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von Havoc » Freitag 23. Juni 2023, 21:32
Eike hat geschrieben:Also, dumpf finde ich daran überhaupt nichts.
Kann ich verstehen. Mag nicht jeder so hören. Das ist aber auch nicht das Hauptproblem...eigentlich ist gar nix an der Platte wirklich ein Problem. Es ist ganz einfach das Gegenteil von dem, was Rüdiger gerade zu der neuen Jag Panzer geschrieben hat...dass er sofort in die Scheibe verknallt war. Ja. So Platten gibt es. Wo man direkt beim ersten Durchlauf geflasht ist. Und genau dieser Effekt war bei mir mit "Edge Of Thorns" so gar nicht vorhanden. Eher andersherum...so nach dem Motto...."Ja, schon gut, aber das wird nie mein Lieblingsalbum der Band werden". Aktuell würde ich wohl trotzdem eine 8,5 vergeben.
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von kingdiamond » Montag 1. April 2024, 11:16
kingdiamond hat geschrieben:Sehr schön, das Album des Jahres 2024 scheint schon festzustehen. Ich freu mich, aber ist noch recht lang hin… Na wer sagt es denn, das VÖ-Datum der neuen SAVATAGE steht: 04.10. Dann hat es immerhin noch fast ein volles Quartal um das „Invincible Shield“ vom Jahresthron zu stoßen. 
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von kingdiamond » Donnerstag 31. Oktober 2024, 16:20
Jon Oliva hat wohl jetzt schon seine Absage vom SAVATAGE-Auftritt im Juni 2025 auf dem Monsters Of Rock verkündet. Gesundheitliche Probleme… hat Multiple Sklerose und Morbus Ménière bekommen. Glaube, das wird sehr schwer, damit wieder auftrittsfähig zu werden - zumindest bei seinen vorherigen körperlichen Voraussetzungen. Alles Gute Jon! Er schreibt wohl im Studio an neuem Material… ich hab gerade meinen Post oben drüber gesehen. Dann freuen wir uns mal darauf in 2025 
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 20. April 2025, 20:25
SAVATAGE gestern live in Sao Paolo... für "Believe" wurde Jon Oliva zugeschaltet bzw. mit Grußbotschaft und Intro eingespielt... Ich glaube, man muss die kommende Tour echt nicht fürchten. ❤ https://www.youtube.com/watch?v=0yhNZnCBI1I
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von Julian Rohrer » Freitag 20. Juni 2025, 00:03
Tolle Show in München … aber Jon fehlt. Wer das anders sieht, hat die Seele von Sava verkannt … entweder kehrt JO zurück oder die Band braucht einen weiteren Sänger, der das Erbe der Metalsongs und die Madness des Mountain King auf die Bühne bringt. Zak ist ein toller Sänger, aber halt viel zu sehr der gute Onkel als der Bergkönig. Und scheiß auf Screens, bringt die gut alte Lightshow zurück!
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von Rüdiger Stehle » Freitag 20. Juni 2025, 12:00
Jo. War sehr schön, wie ich finde.
Man hatte echt das Gefühl, dass *jeder* da war. Selten so viele Bekannte auf einem einzelnen Gig gesehen.
Klar fehlt Jon, aber wenn er nicht fit genug dafür ist, komme ich klar damit. Einen zweiten Sänger brauche ich nicht unbedingt. Wenn doch, dann Charles Rytkönen (der hat das Jon-Oliva-Timbre ganz gut drauf, wenn er will), und er ist auch eher der Typ "Maniac" als der Typ "netter Onkel".
Bei der Leinwand bin ich bei dir. Ich mag Backdrop bzw. Kulisse (wie bei King Diamond) und Lightshow auch lieber als diese Videowall-Geschichte. War bei Manowar auf der kleinen Tour auch so; bei der großen Tour hat man dann wieder mehr mit Backdrops und Kulisse gearbeitet. Find ich schöner.
