Helloween

Re: Helloween

Beitragvon Pavlos » Sonntag 12. August 2018, 21:18

Walk Your Way (B-Seite der Power Maxi) ist einer der besten Derisween Tracks überhaupt.

https://www.youtube.com/watch?v=jqg_XOOdoys

Keine Ahnung warum die den damals weggelassen haben, das ist Helloween pur!!!!!!
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 12. August 2018, 22:58

Der Großkopf-Song wird gerne mal B-Seite.

Und ist oft super.
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Re: Helloween

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 13. August 2018, 14:42

Für mich ist ja Großkopf immer das Herz von Helloween gewesen, der hat das Bandgefühl immer am besten in Musik umgesetzt.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. August 2018, 18:58

Bild
HELLOWEEN "Rabbit Don't Come Easy" (2003)

Nachdem es sich nach dem dunklen Ritt ja ordentlich ausgekuscht und ausgegrapowt hatte, dauerte es ganze drei Jahre bis die Kürbiszüchter Weikath, Deris und Großkopf (fast) ein neues Line-up und vor allem (tatsächlich) ein neues Karnickel aus dem hohen Hut zaubern konnten, und mein Gott, das hat sich gewehrt, das Nagetier. Nachzuschauen direkt auf dem Frontcover. An die Zeit um den Release dieses Albums herum, habe ich in Sachen HELLOWEEN wirklich sehr positive Erinnerungen. Es war die aktivste Hochphase des Forenlebens in den Bandforen, speziell im offiziellen Bandforum, und im noch älteren Fanforum "Your Turn"; zeitweise gab es auch noch zwei weitere Foren, die Helloween gewidmet waren. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass in meiner Geschichte als Forenbewohner im metallischen Paralleluniversum jemals zuvor oder danach ein Album so ausführlich, so detailverliebt und so kontrovers diskutiert worden wäre. Da wurden Monate lang die Songs seziert, und - wie könnte es im Helloween-Kontext anders sein - es kam natürlich überwiegend schlecht weg. Kein Wunder, denn das Forenleben in Kürbishausen zeigte, dass im Endeffekt jedes Helloween-Album überwiegend eher schlecht wegkam. Die Gründe dafür habe ich ja schon öfters mal angerissen; es gibt einfach so viele Anhänger, die nur eine Phase, einen Sänger mögen. Und so war natürlich klar, dass sich auch dieses Mal viele Leute fanden, die natürlich den Abgang von Grapow und Kusch nicht schlucken wollten, und damit den Hasen schon aus Prinzip nicht mögen konnten. Die Kiske-Fraktion sah sich natürlich darin bestätigt, dass offenbar Weiki - und natürlich nur Weiki - schuld daran sein musste, dass Helloween Line-ups zerbrechen. Ach ja, und Deris war aus deren Sicht natürlich immer noch ein schlechter Sänger. Die einen fanden die Hasenplatte optisch und thematisch albern und beklagten den Verlust der ernsthafteren, dunkleren Aura von "The Dark Ride". Bei den anderen war es natürlich genau umgekehrt und sie freuten sich vehement über die Rückkehr der Unbeschwertheit, des Augenzwinkerns und der Pumpkin-Cartoons, deren Fehlen natürlich immer ein mittleres Sakrileg darstellt (siehe "Pink Bubbles").

Wenn ich Häschen nun nach knapp 15 Jahren wieder aus der Grube hole und in den CD-Player hüpfen lassen, dann muss ich sagen, dass für mich die Scheibe kaum gealtert ist. Dass wir damals alle das Album mit Lupe und Skalpell analysiert haben, bis hin zu den vermeintlichen oder absichtlichen Grammatik-Fehlern der Texte, das macht sich nach wie vor massiv bemerkbar. Alle Songs sind nach wie vor zu 100% präsent. Wie eigentlich immer, so weist auch "Rabbit..." alle Facetten auf, die auf ein zeitgemäßes Helloween-Album gehören. Es rockt ('Just A Little Sign'), es ist speedig und hart ('Open Your Life'), es ist schnell, hochmelodisch und fröhlich ('The Tune'), es ist hart, rifforientiert und heavy ('Liar'), es ist episch-spacige ('Sun 4 The World'), powerballadesk ('Don't Stop Being Crazy') usw... usf... Eine richtige Überhymne, die auch noch nach anderthalb Dekaden noch als unbestrittener Klassiker der Deris-Ära durchgehen würde, hat es im Gegensatz zu seinen vier Vorgängern vielleicht erstmals nicht, und ich muss wohl zugeben, dass im Liveset kaum jemand explizit sagen wird, dass er nun einen nicht gespielten Song von "Rabbit Don't Come Easy" vermisst hat. Dennoch sind auf dem Scheibchen etliche Songs enthalten, die sich als Joker und gelungene Überraschung weitaus besser in einer Setliste machen würden als beispielsweise 'Are You Metal?'; und ganz unabhängig vom Zeug zum Bandklassiker sind auf dem Album schon jede Menge richtig gelungene und sehr unterhaltsame Songs enthalten.
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Re: Helloween

