Helloween

Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 29. April 2021, 11:23

Rüdiger Stehle hat geschrieben:[...]
Dass HELLOWEEN am Ende nicht auf #1 steht, ist momentan schwer vorstellbar, denn ich halte das, was Kürbis Inc. hier abgeliefert hat bzw. abliefern wird, ohne Übertreibung und ich meine auch ohne rosa Brille, für ein völlig, durch und durch, in jeder Faser, grandioses Werk, das für dieses Genre in jeder Hinsicht gänzlich neue Maßstäbe setzt. Klingt jetzt nach Fanboy galore, und natürlich mag ich die Band unheimlich, aber DAS ist wirklich nochmal eine ganz andere Liga, als man erwarten konnte, und ich habe viel erwartet.
[...]


Pillamyd hat geschrieben:[...]
Bei Helloween hatte ich aber tatsächlich nichts anderes erwartet. Und auch wenn das, wie du sagst, nach Fanboytum klingt, glaube ich dir da einfach jede Zeile. Es gibt kaum einen, dem ich die Euphorie und Herzblut so abnehme, wie dir. Das zeigen nicht nur deine ausführlichen Rezensionen. Das meine ich jetzt auch ohne rosarote Brille :grins:


Jhonny hat geschrieben:[...]
Auf HELLOWEEN freue ich mich davon am meisten. Die Single ist klasse, die Tour war der Wahnsinn.
Wenn Single und Tour ein Vorgeschmack auf das Album sind wird es sicher das beste Kürbis-Album seit der "Better Than Raw". Ob ich bei Rüdigers Euphorie mitgehen kann weiß ich natürlich nicht.
HELLOWEEN verpasst selten meine Top 20. "My God-Given Right" aber damals zurecht.
[...]


@ Pillamyd:
Danke, das hört man natürlich gerne, wenn das so ankommt.

@ Jhonny:
Klar, ob sich die Euphorie nachher auch bei dir einstellen wird, muss man sehen. Das kann man nie vorher wissen.

@ All:
Was für mich die Helloween weit über das persönliche Affektionsinteresse hinaus so bemerkenswert macht, sind allerdings ein paar durchaus halbwegs "objektivierbare" Punkte, die hier einen "tatsächlichen" großen Wurf nahe legen. Das sind die folgenden:

- Der Sound ist so etwas von State of the Art, so etwas habe ich lange nicht oder noch nie gehört. Ich will nicht wissen, was diese Produktion gekostet hat. Das ist eine Differenziertheit, wie sie Priest in den Siebzigern hatte, oder Maiden in den Achtzigern, oder Tool in den Neunzigern, und wie großartig der Bass von Markus Großkopf hier wirken kann, das ist Helloween selbst seit 20 Jahren nimmer gelungen.

- Ich konnte bei der Zoom-Listening-Session in die Gesichter von 50 Kollegen schauen, und das sprach einfach Bände. Die waren alle völlig gebannt bis euphorisch, das hat man ihnen einfach angesehen. Und die Reaktionen in der Pressekonferenz waren entsprechend. Und auch was die NB-Labelleute, allen voran Chef Markus Staiger, von sich gaben, klang eben nicht nach Promophrase und Business as Usual, sondern dem Staiger hat man angesehen und angehört, dass er wirklich überzeugt ist, dass das der größte Moment seiner Labelgeschichte ist. Und das heißt was, bei dem Label.

- Die Interaktion der Musiker, die Arrangements für drei Gitarren und drei Sänger, das Bandgefüge und die Chemie in der Band scheinen einfach grandios zu funktionieren, in einer Art und Weise, wie ich das echt noch nie beobachten konnte.

- Die Reaktionen von Leuten aus dem Business, die weder vom eigenen Label noch Promoter noch Journaille sind, und das Album schon hören konnten, sind ebenfalls beeindruckend. Also Leute von anderen Labels, Musiker von anderen Bands (also von "Konkurrenten"), sprechen mit einem Respekt von dem kommenden Album, den ich so im Vorfeld einer VÖ eines Branchenprimus auch noch nicht erlebt habe.


