Helloween

Re: Helloween

Beitragvon scumi » Freitag 2. Juli 2021, 14:27

[quote=Rüdiger Stehle]Die Gruppentherapie ist inzwischen auch online:
http://www.powermetal.de/content/artike ... 097-1.html[/quote]

Sehr schön! Ich weiß gar nicht, ob ich dem Album 10/10 geben würde. Aber andererseits: Welchem Album würde ich den sonst 10/10 geben?

Ich habe bislang fast ausschließlich positives Feedback vernommen. Es gibt natürlich Leute, die mit der Musik von Helloween grundsätzlich nix anfangen können, was vollkommen ok ist - oder Berufs-Nörgler, aber ansonsten gibt es extrem viel positives Feedback.

Und auch der Erfolg (Charts) scheint dem Recht zu geben. Das scheint nach der hammermäßigen Tour schon der zweite größtmögliche Treffer zu sein, den sie in dieser Konstellation hätten landen können
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 13. Juli 2021, 10:31

Helloween | Helloween

Mit etwas Abstand höre ich an diesem Morgen dieses Album und fühle mich bereit etwas zu diesem Werk zu schreiben.
Wenn ich mir die Gruppentherapie nochmal zu Gemüte führe, sehe ich mich irgendwo zwischen der Rüdiger und Holger wieder. Dabei bin ich weit entfernt zu sagen, dass mich nach den ersten paar Durchläufen der ein oder andere Song nervt. So die ganz große Euphorie fehlt mir aber trotzdem. Liegt vielleicht daran, nicht die Verbindung zur Band zu haben, wie eben Rüdiger. Ich bin ja auch immer noch am Kennenlernen. Hinzukommt, dass ich nicht so der Kiske Fan bin wie manch anderer hier.
Warum ich hier mit meiner Meinung noch hinterm Berg gehalten habe, hat einen gewichtigen Grund. Denn im Grunde genommen gefällt mir der Deris besser als der Kiske. Auf diesem Album ist aber etwas richtig Gelungenes passiert. Der Deris, auch wenn ich ihm etwas mehr space gewünscht hätte, kommt immer zu den richtigen Momenten zum Vorschein. Wenn sein Gesang einsetzt, verleiht das den Songs meistens nochmal einen richtig fetten punch. Und das merkt man vor allem im Longtrack. Gerade die letzten 3-4 oder 5 Minuten sind der absolute Knaller. Jetzt bleibt für mich halt die Frage, ob Kiske nötig gewesen wäre. Ist er wirklich dieser Mehrwehrt für die Band? Oder wertet es die Band nicht ab, das Album nur an Kiskes „Rückkehr“ auf einem Studioalbum festzumachen? Und so weiter…
Damit will ich nicht sagen, dass das hier Thema war. Es kam mir nur spontan in den Sinn. Und daran habe ich festgehalten. Zu einem Ergebnis auf die Frage, bin ich nicht gekommen.
Kiske gefällt mir zum Beispiel in „Down In The Dumps“ hervorragend. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich immer etwas zu mäkeln. Aber um das auszuklamüsern, bräuchte ich nochmal doppelt so viel Durchgänge und die schaff ich gerade nicht.
Ich hatte auch etwas Angst um die Länge des Albums. Das benötigt schon ein gewisses Durchhaltevermögen und kann einige Längen enthalten. Das hatte ich zum Beispiel beim ersten Mal hören bei der „Straight Out Of Hell“. Das Album ist mir schlicht zu lang bei nicht durchgehend großartigen Songs.
Das ist vielleicht einer der Stärken dieses Albums, weil es halt dann doch irgendwo recht abwechslungsreich ist. Deswegen finde ich „Robot King“ auch so unfassbar gut, mit seinem Mittelteil.
Weniger gut finde ich Songs wie „Cyanide“ oder Angels“.
Ich schätze ich würde das Album irgendwo zwischen 7,5 oder 8 Punkten festmachen. Was ich im Verhältnis zu Rüdiger und meiner erst neulichen Entdeckungen ganz ordentlich finde.
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Dienstag 13. Juli 2021, 10:47

Spannend, das mit der "hm, ist mir etwas zu lang" hatte ich tatsächlich bei den meisten Helloween-Alben.
Ich schiebe das auf zwei Gründe. Zum einen ist bei mir eben immer noch der Fall gegeben, dass bei mit selten alle Songs eines Albums zünden, wenn man die Band immer geil findet, ist so eine Masse an Output natürlich kein Thema, ich kann ja auch z.B. Ayreon-Doppelalben ohne Probleme hören, aber da gefällt mir halt in der Regel eben auch alles richtig gut.
Andererseits höre ich ja die letzte Zeit vermehrt Death Metal und Punk und muss doch sagen, dass ich die dort eher üblichen kompakten Laufzeiten echt zu schätzen weiß. Ich find es gar nicht schlimm, wenn ein Album in einer halben Stunde oder 40 Minuten ins Ziel kommt, sogar eher im Gegenteil.
Ich weiß noch, dass ich da früher bei Vader teils enttäuscht war, die Sicht hat sich bei mir grundlegend geändert.

Edit: Die Straight hat halt zudem das "Problem", dass sie ihren stärksten Song am Anfang hat. ;) :D
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 13. Juli 2021, 11:02

Bin ich völlig bei dir.
Ich hatte "Straight Out Of Hell" nur als Beispiel genannt, weil es das letzte Album war welches ich gehört hatte von der Band und da ist es mir, wie übrigens bei auch bei der "Better Than Raw", die ich im Gegensatz zu vielen anderen auch nicht so stark finde.

