Avantasia

Re: Avantasia

Beitragvon Havoc » Donnerstag 17. März 2016, 18:08

Erasmus hat geschrieben:Was nach wie vor fehlt, ist die Unbekümmertheit der ersten beiden Alben.


Da könnte man jetzt wenn man wollte eine Diskussion darüber aufmachen ob "Unbekümmertheit" ein echtes Qualitätsmerkmal ist.
Oder vielleicht doch eher "Erwachsen"?
Muss man aber auch nicht. :P
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Re: Avantasia

Beitragvon Erasmus » Donnerstag 17. März 2016, 20:36

Ist es, da gibts rein garnix zu diskutieren. :P
"Erwachsen" klingen meinetwegen Prog-, Jazz-, Pop-, oder Sonstwasplatten. Aber erwachsen-klingender Melodic (Speed-) Metal ist Kacke. 8-)
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Re: Avantasia

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 18. März 2016, 00:12

Erwachsen und Metal beißen sich. Kein Mensch will erwachsenen Heavy Metal hören. =)

Vielleicht juckt mich Prog Metal deswegen nicht wirklich, weil das alles so seriös und ernsthaft ist.
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Re: Avantasia

Beitragvon salisbury » Freitag 18. März 2016, 08:31

Na, aber "jugendliche" Musik von Mittvierzigern wäre doch auch nicht, ähem, authentisch, nicht wahr? ;-) .
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Re: Avantasia

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 18. März 2016, 10:39

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Erwachsen und Metal beißen sich. Kein Mensch will erwachsenen Heavy Metal hören. =)

Vielleicht juckt mich Prog Metal deswegen nicht wirklich, weil das alles so seriös und ernsthaft ist.

Du hast n den 90er kein Spock's Beard Konzert besucht, nehme ich an?
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Re: Avantasia

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 19. März 2016, 12:19

Holger Andrae hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Erwachsen und Metal beißen sich. Kein Mensch will erwachsenen Heavy Metal hören. =)

Vielleicht juckt mich Prog Metal deswegen nicht wirklich, weil das alles so seriös und ernsthaft ist.

Du hast n den 90er kein Spock's Beard Konzert besucht, nehme ich an?


Nein, Spock's Beard habe ich nie gesehen, aber ich bin mir sicher, dass auch Prog Musiker Spaß in den Backen haben und live Schabernack treiben können. Mir ging's darum, dass für mich progressive Rockmusik in der Regel sehr ernsthaft, werkorientiert, klischeereduziert wirkt. Das ist nicht böse gemeint und schmälert deren Klasse mitnichten. Es gibt ja auch ein paar Prog-Metal-Bands, die ich richtig gut finde, so ist's ja nicht. Aber dazu - das ist ja nun nichts Neues mehr -, dass eine Band in meine heiligen Hallen vorstößt, braucht's halt irgend ein nicht wirklich greifbares "Mehr", das ich im Prog-Metal-Sektor nur ganz, ganz selten finde. Wenn ich jetzt versuche, zu erklären, warum, dann kommen wieder tausend Einwände, drum lasse ich das an dieser Stelle, denn ich kann das auch nicht wirklich fassen.

Aber man sieht das ja auch an meiner Reaktion auf Peters Inside-Out-Sale-Link: Mich reizt da nichts wirklich, und sicher nicht, weil das schlechte Bands wären. Gott bewahre, Symphony X, Vandenplas... alles coole Sachen, aber - ich weiß nicht warum - es lässt mich halt vom emotionalen Standpunkt her komplett kalt, und damit reizt es mich auch nicht, das zu sammeln.


salisbury hat geschrieben:Na, aber "jugendliche" Musik von Mittvierzigern wäre doch auch nicht, ähem, authentisch, nicht wahr? ;-) .

