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von Pillamyd » Dienstag 12. März 2024, 09:08
Das Thema hat mich gestern nicht ganz losgelassen. Ich habe meine Liste immer mal wieder hervorgekramt und dann die anderen natürlich auch angeschaut. Und so ganz bin ich mit meiner nicht ganz so zufrieden. Es sind mehr Fragen aufgekommen, als ich zunächst bedacht habe.
Zunächst wären da die Grenzen. Das sehe ich wohl etwas lockerer. Deswegen habe ich wohl "Metal Church" reingehauen. Ich merke wohl, dass die Blokade vor allem deswegen auftaucht, weil ich mich gefragt habe, ob der "Heavy Metal" als Oberbegriff eines Ganzen gilt, dann finde ich eine Liste, wie die von Eike, wunderbar. Fungiert sie als Einstieg in den klassischen Bereich, so nicke ich bei jeder Liste wunderbar ab. Wenngleich ich "Mercyful Fate" dann für zu fordernd halte. Die wäre dann wohl in fortlaufenden Empfehlungen drin, sollte man nicht selbst drauf kommen. Und da komme ich zu meinem Problem. Ist eine Scheibe, wie die von "Warrior" der erste Schritt den man gehen darf und sollte? Hat dann "Crimson Glory" da etwas zu suchen und ist es nicht richtiger dann die ersten beiden "Iron Maiden" Alben zu nennen, als das schon fortschrittliche "Somewhere In Time", dass in der Diskographie dieser Band eine Komponente hinzufügt und schon auch anders ist, als die Alben zuvor. Oder doch lieber "The Number Of The Beast"? Wenn ich meine persönlichen Vorlieben außer acht lasse und die Alben nicht unbedingt kennen müsste, ist z.B. "Hammerfall" absolut berechtigt.
Holger spricht es auch an. Ist "Power And The Glory" der richtige Weg mit der Band anzufangen? Welche Faktoren sollten also eine Rolle spielen? Also wo setzt man die Grenzen? Was lässt man dann zu? Bin ich zu verkopft? Wahrscheinlich!
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von Holger Andrae » Dienstag 12. März 2024, 09:12
Wir sind alle zu verkopft, wenn es um solche Themen geht. Die "simple" Frage, die Pete im Video an jmd stellt, der bislang keinen Heavy Metal hört, lautet:" Magst Du diese Alben? Dan magst Du Heavy Metal!"
Ich denke unter diesem Aspekt sind all' unsere Listen sehr gut.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Dienstag 12. März 2024, 09:18
Ich muss gestehen, dass das Video noch auf meiner "Zu-sehen-Liste" steht. Ich habe mich da eher von euch Leiten lassen und bin die kompletten 80er durchgegangen.
Aber du hast recht. Jede Liste kann man genauso durchwinken. Auf jeden Fall.
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von Jhonny » Dienstag 12. März 2024, 09:32
Holger Andrae hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:BLACK SABBATH - Heaven And Hell (1980) MOTÖRHEAD - Ace Of Spades (1980) IRON MAIDEN - The Number Of The Beast (1982) ACCEPT - Restless And Wild (1982) MANOWAR - Hail To England (1984) MERCYFUL FATE - Don't Break The Oath (1984) SAVATAGE - Hall Of The Mountain King (1987) JUDAS PRIEST - Painkiller (1990) BLIND GUARDIAN - Imaginations From The Other Side (1995) HAMMERFALL - Glory To The Brave (1997)
ist mal mein Vorschlag.
Da liegen wir ja gar nicht so weit auseinander. Gut, bei zwei Scheiben klappen sich meine Ohren automatisch zu, aber die darf man hier schon nennen.
Wir liegen auch sonst nicht immer zu weit auseinander Klar, BLIND GUARDIAN hättest du sicher nicht mit drin, aber der Einfluss ist ja unbestritten. So wie ich PANTERA in so einer Liste nicht sehen würde, aber den Einfluss nicht leugnen könnte. Ich nehme an, deine Ohren klappen auch noch bei MANOWAR zu?
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von Jhonny » Dienstag 12. März 2024, 09:33
Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:01. Judas Priest - Stained Class (1978) 02. Black Sabbath - Heaven And Hell (1980) 03. Riot - Fire Down Under (1981) 04. Accept - Restless And Wild (1982) 05. Saxon - Power And The Glory (1983) 06. Metal Church - Metal Church (1984) 07. Running Wild - Gates Of Purgatory (1984) 08. Warrior - Fighting For The Earth (1985) 09. Crimson Glory - Crimson Glory (1986) 10. Iron Maiden - Somehwere In Time (1986) Vergessen, etwas dazu zu schreiben. Ich habe versucht mich auf einen einfachen Einstieg zu fokussieren. Bands wie "Mercyful Fate" hätte ich gern miteingeschlossen. Aber, wenn ich mir das zurechtspinne, kommt man auf solche Bands zwangsläufig im weiteren Verlauf. Hoffentlich! 
Ui, Riot ist natürlich ein Must-Have. Die würde ich gegen meine Hammerfall tauschen. Ist zwar meine liebste Saxon, aber da sehe ich tatsächlich nicht mehr die Innovation (nach der aber auch gar nicht gefragt wurde). Metal Church hatte ich auch auf dem Zettel, würde ich aber für US/Power Metal aufheben wollen. Ist aber eigentlich ein Blaupause-ALbum für Stromgitarren-Musik. Auch klanglich. Warrior ist eine sehr coole Idee.
