...."och, die fandste damals aber schon mal besser"...und manche Alben zünden auf einmal aus unerfindlichen Gründen total. Was ich sagen will....das ist halt alles Teil des Hobbys. :)
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Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 23. September 2018, 12:21

So, gestern war es also soweit: Mein zwölfter persönlicher OMEN-Gig, der Co-Headliner-Auftritt beim "Harder Than Steel" war meine Premiere mit dem neuen Line-up aus Kenny Powell, Nikos Migus Antonoyiannakis, Roger Sisson und Reece Stanley. Insgesamt ein guter Gig, auch wenn ich das Gefühl gehabt habe, dass der Sound sehr laut und übersteuert war, so dass der Funke zum Publikum nicht ganz so übersprang wie man das bei OMEN gewohnt ist. Hatte aber nicht den Eindruck als habe das an der Performance der Band gelegen. Dennoch O/D SAXON davor und ASHBURY danach hatten eine bessere Publikumsresonanz.

Hier die Setlist:

- Death Rider
- Alive (neuer Song)
- Ruby Eyes of the Serpent
- Last Rites
- The Axeman
- Warning of Danger
- Dragon's Breath
- The Curse
- Evil Seductress (neuer Song)
- Don't Fear the Night
- Torture Me
- The Teeth of the Hydra
- Battle Cry
- Die By the Blade (Zugabe)

Weiterer positiver Eindruck: Die Band scheint zu harmonieren. Bedenklich: Bisweilen der Zustand von Kenny, wenn er nicht auf der Bühne steht (dort passt alles), sondern durchs Publikum wankt und immer wieder die Leute anspricht, etwas nuschelt, das niemand versteht, und dann sofort weiter geht. Keine Ahnung... Aber den Spaß an seiner Band scheint er dennoch wieder gefunden zu haben.

Und die neue Single gab es auch, in einem höchst seltsamen Format... 3"-CD, in einem hochformatigen Halter aus Karton. Wahlweise mit oder ohne Patch. "Alive", die A-Seite, finde ich nach wie vor richtig, richtig stark; und "Evil Seductress", das Stück der B-Seite hat auch seinen Reiz, doch da komme ich irgendwie in den Flow nicht so hinein, gut zum Hören, aber noch nicht so gut zum Merken.

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Re: OMEN

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 12. April 2020, 22:56

Ich gönne mir gerade das zwar zweifelhafte aber doch irgendwie unterhaltsame Vergnügen, dem Sampler "All Fear The Axeman - An Italian Tribute To Omen" zu lauschen.

Bild

Nein, Spaß, das machen die schon weitgehend recht gut, die Jungs... und älteren Semester... der Akzent ist bisweilen aber echt witzig.
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