
Tracklist:
1. Prisoner Of Time (04:17)
2. Control (03:45)
3. Recover (04:08)
4. Prepare For Chaos (3:45)
5. Slowly Insane (03:53)
6. Architects Of Hate (05:04)
7. Demolition Man (03:37)
8. Unwelcome Surprise (05:07)
9. Snake Eye (03:45)
10. Survive (04:08)
11. Good Or Bad (03:55)
12. The End (03:47)
Die Hoffnung auf ein weiteres granatenstarkes Album in der Manier des vorherigen Album war bei mir sehr groß. Ob die Hoffnung erfüllt wurde? Na ja, ich gestehe...teilweise.
Die Band führt gnadenlos den Weg fort und setzen eher auf klassisches Material. Sie lassen alle Experimente der früheren Alben außen vor und versuchen sich, auch durch den Sound, einem breiteren Publikum zu öffnen. Wie das gehen soll? Nun, vieles klingt vom traditionellen Heavy Metal beeinflusst. Vor allem gibt es die Hau-Drauf-Songs zu genüge auf diesem Album.
Viel Kritik von mir gibt es aber leider vor allem für die Produktion. Die Band springt leider auf den Zug der lauter, extremer, plastischer Produktionen auf und verhagelt dem Album die Natürlichkeit, die die Songs verdient hätten. Das ist ein bisschen schade, denn mit einer organischeren Produktion, würde dem Ganzen einfach noch viel mehr leben einhauchen und ich bin mir sicher, der ein oder andere Songs würde nochmal in ein anderes Licht gerückt werden. Denn manchmal ist vor allem das Schlagzeug für mich zu sehr im Vordergrund und wirkt vor allem unter Kopfhörern unangenehm.
Nicht jeder Song zündet hier. Dafür gibt es (trotzdem) auch musikalische Leckerbissen wie den Opener „Prisoner Of Time“ der wieder diese unverkennbare Gesangsmelodien zulässt. Der Song klingt sogar wie ein Überbleibsel der letzten Scheibe und ist ein wirklich toller Einstieg in das Album.
Ein guter Beweis für die oben erwähnte fehlende Natürlichkeit, bringt der nächste Song „Control“. Hier kann man echt mit der „Weniger ist mehr“-Keule schwingen. Was da Gitarrensoundtechnisch untergeht ist schon fast schmerzergreifend. Weniger plastisch und da wäre so viel rauszuholen gewesen, so dass ich verstehen kann, wenn dann so ein Song einfach untergeht. Und das ist einfach Schade!
Abgesehen davon gibt es aber Songs wie „Recover“ (und das ist lange nicht mehr vorgekommen) die mir dann auch rein vom Aufbau gar nicht gefallen und dem ich sogar Eric erschreckend verhalten finde. Nein, schlecht geht anders. Aber auch hier hätte man einiges mehr rausholen können.
Die absoluten Ausreiser auf „The End Of Chaos“ sind für mich aber Songs wie, „Architects Of Hate“, welches Eric auch wieder heller strahlen lassen. Er kann auch aggressiv sehr gut, und wie!
„Demolition Man“ galoppiert in guter Flotzi Manier durch die Prärie und auch hier wieder singt Eric in den Strophen ohne Punkt und Komma, aber mit einer Geschwindigkeit und einem Durchhaltevermögen, dass man meinen könnte, der Kerl hätte noch eine Ersatzlunge parat. Absolut grandiose Leistung von dem Herren.
Man merkt also. Auch wenn das Album sehr gute Songs zu bieten hat, kann meine Begeisterung nicht völlig aus den Nähten platzen. Das Album wird an einigen Stellen vor allem Produktionstechnisch erschreckend ausgebremst. Was ich durchaus bedauerlich und schade finde. Soll aber leider auch in der Zukunft nicht besser werden…
Line Up:
Eric A.K. – Vocals
Michael Gilbert – Guitars
Steve Conley – Guitars
Michael Spencer – Bass
Ken Mary - Drums


Echt schade, dass ich bei Flotsam & Jetsam leider so gut wie gar nicht mitreden kann. Ich besitze nicht eine CD der Herren. Ich hatte mal eine. Kurioserweise dein genanntes Schlusslicht "My God". Manchmal startet man wohl auch einfach mit dem falschen Album. Vielleicht mal irgendwann. Wer weiß es? 