Das ist aber jetzt alles für mich kein Makel. Ich war rundum begeistert von dem Gig, auch wenn er klare Songschwerpunkt auf "Wake Of Magellan" durchaus eine kleine Überraschung war.
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von Pillamyd » Donnerstag 29. Januar 2026, 18:24
Mit dem Verlauf aus dem Erkenntnis Thread, Würde ich gern in diesen Band-Thread umziehen. Um nachvollziehen zu können, was da vor sich ging: Pillamyd hat geschrieben:Nach Jahren, in denen ich SAVATAGE durchaus mochte, aber nie völlig begeistert war, habe ich nun eine Art Durchbruch erlebt – und das kam völlig unerwartet. Ende letzten Jahres wuchs mein Interesse an Klassik, und ich griff mir eine Version von GRIEGS „Peer Gynt“ unter der Leitung von NEEME JÄRVI. Ich war schlichtweg begeistert von dieser Interpretation.
Irgendwie brachte mich diese Begeisterung dazu, die Brücke zurück zu SAVATAGE zu schlagen. Ich legte „Hall Of The Mountain King“ auf, nicht in der Erwartung, dass sich irgendetwas Grundlegend ändern würde – eher aus Neugier, vielleicht noch etwas Neues aus den Alben zu gewinnen. Und dann passierte es: Plötzlich spürte ich, dass sich da etwas mehr regte als sonst. Es war wie ein Bewusstsein, das sich langsam öffnete; ich nahm Bombast, Gefühl und frühen US-Metal auf eine völlig neue Weise wahr.
Als anschließend noch „Gutter Ballet“ lief, verstärkte sich dieses Gefühl. Es war wie eine Mischung aus Staunen und Freude, die gleichzeitig vertraut und neu war – ein Gedanke, den ich immer wieder streicheln wollte, weil er so real durch mein Gehirn schoss, in Zeitlupe, aber stetig fortschreitend.
Daraufhin habe ich beschlossen, mir die Alben bis einschließlich „Edge Of Thorns“ noch einmal bewusst vorzunehmen – bewusster zuhören, um jede Facette zu erfassen, bevor ich mich um die Anschaffung der fehlenden Alben kümmere.
Ein komisches Gefühl. Dieses bedingungslose Abfeiern war mir bisher völlig fremd. Für mich fühlt es sich eher wie ein Neuanfang an, ein erster Schritt, um überhaupt an den Punkt zu gelangen, diesen Moment zu erleben.
Pillamyd hat geschrieben:Eike hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben: „Edge Of Thorns“  Sorry. Da schreibst du was Tiefsinniges, und ich springe direkt auf den EINEN Schlüsselreiz an. Das ist aber auch ein prächtiger Schlüssel! 
Ich weiß ja, dass du das Album sehr gerne hast. Deswegen habe ich seit gestern und heute einige Gedanken dazu gesammelt. Das würde ich gerne mit dir und euch teilen: Ich bin noch nicht wirklich tief in "Edge of Thorns" eingestiegen, merke aber, dass ich zunehmend verstehe, warum dieses Album für dich so einen besonderen Stellenwert hat. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt es auf mich ein Stück erwachsener – nicht glatter oder zahmer, sondern offener. Weniger überlagert, weniger festgezurrt von einem engen Konzept, freier in seiner Bewegung. Das ist überhaupt nicht negativ gemeint und für mich auch kein Schritt zurück. Eher fühlt es sich wie ein bewusster Seitenschritt an. Nach der dichten, beinahe einengenden Dramaturgie zuvor bekommt die Musik hier mehr Luft. Sie muss sich nicht permanent selbst erklären, sie darf atmen, stehen bleiben, einfach wirken. Und genau da frage ich mich, ob das nicht der Punkt ist, an dem du dich wiederfindest. Diese Offenheit, dieses Gefühl, dass hier nichts mehr erzwungen wird. Kein großes Konzept, das einen an die Hand nimmt, sondern Musik, die Raum lässt und darauf vertraut, dass man selbst hineinfindet. Ich bin noch nicht sicher, wo ich selbst damit lande. Aber der Gedanke, warum "Edge of Thorns" für dich so stark funktioniert, begleitet mich beim Hören inzwischen ganz automatisch.