Das heißt natürlich immer noch nicht, dass jeder die Begeisterung teilen wird, aber es ist hier halt einfach was wirklich Großes unterwegs.
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Dienstag 11. Mai 2021, 22:43

Ein kleiner Nebenausflug.
Wir hatten ja an anderer Stelle mal kurz über YouTube-Reaction-Videos von professionellen Musikern und Sängern gesprochen.
Die wunderbare Elizabeth Zharoff (Kanal "The Charismatic Voice") hat letzte Woche ein Video zu "Keeper Of The Seven Keys" veröffentlicht (in dem sie natürlich vor allem Michael Kiske analysiert), ist zu einer der Pumpkins United Aufnahmen. Bin noch nicht ganz durch, aber ich finde ihre Art immer ganz toll, wie sie, als selbst erklärter "vocal nerd", immer super enthusiastisch analysiert und abfeiert, so auch hier wieder.
Hier das Video: https://youtu.be/j202wF41ZgY

PS: Die Aufnahme ihres Videos ist von Halloween letztes Jahr, hing aber wohl ewig in der Copyright-Strike-Hölle von YouTube.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 11. Mai 2021, 23:09

Auch wenn ich ein Stück weit ein gespaltenes Gefühl mit all diesen Reaktionsvideos habe, weil es a) ein bisschen so ist, als würde man sich als Metaller die Bestätigung von Nichtmetallern holen, dass man da gute Musik und tolle Musiker höre, und weil es b) halt schon auch so unglaublich viele völlig schrottige YT-Chanels gibt, die auf Metalsongs reagieren.

ABER: Ich schaue trotzdem gerne solche Videos, und zwar weil ich es einfach bisweilen schön finde, dass die Musik auch bei Leuten was auslösen kann, die nicht wie Meinereiner seit 33 Jahren im genreeigenen Sud gart. Ich mag "Lost In Vegas" (yeah, einfach lässige "Bros!"), "Vin And Sori" (sympathische Stimmen der christlichen USA), "Beth Roars" (extrem cooler schottischer Akzent) und "The Charismatic Voice" in der Regel fast immer sehr gerne.

"Keeper Of The Seven Keys" ist nach meiner Wahrnehmung einer der beliebtesten Songs überhaupt, für solche Reaktionsvideos jeder Art, des Gesangs wegen, der Lyrics wegen, der Theatralik wegen, der Epik wegen. Gerade dieses Livevideo kommt sehr oft, und ich kann das auch echt gut verstehen. Phantastische Performance. Ich glaube, dass ich diesen Mitschnitt schon locker 100x gesehen habe. Die DVD viele Male, und dann unzählige Reaktionsvideos, parallel zu Forendebatten usw...

Unterm Strich denke ich, dass es wenige stilprägendere Songs gibt, als "Keeper of the Seven Keys".
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Dienstag 11. Mai 2021, 23:16

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Auch wenn ich ein Stück weit ein gespaltenes Gefühl mit all diesen Reaktionsvideos habe, weil es a) ein bisschen so ist, als würde man sich als Metaller die Bestätigung von Nichtmetallern holen, dass man da gute Musik und tolle Musiker höre, und weil es b) halt schon auch so unglaublich viele völlig schrottige YT-Chanels gibt, die auf Metalsongs reagieren.

ABER: Ich schaue trotzdem gerne solche Videos, und zwar weil ich es einfach bisweilen schön finde, dass die Musik auch bei Leuten was auslösen kann, die nicht wie Meinereiner seit 33 Jahren im genreeigenen Sud gart. Ich mag "Lost In Vegas" (yeah, einfach lässige "Bros!"), "Vin And Sori" (sympathische Stimmen der christlichen USA), "Beth Roars" (extrem cooler schottischer Akzent) und "The Charismatic Voice" in der Regel fast immer sehr gerne.

"Keeper Of The Seven Keys" ist nach meiner Wahrnehmung einer der beliebtesten Songs überhaupt, für solche Reaktionsvideos jeder Art, des Gesangs wegen, der Lyrics wegen, der Theatralik wegen, der Epik wegen. Gerade dieses Livevideo kommt sehr oft, und ich kann das auch echt gut verstehen. Phantastische Performance. Ich glaube, dass ich diesen Mitschnitt schon locker 100x gesehen habe. Die DVD viele Male, und dann unzählige Reaktionsvideos, parallel zu Forendebatten usw...

Unterm Strich denke ich, dass es wenige stilprägendere Songs gibt, als "Keeper of the Seven Keys".


Ich glaub, bei mir befriedigen die Videos sogar eher so etwas den "Missionierungsdrang", gerade, weil ich im Privatleben nicht mehr viele Leute habe, denen ich was (neu) näher bringen kann😅

Edit: und ja, Beth Roars ist auch toll (die hat im Podcast auch Mal Ralf Scheepers interviewt, meine ich). Lost in Vegas und Vin & Sori schau ich sporadisch auch Mal. Ich hab aber eher Spaß an den "Profis", da ich da teilweiße tatsächlich noch selbst Sachen lerne. LiV und Von & Sori sind natürlich teilweiße auch prima, da sich, insbesondere letztere, ja auch meist stark mit den Texten auseinandersetzen.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 14. Mai 2021, 11:38

Ich bin ja durchaus ein bisschen stolz darauf, dass Nuclear Blast mein Zitat aus der Listeningsession für die Anzeigenwerbung verwendet:

Das neue Album von HELLOWEEN ist eine eindrucksvolle Lehrstunde im Übertreffen unglaublich hoher Erwartungen. Es vereint alle Stärken einer großen Bandhistorie und sieben außergewöhnlicher Musiker zu einem in jeder Hinsicht kreativen, fein ausbalancierten, epischen und mitreißenden Werk.