Bei "7 Sinners" habe ich das Gefühl ebenfalls nicht. "My God Given-Right" teils/teils. Je nach Durchlauf tatsächlich. Bleibt mir noch die "Gambling..." und die "Rabbit...". Die habe ich noch gar nicht gehört. Dürfte jetzt aber die nächsten 3 Wochen passieren.
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 16. Juni 2022, 14:26

Heute vor einem Jahr erschien "Helloween" und genau an diesem heutigen Tag, habe ich mir dann doch eine Karte für Stuttgart besorgt.

Seit ein paar Tagen läuft hier immer mal wieder die Band. Meist die Alben ab der "Rabbit Don't Come Easy", da ich die noch nicht so im Kopf habe. Die dritte Keeper fehlt mir noch.
Ob das jetzt Sinn ergibt weiß ich nicht. Aber wenn ich die Alben ab der "The Dark Ride" in ein Top 3 Ranking setzen müsste, würde das ganze wohl wie folgt aussehen:

01. The Dark Ride
02. 7 Sinners
03. Helloween

Ich freu mich au das Konzert im September. Gibt es Forianer, die da auch anwesend sein werden?
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. Juni 2022, 14:48

Ich bin auch auf der Tour dabei, aber in Kempten, weil der Stuttgart-Termin ursprünglich mal mit dem KIT kollidiert wäre. Außerdem bin ich tatsächlich auch deutlich schneller in Kempten.

Was deine Liste angeht, würde ich Platz 2 und 3 drehen. Das mag jetzt überraschend kommen, wenn man bedenkt, wie sehr ich die "Helloween" letztes Jahr gefeiert habe, wozu ich auch nach wie vor stehe. Dennoch, "The Dark Ride" ist für halt schon nach wie vor ein richtig großer Klassiker, die Tour war toll, das Album hat gigantische Hits und eine enorme Vielseitigkeit. Die will ich nicht vom Sockel stoßen, nur weil das Reunion-Album so ein Megaevent war und ist. Das Album hat ganz andere Qualitäten, hat aber eben nicht 22 Jahre Test of Time in den Knochen, die der dunkle Ritt eben mit Bravour bestanden hat. Die sieben Sünder mag ich auch sehr, finde ich aber in der Breite und in der Spitze doch deutlich weniger stark als die anderen beiden.
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 16. Juni 2022, 15:01

Für Kempten ist der Termin aber auch erst im November oder?

Ich müsste die Platzierung so erklären:

"The Dark Ride" hat mich total überrascht. Total faszinierendes Album, dass seine Düsterkeit irgendwie ganz eigenartig einsetzt und trotzdem voll nach "Helloween" klingt. Ich hab mich sehr angezogen von dieser Grundstimmung gefühlt und gleichzeitig ein komisches Gefühl dabei gehabt. Aber je öfter das Album läuft desto stärker finde ich es auch.

"7 Sinners" halte ich für das härteste aller "Helloween" Alben und das gefällt mir schonmal von vorneherein halt wunderbar. "If A Mountain Could Talk" hat sich echt in mein Herz gekämpft. Das wäre davor unmöglich gewesen. "Where The Sinners Go" ist ein Einstand nach Maß. Gefällt mir einfach wahnsinnig gut.

"Helloween" hat irgendwie auch einen besonderen Stellenwert. Vielleicht sogar weil es das kurzweiligste Album ist in meinen Augen. Das war ja immer so das größte Problem. Die Länge der Alben. Aber es ist immer noch ein sehr, sehr abwechslungsreiches Album. "Robot King" dürfte hier mein Favorit sein.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. Juni 2022, 15:12

Für die härteste Helloween halte ich am Ende dann doch noch die "Walls of Jericho", aber ja, "7 Sinners" rappelt schon auch gut im Karton, und wenn du deine Lieblingssongs so nennst, dann ja, darf man auch nicht unterschätzen. 'If A Mountain Could Talk' ist in der Tat wundervoll.
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 21. Juni 2022, 11:23

Oh man, ja klar!
Die vergesse ich immer wieder. Aber nicht weil sie schlecht ist. Irgendwie tendiere ich dazu, die Band immer in Phasen einzuteilen.

Das Album lief gestern noch so als Betthupferl.
Mensch, so langsam finde ich immer weniger Argumente gegen die Band. Außer manch Längen, gefällt das mir immer besser. Dementsprechend freue ich mich tierisch auf das Konzert. Ob ich mich aber mit Hammerfall noch beschäftigen werden davor, wage ich zu bezweifeln :grins:
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 21. Juni 2022, 18:24

Helloween in Phasen einzuteilen, bietet sich ja auch absolut an.

Hansen-on-mic-Phase: EP, Walls
Keeper-Phase: K1 und K2
späte Kiske-Phase: PBGA, Chameleon
Deris-Grapow-Kusch-Phase: MOTR, TTOTO, BTR, TDR
Deris-Gerstner-Löble-Phase: RDCE (noch ohne Löble) bis MGGR
Siebnerphase: ab Pumpkins United

Das macht die Band ja auch so spannend. Ich finde auch ganz entschieden, dass von allen Happy Metal Bands, Helloween nicht nur die härteste sein kann und meistens auch ist, sondern auch die abwechslungsreichste und kreativste.

Hammerfall bäckt da schon deutlich kleinere Brötchen, finde ich aber durchaus auch noch sehr weit vorne in dem Genre.
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