Authentisch oder nicht, juckt mich nicht, hat mich nie gejuckt. Das war dein Thema, nicht meines. Ich spreche auch nicht von "jugendlicher" Musik. Man versteht mich mal wieder (bewusst?) falsch. Für mich hat Heavy Metal schon ein Stück weit den Anspruch, sich dem Erwachsenwerden zu widersetzen und bis ins hohe Alter seine von Zeit und Raum losgelöste kindlich-naive, eskapistische Rolle zu spielen. Das ist alles kein Dogma, aber die Erfahrung lehrt mich, dass Bands, die von Rezensenten als "erwachsen" oder "gereift" bezeichnet werden, für mich fast immer sterbenslangweilig sind. Wenn man erwachsen wird, dann stirbt das Kind in einem, und das ist traurig. Ich will mich niemals als "erwachsen" wahrnehmen. Wenn das passiert, dann bin ich nimmer ich, denn dann sie die ganzen kleinen Freaks in meiner Seele verblichen. Ich will der Metalhead bleiben, der ich mit 12 war, als die Fellunterhosenträger mein Kinderzimmer eroberten, und der, der ich mit 16 war, als ein Lichtstreif am Nordhimmel aufblitzte. Und in meiner Beziehung zum Heavy Metal bin ich der weitestgehend auch geblieben.
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Re: Avantasia

Beitragvon Siebi » Samstag 19. März 2016, 12:42

Rüdiger, hör die neue Ketzer, klingt nach Jugend forscht und erwachsen und sallythentisch (== authentisch in blau) as fuck noch dazu. :grins:
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Re: Avantasia

Beitragvon salisbury » Samstag 19. März 2016, 12:44

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Authentisch oder nicht, juckt mich nicht, hat mich nie gejuckt. Das war dein Thema, nicht meines.


Haha, mich auch nicht. Wenn's wichig wäre, könnte ich mich aber fragen, wie "echt" es ist, wenn alte Herren versuchen, wie Teenies zu klingen und sich so zu behehmen. Anyway, war nicht allzu ernst gemeint ;-) .

Für mich hat Heavy Metal schon ein Stück weit den Anspruch, sich dem Erwachsenwerden zu widersetzen und bis ins hohe Alter seine von Zeit und Raum losgelöste kindlich-naive, eskapistische Rolle zu spielen.


Also, das kann man sicher auch 1:1 auf Prog übertragen, vor allem den Punkt mit dem Eskapismus war ja vor allem in den 70igern extrem wichtig. Ich würde sogar behaupten, die Technisierung des Prog ist ein Haupteinfluss aus der Metal-Szene, aus der "erwachsene" Bands wie DREAM THEATER oder MESHUGGAH entspringen. YES, GENESIS, MARILLION, der ganze Neo-Prog hat dagegen einen extrem eskapistischen und auch ein stückweit kindlich-naiven Ansatz. Hör mal FLOWER KINGS...
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Re: Avantasia

Beitragvon Erasmus » Samstag 19. März 2016, 13:36

Für mich hat Heavy Metal schon ein Stück weit den Anspruch, sich dem Erwachsenwerden zu widersetzen und bis ins hohe Alter seine von Zeit und Raum losgelöste kindlich-naive, eskapistische Rolle zu spielen.


Absolut, und das hat nichts mit Authentizität zu tun, die kann manchmal ja auch sterbenslangweilig sein. Um es mal wieder mit dem Thema zu verknüpfen: Die Entwicklung von Edguy/Avantasia/Sammet ist sicherlich zu 100 % authentisch, seine Musik wird bzw. wurde dadurch aber für mich ein Stück langweiliger.
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Re: Avantasia

Beitragvon Erasmus » Dienstag 22. März 2016, 22:02

Ich finde, hier tut mal ein Listenvergleich Not:

1) The Metal Opera II (The. Seven. Angels.)
2) The Metal Opera I (knapp auf Platz Zwei)
3) The Mystery of Time (Die wäre noch vor einem Monat weiter unten gelandet: Ich finde aber tatsächlich kein schlechtes Lied)
4) Ghostlights (Viel sehr Gutes, einiges sehr Langweiliges)
5) The Wicked Symphony (Viel Gutes, einiges Langweiliges)
6) The Scarecrow (Zu viele Balladen)
7) Angel of Babylon ("Death is just a Feeling" ist trotzdem genial)
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