POWERMETAL.de


Und das, obwohl es so lang ist...

Ach ja: Die Promo läuft ausgiebig in Dauerschleife und nein, das Album nutzt sich nicht ab.
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Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Freitag 14. Mai 2021, 12:54

Das freut mich sehr für dich. Und darauf kann man wohl durchaus auch stolz sein.
Wenn ich das für einer meiner Lieblingsband machen dürfte und dann auch noch Verwendung finden würde, würde ich wahrscheinlich aus den Latschen kippen :grins:
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 17. Mai 2021, 16:38

Wenn das mal kein tolles Artwork ist:

Bild
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 19. Mai 2021, 23:14

Feamorn hat geschrieben:Ich weiß nun auch wieder, warum ich immer mal wieder auf Helloween zurück komme, was die da technisch abziehen begeistert mich jedesmal wieder, ebenso die Produktion.
Das Songwriting bleibt mir leider selten hängen, bzw. die Resonanz bei mir ist nicht 100% gegeben.
Aber die Dark Ride wollte ich eigentlich schon ewig haben z.B., und sie gefällt mir ungefähr so gut wie erhofft (Better Than Raw war ja meine Erste, damals zum Release, und, bitte nicht steinigen, in Sachen Sound auch bislang meine liebste Phase der Kürbisse, da spielt der Dunkle Ritt halt total rein).

Warum sollte dich jemand steinigen wollen, wenn du der besten Scheibe der Deris-Ära deinen Lieblingssound attestierst?
;-)

Und ja, technisch ist das eine der ganz großen Bands. Wird gerne mal übersehen, wegen der vermeintlichen Kinderliedmelodien hier, angeblich zu viel Humor da und mutmaßlich zu viel Kitsch dort, aber ich glaube selbst ohne Musiktheorie-Diplom sagen zu können, dass wirklich alle Helloween-Musiker absolute Giganten an ihren Instrumenten sind. Das ist auch etwas, was die Band unheimlich stark von vielen Konkurrenten oder Nacheiferern im selben stilistischen Segment abgrenzt, die für sich genommen auch handwerklich stark sein mögen, die aber - für mich - zu keiner Zeit so verspielt, so kreativ, so vielseitig und so innovativ zu Werke gehen. Kein Hammerfall, kein Stratovarius, kein Labyrinth... und ich mag die Bands alle, darum geht's gar nicht, aber Helloween ist da m.E. einfach doch in nahezu jeder Phase nochmal eine andere Hausnummer, und zwar gleich, ob die Gitarrenfront aus Hansen/Weikath, Weikath/Grapow, Weikath/Gerstner oder nun eben Weikath/Gerstner/Hansen besteht. Man muss da gerade jetzt auf der Live-DVD und den neuen Songs mal hinhören oder hinschauen, was diese Jungs da abliefern, das ist einfach wundervoll. Und von Großkopf und Löble haben wir da noch gar nicht angefangen. Hach... es geht schon wieder mit mir durch, aber es ist doch wahr... :grins:

Feamorn hat geschrieben:Nachtrag:

Nabataea verzaubert mich gerade ähnlich, wie damals Kuschs geniales Intro und Push auf der Better Than Raw!


Feamorn hat geschrieben:Apropos:

Helloween - Deliberately Limited Preliminary Prelude in Z

danach

Helloween - Push

Wohl tatsächlich das Erste, was ich von der Band jemals gehört habe. (Glaube ich zumindest. Falls es Master the Rings oder Time Of The Oath aus der Siegburger Stadtbücherei waren, ist meine Erinnerung durcheinander. :grins: )


Man kann ja auch kaum besser in die Band einsteigen. Tolles, hochenergetisches Doppel mit viel Melodie und viel Durchschlagskraft. Scheiben völlig grandios eröffnen, das ist eines der vielen großen Talente von Helloween.

Feamorn hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
Feamorn hat geschrieben:Helloween - Straight Out Of Hell

Wow, Nabataea ist ja mal ein Knaller! Die Latte hängt mit DEM Opener mal ganz schön hoch, jetzt bin ich aber gespannt...


Ja, geiler Song!