Beitragvon Jhonny » Montag 13. August 2018, 19:43

Als ich anfing, Metal zu hören, war das die aktuelle HELLOWEEN-Platte, aber ich kenne sie erst ein paar Jahren. Und bisher ist da nie was hängen geblieben. So schlecht wie "Rabbit Don't Come Easy" kenne ich sonst wohl nur "The Dark Ride."
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. August 2018, 21:15

Und die ist ja ein ziemlicher Hammer.
:-D
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Re: Helloween

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 13. August 2018, 21:37

"The Dark Ride" finde ich wohl mit das beste Deris-Album, oder gerade wegen, der dunkleren Stimmung. "Rabbit Don't Come Easy" mag ich aber auch gern, bin sogar stolzer Besitzer der völlig unnötigen NB-Spezialedition, komplett mit Plüschkarnickel, Päckchen Kürbissamen, hässlichem 'Just A Little Sign'-Shirt und all das im riesigen Plastikzylinder. :grins: Nein, schlecht ist die wirklich nicht.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 13. August 2018, 21:40

Och, und ich hab nur den Digipak bei dem es den Hasi auffaltet. Da bin ich nun nicht mal neidisch. Wenn das Ding einen Bonustrack hätte, dann, ja dann...
;-)
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Re: Helloween

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 13. August 2018, 21:43

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Och, und ich hab nur den Digipak bei dem es den Hasi auffaltet. Da bin ich nun nicht mal neidisch. Wenn das Ding einen Bonustrack hätte, dann, ja dann...
;-)

Der Klappdigi war auch in dem Hut, ein Jojo und ein Schaumstoffkürbis ebenfalls. NB hat eine Zeit lang echt völlig absurde Editionen verkauft, hab hier auch eine von Sonata Arctica, im Jutebeutel mit einer Muschel und einem Stück Tau mit Seemannsknoten. :grins: Lediglich der Legion Of The Damned Käsehobel fehlt mir.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. November 2019, 01:10

Bei der generell überschaubaren Vitalität des hiesigen Forenlebens ist es nun nicht die allergrößte Überraschung, dass dieser Thread und damit das Forum den kompletten "Pumpkins United"-Triumphzug verschlafen haben.

Aus diesem Grund und auch weil ich in den letzten Tagen öfters mal HELLOWEEN gelauscht habe, ist es mir grad ein Bedürfnis, den Thread aus der Versenkung zu holen. Die United-Geschichte lässt sich echt nur mit ganz viel bösem Willen schlechtreden, und es ist, gerade wenn man damals als Mod im Helloweenboard die jahrelangen Grabenkämpfe der widerstreitenden Fanfraktionen live mitbekommen hat, einfach besonders schön, mit anzusehen, wie harmonisch, stimmig und erfolgreich das von außen betrachtet abgeht. Das wirkt nach Freude am Musizieren und ist einfach nahe der Perfektion umgesetzt. Kein Wettstreit der Eitelkeiten, keine Neidhammeleien, wer mehr Stagetime und Songs bekommt. Jeder singt seine Trademark-Songs, andere Songs singt man gemeinsam, und es ist in Sachen Show, Performance und Songauswahl einfach grandios und rechtfertigt jede Euphorie. Der auf YT verfügbare komplette Wacken-Gig und die neue "United Alive"-BluRay/DVD/CD sprechen Bände.

Aber die "United"-Geschichte ist noch nicht einmal der Hauptgrund für diesen Beitrag. Vor Kurzem hab ich mir eine zweite Version der "Gambling With The Devil" zugelegt (US-Pressung mit 3 exklusiven Zusatzsongs) und diese oft übersehene Scheibe wieder einige Male angehört, gerade läuft die phänomenale Live-CD "Live in Sao Paolo" von der "Keeper / The Legacy"-Tour 2005/2006, und auch die beweist zwei gerne übersehene Tatsachen: Deris konnte bisweilen sehr wohl Kiske-Songs toll interpretieren und auch die originalen Songs aus dieser Phase konnten in diesem Kontext punkten und standen auf Augenhöhe mit dem Keepers-Material, und ließen das Stimmungslevel live nicht einbrechen.

Auch bei mir rutscht HELLOWEEN immer wieder mal etwas aus dem Fokus meines musikalischen Interesses. Manches Mal habe ich ein paar Monate oder auch mal ein oder zwei Jahre kaum den Drang danach, HELLOWEEN zu hören, doch irgendwann trifft es mich dann wieder wie der Blitz und es ist dann wie Heimkommen. So bleibt am Ende für mich die Erkenntnis, dass HELLOWEEN doch eine ganz große musikalische Liebe meines Lebens ist und bleibt, und zwar in allen Phasen, mit allen Sängern.
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