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von Rüdiger Stehle » Freitag 23. Dezember 2022, 02:49
Schön, dass dir das gute Stück so gut gefällt. Die alte Debatte in Fankreisen hast du ja zutreffend angedeutet. Das war natürlich auf gut Schwäbisch eine Käsdreckzieherei sondergleichen, aber das hat am Ende nur noch historische Relevanz. Wenn überhaupt, dann nur insoweit, dass sie die Ursache dafür sein könnte, dass das wirklich starke Album nicht den exponierten Status in der Deris-Ära hat, den es vielleicht haben könnte, wenn man sich nicht durch die Titelwahl der Keeper-Legacy-Debatte bewusst ausgesetzt hätte.
Mir ist das unterm Strich letztlich egal, denn ich sehe durchaus die Punkte, warum man es getan hat. Der epische Ansatz der Keeper-Ära ist in Form der beiden Longtracks vorhanden, die schon durch ihre Spielzeit, aber auch durch ihre Arrangements, vor allem beim "King For A 1000 Years", und die gespiegelte Platzierung (hier beide am Anfang ihrer CD, statt wie bei KOTSK I & II jeweils am Ende) die Vorbilder referenzieren. Parallelen finden sich auch im Songwriting, und auch darin, dass eben beide Phasen nicht nur die alles überstrahlenden Epen kannten, sondern auch die schlichteren, gut gelaunten Singalongs. Und man wollte wohl zeigen, dass die Band auch mit Andi Deris große Konzepte und Alben stemmen kann. Manchen mag der Doppeldecker auch zu ausladend sein, aber wie du richtig sagst, kann man das durch die Aufteilung auf zwei halbe Alben durchaus auch häppchenweise genießen.
Ja, was soll man sagen, am Ende passiert auf dem Legacy-Album musikalisch, kompositorisch und stilistisch irre viel. Das Album ist wahnsinnig abwechslungsreich, und um instrumentale Kabinettstückchen ist man selbst bei den unscheinbareren Stücken nicht verlegen. Wie irre geil zockt Markus seinen funky Bass den bitte auf "Invisible Man"? Ach ja, und mit dem Einstieg von Dani Löble hatte sich da dann die neue Helloween-Band auch wieder vollends gefunden. 18 Jahre später sind noch alle mit an Bord (plus zwei mehr).
Meine Geheimfavoriten sind übrigens die beiden letzten Tracks 'Get It Up!' (Weiki) und 'My Life For One More Day' (Großkopf/Deris). Die eher seltenen Markus-Songs sind eh fast immer unter meinen Faves.
DANKE fürs Review und dafür, dass das Album mal wieder Thema sein darf.
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von Jhonny » Freitag 23. Dezember 2022, 09:48
Das war mein Einstiegs-Album in dem Sinne, dass es das erste HELLOWEEN-Album war, das ich damals neu gekauft habe. Ich muss sagen, dass ich es immer noch sehr gerne höre. Die beiden Longtracks gehören für mich klar in den HELLOWEEN-Pantheon. Ansonsten habe ich beim Hören oft das Gefühl, eher neuere AVANTASIA zu hören, was natürlich überhaupt nicht schlecht ist, aber mit dem Keeper-Label etwas ungünstig benannt ist.
Im Diskographie-Check gab es bei mir damals Platz 6:
1. Keeper Of The Seven Keys Pt. 1 2. Keeper Of The Seven Keys Pt. 2 3. 7 Sinners 4. Better Than Raw 5. The Time Of The Oath 6. Keeper Of The Seven Keys – The Legacy 7. Walls Of Jericho 8. Gambling With The Devil 9. The Dark Ride 10. Straight Out Of Hell 11. Master Of The Rings 12. Rabbit Don't Come Easy 13. Pink Bubbles Go Ape 14. My God-Given Right 15. Chameleon
Das würde ich heute, denke ich, noch ähnlich einsortieren.
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von Loomis » Freitag 23. Dezember 2022, 10:43
Jhonny, in der Liste fehlt noch die neue. Die "7 Sinners" auf dem Treppchen? Interessant, die habe ich schon hier, aber leider immer noch ungehört... 
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von Jens Wilkens » Freitag 23. Dezember 2022, 12:44
Die erste EP gefällt mir von HELLOWEEN immer noch am besten. 
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von Rüdiger Stehle » Freitag 23. Dezember 2022, 14:16
Jens Wilkens hat geschrieben:Die erste EP gefällt mir von HELLOWEEN immer noch am besten. 