Musste mit dem Album vorhin pausieren, bin gerade erst durch, die Klasse hat es so aufs erste Ohr leider nicht nochmal erreicht für mich, aber über den Opener komm ich einfach nicht weg... Wahnsinn. Anwärter auf meinen (bislang) liebsten Kürbissong? :-O
Da stimmt echt alles! Sehr hart, dennoch verspielt, stellenweise fast proggig, dazu haut der Löble echt was raus am Schlagzeug... Puh!

Daher:

Helloween - Namataea


Aye. Nabataea ist ein Hammer von Song und ein Hammer von Opener. Ja, in der Tat der beste Song der Scheibe. Dennoch hat die Band damit ihr Pulver noch nicht verschossen. Die beiden Großkopf-Songs sind Bombe, "Waiting For The Thunder" kommt spät aber gewaltig... habe den erst live so richtig lieben gelernt, aber heute ist der heiß verehrt. Und auch die beiden Weiki-Songs strahlen nicht minder.
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Mai 2021, 23:33

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und ja, technisch ist das eine der ganz großen Bands. Wird gerne mal übersehen, wegen der vermeintlichen Kinderliedmelodien hier, angeblich zu viel Humor da und mutmaßlich zu viel Kitsch dort, aber ich glaube selbst ohne Musiktheorie-Diplom sagen zu können, dass wirklich alle Helloween-Musiker absolute Giganten an ihren Instrumenten sind. Das ist auch etwas, was die Band unheimlich stark von vielen Konkurrenten oder Nacheiferern im selben stilistischen Segment abgrenzt, die für sich genommen auch handwerklich stark sein mögen, die aber - für mich - zu keiner Zeit so verspielt, so kreativ, so vielseitig und so innovativ zu Werke gehen.


Den Punkt finde ich im Übrigen wirklich interessant.
Ich habe nämlich früher auch schon gesagt, dass mir Helloween teils "zu fröhlich" sind, und musste auch vorhin teils wieder dran denken.
Der Ausspruch greift allerdings deutlich zu kurz. Denn gleichzeitig schaffen sie es ja auch mit oder trotz dieser "Fröhlichkeit" (die meiner Meinung nach eindeutig sehr oft durch drängt) auch immer wieder absolut knallharte, kompromisslose Songs oder Songparts rauszuhauen. Ich denke eher, dass ich für Helloween in der richtigen Stimmung sein muss. Denn wären sie anders, wären sie eben auch nicht Helloween, das ist schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal für mich, also Fröhlichkeit, und "Sich-nicht-so-ernst-nehm", ist im Metal, ohne gleich satirisch, parodistisch oder komödiantisch unterwegs zu sein, gelinde gesagt, selten. Dazu noch auf so einem musikalischen Niveau. Das ist schon alles gut so, wie es ist, denn am Ende ist das auch Teil dieser magischen Zutat, den die ganzen anderen dann eben nicht haben.

Und ja, Abwechslung sehe ich auch als echt große Stärke der Band. Ich bin während dem Hören tatsächlich heute Abend Mal etwas durch die Wikipedia gesurft und habe mir die Writing-Credits angeschaut. Ich finde es echt bewundernswert, wie stark die Band das Songwriting untereinander aufteilt und dennoch immer eindeutig Helloween bleibt. Kenne das sonst tatsächlich höchstens von den Ärzten, und vielleicht mittlerweile Maiden.

Hab die Better Than Raw übrigens jetzt einfach laufen lassen, die gefällt mir heute tatsächlich fast noch besser als damals, hab die relativ lange nicht mehr aktiv und am Stück gehört.
Ich mag Andi Deris heute auch noch deutlich lieber. (Und ja, er liegt mir auch deutlich mehr als Hansen und Kiske, soweit ich die beiden bislang kenne. (Was zugegeben nicht sooo viel ist.))

Bin Mal gespannt, wie sich die neuen Alben meiner Sammlung jetzt noch weiter entwickeln.
Es juckt mir nach diesem Helloween-Abend nun auch tatsächlich schon wieder in den Fingern, noch mehr nachzulegen. Vielleicht hol ich mir die Neue sogar zeitnah zur Veröffentlichung, mal schauen... ;)
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Mai 2021, 23:39

Ich muss auch gerade darüber nachdenken, dass Better Than Raw ja auch tatsächlich ein Teil meiner metallischen Früherziehung war... Glaub, das hat schon Spuren hinterlassen, wenn ich mir so ansehe, was ich heute so mag. (Schnell und hart und virtuos bekommt mich halt meist. ;) )

Edit: Im Sinne davon, dass ich ja erst '98 in's Genre eingestiegen bin.
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