Eike hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Ich bin noch nicht wirklich tief in "Edge of Thorns" eingestiegen, merke aber, dass ich zunehmend verstehe, warum dieses Album für dich so einen besonderen Stellenwert hat. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt es auf mich ein Stück erwachsener – nicht glatter oder zahmer, sondern offener. Weniger überlagert, weniger festgezurrt von einem engen Konzept, freier in seiner Bewegung.
Das ist überhaupt nicht negativ gemeint und für mich auch kein Schritt zurück. Eher fühlt es sich wie ein bewusster Seitenschritt an. Nach der dichten, beinahe einengenden Dramaturgie zuvor bekommt die Musik hier mehr Luft. Sie muss sich nicht permanent selbst erklären, sie darf atmen, stehen bleiben, einfach wirken.
Und genau da frage ich mich, ob das nicht der Punkt ist, an dem du dich wiederfindest. Diese Offenheit, dieses Gefühl, dass hier nichts mehr erzwungen wird. Kein großes Konzept, das einen an die Hand nimmt, sondern Musik, die Raum lässt und darauf vertraut, dass man selbst hineinfindet.
Da schreibst du was wirklich Interessantes. Und ich glaube, da ist etwas dran. Irgendwie steht jeder Song für sich, erzählt eine andere Geschichte, aus einer etwas anderen Perspektive. Und doch scheint es da einen gemeinsamen roten Faden zu geben, auf einer eher assoziativen Ebene. Das könnte dieses "Offene" sein, dass du meinst. Auf lyrische Ebene empfinde ich das stark. Vielleicht liegt davon auch Einiges in der Musik selbst. Da könnte ich mal bewusst drauf achten, inwieweit sich da eine "offene Stimmung" durchzieht. Auf jeden Fall erscheint mir der Gesang auf "Edge Of Thorns" weitgehend "frei schwingend" bzw. "atmend", kaum "gepresst" oder "eng geführt" - und das ist für mein Empfinden bei SAVATAGE nicht immer so. Das mag womöglich zu dem beitragen, was du als "Offenheit" empfindest beim Hören. Mal so ins Blaue hineinüberlegt...
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von Eike » Donnerstag 29. Januar 2026, 18:43
Danke fürs Rüberwuppen!
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Pillamyd » Donnerstag 29. Januar 2026, 18:44
Nein, das ist nicht blau, Eike – das trifft den Kern sogar ziemlich genau.
Für mich wirken SAVATAGE hier wie eine Band, die an einem Punkt angekommen ist, an dem sie niemandem mehr etwas beweisen muss. Es wird aus Erfahrung komponiert, vielleicht auch erwachsener – aber vor allem freier. Weniger Druck, weniger das Gefühl, noch etwas demonstrieren zu müssen, weniger „das müssen wir noch zeigen“.
Und vielleicht ist genau das sogar der mutigere Schritt: sich von einem engen Konzept zu lösen und darauf zu vertrauen, dass das eigene musikalische Selbstverständnis trägt. "Edge Of Thorns" wirkt für mich wie ein Album, das sich diesen Freiraum bewusst nimmt.
Dass es zugleich das erste Album mit einem neuen Sänger ist, fügt sich für mich gut in dieses Gefühl ein. Nicht im Sinne eines Bruchs, sondern eher so, dass der Gesang sich in den einzelnen Songs entfalten darf – nicht führen, nicht erklären, sondern erzählen. Jeder Song steht für sich, hat seinen eigenen Raum, in dem man sich bewegen kann.
Das soll überhaupt keine Abwertung des Vorgängers sein – im Gegenteil. Aber dieser Seitenschritt tut der Band spürbar gut. Gerade weil er zeigt, dass SAVATAGE bereit waren, etwas loszulassen und sich neu zu vertrauen.
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