Ich hatte auch die "Walls Of Jericho (inkl. EP)" im Diskographiecheck auf #1. Marcel, Mahoni, Walter und Marius ebenso. Liegt daran, dass Kai Hansen nach wie vor mein Lieblingssänger bei Helloween war und ist, und die Frische, Spontaneität und Härte des ersten Albums und - natürlich - der EP sind halt unerreicht. Besser wurde Melodie, Härte und Eigenwilligkeit selten verbunden.
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von Pillamyd » Freitag 23. Dezember 2022, 15:48
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wie irre geil zockt Markus seinen funky Bass den bitte auf "Invisible Man"? Ach ja, und mit dem Einstieg von Dani Löble hatte sich da dann die neue Helloween-Band auch wieder vollends gefunden. 18 Jahre später sind noch alle mit an Bord (plus zwei mehr).
Markus ist einfach richtig, richtig klasse in dem was er da tut. Ich sag ja, was der da schon am Anfang des Albums zeigt ist hörbarere Wahnsinn in gut gemeint. Eines hatte ich noch vergessen zu erwähnen. Denn wirklich das einzige was mich zunächst ziemlich verwundert hat, der Entstehungs- bzw. Veröffentlichungszeitraum des Legacy Albums ist. Denn erst ab diesem Album kehrte ja Line Up technisch erst wieder Ruhe in die Band ein und nachdem die "Rabbit Don't Come Easy" ja auch gar nicht so gut ankam und der Sascha ja auch noch gar nicht so lange dabei war und dann auch erst Löble dazugestoßen ist, finde ich es schon sehr mutig dann mit so einem Titel zu arbeiten und zu veröffentlichen und im Nachhinein auch verdammt stark. Ich kenne die Einzelheiten zur Entstehung nicht. Also ob man von Anfang an gewusst hat, dass man an einer neue "Keeper" arbeiten will oder ob das mit der Zeit kam. Aber das durchzuziehen, so Konsequenz, mit dieser neuen Besetzung. Ich finde das stark. Und bei dem starken Material, dass man zu hören bekommt, sehe ich bildlich vor mir wie Weiki selbstzufrieden mit seiner Kippe schief im Mund hängend den Mittelfinger in alle Richtungen der Kritiker ausstreckt und sich einen grinst. Und womit? Mit recht! Verdammt starkes Album.
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von Jhonny » Freitag 23. Dezember 2022, 17:03
Loomis hat geschrieben:Die "7 Sinners" auf dem Treppchen? Interessant, die habe ich schon hier, aber leider immer noch ungehört... 
Für mich ist "7 Sinners" die beste HELLOWEN des neuen Jahrtausends. Loomis hat geschrieben:Jhonny, in der Liste fehlt noch die neue.
Ich weiß... wollte an der alten Liste da gerade nicht herumdoktorn.
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von Pillamyd » Donnerstag 17. April 2025, 13:43
Neues Album steht vor der Türe und kein Post von zumindest Rüdiger.
Mir kommt es vor, als wäre das letzte Album noch gar nicht so lang draußen und das Konzert ebenfalls nicht. Bin etwas über die "nur" 10 Songs überrascht. Bin aber trotzdem mal auf die Laufzeit der einzelnen Songs gespannt. Seitdem wunderbaren Diskographie Check (immer noch ein Highlight der letzten paar Jahre, hier auf powermetal.de) bin ich ja auch so richtig zur Band gekommen. Bis Ende August zu warten ist natürlich gemein, aber ich denke, da wird es bald etwas zu hören geben.
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von Jhonny » Donnerstag 17. April 2025, 16:10
Sehr cool! Naja, das letzte Album ist 4 Jahre her... da darf schon mal was neues kommen 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 17. April 2025, 17:40
Ich krieg doch nichts mehr mit.  Wusste, dass für heuer eines angekündigt ist, und dass Kiske auf 7 Songs als Sänger zu hören sein soll, Deris auf 6 und Hansen auf 3. Aber VÖ-Datum weiß ich noch nicht, also ist's noch nicht aktuell. Koe Zeit fr nix... Freue mich aber natürlich drauf. EDIT: Ah, well, Metal-Archives ist dein Freund: 29.08.2025, "Giants & Monsters"... so... so... 1. Giants On The Run 2. Savior Of The World 3. A Little Is A Little Too Much 4. We Can Be Gods 5. Into The Sun 6. This Is Tokyo 7. Universe (Gravity For Hearts) 8. Hand Of God 9. Under The Moonlight 10. Majestic Das Artwork ist aber nicht korrekt, das dort abgebildet ist. Wird anders aussehen. Zum Glück...
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