METAL CHURCH ist eine großartige Wahl. Hätte bei mir auch drin landen können. Das WARRIOR-Album ist schon cool, aber für mich schon ziemlich weit weg von einer "Need To Own"-Liste. Das ist kein qualitatives Urteil, aber es ist für mich halt schon deutlich mehr Underground - zumindest nach meinem Empfinden.
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von Pillamyd » Donnerstag 14. März 2024, 13:11
Jhonny hat geschrieben:Das WARRIOR-Album ist schon cool, aber für mich schon ziemlich weit weg von einer "Need To Own"-Liste. Das ist kein qualitatives Urteil, aber es ist für mich halt schon deutlich mehr Underground - zumindest nach meinem Empfinden.
Und was macht das jetzt nicht empfehlenswert? Die Qualität scheint es ja nicht zu sein. Underground als Argument? Kann ich nicht verstehen. Warum sollte man einem Interessenten an dieser Musik nicht auch aufzeigen können, dass es in der Tiefe noch mehr gibt, als die ganz großen Namen? Ob etwas Underground ist oder nicht ist doch an sich völlig schnuppe, wenn die Musik überzeugt und potenziell überzeugend sein könnte.
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von Jhonny » Freitag 15. März 2024, 09:28
Pillamyd hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Das WARRIOR-Album ist schon cool, aber für mich schon ziemlich weit weg von einer "Need To Own"-Liste. Das ist kein qualitatives Urteil, aber es ist für mich halt schon deutlich mehr Underground - zumindest nach meinem Empfinden.
Und was macht das jetzt nicht empfehlenswert? Die Qualität scheint es ja nicht zu sein. Underground als Argument? Kann ich nicht verstehen. Warum sollte man einem Interessenten an dieser Musik nicht auch aufzeigen können, dass es in der Tiefe noch mehr gibt, als die ganz großen Namen? Ob etwas Underground ist oder nicht ist doch an sich völlig schnuppe, wenn die Musik überzeugt und potenziell überzeugend sein könnte.
Naja, die Einsteiger-Alben sollten aus meiner Sicht schon Scheiben sein, die auch eine große Auswirkung haben. "Empfehlenswert" im Sinne davon, dass es ein gutes traditionelles Metal-Album ist, ist es doch ohne Frage. Da bin ich d'accord. Bei mir wäre es halt schon ziemlich weit weg von einer Scheibe, die ich für so eine Top 10 der Einstiegsalben in Betracht ziehen würde, denn selbst im US Metal gibt es ja sicher mindestens ein halbes Dutzend Bands, die deutlich prägender sind - HELSTAR, VICIOUS RUMORS, JAG PANZER, CRIMSON GLORY, SAVATAGE, SANCTUARY, um das halbe Dutzend zu nennen. Und das wäre für mich halt das Kriterium, um es in eine solche Liste zu setzen. Daher wäre HAMMERFALL für mich ja auch gesetzt - nicht, weil das Album so überragend ist, sondern weil es so eine überragende Wirkung hatte und damit den traditionellen Metal nach 1997 geprägt hat. Aber das darfst du natürlich gerne ganz anders sehen Am Schluss versuche ich ja einfach, ein wenig zu diskutieren, dafür ist das Forum ja da 
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von Pillamyd » Freitag 15. März 2024, 10:23
"Savatage" muss unbedingt genannt werden, weil großer Name und große Auswirkung. "Warrior" soll einem noch verborgen bleiben, weil kein großer Name und keine große Auswirkung aufs Genre. Sorry, aber das interpretiere ich darin und ich hab große Probleme mit solchen Abgrenzungen, die ich einfach nicht mag. Jhonny hat geschrieben:Am Schluss versuche ich ja einfach, ein wenig zu diskutieren, dafür ist das Forum ja da
Ist ja toll, dass wir uns hier einig sind. Genau das tun wir hier doch gerade.
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von frankjaeger » Freitag 15. März 2024, 11:11
Ich würde aber auch soweit gehen, dass es eventuell besser wäre, jemandem die großen Klassiker zuerst nahezulegen. Das sind einfach die Grundlagen, wenn dem Newbie das alles gefällt, macht er eh weiter oder noch besser: Fragt nach mehr Stoff. Dann hätte wie WARRIOR-Stunde geschlagen. So würde ich zumindest vorgehen. Und wenn der Newbie das nicht mag, na ja, zumindest hat er musikhistorisch etwas gelernt 
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von Jhonny » Freitag 15. März 2024, 11:56
frankjaeger hat geschrieben:Ich würde aber auch soweit gehen, dass es eventuell besser wäre, jemandem die großen Klassiker zuerst nahezulegen. Das sind einfach die Grundlagen, wenn dem Newbie das alles gefällt, macht er eh weiter oder noch besser: Fragt nach mehr Stoff. Dann hätte wie WARRIOR-Stunde geschlagen. So würde ich zumindest vorgehen. Und wenn der Newbie das nicht mag, na ja, zumindest hat er musikhistorisch etwas gelernt  da bin ich ganz bei Frank.
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